Filmförderprogramm FISA - Filmstandort Austria

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Bundesgesetz über die Förderung des Filmstandortes Österreich (Filmstandortgesetz); Abwicklungsverträge zum Förderungsprogramm "Filmstandort Österreich"; Änderung der Richtlinien des Förderungsprogramms "Filmstandort Österreich" BMDW UG 40 2014 2014 -37.500 Bundesgesetz

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Nationale Rechtsgrundlage

Filmstandortgesetz

Problemdefinition

Um die Rahmenbedingungen für die österreichische Filmwirtschaft weiter zu verbessern und den österreichischen Filmschaffenden Planungssicherheit zu bieten und den Filmstandort Österreich weiter zu attraktivieren, wäre eine gesetzliche Verankerung des Filmförderungsprogramms FISA umzusetzen.
Weiters wären die geltenden Förderungsrichtlinien zu adaptieren und zu verlängern sowie in diesem Zusammenhang neue Werkverträge mit der ABA und der aws zur effizienten Förderabwicklung abzuschließen.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

- Regierungsprogramm 2013-2018, Kapitel 01 "Wachstum und Beschäftigung" für Österreich, Punkt "Wirtschaft mit Innovationen weiterentwickeln" -> Kreativwirtschaft stärken, S. 8
- Die Unterstützung der Filmwirtschaft ist sowohl aus kultur- als auch wirtschaftspolitischen Gründen eine Maßnahme zur Umsetzung der langfristigen Ziele des Ressorts bezüglich Unterstützung österreichischer KMU und Sicherung des österreichischen Wirtschaftsstandorts.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2014 2015 2016 2017 2018 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 484 403 -81 491 479 -12 505 502 -3 522 457 -65 537 467 -70 2.539 2.308 -231
Transferaufwand 7.016 7.097 81 7.009 7.021 12 6.995 6.998 3 6.978 7.043 65 6.963 7.033 70 34.961 35.192 231
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 7.500 7.500 0 7.500 7.500 0 7.500 7.500 0 7.500 7.500 0 7.500 7.500 0 37.500 37.500 0
Nettoergebnis -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -7.500 -37.500 -37.500

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Konstantes gesetzlich festgeschriebenes Budget wurde jeweils zur Gänze abgeschöpft.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

FISA hat die gesetzlich vorgegebenen Förderziele angesprochen und sich als wesentlicher Bestandteil der österreichischen Filmförderlandschaft etabliert. Durch die gesetzliche Verankerung von FISA im Filmstandortgesetz und der darin enthaltenen Mindestdotierung von EUR 7,5 Mio. Euro pro Jahr wird für die österreichische Filmbranche eine dauerhafte Zugangsmöglichkeit zu Fremdmitteln geschaffen. Dadurch wurde die Planungssicherheit nachhaltig verbessert.

Durch den Abschluss und die effiziente Kalkulation der Werkverträge mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und der Austrian Business Agency (ABA) liegt FISA bei den Abwicklungskosten unter dem österreichischen Durchschnitt im Bereich der Filmförderung. Der administrative Aufwand beträgt rund 5,8 Prozent des jährlichen Budgets. Bei der in den Kulturabteilungen der Länder angesiedelten Landesfilmförderung liegt der Verwaltungsaufwand bei durchschnittlich 10 Prozent.

Durch die Weiterführung von FISA wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes Österreich geleistet und die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Filmschaffenden verbessert.
Dies zeigt sich im Evaluierungsbericht, in dem unter anderem festgehalten wird, dass sich die wirtschaftlichen Effekte von FISA weiter verbessert haben und FISA dazu beigetragen hat, dass jedes Jahr eine konstant hohe Anzahl an österreichischen Filmen ins Kino kommen konnte sowie eine konstant hohe Anzahl von Ko- und Serviceproduktionen (z.B. James Bond und Mission Impossible 5) die internationale Sichtbarkeit Österreichs erhöht haben. Jeder Euro Förderung durch FISA hat zuletzt zu EUR 5,65 (2010-2012: EUR 4,5) zusätzlichem Umsatz in der österreichischen Wirtschaft geführt. Die österreichische Filmwirtschaft wurde durch die FISA stabilisiert, das Auftragsvolumen der Produktionsunternehmen und die Auslastung der österreichischen Filmschaffenden konnten verbessert werden.

Verbesserungspotentiale

Die österreichischen Filmförderungsinstitutionen auf Bundesebene (Österreichisches Filminstitut, FISA, RTR) sollten gemeinsam eine Strategie erarbeiten, um Förderziele (auch in Bezug auf Verwertung und Branchenstruktur) klarer zu definieren und Organisation sowie Angebote für die Filmwirtschaft besser abzustimmen.

Kooperationen mit anderen Förderungsinstitutionen sind auch zukünftig weiter zu entwickeln. Die Liquiditätsplanung von FISA und dem Österreichischen Filminstitut, dem wesentlichen Primärförderer, dessen Förderentscheidungen auch maßgeblich für FISA sind, ist so abzustimmen, dass nicht abwechselnd Engpässe auftreten. Strategische Zielsetzungen sind gemeinsam abzusprechen.

Das Segment der High-End TV-Produktion verzeichnet die höchsten Wachstumsraten in der Filmproduktion weltweit, wie z.B. der Streamingdienst Netflix beweist. Die FISA-Förderung von Serviceproduktionen sollte im Rahmen einer Novelle des Filmstandortgesetzes auf den Bereich TV und OTT („over-the-top content“, also Videoinhalte die per Internet übertragen werden) ausgeweitet werden, damit Österreich von diesem Wachstum profitieren kann.

Weitere Evaluierungen

Erneute Evaluierungen erfolgen in periodischen Abständen zur Bestandsaufnahme und Nachschärfung der Förderungsrichtlinien.
Die nächste Evaluierung der Förderungsmaßnahmen nach diesen Richtlinien erfolgt spätestens bis zum 30.06.2021.

Weiterführende Informationen

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