Innovationsscheck Plus (EUR 10.000,-) 2015 und 2016

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
überplanmäßig eingetreten: Innovationsscheck Plus (EUR 10.000,-) 2015 und 2016 BMWFW UG 33 2015 2015 -2.060 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Europäische Rechtsgrundlage

Verordnung: VO (EU) 2014/651 und VO (EU) 2013/1407

Nationale Rechtsgrundlage

Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR) 2014 BGBl. II Nr. 208/2014

Problemdefinition

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind bei Forschung und Entwicklung mit Barrieren im Management und in der Absorption von externem Wissen konfrontiert. Dazu kommt, dass Innovationszyklen vielfach kürzer geworden sind und der Druck, mit Innovationen rasch auf den Markt zu gelangen ("time to market"), gestiegen ist (wichtig ist daher in diesem Zusammenhang, die Prototypen- und Produktentwicklung zu unterstützen). Ein weiterer Aspekt ist, dass die KMU vor allem aus Kosten- und Ressourcengründen dabei Unterstützung benötigen, um den "richtigen Innovationspfad" entwickeln zu können.

Vor diesem Hintergrund sind spezifische Unterstützungsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, die dazu beitragen, dass KMU überhaupt F&E&I-Projekte in Angriff nehmen bzw. verstärkt F&E&I-Aktivitäten setzen und diese Vorhaben effizienter und effektiver durchführen können. Ansonsten würden viele Innovationspotenziale gerade bei KMU ungenutzt bleiben bzw. werden nicht voll ausgeschöpft.

Während der Innovationsscheck 5.000,-- EUR vor allem Voruntersuchungen bzw. kleinere experimentelle Settings unterstützt, und damit vor allem FEI-Aktivitäten in Gang bringt, fördert das Instrument des Innovationsscheck Plus (wie die Evaluierung zeigt) insbesondere die (Vor-)Validierung einer Methode, die Arbeiten zur Prototypenentwicklung sowie in vielen Fällen die Durchführung von Produktentwicklungen fast bis ans Ende.

Generell hat sich bisher gezeigt, dass niederschwellige Unterstützungsmaßnahmen sich dabei bewährt haben, wirksame Impulse für das Initiieren von F&E&I-Vorhaben bei KMU zu setzen.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat sich in ihrer FTI-Strategie als auch im derzeitigen Regierungsübereinkommen zum Ziel gesetzt, die Zahl der innovationsaktiven Unternehmen durch Einsteigerangebote zu erhöhen.
Die Initiative Innovationsscheck Plus soll im Sinne dieser Zielsetzungen dazu beitragen, die Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, FEI-Vorhaben zu setzen bzw. effizienter und effektiver durchzuführen und damit nachhaltige FEI-Aktivitäten in KMU zu stimulieren.
Mit dem Instrument des Innovationsscheck Plus wird insbesondere die (Vor-)Validierung einer Methode, die Arbeiten zur Prototypenentwicklung sowie in vielen Fällen die Durchführung von Produktentwicklungen fast bis ans Ende, gefördert.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 100 0 -100 100 60 -40 100 0 -100 100 0 -100 0 0 0 400 60 -340
Transferaufwand 1.000 0 -1.000 1.000 1.500 500 1.000 500 -500 1.000 0 -1.000 0 0 0 4.000 2.000 -2.000
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 1.100 0 -1.100 1.100 1.560 460 1.100 500 -600 1.100 0 -1.100 0 0 0 4.400 2.060 -2.340
Nettoergebnis -1.100 0 -1.100 -1.560 -1.100 -500 -1.100 0 0 0 -4.400 -2.060

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Der zum Zeitpunkt der Planung und Erstellung der gegenständlichen WFA geplante Auszahlungsplan für den Transferaufwand (1 Mio.) hat sich verschoben, weshalb Zahlungen erst ab 2016 erfolgt sind. Bei dem im Jahr 2017 angeführten Transferaufwand in Höhe von 0,5 Mio. handelt es sich um Teilauszahlungen die zum Stichtag 3.2.2017 durchgeführt wurden. Die Höhe der Werkleistungen im Rahmen der gegenständlichen WFA zum Innovationsscheck Plus beträgt tatsächlich rund 4 % (ursprünglich max. 10%). Die Programmziele zum Innovationsscheck Plus sind erreicht worden.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: überplanmäßig eingetreten.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind bei Forschung und Entwicklung mit Barrieren im Management und in der Absorption von externem Wissen konfrontiert. Dazu kommt, dass Innovationszyklen vielfach kürzer geworden sind und der Druck mit, Innovationen rasch auf den Markt zu gelangen ("time to market"), gestiegen ist (wichtig ist daher in diesem Zusammenhang, die Prototypen- und Produktentwicklung zu unterstützen). Ein weiterer Aspekt ist, dass die KMU vor allem aus Kosten- und Ressourcengründen dabei Unterstützung benötigen, um den "richtigen Innovationspfad" entwickeln zu können.
Die Bundesregierung hat sich in ihrer FTI-Strategie als auch im derzeitigen Regierungsübereinkommen zum Ziel gesetzt, die Zahl der innovationsaktiven Unternehmen durch Einsteigerangebote zu erhöhen.
Die Initiative Innovationsscheck Plus soll im Sinne dieser Zielsetzungen dazu beitragen, die Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, FEI-Vorhaben zu setzen bzw. effizienter und effektiver durchzuführen und damit nachhaltige FEI-Atkivitäten in KMU stimulieren.
Mit dem Innovationsscheck Plus können sich die Unternehmen an Forschungseinrichtungen (außeruniversitäre, Fachhochschulen und Universitäten) wenden und je nach Bedarf deren förderbare Leistungen bis zu einer Höhe von maximal EUR 12.500,- nach Zahlung eines 20%igen Selbstbehalts mit dem Scheck in der Höhe von EUR 10.000,- (Förderintensität 80 %) bezahlen. Gefördert wird insbesondere die (Vor-)Validierung einer Methode, die Arbeiten zur Prototypenentwicklung sowie die Durchführung von Produktentwicklungen fast bis ans Ende.
Abweichungen: Der zum Zeitpunkt der Planung und Erstellung der gegenständlichen WFA geplante Auszahlungsplan für Transferaufwand (1 Mio.) hat sich verschoben, weshalb Zahlungen erst ab 2016 erfolgt sind.
Bei dem im Jahr 2017 angeführten Transferaufwand in Höhe von 0,5 Mio. handelt es sich um Teilauszahlungen die zum Stichtag 3.2.2017 durchgeführt wurden.
Die Höhe der Werkleistungen im Rahmen der gegenständlichen WFA zum Innovationsscheck Plus beträgt tatsächlich rund 4 % (ursprünglich max. 10%). Die Programmziele zum Innovationsscheck Plus sind erreicht worden.
Die F&E-Erhebung der Statistik Austria wird alle 2 Jahre durchgeführt, wobei die Werte für 2015 voraussichtlich erst im Juni/Juli 2017 vorliegen werden. Für den Istzustand 2016 (Anzahl der F&E durchführenden Unternehmen) wurde daher ein vorläufiger Wert der Stat. AT (Pressemeldung vom 21.3.2017) herangezogen (3.500).
Ziel: Das Wirkungsziel des Innovationsscheck Plus die Unternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, F&E&I-Vorhaben zu setzen bzw. effizienter und effektiver durchzuführen und damit nachhaltige F&E&I-Aktivitäten in KMU zu stimulieren, wird erreicht.
Eine externe Evaluierung der Innovationsscheckprogramme 2016 (Innovationsscheck und Innovationsscheck Plus) bestätigt, das die Innovationsschecks FEI-Vorhaben forcieren, die sonst nicht zustande gekommen oder langsamer abgewickelt worden wären und sie verbessern die Qualität der FEI-Ergebnisse. Weiter leisten die Innovationsschecks einen Beitrag dazu, dass Unternehmen (KMU) in FEI-einsteigen, weiterführend in Kontakt mit der Forschungseinrichtung bleiben und gemeinsame Projekte durchführen.
Mit dem Innovationsscheck Plus wird ein hoher Anteil an Newcomern (=jene Unternehmen, deren erstes genehmigtes FFG-Projekt ein Innovationsscheck Plus ist) mobilisiert (seit Programmstart im Juni 2011 stabil bei rund 50%). Rund ein Viertel der Newcomer führt Folgeprojekte bei der FFG durch womit nachhaltige FEI-Aktivitäten gesetzt werden.
Erstmalig wurden Unternehmensdaten der Innovationsscheck-Beziehenden mit Daten der F&E-Erhebung der Statistik Austria verschnitten (Erhebungsjahre 2007/09/11/13) (fokussiert auf F&E, reine Innovationsaktivitäten werden darin nicht erfasst). Trotzdem tauchen 35% der Innovationsscheck Unternehmen, die auch in der F&E-Erhebung erfasst sind (452 von 1.303 Unternehmen), in der F&E-Erhebung als Neueinsteigende auf! Die F&E-Ausgaben dieser Unternehmen liegen deutlich über der Förderhöhe des Innovationsschecks.
Die Forschungseinrichtungen tragen maßgeblich zum Erfolg des Programms bei, indem sie aktiv auf Unternehmen (KMU) zugehen und als Multiplikatoren für die Inanspruchnahme der Schecks fungieren. Die externe Expertise der Forschungseinrichtungen liefert wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung bzw. Qualitätssteigerung der Vorhaben.
Mit dem eingesetzten Förderbudget von rund 1,5 Mio. EUR pro Jahr können etwa 150 Innovationsschecks Plus (EUR 10.000,- mit Selbstbehalt) unterstützt werden. Seit Programmstart (Juni 2011) wurden per Ende 2016 662 Schecks eingelöst.
Angesichts der relativ geringen Mittel die eingesetzt werden, ist der Umfang der erzielten Effekte des Programms hervorzuheben. Deshalb wird eine Weiterführung der Innovationsscheck-Programme empfohlen (Ergebnis externe Evaluierung 2016).
Gründe für den Erfolg: Kooperation mit den Forschungseinrichtungen, Niederschwelligkeit des Programms, 1 Jahr Einlösefrist.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Eine externe Evaluierung der Innovationsscheck-Programme (Innovationsscheck 5.000,-- und InnovationsscheckPlus) wurde gemeinsam vom bmwfw und bmvit 2016 beauftragt und wird im März 2017 abgeschlossen. Die Innovationsscheckprogramme sind vorerst bis Ende 2017 befristet - eine Weiterführung wird von den Evaluatoren (convelop) empfohlen.

Weiterführende Informationen