Wirkungsziel 44.1 Stabilität durch langfristig nachhaltig konsolidierte öffentliche Finanzen für künftige Herausforderungen

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels

Wirkungszielkennzahl 1: überwiegend erreicht Details zu Kennzahl: Gesamtstaatliches strukturelles Defizit [%]

Wirkungszielkennzahl 2: zur Gänze erreicht Details zu Kennzahl: Staatsschuldenquote [% des BIP]

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht Details zu Kennzahl: Gesamtstaatliches Maastricht-Defizit [% des BIP]


Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überwiegend erreicht: Gesamtstaatliches strukturelles Defizit [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: -1,1 [% des BIP]
    • Zielzustand: -0,5
    • Oberer Schwellenwert: 0,05
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: -0,9 [% des BIP]
    • Zielzustand: -0,5
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: -0,70 [%]
    • Zielzustand: -0,5
    • Oberer Schwellenwert: -0,05
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [% des BIP]
    • Zielzustand: -1,2
    • Oberer Schwellenwert: 0,05
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [% des BIP]
    • Zielzustand: -5,3
    • Oberer Schwellenwert: -5
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Berechnung liegt die letzte Einschätzung der Outputlücke für Österreich der Europäischen Kommission vom Mai 2020 zugrunde. Der starke prognostizierte Einbruch der Konjunktur 2020 hat dazu geführt, dass die Outputlücken der letzten Jahre gegenüber den Outputlücken der WIFO-Dezember 2019-Prognose (und auch gegenüber dem Wert für 2019, der der Budgeterstellung 2019 zugrunde lag) nach oben revidiert wurden. Ganz besonders trifft dies das Jahr 2019. Unter Zugrundelegung der WIFO-Prognose vom Dezember 2019 läge der Indikator bei +0,3 % des BIP. Mit der Outputlücke der EK vom Mai 2020 liegt er bei -0,22 % des BIP. Der Maastricht-Saldo des Gesamtstaats hat sich hingegen gegenüber der Einschätzung zur Budgeterstellung von 0,0 % des BIP auf 0,7 % des BIP verbessert. (Anm.: Der für 2020 angegebene Zielzustand von -0,26 % für den strukturellen Saldo des Gesamtstaats wurde vor der Covid-Pandemie prognostiziert.) Gegenüber 2018 hat sich der Indikator leicht verbessert, was vor allem an der Verbesserung des Maastricht-Saldos um 0,6PP gegenüber 2018 lag, während der negative Konjunktureffekt 2019 stärker war als 2018 (d. h. bessere Konjunktur 2019).

Grafischer Maximalwert: 0,05


Quelle

Bundesministerium für Finanzen

Berechnungsmethode

Europäische Kommission und Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010). Das ESVG 2010 bietet auf makroökonomischer Ebene den statistischen Rechnungslegungsrahmen für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung in der EU. Es werden systematisch und detailliert die volkswirtschaftlich relevanten ökonomischen Vorgänge erfasst und gemessen. Dazu bedarf es sachgerechter Konzepte und Merkmale, um verschiedene Situationen im Wirtschaftsgeschehen beschreiben zu können.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: zur Gänze erreicht: Staatsschuldenquote [% des BIP]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 78,5 [% des BIP]
    • Zielzustand: 80,9
    • Oberer Schwellenwert: 78,4
    • Unterer Schwellenwert: 87
  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 74,1 [% des BIP]
    • Zielzustand: 74,5
    • Oberer Schwellenwert: 73,8
    • Unterer Schwellenwert: 87
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 70,6 [% des BIP]
    • Zielzustand: 70,9
    • Oberer Schwellenwert: 59
    • Unterer Schwellenwert: 87
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 82,9 [% des BIP]
    • Zielzustand: 68,2
    • Oberer Schwellenwert: 75,6
    • Unterer Schwellenwert: 87
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 82,3 [% des BIP]
    • Zielzustand: 84,8
    • Oberer Schwellenwert: 75,6
    • Unterer Schwellenwert: 87
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die öffentliche Schuldenquote ist nach 74,0 % des BIP per Ende 2018 im Jahr 2019 nach ersten Ergebnissen von Statistik Austria auf 70,4 % des BIP gesunken. Die Schuldenquote liegt damit unter dem zum Zeitpunkt der Budgeterstellung prognostiziertem Wert (70,9 % des BIP). Auch die absolute Staatsverschuldung ist deutlich gesunken. Summierten sich die öffentlichen Schulden Ende 2018 auf 285,3 Mrd. Euro, lagen sie per Ende 2019 noch bei 280,4 Mrd. Euro. Zum einen sind die bereinigten Finanzschulden des Bundes um knapp 2,9 Mrd. Euro gesunken, dies ist der erste absolute Rückgang seit 1971. Zum anderen trug auch 2019 der kontinuierliche Schuldenabbau bei den Abwicklungsbanken zum Rückgang des Schuldenstandes bei.

Grafischer Maximalwert: 59


Quelle

Bundesministerium für Finanzen; Statistik Austria bis 2016

Berechnungsmethode

Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010). Das ESVG 2010 bietet auf makroökonomischer Ebene den statistischen Rechnungslegungsrahmen für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung in der EU. Es werden systematisch und detailliert die volkswirtschaftlich relevanten ökonomischen Vorgänge erfasst und gemessen. Dazu bedarf es sachgerechter Konzepte und Merkmale, um verschiedene Situationen im Wirtschaftsgeschehen beschreiben zu können.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: Gesamtstaatliches Maastricht-Defizit [% des BIP]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: -1,50 [% des BIP]
    • Zielzustand: -3
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: -0,8 [% des BIP]
    • Zielzustand: -3
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 0,2 [% des BIP]
    • Zielzustand: -0,41
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 0,60 [% des BIP]
    • Zielzustand: 0
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: -3
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: -8,00 [% des BIP]
    • Zielzustand: -1
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -8,9
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: -5,9 [% des BIP]
    • Zielzustand: -6,3
    • Oberer Schwellenwert: 0
    • Unterer Schwellenwert: -6
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Gemäß den aktuellen Berechnungen von Statistik Austria ist 2019 ein positiver Maastricht-Saldo von 0,7 % des BIP erzielt worden. Im Vergleich zum Jahr 2018 stellt dies eine Verbesserung von 0,5 Prozentpunkten des BIP dar, der zum Zeitpunkt der Budgeterstellung prognostizierte Wert wird um 0,7 Prozentpunkte des BIP übertroffen. Die Verbesserung ist insbesondere auf die deutlichen Verbesserungen des Bundessektors zurückzuführen.

Grafischer Maximalwert: 3


Quelle

Statistik Austria, Notifikation September 2017

Berechnungsmethode

Europäisches System Volkswirtschafter Gesamtrechnungen (ESVG)