Wirkungsziel 21.3 Sicherung der Pflege für pflegebedürftige Menschen und Unterstützung von deren Angehörigen

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: durchschnittliche Verfahrensdauer zur Gewährung von Pflegegeld [Tage]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 60,0 [Tage]
    • Zielzustand: 60
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 70
  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 54,2 [Tage]
    • Zielzustand: 60
    • Oberer Schwellenwert: 40
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 59,9 [Tage]
    • Zielzustand: 60
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 59,8 [Tage]
    • Zielzustand: 60
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 65
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2018, Zielzustand: 60

Erläuterung der Entwicklung

Die rasche Durchführung von Pflegegeldverfahren durch die Entscheidungsträger stellt eine wichtige Maßnahme dar, um den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen in kurzer Zeit die notwendige finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. In diesem Sinne wurde ein Zielwert für die Entscheidungsträger von 60 Tagen für die Durchführung dieser Verfahren vom Sozialministerium festgelegt. Die Einhaltung dieses Zielwertes wird anhand von statistischen Auswertungen aus der Anwendung PFIF des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger vom Sozialministerium überprüft, um bei Überschreitungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Die durchschnittliche Verfahrendauer bei Neuzuerkennungen von Pflegegeld betrug 2015 bei allen Entscheidungsträgern 59,9 Tage. Dadurch wurde das Ziel einer durchschnittlichen Verfahrensdauer unter 60 Tagen bei allen Entscheidungsträgern, wie auch in den Vorjahren, erreicht.

Grafischer Maximalwert: 50


Quelle

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungtsräger

Berechnungsmethode

Anzahl der Tage bei Neuanträgen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: nicht erreicht: Pflegende Angehörige, die eine Unterstützung gem. § 21a Bundespflegegeldgesetz erhalten [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 9064 [Anzahl]
    • Zielzustand: 7200
    • Oberer Schwellenwert: 9100
    • Unterer Schwellenwert: 7000
  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 9200 [Anzahl]
    • Zielzustand: 9200
    • Oberer Schwellenwert: 9500
    • Unterer Schwellenwert: 9000
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 8645 [Anzahl]
    • Zielzustand: 9200
    • Oberer Schwellenwert: 9500
    • Unterer Schwellenwert: 8500
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 8964 [Anzahl]
    • Zielzustand: 9200
    • Oberer Schwellenwert: 10000
    • Unterer Schwellenwert: 8700
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 8657 [Anzahl]
    • Zielzustand: 9400
    • Oberer Schwellenwert: 9900
    • Unterer Schwellenwert: 8500
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz" zu "Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [Anzahl]
    • Zielzustand: 9300
    • Oberer Schwellenwert: 9900
    • Unterer Schwellenwert: 8900
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2020, Zielzustand: 9400

Erläuterung der Entwicklung

Trotz umfassender Informationsangebote ist die Entwicklung leicht rückläufig. Dennoch befinden sich die Bewilligungen nach wie vor deutlich in der Schwellenwert-Bandbreite. Im Jahr 2015 wurden weniger Anträge auf Gewährung einer Zuwendung gemäß § 21a BPGG eingebracht. Der Prozentsatz der positiven Entscheidungen entspricht im Wesentlichen dem der Vorjahre (2014 – 91,22%, 2015 – 90,49%). Mit Wirkung vom 1. Jänner 2017 sollen die jährlichen Höchstzuwendungen für nahe Angehörige, die eine minderjährige pflegebedürftige Person oder eine Person mit demenzieller Beeinträchtigung pflegen um € 300.- erhöht werden, sodass die jährliche Höchstzuwendung bis zu € 2.500.- betragen kann. Damit soll den besonderen Belastungen der Angehörigen, die diesen Personenkreis pflegen und betreuen, Rechnung getragen werden. Dadurch ist auch eine Zunahme der Anzahl von Personen, die eine Zuwendung erhalten werden, zu erwarten.

Grafischer Maximalwert: 9500


Quelle

Statistik des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Berechnungsmethode

Anzahl der unterstützten Personen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: DauerbezieherInnen einer Unterstützung zur 24-Stunden-Betreuung [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 16600 [Anzahl]
    • Zielzustand: 15000
    • Oberer Schwellenwert: 17000
    • Unterer Schwellenwert: 14555
  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 19300 [Anzahl]
    • Zielzustand: 18000
    • Oberer Schwellenwert: 20900
    • Unterer Schwellenwert: 17800
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 21900 [Anzahl]
    • Zielzustand: 20000
    • Oberer Schwellenwert: 24000
    • Unterer Schwellenwert: 21000
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 23800 [Anzahl]
    • Zielzustand: 24000
    • Oberer Schwellenwert: 25000
    • Unterer Schwellenwert: 22000
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 25300 [Anzahl]
    • Zielzustand: 26000
    • Oberer Schwellenwert: 28000
    • Unterer Schwellenwert: 21000
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz" zu "Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [Anzahl]
    • Zielzustand: 26700
    • Oberer Schwellenwert: 28000
    • Unterer Schwellenwert: 21000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2020, Zielzustand: 30000

Erläuterung der Entwicklung

Die Förderung der 24-Stunden-Betreuung wird von den pflegebedürftigen Personen und deren Angehörigen nach wie vor sehr gut angenommen. Die Entwicklung der steigenden Anzahl an BezieherInnen einer Unterstützung zur 24-Stunden-Betreuung ist insbesondere auf den inzwischen hohen Bekanntheitsgrad des Förderungsmodells der 24-Stunden-Betreuung und der Zunahme der Bevölkerungsgruppe von Personen mit einem Lebensalter von 75 Jahren und älter zurückzuführen. Betrug die Anzahl dieser Personengruppe im Jahr 2007 noch 648.843, wuchs sie im Jahr 2015 auf 732.192 an, was einer Steigerung um 83.349 Personen bzw. ca. 12,9 % entspricht. Zudem wird mit dem Förderungsmodell der 24-Stunden-Betreuung dem Wunsch pflegebedürftiger Personen und deren Angehörigen nachgekommen, in den eigenen „4 Wänden“ betreut zu werden.

Grafischer Maximalwert: 24000


Quelle

Statistik des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Berechnungsmethode

Anzahl der untersützten Personen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: überplanmäßig erreicht: BezieherInnen von Pflegekarenzgeld [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2321 [Anzahl]
    • Zielzustand: 2500
    • Oberer Schwellenwert: 3500
    • Unterer Schwellenwert: 1500
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 2577 [Anzahl]
    • Zielzustand: 2500
    • Oberer Schwellenwert: 2600
    • Unterer Schwellenwert: 2400
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 2616 [Anzahl]
    • Zielzustand: 2500
    • Oberer Schwellenwert: 3000
    • Unterer Schwellenwert: 2000
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2634 [Anzahl]
    • Zielzustand: 2700
    • Oberer Schwellenwert: 3200
    • Unterer Schwellenwert: 2200
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz" zu "Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [Anzahl]
    • Zielzustand: 2700
    • Oberer Schwellenwert: 3200
    • Unterer Schwellenwert: 2200
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2020, Zielzustand: 2800

Erläuterung der Entwicklung

Die Maßnahme der Pflegekarenz und Pflegeteilzeit wurde mit 01.01.2014 eingeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist, es den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für eine bestimmte Zeit zu ermöglichen, die Pflegesituation (neu) zu organisieren und dadurch eine Doppelbelastung zu vermeiden. Dies gilt insbesondere im Falle eines plötzlich auftretenden Pflegebedarfs einer/eines nahen Angehörigen. Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie zur finanziellen Unterstützung pflegender Angehöriger wurde überdies ein Rechtsanspruch auf ein Pflegekarenzgeld geschaffen. Schon im ersten Jahr der Einführung wurde insgesamt 2.321 Personen ein Pflegekarenzgeld gewährt, im Jahr 2015 erfolgte eine Gewährung an insgesamt 2.577 Personen. Aufgrund des steigenden Bekanntheitsgrades der Maßnahme (ua. durch umfangreiche Information durch das Sozialministerium) ist weiterhin von einer steigenden Anzahl der BezieherInnen von Pflegekarenzgeld auszugehen.

Grafischer Maximalwert: 2600


Quelle

Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen

Berechnungsmethode

Anzahl der PflegekarenzgeldbezieherInnen sowie Ausmaß des jeweils gewährten Pflegekarenzgeldes; Hochrechnung entsprechend der Gesetzesunterlagen (WFA)

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben