überplanmäßig erreicht: Ziel 2: Sicherstellung der laufenden Besteuerung der künftigen Erträge von in Liechtenstein verwalteten Vermögenswerten


Dem Ziel zugeordnete Maßnahmen


Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1 des Ziels: überplanmäßig erreicht Meilenstein 1: Steuereinnahmen aus Liechtensten

Ausgangszustand 2013

Als Indikator ist der Betrag an laufender Steuer von in Österreich ansässigen Personen aus ihrem in Liechtenstein verwalteten Vermögen anzusehen. Derzeit erhält die Republik Österreich lediglich zu vernachlässigende Steuereinnahmen von in Österreich ansässigen Personen aus Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinnen und sonstigen Einkünften von in Liechtenstein verwaltetem Vermögen bzw. aus Zuwendungen an/von intransparenten liechtensteinischen Vermögensstrukturen, wenn diese nicht ordnungsgemäß deklariert werden.

Zielzustand 2018

Künftig soll die Republik Österreich Steuereinnahmen von in Österreich ansässigen Personen aus Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinnen und sonstigen Einkünften von in Liechtenstein verwaltetem Vermögen bzw. aus Zuwendungen an/von intransparenten liechtensteinischen Vermögensstrukturen erhalten. Betroffene Personen sollen von diesem Steuerabzug nur dann nicht betroffen sein, wenn sie stattdessen die liechtensteinischen Banken oder Treuhänder zur Offenlegung ihrer in Liechtenstein verwalteten Vermögenswerte ermächtigen. Dadurch soll eine Hinterziehung dieser Einnahmen faktisch verunmöglicht werden. Das Besteuerungsausmaß soll weitgehend dem österreichischen entsprechen.

Istzustand 2018

Die Republik Österreich hat aufgrund des Abkommens Steuereinnahmen von in Österreich ansässigen Personen aus Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinnen und sonstigen Einkünften von in Liechtenstein verwaltetem Vermögen bzw. aus Zuwendungen an/von intransparenten liechtensteinischen Vermögensstrukturen erhalten. Betroffene Personen waren von diesem Steuerabzug nur dann nicht erfasst, wenn sie stattdessen die liechtensteinischen Banken oder Treuhänder zur Offenlegung ihrer in Liechtenstein verwalteten Vermögenswerte ermächtigt haben. Dadurch wurde eine Hinterziehung dieser Einnahmen faktisch verunmöglicht. Das Besteuerungsausmaß entsprach weitgehend dem österreichischen.
Mit dem Jahr 2017 ist im Verhältnis zu Liechtenstein der automatische Informationsaustausch in Kraft getreten und das Abkommen wurde dahingehend abgeändert, dass dieses nur noch für im Zinsbesteuerungsabkommen „ausgenommene Konten“ und sämtliche steuerlich intransparenten Vermögensstrukturen anwendbar ist.
Weiters wurde mit Wirkung ab 2017 eine Anpassung des Steuersatzes für die Kapitalertragsteuer an den geänderten Steuersatz des Einkommenssteuergesetzes (EStG) durchgeführt. Dies führte zu einer Erhöhung des Steuersatzes für Kapitalerträge (ausgenommen Zinsen aus Geldeinlagen bei Kreditinstituten) von 25 % auf 27,5 %. Die Evaluierung wurde anhand der geänderten Rechtslage durchgeführt, da die Datenlage keine Abschätzung der Auswirkungen im Falle der Beibehaltung des ursprünglichen Steuersatzes ermöglicht.
Die tatsächlichen Zahlungen haben rund 155 % der erwarteten laufenden Zahlungen ausgemacht (siehe finanzielle Auswirkungen).

Datenquelle

Abgabeninformationssystem


Zielerreichungsgrad des gesamten Ziels: überplanmäßig erreicht.