Beschaffung von 90 Stk. geländegängigen LKW für das Wechselaufbausystem mit unterschiedlichen Aufbauten.

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: 50 Stk. geländegängige LKW (glLKW) MAN TGM 14.280 Wechselaufbausystem mit Fahrschulausstattung, 40 Stk. glLKW MAN TGM 14.280 Wechselaufbausystem ohne Fahrschulausstattung, 50 Stk. Wechselaufbauten Fahrschule und 30 Stk. Wechselaufbauten Mannschaftstransport bei Firma MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich AG im Wege der BBG BMLV UG 14 2015 2015 -3.780 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

WG 2001, BHG 2013

Problemdefinition

Das ÖBH benötigt zur Sicherstellung der Anforderungen im Inlands- und Auslandseinsatz unter anderem geländegängige LKW (glLKW) als Transportmittel. Im ÖBH stehen von den ehemals 1.100 Stk. glLKW SDP 12M18 derzeit 675 Stk., von welchen wiederum bereits 210 Stk. als "unbrauchbar" bzw. "vorläufig unbrauchbar" eingestuft sind, einerseits für die Geländefahrausbildung und andererseits für den Mannschaftstransport zur Verfügung. Gem. Realisierungsprogramm ist die Beschaffung von insgesamt 120 Stk. glLKW MAN (inkl. dazugehöriger Wechselaufbauten) vorgesehen. Aus budgetären Gründen werden vorerst in Summe 90 Stk. dieses Fahrzeugtyps in verschiedenen Ausstattungen inkl. Wechselaufbauten sowie separat 30 Stk. Wechselaufbauten für den Mannschaftstransport beschafft.
a) Um den Geländefahrschulbetrieb im österreichischen Bundesheer zur Ausbildung von jährlich bis zu 4.500 Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern der Heereslenkberechtigung "C" aufrechterhalten zu können, werden 50 Stk. glLKW MAN mit Fahrschulausstattung und 50 Stk. Wechselaufbauten Fahrschule beschafft. Die Wechselaufbauten Fahrschule sind erforderlich, da seitens des Gesetzgebers für die Führerscheinprüfung bzw. -ausbildung spezielle Anforderungen an ein Prüfungs- bzw. Schulfahrzeug gestellt werden. So wird ein Mindestgewicht und eine Mindestfahrzeuglänge gefordert. Diese Mindestfahrzeuglänge kann mit dem "normalen" Wechselaufbausystem nicht erfüllt werden. Es ist eine entsprechend verlängerbare Pritsche in Verbindung einer Ballastierung vorzusehen.
b) Die 40 Stk. glLKW ohne Fahrschulausstattung sind ebenso mit einer Doppelkabine zum Transport von 5 + 1 Personen ausgestattet und weisen zusätzlich zur Geländegängigkeit eine höhere Nutzlast auf.
c) Zusätzlich werden 30 Stk. Wechselaufbauten für den Mannschaftstransport, welcher je eine Transportkapazität von bis zu 16 Personen aufweist, beschafft.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Aus den Strategiepapieren Bund bzw. BMLV geht die Notwendigkeit einer durch das ÖBH entsprechenden Mobilität zur Aufgaben-, Auftragserfüllung zweifelsfrei hervor und lässt sich stringent ableiten.
Siehe hierzu die Ausführungen:
- im Regierungsprogramm 2017 – 2022 (Seite 51): Das ÖBH muss weiterhin auch über den Bereich der militärischen Landesverteidigung hinaus zur Bewältigung von Assistenz-Aufgaben, zum Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit sowie der demokratischen Freiheiten der Einwohner, zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren überhaupt sowie zur Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfangs befähigt sein,
- im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2013 – 2018 (Seite 82): Das Bundesheer muss auf der Grundlage der neuen Österreichischen Sicherheitsstrategie, des Wehrdienstberichtes, des Milizsystems und der Immerwährenden Neutralität an die zukünftigen Herausforderungen und Aufgaben angepasst werden. Eine Verbesserung der Fähigkeiten sowohl zur militärischen Landesverteidigung als auch für Assistenzeinsätze ist anzustreben,
- in der Österreichischen Sicherheitsstrategie 2013 Pkt. 3 (Seite 9ff): Das Österreichische Sicherheitskonzept in der neuen Dekade,
- in der Teilstrategie Verteidigung 2014 Pkt. 5 (Seite 19ff): Verteidigungspolitischer Auftrag, Aufgaben und Zielvorgaben an das ÖBH,
- im Militärstrategischen Konzept 2017 Pkt. 2 (Seite 5ff): Militärstrategische Zielsetzung und Einsatzaufgaben.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 345 378 33 1.034 1.134 100 1.034 1.134 100 1.034 1.134 100 3.447 3.780 333
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 0 0 0 345 378 33 1.034 1.134 100 1.034 1.134 100 1.034 1.134 100 3.447 3.780 333
Nettoergebnis 0 0 -345 -378 -1.034 -1.134 -1.034 -1.134 -1.034 -1.134 -3.447 -3.780

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Zum Zeitpunkt der Planung und Erstellung der WFA wurde mit Gesamtaufwendungen in der Höhe von € 20,68 Mio. kalkuliert. Tatsächlich sind finanzielle Auswirkungen in der Höhe von € 22,7 Mio. eingetreten. Die Differenz in der Höhe von € 2 Mio. ergab sich, weil aufgrund der Referenzfahrzeugprüfung zusätzliche militärische Ausstattungen (z. B.: Gewehrhalterung, Unterfahrschutz, Geländebereifung, watfähige Scheinwerfer etc.) durch Vertragsänderung erforderlich wurden. Die Bedeckung war seitens des BMLV durch entsprechende budgettechnische Maßnahmen jederzeit gewährleistet. Die tatsächlich oa. Beträge der Ergebnisrechnung beziehen sich lediglich auf einen vierjährigen Betrachtungszeitraum der Aufwendungen (AfA). Der Differenzsumme ergibt sich durch den mit der Vertragsänderung etwas höherem Einzelstückpreis der LKW.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Das ÖBH benötigt zur Sicherstellung der Anforderungen im Inlands- und Auslandseinsatz unter anderem geländegängige LKW (glLKW) als Transportmittel. Im ÖBH stehen von den ehemals 1.100 Stk. glLKW SDP 12M18 derzeit 675 Stk. – von welchen wiederum bereits 210 Stk. als "unbrauchbar" bzw. "vorläufig unbrauchbar" eingestuft sind – einerseits für die Geländefahrausbildung und andererseits für den Mannschaftstransport zur Verfügung. Gem. Realisierungsprogramm ist die Beschaffung von insgesamt 120 Stk. glLKW MAN (inkl. dazugehöriger Wechselaufbauten) vorgesehen. Aus budgetären Gründen wurden vorerst in Summe 90 Stk. dieses Fahrzeugtyps in verschiedenen Ausstattungen inkl. Wechselaufbauten (siehe lit. a und b) sowie separat 30 Stk. Wechselaufbauten, mit einer Transportkapazität von á bis zu 16 Personen, für den Mannschaftstransport beschafft.
a) Es wurden 50 Stk. glLKW mit Fahrschulausstattung und 50 Stk. Wechselaufbauten Fahrschule zur Sicherstellung des Geländefahrschulbetriebes im österreichischen Bundesheer zur Ausbildung von jährlich bis zu 4.500 Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern der Heereslenkberechtigung "C" beschafft.
b) Es wurden 40 Stk. glLKW, ohne Fahrschulausstattung mit Doppelkabine zum Transport von 5 + 1 Personen ausgestattet, beschafft. Diese weisen zusätzlich zur Geländegängigkeit eine höhere Nutzlast auf.
Die gewünschte Wirkung – die Erhöhung der Transportkapazitäten des ÖBH für In- und Auslandsaufgaben im Umfang der Beschaffung – konnte mit den gesetzten Maßnahmen zur Gänze erreicht werden. Für den Grad der Zielerreichung wurden entsprechende Personal-, und Budgetressourcen eingesetzt. Das Verhältnis zwischen eingesetztem Input und erreichter Wirkung ist als angemessen zu beurteilen. Der Erfolg des gesamten Vorhabens liegt schlussendlich in der vertragskonformen Lieferung, Abnahme und der Übergabe an die Truppe. Durch dieses Beschaffungsvorhaben gab es einen Erfahrungsgewinn für Folgevergaben. Ein signifikantes Verbesserungspotential lässt sich aus heutiger Sicht aber daraus nicht unbedingt ableiten.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen