Maßnahme 01.1 Erstellung/Weiterentwicklung von Berufsbildern; Unterstützung d. Unternehmen bei Lehrlingsausbildung

zugeordnete Wirkungsziele zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Vergleich der Kennzahlen und Meilensteine

Maßnahmenkennzahl 1: überwiegend erreicht: Details zu Kennzahl: Zahl der Lehrlinge am Alterjahrgang der 15-Jährigen [%]

  • Istzustand: 32,80 [%]
  • Zielzustand: >= 33

Maßnahmenkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Details zu Kennzahl: Anteil der drei häufigsten Lehrberufe an der Gesamtzahl der weiblichen Lehrlinge [%]

  • Istzustand: 45,80 [%]
  • Zielzustand: <= 47,4

Maßnahmenkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Details zu Kennzahl: Abbruchsquote von Lehrlingen in Unternehmen [%]

  • Istzustand: 13,10 [%]
  • Zielzustand: <= 13

Maßnahmenkennzahl 4: nicht erreicht: Details zu Kennzahl: Beim AMS als arbeitslos vorgemerkte Lehrabsolventen 18 Monate nach Ausbildungsabschluss [%]

  • Istzustand: 11,70 [%]
  • Zielzustand: < 9

Maßnahmenkennzahl 5: teilweise erreicht: Details zu Kennzahl: Arbeitslosenquote von Lehrabsolventen gemäß Labor Force Konzept [%]

  • Istzustand: 5,30 [%]
  • Zielzustand: <= 4

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Details zu Kennzahl 1

Maßnahmenkennzahl 1: überwiegend erreicht: Zahl der Lehrlinge am Alterjahrgang der 15-Jährigen [%]

  • Zielzustand: >= 33
  • Istzustand: 32,80 [%]
  • Anmerkung: positiv bei steigender Kennzahl

Erläuterung der Entwicklung

Seit 2007 sinkt die Zahl der 15-Jährigen (potentielle Lehrstellennachfrage) kontinuierlich. Zudem sind Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise insbesondere auf den Arbeitsmarkt zu erkennen. Mit steigender Dynamik der Wirtschaftsentwicklung ist davon auszugehen, dass auch die Investitionsbereitschaft für den Aufbau der eigenen Fachkräfte durch die Betriebe und damit auch der Anteil der Lehrlinge im 1. Lehrjahr in Ausbildungsbetrieben wieder zunehmen wird. Der Anteil der Lehranfängerinnen in Ausbildungsbetrieben steigt seit August 2016 gegenüber den Vorjahresmonaten kontinuierlich an.


Quelle

Lehrlingsstatistik der WKÖ; Bevölkerungsstatistik von Statistik Austria

Berechnungsmethode

Prozentueller Anteil der Lehrlinge am Altersjahrgang der 15-Jährigen jeweils zum 31.12.

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Details zu Kennzahl 2

Maßnahmenkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Anteil der drei häufigsten Lehrberufe an der Gesamtzahl der weiblichen Lehrlinge [%]

  • Zielzustand: <= 47,4
  • Istzustand: 45,80 [%]
  • Anmerkung: positiv bei sinkender Kennzahl

Erläuterung der Entwicklung

Immer mehr weibliche Lehrlinge befinden sich in einer Lehrausbildung in einem nicht traditionellen Beruf (z. B. Metalltechnik ist 2016 auf Platz 9 bei den häufigsten Lehrberufen weiblicher Lehrlinge; 2014 Platz 10).


Quelle

Lehrlingsstatistik WKÖ

Berechnungsmethode

Anteil der weiblichen Lehrlinge an den traditionellen Lehrberufen Einzelhandel, Bürokauffrau und Friseurin

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Details zu Kennzahl 3

Maßnahmenkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Abbruchsquote von Lehrlingen in Unternehmen [%]

  • Zielzustand: <= 13
  • Istzustand: 13,10 [%]
  • Anmerkung: positiv bei sinkender Kennzahl

Erläuterung der Entwicklung

Die Abbruchsquote ist seit dem Auswertungsjahr 2012 kontinuierlich rückläufig.


Quelle

Daten zum Qualitätsmamangement Lehre (QML); Sonderauswertung der WKÖ

Berechnungsmethode

Datengrundlage ist die jährliche Lehrlings- und Lehrabschlussprüfungsstatistik. Die Auswertung ist personenbezogen. Als Lehrabbrecher/innen werden Personen definiert, die im Auswertungsjahr ihren aktuellen Lehrvertrag (regulär oder vorzeitig) beendet haben und zumindest bis Ende des Folgejahres keinen weiteren Lehrvertrag abgeschlossen haben. Ausgangspunkt ist somit die Gesamtzahl der Lehrlinge, die innerhalb eines Jahres ihre Lehre ohne Folgelehrvertrag beendet haben. Ausgenommen sind Ausbildungen nach § 8 Abs. 2 BAG (Teilqualifizierungen) sowie in einer Überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA). Zu beachten ist, dass eine Erhebung erst im Folgejahr gem. Datendefinition möglich ist (z. B. 2016 ist Berichtsjahr, 2015 Auswertungsjahr).

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Details zu Kennzahl 4

Maßnahmenkennzahl 4: nicht erreicht: Beim AMS als arbeitslos vorgemerkte Lehrabsolventen 18 Monate nach Ausbildungsabschluss [%]

  • Zielzustand: < 9
  • Istzustand: 11,70 [%]
  • Anmerkung: positiv bei sinkender Kennzahl

Erläuterung der Entwicklung

Insbesondere spiegelt sich hier auch die Entwicklung des gesamten Arbeitsmarkts in Österreich wider: Die Arbeitslosenquote (nationale Definition) ist seit 2011 kontinuierlich angestiegen (2011: 6,7 %; 2016: 9,1 %). Positiv ist nach wie vor der Wert, welcher die direkte Berufseinmündung der Lehrausbildung im Vergleich zu anderen Ausbildungsmöglichkeiten auf Sekundarstufe II abbildet: 18 Monate nach Lehrabschluss im Jahr 2012/2013 waren knapp 74 % aller Lehrabsolventen erwerbstätig (Vgl.: z. B. BHS 42 %, BMS 38,2 %).


Quelle

Bildungsbezogenes Erwerbskarrierenmonitoring (bibEr) der Statistik Austria

Berechnungsmethode

Erfasst werden Personen, die 18 Monate nach Abschluss einer Lehrausbildung beim AMS als arbeitslos vorgemerkt sind. Zur Ermittlung des Stichtages werden zum Abschlussdatum taggenau 18 Monate addiert. Nicht umfasst sind postsekundare Ausbildungen insb. Meisterprüfung

Kennzahlen und Meilensteine der Maßnahme Details zu Kennzahl 5

Maßnahmenkennzahl 5: teilweise erreicht: Arbeitslosenquote von Lehrabsolventen gemäß Labor Force Konzept [%]

  • Zielzustand: <= 4
  • Istzustand: 5,30 [%]
  • Anmerkung: positiv bei sinkender Kennzahl

Erläuterung der Entwicklung

Zwischen 2014 und 2016 sind sämtliche Arbeitslosenquoten nach höchster abgeschlossener formaler Bildung der Sekundarstufe II angestiegen. Ebenso ist in diesem Zeitraum die gesamte Arbeitslosigkeit nach Labor Force Konzept angestiegen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit war demzufolge ein allgemeiner Trend und nicht allein bei Lehranbsolventen beobachtbar.


Quelle

Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung Jahresdaten der Statistik Austria

Berechnungsmethode

Arbeitslosenquote entspricht dem Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen (Erwerbstätige plus Arbeitslose)