ACR – Austrian Cooperative Research, Ziel- und Leistungsvereinbarung 2016 – 2019

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: ACR – Austrian Cooperative Research, Ziel- und Leistungsvereinbarung 2016 – 2019 BMDW UG 33 2016 2016 -9.200 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

Die ACR und ihre Mitglieder sind wichtige Innovations- & Technologie-Dienstleister für die österr. Wirtschaft (v.a. KMU). Mit ihrem bedarfsgerechten Angebot im Bereich der anwendungsorientierten Forschung, Entwicklung und Innovation leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von KMU und generell zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich.

Als Dachverband umfasst die ACR derzeit 20 ordentliche Mitglieder, erwirtschaftet einen Umsatz von € 58,8 Mio und beschäftigt 529 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent).

Das Hauptangebot der ACR und ihrer Mitglieder erstreckt sich von Messen und Prüfen, Beratungen, Zertifizieren, bis hin zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Diese ordentlichen Mitglieder sind als Forschungseinrichtungen im nichtwirtschaftlichen Bereich lt. EU-Definition zu sehen.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Der unmittelbare Beitrag bezüglich Regierungsprogramm 2017–2022 durch das ACR-Netzwerk betrifft die Maßnahme "Verstärkung der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft", bei der Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) vom März 2011 ist es das Ziel "Aktivierung der KMU in ihrer Forschungs- und Innovationsleistung" sowie „Zusammenarbeit Wissenschaft und Wirtschaft - Erhöhung der Kooperationsintensität von Unternehmen und Stärkung der strategisch orientierten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2016 2017 2018 2019 2020 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 2.900 2.900 0 2.900 2.900 0 2.900 3.400 500 2.900 0 -2.900 0 0 0 11.600 9.200 -2.400
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 2.900 2.900 0 2.900 2.900 0 2.900 3.400 500 2.900 0 -2.900 0 0 0 11.600 9.200 -2.400
Nettoergebnis -2.900 -2.900 -2.900 -2.900 -2.900 -3.400 -2.900 0 0 0 -11.600 -9.200

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

2018 wurden durch eine einmalige Zusatzfinanzierung € 500.000,- zusätzlich an die ACR zugewiesen. Dadurch konnten zwei weitere als sehr gut bewertete Strategische Projekte gefördert werden. Für 2019 sind, wie in der Ziel- und Leistungsvereinbarung 2016-19 vorgesehen, Mio. € 2,9 budgetiert.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

ACR Institute leisten über Kooperationsprojekte mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit ihrem Schulungs- und Trainingsprogramm einen bedeutsamen Wissenstransfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft. Mit ihrem maßgeschneiderten Angebot holen die ACR-Institute viele kleine und mittlere Unternehmen am Beginn der Innovationskette ab und reduzieren dadurch die »FTI-Hürde« für die Unternehmen. ACR-Institute üben zudem eine Schnittstellenfunktion zwischen den industriellen Leitbetrieben und den KMU aus.
Der ACR Verband erhält € 2,9 Mio pro Jahr für die Geschäftsstelle, die Institute für ihre gemeinnützigen Leistungen und Netzwerkaktivitäten sowie Strategische Projekte, wobei 2018 durch eine einmalige Zusatzfinanzierung iHv € 500.000 zwei weitere von der Jury als sehr gut benotete Projekte finanziert werden konnten.
Das Förderprogramm »Strategische Projekte« unterstützt die Institute dabei, gemeinsames Know-how aufzubauen und ihre Infrastruktur laufend zu verbessern. Ziel ist, das FEI-Dienstleistungsangebot der ACR-Institute für KMU zu erweitern und den Expertenstatus des ACR-Netzwerks langfristig zu festigen. Es legt zusätzlich zum Ausbau moderner Infrastruktur einen starken Fokus auf die Förderung von Talenten und den Aufbau von spezifischem Know-how in den Instituten.
Seit der Einführung des Förderprogramms 2015 wird neben der Infrastruktur auch der Aufbau von Know-how gefördert. In seither 3 Calls wurden ebenfalls im Wettbewerb insgesamt 4.548.000 Euro an Fördermitteln ausgeschüttet, davon 1.442.000 Euro für Infrastrukturgeräte. Diesen Fördermitteln stehen Projektgesamtkosten von 6.497.000 EUR (inklusive 30%-Eigenleistung) gegenüber. In den 19 umgesetzten bzw. laufenden Strategischen Projekten sind bisher 50 Partnerschaften eingegangen worden.

Die in der Ziel- und Leistungsvereinbarung 2016-19 definierten Kennzahlen wurden meist überplanmäßig erreicht: Die leistungsbezogenen Erlöse beliefen sich ausgehend (2014) von € 49,4 Mio auf € 56,7 Mio (Plan war € 54 Mio), ebenso entwickelten sich die Zahl der Mitarbeiter (VZÄ) im Bereich F&E von 182,7 auf 216,4 (Plan war 200). Weiters lukrierten die einzelnen Institute € 8,2 Mio an nationalen FEI-Förderungen (ausgehend vom Wert € 6,4 Mio; Plan war € 6,5 Mio) sowie € 1,7 Mio an internationalen FEI-Förderungen (Wert 2014 war € 1,3 Mio, Plan € 2 Mio) . Die Zahl der wissenschaftlichen und Fachpublikationen sank als einzige Kennzahl von anfangs 394 auf 384 (Plan war 420). Darüber hinaus fanden 2017 124 Fachveranstaltungen statt. Im Vergleich zu 2014 waren es 116, Plan waren 120. Die Zahl der Vorträge für die Wirtschaft entwickelte sich von 593 auf 601 (Zielwert beläuft sich auf 600).

Die ACR-Ziele umfassen die Verbesserung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen - insbesondere KMU - durch Technologie- und Wissenstransfer in Netzwerken, und andererseits die Stärkung zentraler Kompetenzen und Funktionen bei Anbietern von orientierter Forschungs- Entwicklungs- und Innovations- (FEI-) Kompetenz (Forschungseinrichtungen) im Innovationssystem und wurden planmäßig erreicht.
So weist die Innovationserhebung der Statistik Austria – Community Innovation Survey 2016 (CIS 2016) – über die Innovationsaktivtäten der europäischen Unternehmen der Jahre 2014-2016 für 2016 eine Steigerung des Anteiles an KMU mit Produkt- oder Prozessinnovationen auf 45%, gegenüber 40,7% für 2014, auf. Auch der Anteil innovativer KMU mit Kooperationen konnte laut CIS 2016 von 20,5% für 2014 auf 22,1% für 2016 gesteigert werden.

Im ersten Halbjahr 2019 wird eine neue Ziel- und Leistungsvereinbarung für die folgenden Jahre 2020-2023 erarbeitet.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Eine Ende 2018 beauftragte Evaluierung durch Convelop GmbH wird im ersten Halbjahr 2019 Ergebnisse liefern, die noch in die kommende Ziel- und Leistungsvereinbarung 2020-23 einfließen sollen.

Weiterführende Informationen