überwiegend erreicht: Maßnahme 1: FacharbeiterInnenintensivausbildung und Überbetriebliche Lehrausbildung

Beschreibung der Maßnahme

--> BAZ im Bereich der Erwachsenenbildung Für das Ausbildungszentrum, in dem Erwachsene individuell ausgebildet werden, stehen im nächsten Jahr 569 Plätze zur Verfügung, ca. 961 Neueintritte sind für 2018 geplant. Die Eintritte erfolgen auf Basis von Infoveranstaltungen und Clearings. Darin werden die Personen ausgewählt, deren Aussichten auf einen positiven Lehrabschluss sowie eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme gut beurteilt werden. Im Auswahlverfahren wird auch bereits die Berufswahl ausgehend vom regionalen und überregionalen Bedarf der Wirtschaft thematisiert. Während es noch bis ca. Sommer 2018 dauern wird, um an den Erfolgen der Lehrabschlussprüfung sowie der Vermittlungen zu sehen, welche Früchte das neue Auswahlverfahren trägt, so ist bereits jetzt erkennbar, dass insbesondere die Disziplin und Eigenmotivation (ersichtlich an den Anwesenheiten sowie an kaum vorhandenen disziplinären Vorfällen) der ausgewählten Personen über dem bisher bekannten Niveau liegen. Das gemeinsame Ziel mit den TeilnehmerInnen ist immer die Arbeitsaufnahme. Die Qualifizierung ist der Weg dorthin. Betriebspraktika sowie Bewerbungscoaching und -unterstützung tragen dazu bei, dass der gewünschte Erfolg eintritt. Das erweiterte Team an BetriebskontakterInnen ist nun vollständig. Insbesondere in den Berufen, die für das BAZ neu waren, war viel Aufbauarbeit notwendig, um Kontakte zu etablieren. Mittlerweile ist in allen Berufen ein ausreichend großes Netzwerk vorhanden, sodass für alle Auszubildenden Praktika vermittelt werden können und insbesondere im Jugendbereich auch die Übernahmen in Dienstverhältnisse deutlich zugenommen haben. Der Umbau von Job Now (4 Wochen im Anschluss an die LAP, ausschließlich Bewerbungsbüro) zu Mein Job (2 Wochen vor LAP, 2 Wochen nach LAP; auch Module für Jugendliche) ist erfolgt und wird von den TeilnehmerInnen sehr gut angenommen. --> Überbetriebliche Lehrausbildungen Jugendliche, die keine geeignete Lehrstelle in einem Unternehmen finden, können im Rahmen überbetrieblicher Angebote (ÜBA) ausgebildet werden. In Wien erfährt dieses System seit 2010 zusätzliche politische Unterstützung durch die Wiener Ausbildungsgarantie. Im Rahmen der Überbetrieblichen Lehrausbildungen gemäß §30b und §8b Berufsausbildungsgesetz (BAG) werden Jugendliche im BAZ in den Berufsobergruppen Bau, Architektur und Gebäudetechnik im Berufsausbildungszentrum ausgebildet. Nach der erforderlichen schriftlichen und mündlichen Bewerbung vor Ausbildungsbeginn, steht den Jugendlichen 2018 eine Gesamtkapazität von 575 Ausbildungsplätzen zur Verfügung. –Überbetriebliche Berufsausbildungen (ÜBA 1 und ÜBA 2) Die Plätze in ÜBA 1 und ÜBA 2 stehen vorgemerkten Lehrstellensuchenden mit abgeschlossener Schulpflicht, die trotz intensiver Vermittlungsbemühungen keine geeignete Lehrstelle finden konnten, oder aber eine betriebliche Lehre abgebrochen haben, offen. Die Ausbildungsvariante ÜBA 2 richtet sich an jene Jugendlichen, bei denen erkennbar ist, dass sie einer wirtschaftsnahen Ausbildung gewachsen sind und daher das Ziel einer Lehrstellenaufnahme innerhalb des ersten Lehrjahres erreicht werden kann. Zielvorgaben der ÜBA sind es unter anderem, dass 55 % im Verlauf der Lehrzeit ihre Lehrausbildung in Form betrieblicher Lehrverhältnisse fortsetzen und 90 % der zur Lehrabschlussprüfung angetretenen Jugendlichen diese positiv abschließen. –Überbetriebliche Ausbildung in verlängerter Lehrzeit und Teilqualifizierung Für die Ausbildung in verlängerter Lehrzeit kommen Jugendliche in Betracht, die nicht in ein betriebliches Lehrverhältnis vermittelt werden konnten und einen sonderpädagogischen Förderbedarf oder keinen Hauptschulabschluss haben. Auch Behinderte nach dem Behinderteneinstellungsgesetz oder Personen, bei denen aus persönlichen Gründen keine betriebliche Ausbildung angenommen werden kann, sollen einen Ausbildungsplatz finden. Zielvorgaben der verlängerten Lehrzeit sind es unter anderem, dass 30 % im Verlauf der Lehrzeit ihre Lehrausbildung in Form betrieblicher Lehrverhältnisse fortsetzen und 80 % der zur Lehrabschlussprüfung angetretenen Jugendlichen diese positive abschließen. Im Rahmen der Teilqualifikation ist es ein Ziel, 25 % der benachteiligten Jugendlichen nachhaltig in das Berufsleben bzw. in eine Lehrausbildung zu vermitteln. –Erprobungstage Vor Eintritt in die Erprobung haben die InteressentInnen ihren Berufswunsch bereits in Angeboten zur Orientierung konkretisiert. Die Ziele in der Erprobung liegen bei der Festigung des Berufswunsches durch direkte Anschauung und durch praktisches Ausprobieren und in der Feststellung der Eignung für den anvisierten Ausbildungsberuf. Die Erprobung soll allen Personen, die die Zielgruppenmerkmale der ÜBA, Verlängerten Lehrzeit oder Teilqualifizierung erfüllen, zur Verfügung stehen. Die Dauer der Erprobung wird mit 4 Tagen zu je 7,5 Stunden festgesetzt und steht 750 Jugendlichen zur Verfügung.


Der Maßnahme zugeordnete Ziele


Beurteilung der Umsetzung der Maßnahme: überwiegend erreicht.