Wirkungsziel 30.2 Verbesserung der Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit im Bildungswesen

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: nicht erreicht: Teilnehmende an Basisbildung für Erwachsene [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 9994 [Anzahl]
    • Zielzustand: 12500
    • Oberer Schwellenwert: 12600
    • Unterer Schwellenwert: 7000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 12500

Erläuterung der Entwicklung

Aufgrund eines Darstellungsirrtums in der Ursprungsberechnung kam es zu Fehleinschätzungen des Zielzustandes 2017. Laut Erläuterungen zur 15a-Vereinbarung der Initiative Erwachsenenbildung ist der angestrebte Zielwert in der Basisbildung für eine Programmperiode von 3 Jahren 12.600 Teilnahmen. Aufgrund der Entwicklung der Teilnahmen (2017: 9.994, 2016: 10.812, 2015: 9.740 Teilnehmende) sowie vor dem Hintergrund der hohen Flexibilität in der Angebotsgestaltung wird der zukünftige jährliche Zielwert mit 9.000 Teilnehmenden festgelegt.

Grafischer Maximalwert: 14000


Quelle

BMB, Monitoring-Datenbank IEB

Berechnungsmethode

Absolute Zahl der Teilnehmenden an Kursen für Erwachsene im Bereich "Basisbildung"

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Personen, die einen Pflichtschulabschluss nachgeholt haben (Absolventinnen und Absolventen) [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 822 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1600
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 1126 [Anzahl]
    • Zielzustand: 990
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 944 [Anzahl]
    • Zielzustand: 990
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 1085 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 1407 [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [Anzahl]
    • Zielzustand: 1100
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 800
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 1400

Erläuterung der Entwicklung

Die Erfolge im Programmbereich Nachholen des Pflichtschulabschlusses müssen in einem mehrjährigen Rahmen betrachtet werden. Viele TeilnehmerInnen schließen die Pflichtschulabschlussprüfungen erst einige Zeit (1 bis 2 Jahre) nach dem Kursende ab. Daher kann es in der Jahresbetrachtung zu unterschiedlichen Erfolgen und überplanmäßigen Zielerreichungen kommen.

Grafischer Maximalwert: 1300


Quelle

Monitoringdatenbank, die entsprechend den Bestimmungen in Art. 12 und 13 der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über die Förderung von Lehrgängen für Erwachsene im Bereich Basisbildung sowie von Lehrgängen zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses mit 1. Jänner 2012 eingerichtet ist

Berechnungsmethode

Absolute Zahl der Absolventinnen und Absolventen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überwiegend erreicht: Anteil der Schülerinnen und Schüler in geschlechtsuntypischen Schulformen (10. Schulstufe) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 11,1 [%]
    • Zielzustand: 10,6
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,4 [%]
    • Zielzustand: 11,2
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,7 [%]
    • Zielzustand: 11,3
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 11,0 [%]
    • Zielzustand: 11,4
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 11,1 [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 15

Erläuterung der Entwicklung

Der Anteil der Mädchen und Burschen in einer "geschlechtsuntypischen Schulform" stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich leicht an, d.h. immer mehr Mädchen besuchen Schulformen, die ursprünglich als "typisch männlich" klassifiziert worden waren ("typisch männliche Schulform = dort, wo der Anteil der Mädchen unter 33,3% lag) und umgekehrt. Diese Entwicklung begründet sich in höheren Anteilen in den Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und den Berufsschulen. In den Berufsbildenden mittleren Schulen waren höhere Anteile besonders in den Sozialberuflichen Schulen und den Schulen für wirtschaftliche Berufe beobachtbar. Im Bereich der Berufsbildenden höheren Schulen zeigen Technische und Gewerbliche höhere Schulen, Land- und forstwirtschaftliche höhere Schulen sowie Höhere Schulen für wirtschaftliche Berufe verbesserte Anteile. Der Anteil der Mädchen steigt kräftiger als jener der Buben. Die Definition des Indikators wurde dahingehend verändert, dass nun Mittlere Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung nicht mehr in den Indikator eingehen. Die Zeitreihe wurde auf Basis der geänderten Definition neu berechnet. Im BVA 2017 wurden jedoch noch die Zielwerte nach der alten Berechnungsmethode gesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr (Schuljahr 2015/2016 auf 2016/2017) zeigt sich eine weitere - wenn auch mit 0,1% recht geringe - Zunahme des Anteils der SchülerInnen in geschlechtsuntypischen Schulformen, wobei der Anteil der SchülerInnen in geschlechtstypischen Schulformen rückläufig ist. Im langjährigen Trend steigt der Anteil etwas kräftiger unter Mädchen als den Buben.

Grafischer Maximalwert: 13


Quelle

BMB, Statistik Austria, Bildungsdokumentation

Berechnungsmethode

Jene SchülerInnen, die in der 10. Schulstufe in einer „geschlechtsuntypischen“ Schulform unterrichtet werden ÷ Alle SchülerInnen der 10. Schulstufe

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: zur Gänze erreicht: Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Leistungen der Schülerinnen und Schüler [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 17,1 [%]
    • Zielzustand: 15,5
    • Oberer Schwellenwert: 10,6
    • Unterer Schwellenwert: 20,4
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 24,7 [%]
    • Zielzustand: 24,5
    • Oberer Schwellenwert: 28
    • Unterer Schwellenwert: 18
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2021, Zielzustand: 24

Erläuterung der Entwicklung

Aufgrund der verbesserten Datenlage, standen für den Indikator des BVA 2017 Datensätze für 4 Studien zur Verfügung. Dadurch verringert sich der gemessene Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und SchülerInnen-Leistungen im Vergleich zur WIST-Berichterstattung des Vorjahres. Der minimale Anstieg des Indikators ist daher eher auf den technischen Hintergrund des Indikators zurückzuführen. Nichtsdestotrotz stellt der Zusammenhang von Leistung und sozialer Herkunft im Bildungsbereich damit nach wie vor eine große Herausforderung für Schule und Unterricht dar.

Grafischer Maximalwert: 28


Quelle

Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE)

Berechnungsmethode

Anteil der Leistungsunterschiede der Schülerinnen und Schüler aus der Überprüfung der Bildungsstandards, der sich aus Beruf und Bildung der Eltern, kulturellem Kapital, Migrationshintergrund und Alltagssprache der Familie erklären lässt. Der Indikator ergibt sich aus dem Mittelwert der Ergebnisse über alle Fächer und Schulstufen, wobei für Deutsch und Englisch jeweils die Leistungen im Lesen berücksichtigt wurden. Die Bildungsstandards werden auf der 4. Schulstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik, auf der 8. Schulstufe zusätzlich im Fach Englisch durchgeführt. Beispiel: Im Durchschnitt können 24,5% der Unterschiede in den Leistungen der getesteten Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Schulstufen auf die soziale Herkunft zurückgeführt werden.