Open Science - Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Open Science - Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit BMWFW UG 33 2013 2013 -1.563 sonstige rechtsetzende Maßnahme grundsätzlicher Art gemäß § 16 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Nationale Rechtsgrundlage

Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR 2014)

Problemdefinition

Die Eurobarometer-Studien der Jahre 2010 zu Wissenschaft und Technologie demonstrieren deutlich ein gesellschaftliches Problem der Akzeptanz von Wissenschaft und Technologie bei der österreichischen Bevölkerung. So weist Österreich in relevanten Kennziffern die geringste Akzeptanz aller EU-Mitgliedsländer auf. Z.B. geben 57% der Österreicher an, dass es für sie nicht wichtig ist, über Wissenschaft und Technologie Bescheid zu wissen (EU-Ø 33%), oder der Saldo aus positiver und negativer Einstellung zu Gen- und Biotechnologie weist -6% auf (EU-Ø +33%), d.h., dass die österreichische Bevölkerung zu diesem Thema nicht nur die geringste Zustimmung der gesamten EU, sondern auch noch dazu die weitaus höchste Ablehnung ausdrückt.
Life Sciences ist aus weithin anerkannter Sicht der Wissenschaft eines der Exzellenzfelder und stellt in den relevanten Parametern ca. 1/3 der österreichischen Hochtechnologie dar. Darüber hinaus stellen Gen- und Biotechnologie mit ca. 25.000 Arbeitnehmern und Umsatzerlösen von ca. 10,3 Mrd. € einen mittlerweile bedeutenden Faktor in Österreichs Wirtschaftsleben dar. Aufgrund der überdurchschnittlichen Wachstumsprognosen für den Sektor ist die Verfügbarkeit eines entsprechend (aus-)gebildeten Arbeitskräftepotenzials unerlässlich.
Die Vorgängervereine "gentechnik & wir" und "dialog<>gentechnik" wurden durch BMWF, BMWFJ und BMUKK auf Basis von Projekten mehrfach gefördert. Ein koordiniertes Vorgehen der betreffenden Ressorts ist im Sinne der FTI-Strategie (Governance) wünschenswert. Durch den Abschluss eines Rahmenvertrages und eine indikative Vereinbarung beabsichtigter Förderbudgets wird auch dem Fördernehmer "open science" mittelfristig Planungssicherheit gegeben.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Vorhaben ist Bestandteil der Life Sciences Strategie des BMWFW sowie der Open Innovation Strategie der Bundesregierung. Es geht dabei um die Vertiefung des Gesellschaftsdialoges, bei der der Verein "Open Science", insbesonder mit dem "Vienna Open Lab" eine wichte Rolle innehat, ein junges Zielpublikum zu erreichen, um das Verständnis für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu heben. Ziel der Strategien ist es, das direkte Erleben von Forschung zu ermöglichen und so das Bewußtsein in der Bevölkerung für die Bedeutung dieses Sektors zu heben.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2013 2014 2015 2016 2017 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 375 390 15 395 384 -11 395 395 0 370 394 24 370 0 -370 1.905 1.563 -342
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 375 390 15 395 384 -11 395 395 0 370 394 24 370 0 -370 1.905 1.563 -342
Nettoergebnis -375 -390 -395 -384 -395 -395 -370 -394 -370 0 -1.905 -1.563

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Die Finanzierung der Förderung erfolgte aus den Mitteln zweier Ressorts: BMWFW (UG 31 bzw. UG 33) und BMB (UG 30). Sie sind in der Tabelle zusammengefaßt dargestellt. Zum Zeitpunkt der Erstellung ggst. WFA wurde mit Aufwendungen in Höhe von € 375.000,-- (2013), € 395.000,-- (2014 u. 2015) bzw. € 375.000,-- (2016) im Bereich Transferaufwand gerechnet. Tatsächlich sind finanzielle Auswirkungen von € 390.000,-- für 2013, € 384.000,-- für 2014, € 395.000,-- für 2015 und € 394.000,-- € für 2016 aufgetreten. Gründe für Abweichungen sind teilweise Verschiebungen von Ratenzahlungen in den einzelnen Jahren bzw. zusätzliche Aufwendungen für spezifische Aktivitäten des Vienna Open Lab. Aufwendungen für das Jahr 2017 können zum jetzigen Zeitpunkt (28.2.2017) noch nicht dargestellt werden.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Die österr. Bevölkerung ist generell technologiefeindlich eingestellt, insbesondere gegenüber den Life Sciences. Die Förderung von Aktivitäten des Vereins Open Science, der sich um fundierte und ausgewogene Wissenschaftskommunikation sowie praktische Heranführung der Öffentlichkeit im Rahmen des Vienna Open Lab in den Forschungsalltag der Life Sciences bemüht, dient als gegensteuernde Maßnahme.
Die Zielwerte von Kennzahlen und Meilensteinen konnten zur Gänze erreicht bzw. zum Teil überplanmäßig erfüllt werden. Durch eine Vielzahl von thematischen Projekten, aktuellen Beiträgen auf der Homepage sowie Laborkursen konnten im Zeitraum 2013 bis 2016 knapp 80.000 Personen erreicht werden, was in der fundierten Wissenschaftskommunikation mit vielfach direktem Personenkontakt als sehr hoch zu bewerten ist. Einzig bei der Kennzahl "Besucherzahlen der Open Science Homepage" liegt der Istzustand marginal unter dem Zielzustand (26.258 vs. 26.500), was auf Grund der Natur dieser Kennzahl jedoch als vernachlässigbar bewertet werden kann.
Der Erfolg des Vorhabens ist insbesondere dem engagierten Personal von Open Science zuzuschreiben.
Die formulierten Ziel, Kennzahlen und Meilensteine werden als angemessen zur Evaluierung des Vorhabens beurteilt.
Die Schwierigkeit, die sich generell stellt ist, dass Einzelvorhaben wie das vorliegende einen Beitrag zum Abbau der technologiefeindlichen Haltung der Bevölkerung leisten können, aber sicherlich nicht alleinverantwortlich dafür gesehen werden können. Erst die Summe von einer Reihe an Maßnahmen (siehe auch Open Innovation Strategie) wird eine entsprechende Gesamtwirkung erzielen.

Verbesserungspotentiale

Evaluierungszeitpunkt erst mit Ende des Vorhabens festlegen.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.