Wirkungsziel 12.3 Erwirken von Integrationsmaßnahmen für ein gesellschaftlich vielfältiges Zusammenleben von sich rechtmäßig in Ö. aufhaltenden MigrantInnen

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überplanmäßig erreicht: Entwicklung des Integrationsklimas [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 8 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 8 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 8 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 8 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 8 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 7 [Anzahl]
    • Zielzustand: 5
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 9 [Anzahl]
    • Zielzustand: 6
    • Oberer Schwellenwert: 9
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Für eine Gesamtbetrachtung ist es zielführend, auch die subjektive Beurteilung des Integrationsprozesses und des Integrationsklimas zu erfassen. Das in der Kennzahl 12.3.1 als Gesamtschau zur Integration bewertete Ergebnis gemäß subjektivem Integrationsklima (Indikator 25 des statistischen Jahrbuchs „migration & integration 2019“) befand auch 2019 wiederum darüber, dass der Status quo eines als „gut“ zusammenfassbaren Integrationsklimas aufrechterhalten werden konnte: sieben der insgesamt neun abgefragten subjektiven Einschätzungsfelder waren in ihrer Tendenz als positiv zu bewerten. Die Einschätzung, wie sich das Zusammenleben in der Zeit verändert hat, ist bei der inländischen Bevölkerung konstant optimistisch: 26 % sind mit der Art und Weise, wie die meisten Menschen in Österreich ihr Leben führen, und den Werten und Zielen, nach denen die Menschen ihr Leben ausrichten, sehr und weitere 58 % im Großen und Ganzen einverstanden. Lediglich 2 % sind mit der Art und Weise des Lebens in Österreich ganz und gar nicht einverstanden, 13 % eher nicht. Die überwiegende Mehrheit der Zugewanderten, nämlich 86 %, fühlt sich in Österreich völlig oder eher heimisch. 14 % fühlen sich eher weniger oder überhaupt nicht heimisch.

Grafischer Maximalwert: 6


Quelle

GfK Austria, Indikator 25 in „migration & integration – zahlen.daten.indikatoren“ des Integrationsberichts

Berechnungsmethode

Auswertung der 9 verschiedenen subjektiven Einschätzungen des Indikators 25 des Integrationsberichts

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Absolvierte Werte- und Orientierungskurse (WOK) im Verhältnis zu Asylberechtigungen aus dem Vorjahr [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 94,21 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 91,39 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 66,86 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Das Integrationsgesetz normiert in § 2 Abs. 2 als Zielbestimmung auch, dass Österreichs liberales und demokratisches Staatswesen auf Werten und Prinzipien beruht, die nicht zur Disposition stehen. Diese identitätsbildende Prägung der Republik Österreich und ihrer Rechtsordnung ist zu respektieren. Im Rahmen des Integrationsgesetzes, welches im Juni 2017 in Kraft trat, sind Werte- und Orientierungskurse (WOK) gesetzlich verankert worden und verpflichtend für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte zu absolvieren. Dies vor allem deshalb, da Flüchtlinge, die aus Kulturkreisen mit oft sehr unterschiedlichen Wertauffassungen kommen, mit den Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Österreich frühzeitig vertraut gemacht werden sollen. Themenspezifische Vertiefungskurse zu wichtigen Integrations- und Alltagsthemen erweitern und intensivieren das Wissen. Mit der Kennzahl 12.3.2 werden die beim Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) absolvierten Werte- und Orientierungskurse im Verhältnis zu Asylberechtigungen dargestellt: Mit einem Anteil von 91,39 % für 2019 ist eine sehr effizient-hohe Teilnahme an Werte– und Orientierungskursen sowie an den Vertiefungskursen „Arbeit und Beruf“ sowie „Kultur und Gesellschaft“ auszuweisen. Zudem führte die verpflichtende Teilnahme dieser Zielgruppe zu einer Verdoppelung des Frauenanteils in den Werte- und Orientierungskursen. Vor der Einführung des Integrationsgesetzes lag der Frauenanteil bei 22 %, nun nach Inkrafttreten 2019 bei 49 %. Der Istzustand dieser Kennzahl für 2019 weist einen Rückgang zum Vorjahresergebnis aus. Ein Erklärungsansatz dafür ist, dass 2018 2.922 Personen an einem Werte- und Orientierungskurs gemäß § 5 Integrationsgesetz (WOK) bereits während ihres laufenden Asylverfahrens freiwillig teilnahmen. Im Jahr 2019 nahmen hingegen nur 1.441 AsylwerberInnen freiwillig am WOK teil. Der Rückgang der Kennzahl dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass das Bundesrecht keine hoheitliche Handhabe vorsieht, die Zielgruppe einem WOK des ÖIF zuzuführen. Während das Integrationsgesetz zur Teilnahme am WOK verpflichtet und den aufrechten Bezug von Sozialleistungen unter anderem mit der erfolgreichen Absolvierung des WOK verknüpft, regeln nicht alle Ausführungsgesetze der Länder zum Sozialhilfe–Grundsatzgesetz die Rechtsfolgen für den Fall, dass die Zielgruppe den WOK nicht bzw. nicht erfolgreich absolviert. Im Jahr 2016 wurden die Werte- und Orientierungskurse via ÖIF bundesweit ausgerollt. Für die Zeit vor dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes wurde zwar schon die Kennzahl betreffend Werte- und Orientierungskurse geführt, die Messmethode dieser Kennzahl stellte damals jedoch auf alle asylberechtigten bzw. subsidiär schutzberechtigten TeilnehmerInnen ab. Da die ab 2018 eingeführte Messmethode nur die Zielgruppe des Integrationsgesetzes berücksichtigt, nämlich jene Personen, denen der Status des Asylberechtigten oder des subsidiär Schutzberechtigten ab dem 1. Jänner 2015 zuerkannt wurde, sind in der Jahrestabelle die Ziel- und Istwerte beginnend mit 2018 ausgewiesen.

Grafischer Maximalwert: 100


Quelle

ÖIF - Indikatorenbericht zu den Werte- und Orientierungskursen (WOK). BMI Asylstatistik – Asylberechtigte Menschen (rk. Postitiv bzw. subsidiärer Schutz)

Berechnungsmethode

Auswertung des Verhältnisses anhand rk. pos. Asylbescheide und der absolvierten WOK des Vorjahres