Verlängerung der Programme der betrieblichen Tourismusförderung 2011- 2013 bis 30.06.2014

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
überplanmäßig eingetreten: Verlängerung der Programme der betrieblichen Tourismusförderung des Bundes 2011 - 2013 bis 30.06.2014: Verlängerung Richtlinien des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend für die TOP-Tourismus-Förderung und Verlängerung der Richtlinie des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend für die Übernahme von Haftungen für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2011-2013 BMWFW UG 40 2013 2014 -10.634 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Nationale Rechtsgrundlage

Bundesgesetz über besondere Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Förderungsgesetz)

Problemdefinition

Der Tourismus spielt in der österreichischen Volkswirtschaft eine bedeutende Rolle. Der Anteil des Tourismus am BIP belief sich 2012 auf 7,4%. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren 191.606 Personen im Beherbergungs- und Gaststättenwesen beschäftigt, das waren 5,1% aller unselbstständig Beschäftigten (Quelle: Tourismus in Österreich 2012 - Bericht des BMWFJ). Die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft muss laufend Anstrengungen unternehmen, um ihre gute Position im europäischen und internationalen Wettbewerb zu behaupten. Mit einem geförderten Investitionsvolumen von rund 593 Mio. Euro im Jahr 2012 lieferte die Tourismusförderung wichtige Unterstützung für eine zielgerichtete Veränderung der Unternehmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im Hinblick auf die Qualität des Angebotes und belebte damit vor- und nachgelagerte Wirtschaftszweige. Im Jahr 2012 wurden auf Basis der zu verlängernden Richtlinien rund 800 Förderungsfälle unterstützt, für die Verlängerung der Richtlinien um ein weiteres halbes Jahr wird von rund 400 Förderungsfällen ausgegangen.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (keine finanzielle Auswirkung vorhanden.)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2013 2014 2015 2016 2017 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 980 374 -606 0 0 0 0 0 0 0 0 0 980 374 -606
Transferaufwand 0 0 0 10.920 10.260 -660 0 0 0 0 0 0 0 0 0 10.920 10.260 -660
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 0 0 0 11.900 10.634 -1.266 0 0 0 0 0 0 0 0 0 11.900 10.634 -1.266
Nettoergebnis 0 0 -11.900 -10.634 0 0 0 0 0 0 -11.900 -10.634

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Die erwarteten finanziellen Auswirkungen sind weitestgehend eingetreten. Mehrbedarfe konnten innerhalb der UG 40 abgedeckt werden. Die Bedeckung erfolgte jedenfalls im Rahmen BFG/BFRG.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: überplanmäßig eingetreten.

Die TOP-Tourismus-Förderungsrichtlinien 2011-2013 wurden bis 30. 06.2014 verlängert. Die der Evaluierung zugrunde gelegten Fälle umfassen jene, die vom 1.1.2014 bis 30.06.2014 eingereicht haben und ihr Projekt bis 31.12.2015 abgeschlossen bzw. den Kreditverwendungsnachweis an die ÖHT bis zu diesem Datum übermittelt haben. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der Jahresabschluss 2016 bereits die Effekte der fördergegenständlichen Investition darstellt.

TOP-Tourismus-Kredite: Im Jahr 2016 wurde bei 21 Fällen, die vollständige Datensätze (Jahresabschluss und Fragebogen) übermittelt haben, ein durchschnittlicher Umsatz von EUR 4.050.233 (Ziel: EUR 2.070.000) erzielt, der durchschnittliche Gross Operating Profit (GOP) belief sich auf EUR 1.593.838 (Ziel: EUR 471.500) und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 40. Die durchschnittliche Bettenanzahl beläuft sich auf 126 und es wurden durchschnittlich 38.868 Nächtigungen erzielt. Eine kleine Fallzahl (21 Fälle), die aufgrund vollständiger Datensätze der Evaluierung zugrunde liegen, große und atypische Tourismusbetriebe in der Stichprobe und die konsolidierten Werte von verbundenen Unternehmen erklären die zum Teil deutlich nach oben abweichenden Istwerte im Vergleich zu den Zielwerten, was andererseits aber wiederum die gesamtwirtschaftliche Relevanz der Tourismusförderung unterstreicht.

TOP-A-Zuschüsse: Im Jahr 2016 wurde bei 51 Fällen, die vollständige Datensätze (Jahresabschluss und Fragebogen) übermittelt haben, ein durchschnittlicher Umsatz von EUR 2.472.262 (Ziel: EUR 2.070.000) erzielt, der durchschnittliche GOP belief sich auf EUR 655.287 (Ziel: EUR 471.500) und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 31. Die durchschnittliche Bettenanzahl beläuft sich auf 135 und es wurden durchschnittlich 22.254 Nächtigungen erzielt. Sämtliche Zielwerte wurden somit deutlich überschritten.

TOP-Jungunternehmer: Der Evaluierung liegen acht Fälle zugrunde, die vollständige Datensätze (Jahresabschluss und Fragebogen) übermittelt haben, wobei sich die Anzahl der relevanten Fälle auf 52 beläuft. Im Jahr 2016 wurde ein durchschnittlicher Umsatz von EUR 835.123 (Ziel: EUR 300.000) erzielt, der durchschnittliche GOP belief sich auf EUR 133.277 (Ziel: 65.000) und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 12. Die Unternehmen existieren auch im Jahr nach Gründung bzw. Übernahme, es kam zu keinen Konkursen oder Insolvenzen im Jahr 2016. Das zeigt, dass die Zielwerte Umsatz, GOP und Mitarbeiteranzahl deutlich (doppelt oder dreifach) übertroffen wurden. Die Begründung hierfür liegt darin, dass in den acht Fällen, die der Evaluierung zugrunde liegen, ein Antrag eines sehr großen Unternehmens enthalten ist. Würde man diesen Fall nicht berücksichtigen, würden die Zielwerte knapp übertroffen werden. Dieser Fall wurde bewusst mitgerechnet, da auch solche Betriebe wesentliche Fördernehmer sind und nicht ausgeschlossen werden sollten.

TOP-Kooperation: Es wurden vier Kooperationen im Jahr 2016 eingegangen. Der Zielwert (positive Anzahl an Kooperationen) wurde somit erreicht.

TOP-Restrukturierung: Von sämtlichen relevanten Fällen (3 Fälle) liegen vollständige Datensätze vor, die zeigen, dass der festgesetzte Zielwert (Reduktion des Verschuldungsgrades um rund 35%) deutlich unterschritten wurde: der Verschuldungsgrad konnte im Schnitt um etwa 18% gesenkt werden konnte. Der höchste Wert lag bei knapp 64%. Das ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der TOP-Restrukturierung die Ausgangslage (z.B. der Verschuldungsgrad der Unternehmen, schwache Ertragslage, etc.) bzw. die Rahmenbedingungen (z.B. die Besicherungssituation der Banken, Vermögenswerte auf Unternehmerseite, etc.) zu den einzelnen Sanierungsfällen grundsätzlich sehr unterschiedlich sein können. Das erfordert in weiterer Folge die Umsetzung von teilweise sehr unterschiedlichen Maßnahmenpaketen, die mitunter nicht zwingend zu einer unmittelbaren Reduktion des Verschuldungsgrades führen müssen. Darüber hinaus werden oftmals bereits vor offizieller Antragstellung in die TOP-Restrukturierung erhebliche Sanierungsbeiträge von Banken- und Unternehmerseite geleistet.

Haftungen: Im Jahr 2016 wurde ein durchschnittlicher Umsatz von EUR 2.593.774 (Ziel: EUR 1.116.500) erzielt, der durchschnittliche GOP belief sich auf EUR 667.421 (Ziel: EUR 246.500) und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 19. Die durchschnittliche Bettenanzahl beläuft sich auf 128 und es wurden durchschnittlich 8.389 Nächtigungen erzielt. In der Evaluierung ist weiters ein Beherbergungs- Großbetrieb (274 Betten) mit zwei aktiven Haftungen enthalten, welcher infolge einer sehr positiven Entwicklung auch noch deutlich bessere Ergebnisse erwirtschaftet, weshalb es zu überdurchschnittlich erzielten Werten gekommen ist.

Erläuterung zur Kennzahl"Personen die im Beherbergungs- und Gaststättenwessen beschäftigt sind": Die angegebenen Ziel-, Soll- und Istwerte beziehen sich auf die im Beherbungs- und Gaststättenwesen beschäftigten Personen in Österreich.

Verbesserungspotentiale

Die Ergebnisse der Evaluierung legen die Forcierung der "elektronischen Förderungseinreichung" nahe.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen