Grundausbildungsverordnung BMLVS M BUO 2017 (Unteroffiziersausbildung)

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
überplanmäßig eingetreten: Verordnung des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport über die Grundausbildung für die Verwendungsgruppe M BUO (Grundausbildungsverordnung BMLVS – M BUO 2017) BMLV UG 14 2016 2017 0 Verordnung

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

BDG 1979

Problemdefinition

Die bisherige Kaderausbildung für die Personengruppe M BUO 2 wurde für geeignete Personen nach Leistung des Grundwehrdienstes in einer vierstufigen und nicht durchgängigen Ausbildung durchgeführt. Jährlich konnten somit ca. 185 Absolventinnen und Absolventen des Lehrganges als M BUO 2 übernommen werden.
Um den zukünftigen Erfordernissen zu entsprechen soll die Kaderanwärterausbildung im ÖBH für die Personengruppen der Berufsoffiziersanwärter, der Milizoffiziersanwärter, der Berufsunteroffiziersanwärter sowie der Milizunteroffiziersanwärter vereinheitlicht in einer durchgängigen, geschlossenen Ausbildung neu durchgeführt werden.
Durch eine Novellierung des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979, (BDG 1979), BGBl. Nr. 333, wurde im Zuge der 2. Dienstrechts-Novelle 2016, BGBl. I Nr. 119, die Zusammenführung der Verwendungsgruppen M BUO 1 und M BUO 2 auf hinkünftig eine Verwendungsgruppe mit der Bezeichnung Verwendungsgruppe M BUO mit Wirksamkeit 1. Jänner 2017 normiert.
Um daher diesen zukünftigen Erfordernissen zu entsprechen, sind somit einerseits die Ausbildungsstrukturen anzupassen sowie andererseits die bisher geltende Grundausbildungsverordnung für die Verwendungsgruppe M BUO 2 (Unteroffiziersausbildung) neu zu verfassen. Darüber hinaus ist für das ÖBH eine angepasste Mindestanzahl an Absolventinnen und Absolventen der neuen M BUO Ausbildung erforderlich.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

- NAP zur Umsetzung der Resolution 1325 (2000) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, Sechster Umsetzungsbericht: Beitrag zur Zielerreichung, den Anteil an Soldatinnen im ÖBH langfristig auf 10% zu erhöhen (vgl. Bericht S. 4f).
- Frauenförderungsplan BMLVS 2014 - 2019 – Anpassungen für den Zeitraum 1.1.2016 - 31.12.2017: Beitrag zur Zielerreichung gem. § 1 sowie zur Erhöhung des Frauenanteils durch Maßnahmen der Ausbildung gem. § 12.
- Operational Capabilities Concept Evaluation and Feedback (OCC E&F) Programme: ist ein NATO-Instrument zur Qualifizierungsfeststellung einzelner Soldatinnen und Soldaten hinsichtlich standardisierter Friedensaufgaben bspw. richtiges pädagogisch, methodisches Weitergeben von Wissen bzw. Fertigkeiten an Auszubildende sowie für Einsatzaufgaben bspw. richtiges Anwenden der Gefechtstechniken in den Einsatzverfahren gem. Militärstrategischen Konzept (MSK) 2017 Pkt. 5: Fähigkeiten Militärischer Aufgabenträger.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Keine finanziellen Auswirkungen)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2016 2017 2018 2019 2020 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Nettoergebnis 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Anlässlich der Vollziehung der Ausbildung nach der neuen Norm ist es weder zu einem Aufbau noch zu einem Abbau von – personellen und materiellen – Ausbildungsstrukturen gekommen. Die Teilnehmer an der Ausbildung standen/stehen durchwegs im Status einer Person im Ausbildungsdienst (PiAD, erste sechs Monate) und anschließend einer Militärperson auf Zeit mit Fixbezug (MZCh fix). Daher hat auch das überplanmäßige Erreichen der Anzahl an Absolventinnen und Absolventen keine tatsächlichen Mehraufwendungen zur Folge.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: überplanmäßig eingetreten.

Die Grundausbildung zum Unteroffizier war von geringer zeitlicher Planungssicherheit hinsichtlich Laufbahn gekennzeichnet. Die Unschärfe ergab sich sowohl für die Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer, aber auch für den Dienstgeber. Die Grundausbildung war in drei Abschnitte (VbLG, MilFü2, FüOrgEt2) gegliedert, welche durch die Interessentinnen und Interessenten in freier Wahl (also auch mit zahlreichen Unterbrechungen) absolviert werden konnten. Dies hatte zur Folge, dass aus Ressourcenkapazitäten nicht alle Lehrgänge (Waffengattungen/Fachrichtungen) jährlich im ÖBH angeboten werden konnten (oftmals geringe Auslastung, wegen zu geringer Teilnahmezahlen). Die Folge war eine zeitliche Verlängerung der Grundausbildung und somit die spätere Verfügbarkeit als UO bei der Truppe.
Die neue UO-Ausbildung wurde in einem 3-semestrigen geschlossen Ausbildungsblock (GA MBUO davon 13 Monate) zusammengeführt, wobei auch die „Einjährig-Freiwilligen Ausbildung“ und die Milizausbildung integriert wurden. Durch diese Maßnahmen konnten sowohl im Verwaltungs-, im Ressourcen- und Ausbildungsbereich erhebliche Synergien geschaffen werden. Nebstbei werden die verschiedenen Personengruppen (Berufsoffiziersanwärter, Milizoffiziersanwärter, Berufsunteroffiziersanwärter und Milizunteroffiziersanwärter) geschlossen zur Funktion Gruppenkommandant ausgebildet (gleiche Funktion – gleiche Ausbildung – gleiche Verantwortung). Der bestehende Erfolg, indem von den angenommenen 285 Absolventen tatsächlich 368 und von den angenommenen 15 Absolventinnen tatsächlich 30 als BUO in das ÖBH 2018 übernommen wurden, bestätigen die getroffenen Maßnahmen sowohl für die Personalgewinnung als auch jene für die durchgeführte Ausbildungspraxis. Aufgrund der bestehenden Rekrutierungszahlen ist im nächsten Durchgang mit bis zu 700 (angenommen werden bis zu maximal 650 Absolventen bzw. bis zu maximal 50 Absolventinnen) neuen BUO zu rechnen.

Verbesserungspotentiale

Verbesserungspotentiale haben sich vor allem in der Personalsteuerung (Waffengattung, Personengruppe) ergeben. Diese wurden bereits im laufenden Durchgang durch vorgestaffelte Personalkonferenzen (Abstimmung Personalbedarf, Ausbildungskapazität) berücksichtigt.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen