Wirkungsziel 30.2 Verbesserung der Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit im Bildungswesen

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überplanmäßig erreicht: Anteil der StudienanfängerInnen an Hochschulen mit Berufsreifeprüfung [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 2,40 [%]
    • Zielzustand: 2,27
    • Oberer Schwellenwert: 5
    • Unterer Schwellenwert: 1,5
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 2,49 [%]
    • Zielzustand: 2,4
    • Oberer Schwellenwert: 5
    • Unterer Schwellenwert: 1,5
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 2,66 [%]
    • Zielzustand: 2,45
    • Oberer Schwellenwert: 5
    • Unterer Schwellenwert: 1,5
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 2,84 [%]
    • Zielzustand: 2,5
    • Oberer Schwellenwert: 5
    • Unterer Schwellenwert: 1,5
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 3,3

Erläuterung der Entwicklung

Diese Kennzahl weist über den gesamten Beobachtungszeitraum eine steigende Entwicklung auf. Im Wesentlichen kann die steigende Quote auf die Zunahme von Studienanfängerinnen und Studienanfänger mit Berufsreifeprüfung an Universitäten begründet werden. Aber auch an den Pädagogischen Hochschulen wächst der Anteil beständig. Unter Frauen ist ein deutlich höherer Anstieg erkennbar als unter Männern. Es wird weiterhin mit einer positiven Entwicklung gerechnet, da das Programm "Lehre mit Matura" vom BMB weiterhin gefördert und die Durchlässigkeit von der dualen Ausbildung in tertiäre Angebote somit weiter ausgebaut wird.

Grafischer Maximalwert: 3


Quelle

STATISTIK AUSTRIA, BMWF, Datenmeldung der Universitäten, Fachhochschulrat, Pädagogische Hochschulen

Berechnungsmethode

StudienanfängerInnen an Hochschulen (Univ., FH, PH) mit Berufsreifeprüfung ÷ Altersgleiche Wohnbevölkerung, berechnet als durchschnittliche Größe eines Altersjahrgangs der 18 – 22-jährigen Wohnbevölkerung am Beginn des 4. Quartals

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: zur Gänze erreicht: Personen, die einen Pflichtschulabschluss nachgeholt haben [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 822 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1600
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 1126 [Anzahl]
    • Zielzustand: 990
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 944 [Anzahl]
    • Zielzustand: 990
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 1085 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 1407 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 1400

Erläuterung der Entwicklung

Im Jahr 2016 haben 1.085 Personen (weibl.: 418; männl.: 667) den Pflichtschulabschluss nachgeholt (geringe Abweichung vom Zielzustand 2016: minus 15). Dies sind etwas mehr Personen als 2015. 2012 startete das Programm mit einem sukzessiven Auf- und Ausbau. In den Jahren 2015 bis 2017 werden die Fördermittel gleichmäßig aufgeteilt. Im Programmbereich Nachholen des Pflichtschulabschlusses bedarf es einer längerfristigen Betrachtungsweise: Der Pflichtschulabschluss umfasst insgesamt 6 Teilprüfungen aus fächerübergreifenden Kompetenzfeldern. Viele TeilnehmerInnen benötigen neben der Vermittlung des Lernstoffes vertiefende Zusatz- und Förderangebote und damit mehr Zeit als andere, um den Pflichtschulabschluss zu erlangen. Die Erreichung der Zielwerte ist jedoch über den Gesamtzeitraum einer Programmperiode hinweg zu erwarten. Die Entwicklung der Zahlen entspricht den Erwartungen und ist positiv zu bewerten.

Grafischer Maximalwert: 4000


Quelle

Monitoringdatenbank, die entsprechend den Bestimmungen in Art. 12 und 13 der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über die Förderung von Lehrgängen für Erwachsene im Bereich Basisbildung sowie von Lehrgängen zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses mit 1. Jänner 2012 eingerichtet ist

Berechnungsmethode

Absolute Zahl der AbsolventInnen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Anteil der SchülerInnen in geschlechtsuntypischen Schulformen (10. Schulstufe) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 11,1 [%]
    • Zielzustand: 10,6
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,4 [%]
    • Zielzustand: 11,2
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,7 [%]
    • Zielzustand: 11,3
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 11,0 [%]
    • Zielzustand: 11,4
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 11,1 [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 15

Erläuterung der Entwicklung

Die Definition des Indikators wurde dahingehend verändert, dass nun mittlere Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung nicht mehr in den Indikator eingehen. Die Zeitreihe wurde auf Basis der geänderten Definition neu berechnet. Der Anteil der Mädchen und Burschen in einer "geschlechtsuntypischen Schulform" stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich leicht an, d. h. immer mehr Mädchen besuchen Schulformen, die ursprünglich als "typisch männlich" klassifiziert worden waren ("typisch männliche Schulform = dort, wo der Anteil der Mädchen unter 33,3 % lag) und umgekehrt. Diese Entwicklung begründet sich in höheren Anteilen in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und den Berufsschulen. In den berufsbildenden mittleren Schulen waren höhere Anteile besonders in den sozialberuflichen Schulen und den Schulen für wirtschaftliche Berufe beobachtbar. Im Bereich der berufsbildenden höheren Schulen zeigen technische und gewerbliche höhere Schulen, land- und forstwirtschaftliche höhere Schulen sowie höhere Schulen für wirtschaftliche Berufe verbesserte Anteile. Der Anteil der Mädchen steigt kräftiger als jener der Buben. Im Rahmen von Förderungs- und Individualisierungsmaßnahmen werden an vielen Schulstandorten geschlechtsuntypische Begabungen gefördert.

Grafischer Maximalwert: 15


Quelle

BMBF, STATISTIK AUSTRIA, Bildungsdokumentation

Berechnungsmethode

Jene SchülerInnen, die in der 10. Schulstufe in einer „geschlechtsuntypischen“ Schulform unterrichtet werden ÷ alle SchülerInnen der 10. Schulstufe

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: teilweise erreicht: Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und SchülerInnenleistungen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 17,1 [%]
    • Zielzustand: 15,5
    • Oberer Schwellenwert: 10,6
    • Unterer Schwellenwert: 20,4
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 24,7 [%]
    • Zielzustand: 24,5
    • Oberer Schwellenwert: 28
    • Unterer Schwellenwert: 18
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2021, Zielzustand: 24

Erläuterung der Entwicklung

2009 konnten 15,9 % der Streuung der Leseleistungen der SchülerInnen durch ihre familiäre Herkunft (Beruf und Bildung der Eltern, kulturellen Kapital, Migrationshintergrund und Alltagssprache der Familie) erklärt werden. Obwohl die aktuelle Erhebung massive Verbesserungen in der Leseleistung der SchülerInnen zeigt (vgl. Wirkungsziel 1, Kennzahl 4), hat sich der Zusammenhang mit der Herkunft verstärkt. D. h. auf insgesamt höherem Niveau der Kompetenzerreichung für alle Gruppen ist der Zusammenhang zwischen Leistung und Herkunft gestiegen. Die Veränderung im Vergleich zu 2009 ist als bedeutsam, aber moderat einzustufen.

Grafischer Maximalwert: 10,6


Quelle

Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE)

Berechnungsmethode

Anteil der Leistungsunterschiede der SchülerInnen aus der Überprüfung der Bildungsstandards (Deutsch auf der 8. Schulstufe), der sich aus Beruf und Bildung der Eltern, kulturellem Kapital, Migrationshintergrund und Alltagssprache der Familie erklären lässt; Die angegebenen Werte beziehen sich auf die Testung der Bildungsstandards an der 8. Schulstufe in Deutsch. Beispiel: 15,9 % der Unterschiede in der Leseleistung der getesteten SchülerInnen konnten im Jahr 2009 auf den Beruf und die Alltagssprache der Familie zurückgeführt werden.