Förderung von Fachhochschul-Studiengängen (Bündelung 2014, 2015, 2016 und 2017)

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Förderung von Fachhochschul-Studiengängen (Bündelung 2014, 2015, 2016 und 2017) BMBWF UG 31 2014 2014 -723.700 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

Förderungsverträge (privatrechtliche Verträge abgeschlossen zwischen dem BMBWF und den einzelnen Trägern und Erhaltern von Fachhochschul-Studiengängen)

Problemdefinition

Fachhochschulen sind ein wichtiger Teil des österreichischen Hochschulsystems und bieten einer kontinuierlich größer werdenden Anzahl an Studierenden eine wissenschaftlich fundierte Berufsausbildung auf einem international angesehenen Niveau. Das BMBWF ist bemüht, den Ausbau dieses essentiellen Sektors voranzutreiben, weswegen mit mehrjährigen Förderzusagen ein Mehr an Planungssicherheit und eine Basis für den weiteren Ausbau geschaffen werden können. Ohne entsprechende mehrjährige Förderzusagen wäre das System der Fachhochschulstudien zweifellos weniger erfolgreich und könnte nicht als tragende Säule der österreichischen Hochschullandschaft auftreten.

Es handelt sich um jährlich wiederkehrende Förderverträge, welche zum Ziel haben, im jeweiligen Studienjahr die Absolventinnen- und Absolventenzahlen der Fachhochschulen zu erhöhen bzw. die bestehenden Förderverträge zu verlängern. Die Förderzusagen werden für 5 Jahre abgeschlossen. Dabei werden nicht jedes Jahr Förderverträge für die gleichen Studiengänge abgeschlossen, sondern auslaufende Verträge erneuert (siehe detaillierte Übersicht unten bei den Maßnahmen).
Mit den zugesagten Mitteln wird einerseits der laufende Betrieb der Fachhochschulen finanziert (Großteil der Mittel), andererseits wird der Ausbau neuer Studienplätze an den Fachhochschulen finanziert.

2018 wurde das Einvernehmen für 69 FH-Studiengänge, die zu verlängern waren und für 19 neu FH-Studiengänge hergestellt.
2019 wird das Einvernehmen für 100 FH-Studiengänge, die zu verlängern sind und für 6 neu FH-Studiengänge hergestellt.

Anstieg der Studierenden in den letzten 5 Jahren (WS=Wintersemester):
WS 2012 41.366 Studierende
WS 2013 43.593 Studierende
WS 2014 45.660 Studierende
WS 2015 48.051 Studierende
WS 2016 50.009 Studierende

Die Studierendenzahlen beziehen sich auf den gesamten FH Sektor, d. h. es sind auch jene Studierende enthalten, die von anderen Stellen wie z. B. den Ländern, Gemeinden, Städten gefördert werden.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Im Regierungsprogramm 2013 bis 2018 ist der Ausbau des FH Sektors bis 2018 auf 50.000 Fachhochschulplätze vorgesehen.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2014 2015 2016 2017 2018 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 67 67 0 69 69 0 70 70 0 72 72 0 73 73 0 351 351 0
Transferaufwand 17.626 17.659 33 86.500 85.955 -545 147.533 149.762 2.229 200.839 207.828 6.989 255.133 261.144 6.011 707.631 722.348 14.717
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 193 193 0 196 196 0 200 200 0 204 204 0 208 208 0 1.001 1.001 0
Aufwendungen gesamt 17.886 17.919 33 86.765 86.220 -545 147.803 150.032 2.229 201.115 208.104 6.989 255.414 261.425 6.011 708.983 723.700 14.717
Nettoergebnis -17.886 -17.919 -86.765 -86.220 -147.803 -150.032 -201.115 -208.104 -255.414 -261.425 -708.983 -723.700

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Der Mehr- bzw. Minderbedarf ergibt sich aus der Erhöhung der Fördersätze ab 2016 (war 2014 noch nicht bekannt und daher nicht planbar), der Umschichtung von Studienplätzen sowie der Nichtauslastung von Studienplätzen.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Die hochschulischen Bildungsangebote sind auf Grund der Differenzierung des österreichischen Hochschulwesens vielfältiger geworden, ein Studium kann an Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogischen Hochschulen absolviert werden. Zudem ist ein zunehmender Trend zum Bildungsimport von Studienangeboten ausländischer Hochschulen in Österreich zu beobachten.
Die quantitativ wichtigsten Säulen sind die Universitäten und die Fachhochschulen, wie die nachstehenden Zahlen belegen:

Studierende:
WS 2014 WS 2015 WS 2016 WS 2017
Universitäten 273 280 280 445 280 783 278 052
Privatuniversitäten 7 643 9 682 11 556 12 775
Fachhochschulen 45 660 48 051 50 009 51 522
Pädagogische Hochschulen 15 356 15 356 14 550 13 232


Absolventinnen und Absolventen:
2013/14 2014/15 2015/16 2016/17
Universitäten 34 300 34 539 35 864 34 978
Privatuniversitäten 1 472 1 635 1 953 2 138
Fachhochschulen 12 721 13 114 13 715 14 116
Pädagogische Hochschulen 3 788 4 649 3 977 3 977

Zu den ausländischen Bildungseinrichtungen, die Österreich Programme anbieten, sind keine Daten vorhanden.

Aufgrund der mehrjährigen Förderzusagen kann das System der Fachhochschulstudien erfolgreich und als tragende Säule der österreichischen Hochschullandschaft auftreten.
Nach Herstellung des Einvernehmens mit dem BMF konnten die Förderverträge abgeschlossen werden.
Wie die nachstehenden Absolventenzahlen zeigen, steigt die Zahl der Absolventinnen und Absolventen an, was die Erreichung des Ziels widerspiegelt.

Absolventinnen und Absolventen 2013/14: 12.721
Absolventinnen und Absolventen 2014/15: 13.114
Absolventinnen und Absolventen 2015/16: 13.715
Absolventinnen und Absolventen 2016/17: 14.116

Die Maßnahmen waren passend, um den Erhaltern von Fachhochschulstudiengängen die erforderliche
Finanzierungssicherheit zu geben, damit die Fachhochschulstudienplätze im entsprechenden Ausmaß ausgebaut werden
konnten. Dadurch hat sich die Anzahl der Studierenden und auch die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen
gesteigert.

Verbesserungspotenzial zur Verwirklichung der Ziele wird nicht gesehen.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen