Verlängerung der Geltungsdauer der Förderrichtlinie "Bonus für Meister- und Befähigungsprüfungen" bis 31.Dezember 2014

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Verlängerung der Geltungsdauer der Förderrichtlinie "Bonus für Meister- und Befähigungsprüfungen" bis 31.Dezember 2014 BMWFW UG 40 2014 2014 -214 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

Verordnung des Bundesministers für Finanzen über Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR 2004)

Problemdefinition

Ziel der ggst. Förderungsrichtlinie ist es, mehr Personen zu motivieren, Meister- bzw. Befähigungsprüfungen in Handwerk und Gewerbe abzulegen und dadurch ihre persönliche berufliche Qualifikation zu steigern. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich, zur Bekämpfung des Fachkräftemangels geleistet und gleichzeitig ein Signal der Anerkennung der postsekundären Berufsausbildung gesetzt werden.
Aktuell konnten Förderungsansuchen im Rahmen der ggst. Richtlinie bis 31. Dezember 2013 für jene Meister- bzw. Befähigungsprüfungen eingebracht werden, welche im Zeitraum 1. November 2011 bis 31. Oktober 2013 positiv abgeschlossen worden sind. Für die von den Absolventen bezahlten Prüfgebühren (gemäß Verordnung des BMWA über die Durchführung der Prüfungen - Allgemeine Prüfungsordnung, BGBl II Nr. 110/2004) konnte vom BMWFW ein Zuschuss in Höhe eines Drittels der bezahlten Prüfgebühren gewährt werden.
Die Förderungsaktion soll bis 31. Dezember 2014 verlängert werden. Förderungsfähig sollen die Prüfungsgebühren auch jener Meister- und Befähigungsprüfungen sein, die während des Zeitraums 1. November 2013 bis 31. Dezember 2014 abgeschlossen worden sind, wobei das Datum des Bestehens des letzten für die Gesamtprüfung erforderlichen Moduls ausschlaggebend ist. Ansuchen könnten bis einschließlich 28. Februar 2015 beim BMWFW eingebracht werden.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2014 2015 2016 2017 2018 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 34 0 -34 9 24 15 19 0 -19 0 0 0 0 0 0 62 24 -38
Betrieblicher Sachaufwand 12 0 -12 3 8 5 7 0 -7 0 0 0 0 0 0 22 8 -14
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 243 1 -242 81 181 100 142 0 -142 0 0 0 0 0 0 466 182 -284
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 289 1 -288 93 213 120 168 0 -168 0 0 0 0 0 0 550 214 -336
Nettoergebnis -289 -1 -93 -213 -168 0 0 0 0 0 -550 -214

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Auf Grund des Umstands, dass die Richtlinien Mitte November 2014 erlassen wurden, verschiebt sich der für 2014 bzw. 2015 vorgesehene Personal-, Sach- und Transferaufwand in die Folgejahre 2015 bzw. 2016. Die vorgesehenen Ressourcen werden jedoch zur Gänze ausgeschöpft. Aus diesem Grund wurden die Plandaten im Rahmen der Evaluierung angepasst. Von den 2014 bis einschließlich Februar 2015 insgesamt 2.381 eingebrachten Förderungsansuchen wurden 13 Ansuchen noch im Jahr 2014 und 994 Ansuchen im Jahr 2015 positiv erledigt, 52 Ansuchen waren abzulehnen. Aus Gründen unvollständiger Antragsunterlagen sowie personeller Engpässe bei der Bearbeitung der Ansuchen können die restlichen 1.322 Ansuchen erst im Laufe des Jahres 2016 erledigt werden. Im Lichte der bisherigen Erfahrungen bei der Abwicklung der Aktion "Meisterbonus" in den Jahren 2012 und 2013 (466 bzw. 431 Ablehnungen von 2.486 bzw. 2.427 eingebrachten Ansuchen) ist davon auszugehen, dass zumindest 300 der noch offenen Ansuchen nicht positiv erledigt werden können, sodass mit den noch zur Verfügung stehenden Mitteln das Auslangen gefunden werden wird. Ein unmittelbarer Bezug zur Rücklagenentnahme 2014 kann mit obiger Tabelle nicht hergestellt werden. Diese Tabelle enthält bloß Ansuchen, welche auf Grundlage der Richtlinie 2014, 2. Verlängerung, eingebracht und ausbezahlt wurden.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Mit dem "Meisterbonus" sollten mehr Personen motiviert werden, eine Meister- bzw. Befähigungsprüfung in Handwerk und Gewerbe abzulegen und dadurch ihre persönliche berufliche Qualifikation zu steigern. Dies sollte den Wirtschaftsstandort Österreich stärken, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und gleichzeitig ein Signal der Anerkennung der postsekundären Berufsausbildung sein. Der "Meisterbonus" wurde in Form eines Zuschusses in Höhe eines Drittels der von den Prüfungsabsolventen bezahlten Prüfungsgebühren gewährt. Förderbar waren ausschließlich die Gebühren für bestandene Modulprüfungen, wobei die Förderung nur dann gewährt wurde, wenn alle für die Meister- bzw. Befähigungsprüfung erforderlichen Module positiv absolviert wurden.
Im Jahr 2011, dem Jahr vor Einführung der Förderungsaktion "Meisterbonus", wurden österreichweit 3.927 Meister- bzw. Befähigungsprüfungen (Quelle: WKÖ) positiv absolviert, im Jahr 2012, in welchem der "Meisterbonus" erstmals gewährt wurde, waren es bereits 4.320 und im Jahr 2013 insgesamt 4.321 positive Abschlüsse. Ziel der Verlängerung der Geltungsdauer der Förderungsrichtlinie "Meisterbonus" bis 31. Dezember 2014 war, den in den Jahren 2012 und 2013 festgestellten hohen Stand an positiv absolvierten Prüfungen (+ 10% gegenüber 2011) zu halten. Mit 4.327 positiv abgeschlossenen Meister- bzw. Befähigungsprüfungen im Jahr 2014 (Quelle: Prüfungsstatistik 2014 der WKÖ) konnte dieses Ziel erreicht werden.
Insgesamt sind bis einschließlich Februar 2015 rund 7.294 Förderungsansuchen beim BMWFW eingebracht worden (2012: 2.486, 2013: 2.427 und 2014: 2.381), wovon zahlreiche Ansuchen unvollständig bzw. mangelhaft waren. Die notwendigen Nachforderungen führten trotz größtmöglicher Anstrengung um effiziente und zügige Erledigung der eingebrachten Ansuchen zu Verzögerungen bei der Prüfung und abschließenden Beurteilung der Ansuchen.
Im Jahr 2014 wurden insgesamt 953 Ansuchen positiv erledigt, wofür Förderungsmittel in Höhe von rund € 144.900 zur Auszahlung kamen. Darin enthalten sind 13 auf Grundlage der Richtlinie 2014 eingebrachte Ansuchen, auf welche Förderungsmittel in Höhe von € 1.316 entfallen. 166 Ansuchen mussten abgelehnt werden, da die Förderungsvoraussetzungen nicht gegeben waren.
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 1.591 Ansuchen positiv erledigt, wofür Förderungsmittel von rund € 261.400 zur Auszahlung kamen. Darin enthalten sind 994 auf Grundlage der Richtlinie 2014 eingebrachte Ansuchen, auf welche Förderungsmittel in Höhe von € 180.785 entfallen.
Von den im Einreichzeitraum Jänner 2014 bis Februar 2015 eingebrachten 2.381 Ansuchen, welche auf Grundlage der Richtlinie 2014 beim BMWFW eingebracht wurden, wurden im Jahr 2014 13 Ansuchen und im Jahr 2015 994 Ansuchen positiv erledigt, 52 Ansuchen waren abzulehnen. Die Erledigung der restlichen 1.322 Ansuchen ist für 2016 geplant bzw. teilweise bereits umgesetzt.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.