Förderprogramm BASISPROGRAMME

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Förderprogramm BASISPROGRAMME - Dazu gehören folgende Einzelvorhaben: Programmdokument (PD) Basisprogramme, PD Competence Headquarter, PD Frontrunner Ausführungsverträge (AV) Basisprogramme, Competence Headquarter, Frontrunner und Sonderrichtlinien Frontrunner - Austria Wirtschaftsservice (AWS) sowie AV Frontrunner mit AWS BMVIT UG 34 2015 2015 -72.469 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Nationale Rechtsgrundlage

FFG-Richtlinien basierend auf dem FFG-G

Problemdefinition

Zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der österr. Wirtschaft ist es erforderlich, dass die Unternehmen ausreichend in Forschung und Entwicklung investieren. Die vor allem durch kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) geprägte Struktur der österreichischen Unternehmenslandschaft führt dazu, dass die Möglichkeiten dieser Unternehmen für riskante Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben (F&E-Vorhaben) beschränkt sind.
Ohne öffentliche Förderungen besteht daher die Gefahr der Unterinvestition in F&E. Um eine ausreichend breite Forschungsbasis sicherzustellen und zu erweitern ist es daher erforderlich betriebliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben anzuregen und zu fördern.
Die WKO weist in ihrer Unternehmensauswertung 2011 eine Gesamtzahl von 409.194 Unternehmen aus, von denen 408.104 KMUs sind. im Jahr 2011 betrug die über die FFG geförderte Zahl von F&E-aktiven Unternehmen 1934.


Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Förderprogramm BASISPROGRAMME der FFG trägt durch seine unternehmensorientierte Ausrichtung der FTI-Förderung zur FTI-Strategie des Bundes wesentlich bei. Es handelt sich hierbei um einen bottom-up-Ansatz, d.h. eine themenoffene Einreichung zur marktnahen und industriellen Forschung und expertimentellen Entwicklung soll gefördert werden. Damit werden finanzielle Mittel der unternehmensinternen FTI gehebelt und sowohl die Qualität (Vergabe der Mittel durch einen Beirat) als auch die Quantität (Beitrag zur F&E-Quote) gesteigert.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 732 1.469 737 732 0 -732 732 0 -732 732 0 -732 732 0 -732 3.660 1.469 -2.191
Transferaufwand 82.013 71.000 -11.013 31.987 0 -31.987 11.000 0 -11.000 2.000 0 -2.000 0 0 0 127.000 71.000 -56.000
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 82.745 72.469 -10.276 32.719 0 -32.719 11.732 0 -11.732 2.732 0 -2.732 732 0 -732 130.660 72.469 -58.191
Nettoergebnis -82.745 -72.469 -32.719 0 -11.732 0 -2.732 0 -732 0 -130.660 -72.469

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Zum Zeitpunkt der Planung und der Erstellung der gegenständlichen WFA zu den Basisprogrammen wurde mit Werkleistungen und Transferaufwand in Höhe von € 82,745 Mio. gerechnet. Tatsächlich sind im Jahr 2015 finanzielle Auswirkungen in Höhe von € 72,469 Mio. eingetreten. Die Gründe für die Abweichungen erklären sich wie folgt: Werkleistungen: Die Werkleistungen entsprechen den Administrativen Kosten der FFG für die zur Durchführung übertragenen Basisprograme und wurden bei der Planung (einheitlich über alle BMVIT-Programme) gleichmäßig auf 5 Jahre aufgeteilt. Tatsächlich gibt es jedoch jährliche Schwankungen - insbesondere im ersten Jahr und dem Folgejahr ist daher der Aufwand höher, was die Abweichung 2015 begründet. Transferaufwand: Der jährliche Zahlungsbedarf zum Transferaufwand in der WFA wurde zum Zeitpunkt der Planung über die Laufzeit abgeschätzt. Jährliche Abweichungen im Transferaufwand begründen sich größtenteils durch verzögerte Vertragsabschlüsse sowie Verschiebungen der Zahlungsprofile/Meilensteine und Auszahlungen insbesondere bei den Programmlinien Competence Headquarter sowie Frontrunner und somit reduzierten bedarfsgerechten Mittelanforderungen der FFG beim BMVIT.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Durch direkte Förderungen des FTI-Bereichs kann Österreich seine Position als Hochtechnologieland halten und in bestimmten Bereichen ausbauen. FTI-Förderungen sind zu einer der zentralen Standortentscheidungen von großen F&E-treibenden Unternehmen (Frontrunner-Unternehmen, welche Weltmarktführer in spezialisierten Bereichen sind, F&E Headquarters) geworden. Gleichzeitig soll österreichischen KMUs der Zugang zum Markt und zu Innovation leichter ermöglicht werden, eine technologieorientierte Basis geschaffen werden und somit für die gesamte österreichische Unternehmenslandschaft die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Dies gelingt durch maßgeschneiderte Förderprogrammlinien wie Frontrunner, Competence Headquarter und Instrumente wie Einzelprojektförderungen und Projektvorbereitungen.

Die Basisprogramme der FFG stellen einen zentralen Baustein der österreichischen angewandten und marktnahen FTI-Förderung - für KMUs, erfolgreiche Nischenplayer und große international tätige Unternehmen - dar und konstituieren somit den Kern der direkten, themenoffenen Förderungen für Forschung, Technologie und Innovationen. Die vorgegebenen Ziele wurden bis auf Ziel 1 übererfüllt, die Anpassung des Wertes bei Ziel 1 (nach Rücksprache mit FFG und Programmverantwortlichen) wurde bei der Adaptierung der neuen WFA Basisprogramme vorgenommen. Die Maßnahmen (i.e. Förderungsinstrumente der FFG) erreichen ihre Wirkung und tragen somit zur Zielerreichung im Sinne des Förderprogramms bei, die deutlich überplanmäßige Erfüllung des Großteils der gesetzten Ziel bestätigt den erfolgreichen Einsatz der definierten Maßnahmen. Es soll daher weiter an den bisherigen Erfolgen hinsichtlich der Zielsetzungen wie der Steigerung der Aktivitäten bereits F&E-intensiver Unternehmen, dem Ausbau von F&E-basierten Spitzenpositionen österreichischer Unternehmen auf dem Weltmarkt und dem Ausbau und der Ansiedlung von F&E-Headquarters international tätiger Unternehmen gearbeitet werden.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Kennzahl zu Ziel 1 hat sich gezeigt, dass zukünftig verstärkt der Fokus auch in den Basisprogrammen auf die Verbereiterung der Basis F&E-intensiver österreichischer Unternehmen gelegt werden muss, wobei jedoch der Wert der Zielerreichung auf Basis des Referenzwertes zu ambitioniert angesetzt wurde (dies hat sich aus fachlichem Austausch zwischen Förderungsagentur und BMVIT im Zuge der Evaluierung der WFA ergeben). Ein realistischer Zielwert wurde aus Sicht des Fachressorts für die zuküfntige WFA-Periode angenommen.

Weitere Evaluierungen

Eine erneute Evaluierung im Sinne der WFA erfolgt 2021.

Weiterführende Informationen