Wirkungsziel 24.4 Forcierung und Koordination umfassender Gleichstellung sowie Weiterentwicklung der Antidiskriminierung und Eindämmung von Gewalt

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Sicherstellung der Beratung und Betreuung von gewaltbetroffenen Frauen in den Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [%]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 0 [Anzahl]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2018, Zielzustand: 0

Erläuterung der Entwicklung

Eine wesentliche Voraussetzung für ein chancengleiches, selbstbestimmtes Leben ist ein Leben frei von Gewalt. Auch in Zukunft soll sichergestellt sein, dass jede gewaltbetroffene Frau, die sich an eine Interventionsstelle/Gewaltschutzzentrum wendet, beraten und betreut und keine abgewiesen wird. Die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen haben den Auftrag, Opfer häuslicher Gewalt beiderlei Geschlechts zu betreuen, der Anteil der weiblichen Opfer beträgt dabei jeweils mehr als 80%. Die Zahl der Personen, die sich an die Interventionsstellen wenden, ist steigend: 2013 : 16.258 Klient/innen (14.225 Frauen und 2.033 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 87,5%, der Anteil der betroffenen Männer 12,5%. 2014: 16.732 Klient/innen (14.375 Frauen und 2.357 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 85,9%, der Anteil der betroffenen Männer 14,1%. 2015: 17.105 Klient/innen (14.654 Frauen und 2.451 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 85,7%, der Anteil der betroffenen Männer 14,3%. 2016: 17.681 Klient/innen (14.764 Frauen und 2.917 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 83,5%, der Anteil der betroffenen Männer 16,5%. 2017: 17.974 Klient/innen (15.012 Frauen und 2.962 Männer). Der Anteil der betroffenen Frauen beträgt 83,5%, der Anteil der betroffenen Männer 16,5%.

Grafischer Maximalwert: -1


Quelle

BKA (vorm. BMGF), Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung

Berechnungsmethode

Zahl der bei den Interventionsstellen abgewiesenen hilfesuchenden Frauen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Frauenanteil in Aufsichtsgremien von Unternehmen, an denen der Bund mit 50% und mehr beteiligt ist [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 37 [%]
    • Zielzustand: 27
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 38 [%]
    • Zielzustand: 29
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40 [%]
    • Zielzustand: 31
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 47 [%]
    • Zielzustand: 33
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 33
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die österreichische Bundesregierung verpflichtete sich per Ministerratsbeschluss vom 15. März 2011, den Frauenanteil in Aufsichtsgremien der Unternehmen, an denen der Bund mit 50% oder mehr beteiligt ist, bis 31. Dezember 2013 auf 25% zu erhöhen. Bis 31. Dezember 2018 soll die Beteiligung der Frauen auf 35% angehoben werden. Um die Vorbildwirkung des Bundes zu unterstreichen und das Bewusstsein für die Vorteile einer stärkeren Einbindung von Frauen zu erhöhen, hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, die Umsetzung dieser Quotenregelung jährlich zu überprüfen und den gemeinsamen Fortschrittsbericht dem Ministerrat vorzulegen. Die Kennzahl ist ein Durchschnittswert über alle Bundes-Unternehmen. Da kein Unternehmen aus der Verpflichtung zur Frauenquote entlassen ist, nur weil andere Unternehmen diese bereits übererfüllen, wird auch erhoben, wie viele Unternehmen die Quote noch nicht erfüllen. 135 der 289 vom Bund entsandten Aufsichtsratsmitglieder sind Frauen! Damit betrug der Bundes-Frauenanteil in den 54 betroffenen Unternehmen im Berichtszeitraum 2017 durchschnittlich 46,7 %. Im Vergleich zum Vorjahr (40,3%) bedeutet das einen Anstieg um 6,4 Prozentpunkte. Die überwiegende Zahl, nämlich 37 Unternehmen, erfüllen bereits die bis Ende 2018 umzusetzende Bundes-Frauenquote von 35% oder liegen sogar darüber. 17 Unternehmen weisen eine Bundes-Frauenquote zwischen 25% und 35% auf, von denen wiederum 7 Unternehmen mit 33% Frauenanteil der 35%-Quote schon sehr nahe kommen. Alle 54 Unternehmen erfüllen die Ende 2013 zu erreichende Quote von 25%; 2016 erfüllten immerhin 8 Unternehmen die 25%-Quote noch nicht.

Grafischer Maximalwert: 36


Quelle

Jährlicher gemeinsamer Fortschrittsbericht des Wirtschaftsressorts und der Sektion Frauenangelegenheiten und Gleichstellung des BKA (vorm. BMGF)

Berechnungsmethode

Anzahl der Frauen in Aufsichtsgremien von Unternehmen, an denen der Bund mit 50% und mehr beteiligt ist / Gesamtzahl der Aufsichtsratsmitglieder

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: Anteil der politischen Bezirke, die über zumindest eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 85 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 88 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Ausbau der Beratungs- und Betreuungsangebote für Frauen ist im für den Berichtszeitraum geltenden Regierungsprogramm festgelegt. Die flächendeckende Versorgung mit niederschwelligen Frauenberatungseinrichtungen ist ein Indikator dafür, inwieweit der niederschwellige, wohnortnahe Zugang für Frauen und Mädchen österreichweit gewährleistet ist. Grundsätzliches Ziel ist es, dass jeder politische Bezirk über zumindest eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügt. Der Zielwert von 80 % ist ein Mindestwert, der jedenfalls nicht unterschritten und nach budgetärer Möglichkeit übertroffen werden soll. Durch die Wiedereröffnung des Frauenberatungsangebots in Horn sowie die Auflassung des Bezirks "Wien Umgebung" per 1.1.2017 hat sich der Istwert 2017 gegenüber dem Vorjahr von 85% auf rund 88% erhöht. Frauenberatungseinrichtungen werden von Ländern/Gemeinden kofinanziert. Ein allfälliger Ausfall von Fördermitteln der Länder/Gemeinden kann aus den Fördermitteln für Frauenprojekte nicht kompensiert werden. Aufgrund der regionalen Bedeutung der Frauenberatungseinrichtungen liegt die Entscheidung über den Bedarf und damit über die Weiterführung letztlich bei den regional verantwortlichen Gebietskörperschaften. Der Frauenministerin kommt die Rolle der Impulsgeberin und des Kofinanciers zu.

Grafischer Maximalwert: 100


Quelle

BKA (vorm. BMGF), Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung

Berechnungsmethode

Zahl der politischen Bezirke, die über zumindest eine geförderte Frauenberatungseinrichtung verfügen / Gesamtzahl der politischen Bezirke

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: zur Gänze erreicht: Gender Pay Gap (Eurostat Indikator) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 21,7 [%]
    • Zielzustand: 21,8
    • Oberer Schwellenwert: 21
    • Unterer Schwellenwert: 25
  • Jahr: 2017
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Gesundheit und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 20,1 [%]
    • Zielzustand: 22,3
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: 100
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2018, Zielzustand: 22,1

Erläuterung der Entwicklung

Basis für die Berechnung des EU-Indikators "Gender Pay Gap" ist die Verdienststrukturerhebung, die in der gesamten Europäischen Union alle vier Jahre nach harmonisierten Standards durchgeführt wird (zuletzt 2014, veröffentlicht im Juli 2016). Die Werte zwischen den Erhebungen werden geschätzt. In Österreich betrug der Gender Pay Gap 20,1% im Jahr 2016 (21,7 % 2015). Damit konnte der Wert gegenüber den Vorjahren weiter verringert werden, liegt aber weiterhin über dem EU-Durchschnitt von 16,2% (2016). Seit 2008 verringerte sich der österreichische Gender Pay Gap um 5 Prozentpunkte, der EU-Durchschnitt um 1,1 Prozentpunkte. Die Entwicklung der Kennzahl Gender Pay Gap ist multifaktoriell bedingt und wird im Wirkungsbericht 2017, Kapitel „Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern“ im Cluster „Arbeitsmarkt und Bildung“ ressortübergreifend evaluiert.

Grafischer Maximalwert: 0


Quelle

Eurostat (http://ec.europa.eu/eurostat/web/products-datasets/-/TSDSC340)

Berechnungsmethode

Unterschied zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenverdiensten der männlichen und weiblichen Beschäftigten in Prozent der durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienste der männlichen Beschäftigten

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben