Förderprogramm COIN – Cooperation & Innovation 2015 – 2017

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
überplanmäßig eingetreten: Förderprogramm COIN – Cooperation & Innovation 2015 – 2017 (Diese WFA umfasst die Programm-Module COIN-Aufbau, COIN-Netzwerke und COIN-Netzwerke-IraSME) BMDW UG 33 2015 2015 -30.325 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

Österreich weist im EU-Vergleich (Innovation Union Scoreboard) zwar einen hohen Anteil von innovierenden Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) auf, zeigt aber, dass bei der Entwicklung von Marktneuheiten und bei für Unternehmen neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen vor allem KMU einen Aufholbedarf haben.
Eine Barriere dafür besteht darin, dass den KMU vielfach die Ressourcen fehlen um systematisch neue Entwicklungen voranzutreiben und ihr Innovationspotenzial zu nutzen.

Weiter ist festzustellen, dass Unternehmen, die neue Produkte und Verfahren (weiter)entwickeln bzw. Marktneuheiten einführen dies öfter und besser im Rahmen von Innovationskooperationen erreichen. Kooperationen von Unternehmen mit externen Partner/innen (anderen Unternehmen Zulieferern, Mitbewerbern, Unternehmen der gleichen Branche, aber auch Kooperationen mit Partner/innen aus Wissenschaft und Bildung) korrelieren eng mit dem Erfolg von Innovationsvorhaben.

Diese positiven Effekte von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations- (FEI-) Kooperationen im Sinne von Umsetzung von Wissen in Innovation hängen aber einerseits von der Absorptionskapazität der beteiligten Unternehmen und andererseits von den Kapazitäten und der Kompetenz der Kooperationspartner/innen, wie Universitäten, Transfereinrichtungen, Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen (FH) etc. ab.

Zu den Zielen der Bundesregierung zählt die Stärkung der FEI-Leistung der KMU mit Sitz in Österreich. Dabei sollen auch die Kooperationen mit anderen Akteuren wie Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und FH forciert werden.

Die Forschungs-, Technologie- und Innovations- (FTI-) Strategie der Bundesregierung (März 2011) sieht in den Bereichen der außeruniversitären Forschung und der Forschungsinfrastruktur als Ziele vor, dass die internen Strukturen der Forschungseinrichtungen durch Reformen gestärkt und an neue Anforderungen angepasst werden und dass die Profilbildung der Universitäten und der außeruniversitären Einrichtungen, als Träger der Forschungsinfrastrukturen, eine optimale Abdeckung von Stärken und Synergieeffekten in der Nutzung garantieren sollen.

Das Förderprogramm COIN-Cooperation & Innovation soll im Sinne dieser Zielsetzungen dazu beitragen einerseits eine Verbesserung der Innovationsleistung von KMU durch Technologie- und Wissenstransfer in Netzwerken (COIN-Netzwerke und International Research Activities in Small and Medium Enterprises/IraSME), und andererseits eine Stärkung zentraler Kompetenzen und Funktionen bei Anbieter/innen von orientierter FEI-Kompetenz (Forschungseinrichtungen und FHs), auch unter Berücksichtigung der Kernfunktion gegenüber den Unternehmen, erzielen (COIN-Aufbau).

Das Programm COIN wird ab 2015 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft – Bereich Wirtschaft (BMWFW) fortgeführt (bis Ende 2014 war es eine gemeinsame Initiative mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie/BMVIT).

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Zu den Zielen der Bundesregierung zählt die Stärkung der FEI-Leistung der KMU mit Sitz in Österreich. Dabei sollen auch die Kooperationen mit anderen Akteuren wie Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen (FH) forciert werden.
Die Forschungs-, Technologie- und Innovations- (FTI-) Strategie der Bundesregierung (März 2011) sieht in den Bereichen der außeruniversitären Forschung und der Forschungsinfrastruktur als Ziele vor, dass die internen Strukturen der Forschungseinrichtungen durch Reformen gestärkt und an neue Anforderungen angepasst werden und dass die Profilbildung der Universitäten und der außeruniversitären Einrichtungen als Träger der Forschungsinfrastrukturen eine optimale Abdeckung von Stärken und Synergieeffekten in der Nutzung garantieren sollen.

Das Förderprogramm COIN-Cooperation & Innovation soll im Sinne dieser Zielsetzungen dazu beitragen einerseits eine Verbesserung der Innovationsleistung von KMU durch Technologie- und Wissenstransfer in Netzwerken (COIN-Netzwerke und International Research Activities in Small and Medium Enterprises/IraSME), und andererseits eine Stärkung zentraler Kompetenzen und Funktionen bei Anbieter/innen von orientierter FEI-Kompetenz (Forschungseinrichtungen und FHs), auch unter Berücksichtigung der Kernfunktion gegenüber den Unternehmen, zu erzielen (COIN-Aufbau).


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 15.000 0 -15.000 12.000 3.007 -8.993 9.000 6.470 -2.530 0 10.197 10.197 0 8.354 8.354 36.000 28.028 -7.972
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 1.125 124 -1.001 900 296 -604 675 485 -190 0 765 765 0 627 627 2.700 2.297 -403
Aufwendungen gesamt 16.125 124 -16.001 12.900 3.303 -9.597 9.675 6.955 -2.720 0 10.962 10.962 0 8.981 8.981 38.700 30.325 -8.375
Nettoergebnis -16.125 -124 -12.900 -3.303 -9.675 -6.955 0 -10.962 0 -8.981 -38.700 -30.325

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Das Programm COIN hat sich auch ab 2015 grundsätzlich planmäßig entwickelt. Die Programmziele wurden trotz geringerem Kostenaufwand erreicht. Im Zeitpunkt der Planung und Erstellung der gegenständlichen WFA wurde ein Auszahlungsbudget für den Transferaufwand (Fördermittel) zu COIN 2015 – 2017 (6. und 7. Ausschreibung (AS) COIN-Aufbau, 8. bis 10.AS COIN-Netzwerke, 17. bis 19. AS COIN-IraSME) in der Höhe von insgesamt 36 Mio. Euro angenommen (davon jeweils 18 Mio. Euro für COIN-Netzwerke inklusive IraSME und COIN-Aufbau). Tatsächlich wurde für COIN 2015 – 2017 ein Transferaufwand in der Höhe von insgesamt 33.749.375,-- Euro eingesetzt. Im Detail sind das: Für COIN-Aufbau 18,35 Mio. Euro und für COIN-Net (inkl. IraSME) 15,4 Mio. Euro gegenüber jeweils 18 Mio. Euro Planbudget. Laut der Tabelle der Ergebnisrechnung ergibt sich beim Transferaufwand ein Delta von rund -7,9 Mio. Euro. Davon sind Zahlungen in der Höhe von 5.721.665,-- Euro (COIN-Aufbau, COIN-Net und IraSME) nicht darstellbar, die in den Jahren 2020 bis 2023 geplant sind. Das restliche Delta in Höhe von rund -2,25 Mio. Euro gegenüber der ursprünglichen Budgetplanung hat sich aus folgenden Gründen ergeben: Bei IraSME (transnationale Netzwerkprojekte) konnten, als Ergebnis des jeweiligen transnationalen Bewertungsprozesses der insgesamt 3 Ausschreibungen, "nur" 6 transnationale Projekte in der Höhe von 2,05 Mio. Euro gefördert werden. Aufgrund von kurzfristigen Partnerausfällen (auf deutscher Seite) konnten daher einige grundsätzlich zur Förderung empfohlene Projekte nicht gestartet werden. Damit wurden rund 2,45 Mio. Euro an Fördermittel (Transferaufwand) nicht ausgeschöpft. Bei COIN-Net konnten im Rahmen der 3 Ausschreibungen insgesamt 34 Projekte mit über 230 Partner/innen aus allen Bundesländern, davon überwiegend KMU, in der Höhe von rund 13,35 Mio. Euro gefördert werden. Zudem wurden im Rahmen der 10. AS COIN-Net "nur" 4 Mio. Euro, gegenüber der ursprünglichen Planung von 4,5 Mio. Euro, eingesetzt. Aufgrund von 2 Projektabbrüchen infolge von Partnerausfällen im Netzwerk sowie der tatsächlich vertraglich gebundenen Mittel mit den Fördernehmer/innen wurde das Planbudget damit um rund 4,65 Mio. Euro unterschritten. Bei COIN-Aufbau konnten im Rahmen der 2 Ausschreibungen insgesamt 27 Projekte mit 37 Partner/innen in der Höhe von 18,35 Mio. Euro gefördert werden. Damit wurde das Planbudget um rund 0,35 Mio. Euro übertroffen. ad Werkleistungen: Insgesamt wurde eine Obergrenze von 2.662.500,-- Euro Abwicklungskosten (Werkleistungen) (7,5 % der Fördermittel) für die Ausschreibungen der gegenständlichen WFA mit der FFG vertraglich vereinbart. Die Höhe der insgesamt tatsächlich abgerechneten Abwicklungskosten von COIN 2015 – 2017 kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend festgestellt werden, da der Abwicklungszeitraum der Ausschreibungen der gegenständlichen WFA bis zum 31.12.2024 andauert. Lediglich für die Jahre 2015 und 2016 können die tatsächlich abgerechneten Abwicklungskosten der FFG in dieser Ergebnisrechnung dargestellt werden. Daher wird ab dem Jahr 2017 die vertraglich vereinbarte Obergrenze der Werkleistungen von 7,5 % der Fördermittel eingetragen. Für die Jahre 2020-2024 ist noch eine anteilige Zahlung für Werkleistungen in der Höhe von 365.936,-- Euro (die Angabe des Deltas von -403.000 in der Tabelle der Ergebnisrechnung ergibt sich aufgrund von Rundungen) zu berücksichtigen. Erfahrungsgemäß liegen die Werkleistungen der FFG allerdings deutlich unter der vertraglich vereinbarten Obergrenze von 7,5 % der Fördermittel.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: überplanmäßig eingetreten.

Förderprogramm COIN-Cooperation & Innovation 2015 – 2017 - 6. und 7. Ausschreibung (AS) COIN-Aufbau, 8. bis 10. AS COIN-Netzwerke, 17. bis 19. AS COIN-IraSME (International Research Activities in Small and Medium Enterprises):
Zu den Zielen der Bundesregierung zählt die Stärkung der Forschungs- und Innovationsleistung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die Erhöhung der Kooperationsfähigkeit von Unternehmen und die Stärkung der strategisch orientierten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Die Strategie der Bundesregierung für Forschung-, Technologie- und Innovation (März 2011) sieht in den Bereichen der außeruniversitären Forschung und der Forschungsinfrastruktur als Ziele vor, dass die internen Strukturen der Forschungseinrichtungen durch Reformen gestärkt und an neue Anforderungen angepasst werden und dass die Profilbildung der Universitäten und der außeruniversitären Einrichtungen, als Träger der Forschungsinfrastrukturen, eine optimale Abdeckung von Stärken und Synergieeffekten in der Nutzung garantieren sollen.

COIN hat im Sinne dieser Zielsetzungen dazu beitragen einerseits die Innovationsleistung und auch die Kooperationsfähigkeit von Unternehmen – insbesondere KMU – durch Technologie- und Wissenstransfer in Netzwerken (COIN-Netzwerke/-Net und transnational IraSME) zu verbessern, und andererseits eine Stärkung zentraler Kompetenzen und Funktionen bei Anbieter/innen von orientierter FEI-Kompetenz (Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen (FH) auch unter Berücksichtigung der Kernfunktion gegenüber den Unternehmen zu bewirken (COIN-Aufbau).

Für COIN 2015 – 2017 wurde im Evaluierungszeitraum ein Budget in der Höhe von insgesamt 33,75 Mio. Euro eingesetzt. Im Detail sind das: für COIN-Aufbau 18,35 Mio. Euro und für COIN-Net (inkl. IraSME) 15,4 Mio. Euro.
Im Rahmen von 2 AS für COIN-Aufbau (6. und 7. AS) wurden insgesamt 27 Projekte mit 37 Partner/innen in der Höhe von 18,35 Mio. Euro gefördert.
Im Rahmen von jeweils 3 AS für COIN-Net (8.-10. AS) und 3 AS für (IraSME 17.-19. AS) wurden insgesamt 40 Netzwerkprojekte, davon 6 transnationale, mit über 230 Partner/innen, davon überwiegend KMU, in der Höhe von rund 15,4 Mio. Euro gefördert.

Als Kennzahl für den Nachweis des Zielerreichungsgrades für COIN-Net wurde die Innovationserhebung der Statistik Austria – Community Innovation Survey 2016 (CIS 2016) über die Innovationsaktivitäten der europäischen Unternehmen der Jahre 2014 – 2016 (EIS-Indikatoren) herangezogen. Diese zeigt eine Steigerung des Anteiles an KMU mit Produkt- oder Prozessinnovationen auf 45 %, gegenüber 40,7 % für 2014. Auch der Anteil innovativer KMU mit Kooperationen konnte laut CIS 2016 von 20,5 % für 2014 auf 22,1 % 2016 gesteigert werden.

Mit der Förderung des Kompetenzauf- bzw. -ausbaues von Anbieter/innen der angewandten Forschung (wie z. B. außeruniversitären und kooperativen Forschungseinrichtungen und FH) (COIN-Aufbau) konnte eine Verbesserung des Angebots anwendungsbezogener Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations- (FEI-) Leistung für Unternehmen erzielt werden. Die entwickelten Angebote reichen vom Aufbau eines Forschungs- und Kompetenzzentrums an einer FH für die klinische Gang- und Bewegungsanalyse bis hin zum Aufbau eines anwendungsorientierten Forschungs- und Innovationszentrums "Big Data" und "Analytics intelligence Research Centers". Weiters wurden von den 37 Partner/innen der geförderten Forschungseinrichtungen insgesamt über 120 zusätzliche Folgeprojekte (durch COIN-Aufbau initiiert) in Kooperation mit Forschungseinrichtungen sowie mit Unternehmen durchgeführt, womit der angestrebte Zielwert von 54 Projekten weit überschritten wurde.

COIN hat sich seit Programmstart 2008 als erfolgreiches Förderprogramm etabliert, dessen Ziele überplanmäßig erreicht wurden. Seit 2018 werden im Rahmen von COIN zusätzlich die Schwerpunkte "Digitalisierung" und "Open-Innovation" ausgeschrieben. COIN wird sowohl von den innovationsaffinen KMU, als auch von den Forschungseinrichtungen stärker denn je nachgefragt: über 1.000 eingereichte und 294 geförderte FEI-Projekte, davon 63 transnational, mit über 1.100 geförderten KMU, davon 500 KMU in Digitalisierungsprojekten, und über 1.000 zusätzliche FuE-Mitarbeiter/innen in KMU und Forschungseinrichtungen.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen