PädagogInnenbildung NEU

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Bundesgesetz, mit dem das Universitätsgesetz 2002 und das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz geändert werden (PädagogInnenbildung NEU) BMBWF UG 31 2013 2013 -1.206 Bundesgesetz

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

UG, HG

Problemdefinition

- Verbesserungsbedarf der Bildungsqualität der Pädagoginnen und Pädagogen
- Einrichtung eines Qualitätssicherungsrates für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung
- praxisorientierte Vorbereitung auf den Beruf
- Überprüfung der Eignung für den Beruf

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Im aktuellen Regierungsprogramm ist eine Weiterentwicklung der „Pädagogenbildung NEU“ vorgesehen (siehe Seite 72 des Regierungsprogrammes). Mit der Novelle BGBl. I Nr. 124/2013 wurde ein bildungspolitisches Kernprojekt der letzten Jahre, die „Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU“ im Universitätsgesetz 2002 -UG und im Hochschulgesetz 2005 - HG verankert. Für das Lehramtsstudium im Bereich der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) wurde eine Kooperationsverpflichtung verankert. Diese verpflichtet Pädagogische Hochschulen zu Kooperationen mit Universitäten. Lehramtsstudien im Bereich der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) dürfen nur als gemeinsam eingerichtete Studien geführt werden. Die ersten Lehramtsstudien nach der neuen Struktur starteten bereits im Oktober 2015 und sind seit Oktober 2016 verpflichtend zu führen. Unterschiedliche studienrechtliche Grundlagen der Pädagogischen Hochschulen und Universitäten führten in diesem Zusammenhang oft zu Fragestellungen bei der Einrichtung und Durchführung eines gemeinsam eingerichteten Studiums, die zunächst zur Einführung der „Kooperationsklausel“ (§ 10a HG) mit der Gesetzesnovelle BGBl. I Nr. 21/2015 führte. Als nächster logischer Schritt wurde mit der Gesetzesnovelle BGBl. I Nr. 129/2017 ein neues, gemeinsames Studienrecht vorgesehen. Die unterschiedlichen studienrechtlichen Regelungen der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen wurden dabei aneinander angeglichen, um die Kooperationen weiter zu erleichtern und zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden Regelungsinhalte des UG und des HG aneinander angeglichen und die Terminologie vereinheitlicht. Des Weiteren erfolgen auch die aufgrund der Angleichung des Studienrechts notwendigen Anpassungen der organisationsrechtlichen Strukturen der Pädagogischen Hochschulen an die Universitäten. Die Vorschläge der mit der Erstellung des gemeinsamen Studienrechts betrauten Expertinnen- und Expertengruppe wurden im Verlauf des Angleichungsprozesses regelmäßig in der übergeordneten „Arbeitsgruppe Rechtsfragen“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung erläutert und auf breiter Basis diskutiert. Die „Arbeitsgruppe Rechtsfragen“ setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Universitäten, der Pädagogischen Hochschulen, des Qualitätssicherungsrates für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung sowie der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft zusammen und tagt auch 2019 in regelmäßigen Abständen, wodurch eine ständige Begleitung der Umsetzung der „Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU“ gewährleistet wird.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2013 2014 2015 2016 2017 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 29 8 -21 89 98 9 91 104 13 93 106 13 94 100 6 396 416 20
Betrieblicher Sachaufwand 17 27 10 51 152 101 52 74 22 52 103 51 53 102 49 225 458 233
Werkleistungen 37 24 -13 110 85 -25 110 86 -24 110 70 -40 110 67 -43 477 332 -145
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 83 59 -24 250 335 85 253 264 11 255 279 24 257 269 12 1.098 1.206 108
Nettoergebnis -83 -59 -250 -335 -253 -264 -255 -279 -257 -269 -1.098 -1.206

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Aufgrund der verspäteten Einrichtung des QSR sind 2013 geringere Kosten entstanden als geplant waren. Die Diskrepanzen zwischen den Plan- und den Ist-Werten sind darauf zurückzuführen, dass bei der Erstellung der WFA eine Schätzung der voraussichtliche Kosten, anhand vergleichbarer Gremien im Hochschulbereich, vorgenommen worden ist. In der Realität hat sich dann aber gezeigt, dass aufgrund der Besonderheit dieses Gremiums eine andere Kostenverteilung stattgefunden hat. Zum Beispiel wurde der geschätzte Betrag für Werkleistungen nicht vollständig ausgeschöpft, da weniger Gutachten beauftragt worden sind, als bei der Schätzung für die Planwerte veranschlagt worden ist. Beim betrieblichen Sachaufwand ergibt sich die höchste Differenz, welche hauptsächlich auf höhere Reisekosten zurückzuführen sind.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Das Ziel 1 der Verbesserung der Qualität der Bildung von Pädagoginnen und Pädagogen kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden, da es bislang noch keine Absolventinnen und Absolventen gibt, die diese Ausbildung zur Gänze absolviert haben. Jedoch kann gesagt werden, dass alle Curricula mehr Praxiseinheiten während des Studiums aufweisen, weshalb eine verbesserte Vorbereitung auf die Anforderungen der praktischen Ausübung des Berufes vorliegt. Die Maßnahme der Schaffung der Möglichkeit Schulen die Bezeichnung „Kooperationsschule“ zu verleihen, war im Universitätsgesetz 2002 und im Hochschulgesetz 2005 vorgesehen, ist aber durch eine spätere Novellierung wieder entfallen. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit, dass das Rektorat die Bezeichnung "Kooperationsschule" verleihen kann.
Zum Ziel 2 der Weiterentwicklung der Bologna-Struktur insbesondere für Lehramtsstudien kann gesagt werden, dass die Bachelorstudien der neuen Lehramtsausbildungen wie vorgesehen auf acht Semester erweitert (240 ECTS-Anrechnungspunkte) und anschließende Masterstudien im Umfang von 60 bis 120 ECTS-Anrechnungspunkten umgesetzt wurden. Die Lehrämter sind entsprechend der Bildungshöhe nach Primarstufe und Sekundarstufe im Bereich der Allgemeinbildung oder der Berufsbildung definiert. Im Bereich der Lehramtsausbildung der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) kooperieren die Pädagogischen Hochschulen mit den Universitäten.
Das Ziel 3 der Erhöhung der Durchlässigkeit wurde erfüllt, da eine erhöhte Durchlässigkeit gegeben ist. Die Steigerung der Durchlässigkeit ist auch ein zentraler Punkt des aktuellen Regierungsprogramms (siehe Seite 69 des aktuellen Regierungsprogramms) und wird daher bei einer Novellierung der studienrechtlichen Bestimmungen eine zentrale Rolle spielen.
Das Ziel 4 der Verbesserung des Zugangsmanagements durch gezieltere Studienwahl aufgrund von möglichen Zulassungsverfahren wurde erfüllt. Es werden an allen Bildungseinrichtungen Eignungsverfahren durchgeführt. Derzeit wird daran gearbeitet, dass einheitliche Standards bei den einzelnen Verfahren zur Anwendung kommen.

Im Bereich der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) kooperieren die Universitäten mit Pädagogischen Hochschulen in vier Verbünden (daher gibt es in diesem Bereich vier Bachelor- und vier Masterstudien):
Verbundregion Mitte
(Oberösterreich, Salzburg):
www.lehrerin-werden.at
Verbundregion Nordost
(Wien, Niederösterreich):
www.lehramt-ost.at
Verbundregion Südost
(Burgenland, Kärnten, Steiermark):
www.lehramt-so.at
Verbundregion West
(Tirol, Vorarlberg):
www.lehrerinnenbildung-west.at

Weitere Informationen sind unter
https://www.studienplattform.at/neues-lehramt
https://www.qsr.or.at/?content/der-qsr/index
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/pbneu/index.html
zu finden.

Die 2013 im Gesetz vorgesehenen Induktionslehrveranstaltungen und Praxisveranstaltungen existieren in dieser Form nicht mehr in den gesetzlichen Bestimmungen. Die Induktionsphase ist als begleitender Teil des ersten Jahres der Berufsausübung ausgestaltet und richtet sich nach den berufsrechtlichen Vorgaben des Vertragsbedienstetengesetzes 1948.

Eine Übersicht über die Bewerberinnen und Bewerber für Lehramtsstudien kann unter https://oravm13.noc-science.at/apex/f?p=103:6:::NO::P6_OPEN:N abgerufen werden.

Verbesserungspotentiale

Daher ist im aktuellen Regierungsprogramm eine Weiterentwicklung der „Pädagogenbildung NEU“ vorgesehen (siehe Seite 72 des Regierungsprogrammes). Mit der Novelle BGBl. I Nr. 124/2013 wurde ein bildungspolitisches Kernprojekt der letzten Jahre, die „Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU“ im Universitätsgesetz 2002 -UG und im Hochschulgesetz 2005 - HG verankert. Für das Lehramtsstudium im Bereich der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) wurde eine Kooperationsverpflichtung verankert. Diese verpflichtet Pädagogische Hochschulen zu Kooperationen mit Universitäten. Lehramtsstudien im Bereich der Sekundarstufe (Allgemeinbildung) dürfen nur als gemeinsam eingerichtete Studien geführt werden. Die ersten Lehramtsstudien nach der neuen Struktur starteten bereits im Oktober 2015 und sind seit Oktober 2016 verpflichtend zu führen. Unterschiedliche studienrechtliche Grundlagen der Pädagogischen Hochschulen und Universitäten führten in diesem Zusammenhang oft zu Fragestellungen bei der Einrichtung und Durchführung eines gemeinsam eingerichteten Studiums, die zunächst zur Einführung der „Kooperationsklausel“ (§ 10a HG) mit der Gesetzesnovelle BGBl. I Nr. 21/2015 führte. Als nächster logischer Schritt wurde mit der Gesetzesnovelle BGBl. I Nr. 129/2017 ein neues, gemeinsames Studienrecht vorgesehen. Die unterschiedlichen studienrechtlichen Regelungen der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen wurden dabei aneinander angeglichen, um die Kooperationen weiter zu erleichtern und zu verbessern. Zu diesem Zweck wurden Regelungsinhalte des UG und des HG aneinander angeglichen und die Terminologie vereinheitlicht. Des Weiteren erfolgen auch die aufgrund der Angleichung des Studienrechts notwendigen Anpassungen der organisationsrechtlichen Strukturen der Pädagogischen Hochschulen an die Universitäten. Die Vorschläge der mit der Erstellung des gemeinsamen Studienrechts betrauten Expertinnen- und Expertengruppe wurden im Verlauf des Angleichungsprozesses regelmäßig in der übergeordneten „Arbeitsgruppe Rechtsfragen“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung erläutert und auf breiter Basis diskutiert. Die „Arbeitsgruppe Rechtsfragen“ setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Universitäten, der Pädagogischen Hochschulen, des Qualitätssicherungsrates für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung sowie der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft zusammen und tagt auch 2019 in regelmäßigen Abständen, wodurch eine ständige Begleitung der Umsetzung der „Pädagoginnen- und Pädagogenbildung NEU“ gewährleistet wird.

Weitere Evaluierungen

Eine weitere Evaluierung soll erfolgen, sobald Absolventinnen und Absolventen dieses Ausbildungsmodell zur Gänze absolviert haben und einige Jahre Berufserfahrung vorliegen. Somit wird eine neuerliche Evaluierung in 5 Jahren für zweckmäßig erachtet.

Weiterführende Informationen

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