Wirkungsziel 30.4 Forcierung und Koordination umfassender Gleichstellung sowie Weiterentwicklung der Antidiskriminierung und Eindämmung von Gewalt

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Abweisungsrate von Frauen in den Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [Anzahl]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2018, Zielzustand: 0

Erläuterung der Entwicklung

Frauen sollen ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist ein Leben frei von Gewalt. Sind Frauen von Gewalt bedroht oder betroffen, sollen sie sich an entsprechende Einrichtungen wenden können und Hilfe erhalten. Die Abweisungsrate bei den Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen soll daher auch in Zukunft bei 0 % gehalten und jede gewaltbetroffene Frau beraten und betreut werden. Die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen haben den Auftrag, Opfer häuslicher Gewalt beiderlei Geschlechts zu betreuen, der Anteil der weiblichen Opfer beträgt dabei jeweils mehr als 80%. Die Zahl der Personen, die sich an die Interventionsstellen wenden, ist steigend: 2013 : 16.258 Klient/innen (14.225 Frauen und 2.033 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 87,5%, der Anteil der betroffenen Männer 12,5%. 2014: 16.732 Klient/innen (14.375 Frauen und 2.357 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt ca. 86%, der Anteil der betroffenen Männer ca. 14%. 2015: 17.105 Klient/innen (14.654 Frauen und 2.451 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt ca. 86%, der Anteil der betroffenen Männer ca. 14%. 2016: 17.681 Klient/innen (14.764 Frauen und 2.917 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt ca. 83,5%, der Anteil der betroffenen Männer ca. 16,5%.

Grafischer Maximalwert: 0


Quelle

BMBF, Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung

Berechnungsmethode

Zahl der bei den Interventionsstellen abgewiesenen hilfesuchenden Frauen / Gesamtzahl der bei den Interventionsstellen hilfesuchenden Frauen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Frauenanteil in Aufsichtsgremien staatsnaher Unternehmen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 37 [%]
    • Zielzustand: 27
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 38 [%]
    • Zielzustand: 29
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40 [%]
    • Zielzustand: 31
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 47 [%]
    • Zielzustand: 33
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 33
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

In einem gemeinsamen Ministerratsvortrag der Frauenministerin mit dem Wirtschaftsminister ist festgelegt, dass die Quote von Frauen in Aufsichtsgremien von Bundes-Unternehmen sukzessive bis 2018 auf 35 % erhöht werden soll. Die Kennzahl ist ein Durchschnittswert über alle Unternehmen. Da kein Unternehmen aus der Verpflichtung zur Frauenquote entlassen ist, nur weil andere Unternehmen diese bereits übererfüllen, wird auch erhoben, wie viele Unternehmen die Quote noch nicht erfüllen. 119 der 295 vom Bund entsandten Aufsichtsratsmitglieder sind Frauen! Damit betrug der Bundes-Frauenanteil in den 56 betroffenen Unternehmen im Berichtszeitraum 2016 durchschnittlich 40 Prozent: Darüber hinaus erreichen mehr als die Hälfte der Unternehmen (31 Unternehmen) bereits die 35 %-Vorgabe für 2018. Acht Unternehmen erfüllen die Ende 2013 zu erreichende Quote von 25 % nach wie vor nicht (2015: neun Unternehmen; 2011: 28 Unternehmen). Nähere Informationen siehe http://www.bmgf.gv.at/cms/home/attachments/5/8/6/CH1557/CMS1470998798481/vortrag_fortschrittsbericht_2017.pdf

Grafischer Maximalwert: 41


Quelle

Jährlicher gemeinsamer Fortschrittsbericht des Wirtschaftsressorts und der Sektion Frauenangelegenheiten und Gleichstellung

Berechnungsmethode

Anzahl der Frauen in Aufsichtsgremien von Unternehmen, an denen der Bund mit 50 % und mehr beteiligt ist ÷ Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: Anteil politischer Bezirke, die über mind. eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 88 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die flächendeckende Versorgung mit niederschwelligen Frauenberatungseinrichtungen ist im Regierungsprogramm verankert. Grundsätzliches Ziel ist es, dass jeder politische Bezirk über zumindest eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügt. Der Zielwert wurde für das Doppelbudget 2014/15 erstmals mit mind. 75 % der politischen Bezirke Österreichs (Wien wird als 1. Bezirk gezählt) festgelegt. Im BVA 2016 wurde der Zielwert auf mind. 80 % erhöht. Aufgrund der knappen Förderbudgetmittel wird versucht, jedenfalls dieses erreichte Niveau zu halten. Frauenberatungseinrichtungen werden von den Ländern/Gemeinden kofinanziert. Ein allfälliger Ausfall von Fördermitteln der Länder/Gemeinden kann aus den Fördermitteln für Frauenprojekte nicht kompensiert werden. Aufgrund der regionalen Bedeutung der Frauenberatungseinrichtungen liegt die Entscheidung über den Bedarf und damit über die Weiterführung letztlich bei den regional verantwortlichen Gebietskörperschaften. Der Frauenministerin kommt die Rolle der Impulsgeberin und des Kofinanciers zu.

Grafischer Maximalwert: 100


Quelle

BMBF, Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung

Berechnungsmethode

Zahl der politischen Bezirke, die über zumindest eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügen ÷ Gesamtzahl der politischen Bezirke

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: zur Gänze erreicht: Gender Pay Gap (Eurostat Indikator) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 21,7 [%]
    • Zielzustand: 21,8
    • Oberer Schwellenwert: 21
    • Unterer Schwellenwert: 25
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 20,1 [%]
    • Zielzustand: 22,3
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 100
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2018, Zielzustand: 22,1

Erläuterung der Entwicklung

Basis für die Berechnung des EU-Indikators „Gender Pay Gap“ ist die Verdienststrukturerhebung. Diese wird in der gesamten Europäischen Union alle vier Jahre nach harmonisierten Standards durchgeführt. Die Werte zum Gender Pay Gap für die Jahre zwischen den Erhebungen werden geschätzt. Bei der Veröffentlichung der jeweils darauffolgenden Verdienststrukturerhebung werden dann die Werte angepasst; so auch für die Verdienststrukturerhebung basierend auf den Daten aus 2014, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde. Daher ergeben sich Unterschiede zwischen den aktuellen Werten und den zu früheren Zeitpunkten von Eurostat angegebenen Werten. Der Gender Pay Gap wurde erstmals im BVA 2016 als Kennzahl aufgenommen. Auf Basis der 2015 zur Verfügung stehenden Daten wurde im BVA 2016 ein Zielwert von 21,8 angegeben. Für 2016 lagen zum Evaluierungszeitpunkt seitens Eurostat noch keine Werte vor, weshalb der 2016 publizierte Ist-Wert für 2015 mit 21,7 % als angenommener Ist-Wert 2016 angegeben wurde. Unter Berücksichtigung der obigen Erklärung zur Berechnung des Gender Pay Gap wurde damit bereits 2015 der für 2016 angesetzte Zielwert unterboten. Das graduelle Schließen der Einkommensschere kann als Erfolg bereits bestehender Maßnahmen (z. B. zur Erhöhung der Einkommenstransparenz) gewertet werden. Zur Beschleunigung des Prozesses bedarf es jedoch weiterer Anstrengungen.

Grafischer Maximalwert: 21


Quelle

Eurostat (http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=en&pcode=tsdsc340&plugin=1)

Berechnungsmethode

Unterschied zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten der männlichen und weiblichen Beschäftigten in Prozent der durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienste der männlichen Beschäftigten

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben