überwiegend erreicht: Ziel 4: Verbesserung der Beschwerde- und Reklamationsmöglichkeiten des Verbrauchers


Dem Ziel zugeordnete Maßnahmen


Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1 des Ziels: überwiegend erreicht Meilenstein 1: Verpflichtende Beschwerde- und Reklamationsmöglichkeiten des Verbrauchers

Ausgangszustand 2014

Verbraucher begegnen heute bei der Erhebung von Beschwerden häufig faktischen Hindernissen und Kosten.

Zielzustand 2019

Der Verbraucher kann Beschwerden und Reklamationen problemfrei und ohne Aufwand an den Unternehmer herantragen.

Istzustand 2019

§ 4 Abs. 1 Z 2 und 3 Fern- und Auswärtsgeschäftegesetz (FAGG) sieht vor, dass der Unternehmer dem Verbraucher Kontaktdaten und gegebenenfalls Telefonnummer, Fax oder E-Mail-Adresse, über welche der Verbraucher mit Beschwerden schnell und ohne besonderen Aufwand an den Unternehmer herantreten kann, mitteilen muss. Gemäß § 6b Konsumentenschutzgesetz (KSchG) darf der Unternehmer dem Verbraucher für eine telefonische Kontaktaufnahme etwa über eine Service-Hotline kein gesondertes Entgelt anlasten. Nach Informationen von Vertretern der Arbeiterkammer Wien gewähren allerdings manche Unternehmen ungeachtet dieser Bestimmungen dennoch keine schnelle und kostenfreie Kontaktaufnahme. Bei Verletzung der genannten Pflichten des Unternehmers besteht aber nach § 28a KSchG die Möglichkeit, mit Verbandsklage vorzugehen; überdies sieht § 19 FAGG für die Verletzung der zuvor genannten Informationspflicht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 1.450 Euro vor.

Datenquelle

BGBl. I Nr. 33/2014


Zielerreichungsgrad des gesamten Ziels: überwiegend erreicht.