Wirkungsziel 31.1 Hebung des tertiären Bildungsniveaus

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Studienabschlüsse [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 50871 [Anzahl]
    • Zielzustand: 51000
    • Oberer Schwellenwert: 55000
    • Unterer Schwellenwert: 45555
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung" zu "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft"
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 48410 [Anzahl]
    • Zielzustand: 53000
    • Oberer Schwellenwert: 55000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 49288 [Anzahl]
    • Zielzustand: 55000
    • Oberer Schwellenwert: 60000
    • Unterer Schwellenwert: 47000
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 51532 [Anzahl]
    • Zielzustand: 56000
    • Oberer Schwellenwert: 80000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 51232 [Anzahl]
    • Zielzustand: 52600
    • Oberer Schwellenwert: 80000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 52282 [Anzahl]
    • Zielzustand: 54400
    • Oberer Schwellenwert: 80000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 55520 [Anzahl]
    • Zielzustand: 54500
    • Oberer Schwellenwert: 80000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2020, Zielzustand: 56500

Erläuterung der Entwicklung

Das Ziel konnte mit 55.520 Abschlüsse an Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten 2019 zur Gänze erfüllt werden. Zur Sicherstellung der Zielerreichung bei den öffentlichen Universitäten ist die Erhöhung der Studienabschlüsse in den Leistungsvereinbarungen (Periode 2019-2021) verankert. Neben den Universitäten soll auch im zweiten großen tertiären Bildungssektor, dem FH-Sektor, ebenfalls ein höheres Maß an Abschlüssen erreicht werden, weswegen die Anzahl der bundesfinanzierten Plätze in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut wurde. Die beständige Ausweitung der Kapazitäten sowohl an den Universitäten als auch an den Fachhochschulen wird nicht nur dazu beitragen, dass die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen in den nächsten Jahren auf diesem hohen Level bleiben wird, sondern auch die Qualität der Abschlüsse wird entsprechend ansteigen.

Grafischer Maximalwert: 60000


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata)

Berechnungsmethode

Summe der Studienabschlüsse an Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten je Studienjahr

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Tertiärquote [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 39,3 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung" zu "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 40,0 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 35
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 38,7 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 28
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,1 [%]
    • Zielzustand: 39
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 38
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,8 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 35
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,7 [%]
    • Zielzustand: 40,5
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 40
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 42,4 [%]
    • Zielzustand: 40,7
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 40
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 41,6 [%]
    • Zielzustand: 41
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 41
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Ähnlich wie bei den Studienabschlüssen spiegelt auch diese Kennzahl das heimische Bildungsniveau wider, um über den wichtigen Standortfaktor des Durchdringungsgrades höherer Bildung in der Gesamtbevölkerung Auskunft geben zu können. Erfreulicherweise konnte der Zielwert der Strategie Europa 2020 von 38 % bereits 2015 erreicht werden. Der Istwert 2019 liegt mit 42,4 % erfreulicherweise um 1,7 %-Punkte über dem Zielwert von 40,7 %. Diese Steigerung ist aber mit Vorsicht zu interpretieren, da durch die Datengrundlage des Mikrozensus eine Schwankungsbreite von bis zu 5 % üblich ist. Veränderungen in dieser Bandbreite sind daher weder ein Rückgang noch eine Steigerung.

Grafischer Maximalwert: 44


Quelle

Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, Jahresdurchschnitt über alle Wochen

Berechnungsmethode

Anteil der 30-34jährigen mit einem tertiären Bildungsabschluss an der 30-34jährigen Gesamtbevölkerung. Unter „Tertiärabschluss“ sind nach ISCED 2011 die Bildungsstufen 5-8 zu verstehen (ISCED 5: Meisterschule, Werkmeister- und Bauhandwerkerschule; Kolleg, Akademie, Erstausbildung; Aufbaulehrgang; Berufsbildende höhere Schule für Berufstätige; Höhere berufsbildende Schule, Jahrgang 4-5; Universitärer Lehrgang; ISCED 6: Bachelorstudium; ISCED 7: Masterstudium, Diplomstudium, universitärer Lehrgang (postgradual); ISCED 8: Doktoratsstudium)

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Durchschnittliche Höhe der Studienbeihilfe [EUR]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 4800 [EUR]
    • Zielzustand: 4770
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 4500
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 4940 [EUR]
    • Zielzustand: 4840
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 4500
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 6174 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 6020 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 5994,0 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2021, Zielzustand: 6000

Erläuterung der Entwicklung

Die oft zitierte soziale Selektion im Bildungsbereich ist weiterhin ein großes Hindernis, sowohl was den sozialen Ausgleich in der Bevölkerung betrifft, als auch was die jeweiligen individuellen Aufstiegschancen auf dem Bildungsweg angeht - alle, die studieren wollen und die entsprechenden Fähigkeiten dafür aufbringen, sollen grundsätzlich die Möglichkeit dazu erhalten, ohne dass soziale oder regionale Barrieren dies ausschließen. Um diesen Steuerungseffekt zu erreichen, muss die Studienbeihilfe natürlich eine gewisse Mindesthöhe haben. Aus diesem Grund wurde die Kennzahl der durchschnittlichen Höhe der Studienbeihilfe gewählt, diese betrug 2019 Euro 6.020.

Grafischer Maximalwert: 6500


Quelle

Studienbeihilfenbehörde

Berechnungsmethode

Durchschnittliche Höhe der Studienbeihilfe

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: nicht erreicht: Anfängerinnen- und Anfängeranteil bei den 20 frequentiertesten Studienrichtungen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: 55 [Anzahl]
    • Zielzustand: kein Sollwert vorhanden
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: 56 [Anzahl]
    • Zielzustand: kein Sollwert vorhanden
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 56,3 [%]
    • Zielzustand: 52
    • Oberer Schwellenwert: 48
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 57,0 [%]
    • Zielzustand: 54
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 55,5 [%]
    • Zielzustand: 50
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 57,0 [%]
    • Zielzustand: 50
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die Intention dieser Kennzahl ist nicht, die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger zu begrenzen, sondern lediglich die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in den 20 frequentiertesten Studienrichtungen zu reduzieren, da der Anteil der Anfängerinnen und Anfänger in diesen Studienrichtungen im angeführten Beobachtungszeitraum bei rund 55 % liegt. Durch diese Kennzahl wird dem Versuch einer stärkeren Diversifizierung Rechnung getragen. Damit ist einerseits eine ausgeglichene Verteilung der Studierenden auf das gesamte Studienangebot beabsichtigt (Vermeiden von sogenannten „Massenstudien“) sowie andererseits ein Umlenken der Studiennachfrage beispielsweise auf die bislang noch zu wenig nachgefragten MINT-Fächer. Wenngleich es bislang noch nicht gelungen ist, den Anteil der belegten Studien in den Top 20 signifikant zu reduzieren, konnte 2019 eine Verbesserung (-1,1 %) zum Vorjahr erzielt werden. Dies verdeutlicht, dass Abstimmungs- und Koordinierungsprozesse, wie sie im Projekt Zukunft Hochschule, im gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan oder in der Universitätsfinanzierung NEU forciert wurden/werden, unbedingt notwendig sind, um einen besser koordinierten Ressourceneinsatz im Hochschulbereich zu gewährleisten.

Grafischer Maximalwert: 45


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata)

Berechnungsmethode

Anteil der ordentlichen neu begonnenen Studien aus den 20 frequentiertesten Studien an allen neu begonnenen Studien an öffentlichen Universitäten

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 5

Wirkungszielkennzahl 5: überwiegend erreicht: Rekrutierungsquote/Wahrscheinlichkeitsfaktor zur Studienaufnahme [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 2,43 [%]
    • Zielzustand: 2,4
    • Oberer Schwellenwert: 3
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,52 [%]
    • Zielzustand: 2,3
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 2,58 [%]
    • Zielzustand: 2,28
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,47 [%]
    • Zielzustand: 2,26
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,42 [%]
    • Zielzustand: 2,25
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die Rekrutierungsquote war 2015 bzw. 2016 auf einem historisch niedrigen Stand, weswegen die weiteren Zielwerte (auch für 2019) zu optimistisch angesetzt wurden. Nach einer Verschlechterung der Rekrutierungsquote in den letzten zwei Jahren ist nun wieder eine Trendwende ersichtlich. 2019 lag der Wahrscheinlichkeitsfaktor zur Studienaufnahme bei 2,47 % Die Rekrutierungsquote hat sich nur an den öffentlichen Universitäten verschlechtert. Dort wurden jedoch durch die Universitätsfinanzierung NEU entsprechende Maßnahmen im Zuge der Leistungsvereinbarungen (Periode 2019–2021) eingeleitet, deren Wirkungen allerdings Zeit brauchen. Der „bessere“ Wahrscheinlichkeitsfaktor des Fachhochschulsektors wirkt sich auf Gesamtebene nur gering aus.

Grafischer Maximalwert: 2


Quelle

Statistik Austria (Mikrozensus), USTAT 1; Berechnung IHS

Berechnungsmethode

Verhältnis der jeweiligen Rekrutierungsquote von "bildungsnahen" zu "bildungsfernen" Studienanfängerinnen und -anfängern. Die Rekrutierungsquote bildet ab, wie viele inländische Studienanfängerinnen und -anfänger an Universitäten und Fachhochschulen mit einem Vater eines entsprechenden Bildungsniveaus auf 1.000 Männer (40 bis 65 Jahre alt) mit dem gleichen Bildungsniveau in der österreichischen Wohnbevölkerung kommen. "Bildungsfern" umfasst als höchste abgeschlossene Ausbildung Pflichtschule, Lehre, Fachschule/(Werk)Meister; "bildungsnah" umfasst Höhere Schule, Akademie, Universität und Fachhochschule