überwiegend erreicht: Ziel 1: Stärkung der außen, wirtschafts- und entwicklungspolitischen Beziehungen mit China und zum asiatischen Raum

Beschreibung des Ziels

Ein Beitritt zur AIIB steht in Übereinstimmung mit dem im Regierungsprogramm der Bundesregierung enthaltenen Ziel, den Ausbau von strategischen Partnerschaften zu aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie China zu fördern. Dabei sind insbesondere auch die Aktivitäten Chinas im zentralasiatischen Raum zu berücksichtigen. Die chinesische Initiative und zukünftige AIIB Aktivitäten sollten daher auch im Zusammenhang mit den politischen Ambitionen Chinas im Großraum Eurasien gesehen werden. Im Rahmen der AIIB kann Österreich aktiv seine entsprechenden Interessen in dieser Region einbringen.

Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist festzuhalten, dass österreichische Unternehmen stark in Asien vertreten sind und bei einem Fernbleiben Österreichs von der AIIB Gefahr laufen, auf dem asiatischen Markt benachteiligt zu werden. Mit einem Handelsvolumen von erstmalig über € 10 Mrd. baute China seine Position als wichtigster Handelspartner Österreichs in Asien zuletzt aus. Der Entwurf der Bank für ihre Procurement Policy ist weitestgehend an jener der EBRD angelehnt, bei der die österr. Firmen relativ erfolgreich sind.

Aus entwicklungspolitischer Sicht ist die Teilnahme am Gründungsprozess eine Gelegenheit, bei einer neuen Institution mitzuarbeiten und österreichische Interessen einzubringen.


Dem Ziel zugeordnete Maßnahmen


Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1 des Ziels: überwiegend erreicht Meilenstein 1: Handelsvolumen zwischen Asien und Österreich / Wachstumsrate

Ausgangszustand 2014

Handelsvolumen von über € 10 Mrd. von Österreich mit China; davon österreichische Exporte in der Höhe von € 3,38 Mrd. (gem. Statistik Austria-Zahlen für das Jahr 2014).
Momentan geht die Asiatische Entwicklungsbank davon aus, dass die Länder der Region Asien Pazifik in den Jahren 2014 – 2019 durchschnittliche Wachstumsraten von 6,2 % aufweisen.

Zielzustand 2019

2020: deutliche Erhöhung des österreichischen Handelsvolumens in den asiatischen Raum und insbesondere nach China gem. Statistik Austria Zahlen (ausschlaggebend ist reales Wachstum).
Erreichung bzw. Überschreitung der prognostizierten durchschnittlichen Wachstumsraten für die Länder der Region Asien Pazifik von 6,2 % (gem. Statistik der Asiatischen Entwicklungsbank).

Istzustand 2019

Der Beitritt zur AIIB schuf eine wichtige Möglichkeit für Österreich aktiv Interessen in Asien vorzubringen und die Position als Handelspartner auszubauen. Das Handelsvolumen zwischen Österreich und Asien stieg in den letzten Jahren. Im Jahr 2018 betrug der Wert der Ausfuhr von österreichischen Waren nach Asien 12,8 Mrd. EUR. Auch die Beziehung mit China konnte gestärkt werden und der Wert der Ausfuhr von österreichischen Waren nach China betrug im Jahr 2018 4,1 Mrd. EUR (Quelle: Statistik Austria).
Die prognostizierten durchschnittlichen Wachstumsraten für die Länder der Region Asien Pazifik sanken in den letzten Jahren etwas und Prognosen gehen von 5,4 % im Jahr 2019 und 5,5 % im Jahr 2020 aus. Dieses moderate Wachstum wird begründet durch die Verlangsamung des globalen Handels, sowie das schwächere Wachstum in Industriestaaten. Das Wachstum in Asien bleibt insgesamt jedoch robust. (Quelle: Asiatische Entwicklungsbank)

Datenquelle

Statistik Austria; Asiatische Entwicklungsbank


Zielerreichungsgrad des gesamten Ziels: überwiegend erreicht.