Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich über die Errichtung und den Betrieb einer Medizinischen Fakultät und die Einrichtung des Studiums der Humanmedizin an der Universität Linz. BMBWF UG 31 2014 2014 -8.050 Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

UG 71c

Problemdefinition

Die vorliegende Art.-15a-B-VG-Vereinbarung bildet die Grundlage für eine auf Grund von § 2 des Bundesverfassungsgesetzes über die Regelung der finanziellen Beziehungen zwischen dem Bund und den übrigen Gebietskörperschaften (Finanz-Verfassungsgesetz 1948 – F-VG 1948), BGBl. Nr. 45/1948, erforderliche rechtliche Regelung, mit der – abweichend von § 12 des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten und ihre Studien (Universitätsgesetz 2002 – UG) – die Kostenaufteilung zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich festgeschrieben wird. Diese Vorgehensweise soll die Einbeziehung aller betroffenen Gebietskörperschaften durch die vorherige Einbindung in den Abstimmungsprozess gewährleisten und somit auch eine von § 12 UG abweichende Regelung zur Finanzierung einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz mit einer organisatorischen und finanziellen Beteiligung des Landes Oberösterreich an der Errichtung und dem Betrieb einer Medizinischen Fakultät an der Universität Linz, sowie an der Durchführung des Studiums der Humanmedizin in Form eines Bachelor-/Master-Studiums und eines PhD-Studiums, ermöglichen.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit dem Ziel des Ausbaus der Studienplätze für Human- und Zahnmedizin auf bis zu 2000 Studienplätze (§71c UG 2002). Mit dem Endausbau der Medizinischen Fakultät an der JKU Linz im Jahr 2022 wird die Zahl der Studienplätze für Human- und Zahnmedizin österreichweit auf 1800 erhöht, wobei derzeit eine Aufteilung von 1654 Studienplätze für Humanmedizin und 144 Studienplätze Zahnmedizin vorgesehen ist.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2014 2015 2016 2017 2018 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 2.300 2.300 0 2.300 2.300 0 3.450 3.450 0 8.050 8.050 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 0 0 0 0 0 0 2.300 2.300 0 2.300 2.300 0 3.450 3.450 0 8.050 8.050 0
Nettoergebnis 0 0 0 0 -2.300 -2.300 -2.300 -2.300 -3.450 -3.450 -8.050 -8.050

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Auszahlung der Beträge für Erstinvestition in Forschungsgroßgeräte laut Anlage 1 der Vereinbarung nach Art. 15a B-VG. Hinweis: Die in der Vereinbarung nach Art 15a B-VG vorgesehene Valorisierung erfolgt jeweils im Folgejahr für die Gesamtsumme der ausgezahlten Beträge und wird nicht für die einzelnen Teilbeträge einzeln ausgewertet


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Die Errichtung der Medizinischen Fakultät an der Universität Linz findet laufend auf mehreren Ebenen statt und wird erst mit den Endausbau im Jahr 2022 abgeschlossen sein. Derzeit ist die Umsetzung der entsprechenden Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG im Zeitplan und wird weiter fortgesetzt.
Bisher konnten durch die mit dem Aufbau der Medizinischen Fakultät im Zusammenhang stehenden Investitionen in die Bau- und Infrastruktur erste Akzente für den Wirtschaftsstandort Linz gesetzt werden, wobei derzeit durch die Bautätigkeit in erster Linie die Bauwirtschaft und weitere verbundene Branchen profitieren. Da die Investitionen noch nicht abgeschlossen sind, kann derzeit die Gesamtauswirkung auf die Branche noch nicht beziffert werden. Bis zum Vollausbau der Medizinischen Fakultät 2028 sind durch die bis dahin weiter steigenden Zahlen an Studierenden, Lehrenden und sonstigen wissenschaftlichen bzw. nicht wissenschaftlichen Personals, weitere Positive Impulse nicht nur im Bereich Wohnen, sondern auch Branchenübergreifend im Dienstleistungsbereich zu erwarten. Die im Zuge der Errichtung abgeschlossene Kooperationsvereinbarung mit der Medizinischen Universität Graz setzt zusätzliche, sich gesamtwirtschaftlich auswirkende Impulse im Raum Graz, die sich vor allem durch zusätzlichen Kunden im Einzelhandel auswirken.
Für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Österreich führt die neue Medizinische Fakultät aufgrund der bis zum Endausbau steigenden Zahl der Studierenden, zu einer Stärkung der universitären Lehre und der Profilbildung in der universitären Landschaft. Für die Grundlagen- und die angewandte Forschung bedeutet die neue Medizinische Fakultät die Möglichkeit einer verstärkten Profilbildung und Spezialisierung auf einzelne Bereiche und somit eine Ergänzung zu den bestehenden Forschungsschwerpunkten an den anderen öffentlichen Medizinischen Universitäten. Für den Forschungsstandort Linz eröffnen sich insbesondere im Bereich Medizintechnik neue Möglichkeiten zur Stärkung der interuniversitären Kooperation mit der Technischen Universität und dem Fachholschulbereich.
In einer gesamten Betrachtung zeigt der bisherige Fortschritt der Errichtung der medizinischen Fakultät Linz den erwarteten positiven Effekt nicht nur für den Universitätsstandort Österreich, sondern auch jenen auf einer gesamtwirtschaftlichen Ebene im gesamten Bundesgebiet.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.