Wirkungsziel 30.2 Verbesserung der Bedarfsorientierung sowie der Chancen- und Geschlechtergerechtigkeit im Bildungswesen

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Anteil der SchülerInnen in geschlechtsuntypischen Schulformen (10. Schulstufe) Gesamt [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,2 [%]
    • Zielzustand: 10,6
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur" zu "Bundesministerium für Bildung und Frauen"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,4 [%]
    • Zielzustand: 11,2
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,7 [%]
    • Zielzustand: 11,3
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2016
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung und Frauen" zu "Bundesministerium für Bildung"
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 9,6 [%]
    • Zielzustand: 11,4
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 9,9 [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Bildung" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 10,3 [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 10,3 [%]
    • Zielzustand: 12
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,7 [%]
    • Zielzustand: 10,8
    • Oberer Schwellenwert: 25
    • Unterer Schwellenwert: 7,5
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 15

Erläuterung der Entwicklung

Der Zielwert wurde zur Gänze erreicht. Der Anteil der Mädchen und Burschen in einer „geschlechtsuntypischen Schulform“ erhöht sich im Zeitverlauf kontinuierlich. Während der Anteil der Mädchen in „typisch männlichen“ Schulformen seit 2017/18 um 1,1 %-Punkte stieg, ist der Anteil der Burschen in „typischen weiblichen“ Schulformen hingegen um 0,2 %-Punkte gesunken. Dennoch ist der Anteil der Burschen in „typisch weiblichen“ Schulformen immer noch größer als jener der Mädchen in „typisch männlichen“ Schulformen. Das bedeutet, dass mehr Burschen Schulformen besuchen, die ursprünglich als „typisch weiblich“ klassifiziert worden waren. (Anmerkung: typisch männliche Schulformen liegen vor, wenn der Anteil der Mädchen unter 33,3 % liegt; typisch weibliche Schulformen liegen vor, wenn der Anteil der Buben unter 33,3 % liegt)

Grafischer Maximalwert: 15


Quelle

Statistik Austria, Schulstatistik

Berechnungsmethode

Jene Schülerinnen und Schüler, die in der 10. Schulstufe in einer „geschlechtsuntypischen“ Schulform unterrichtet werden / Alle Schülerinnen und Schüler der 10. Schulstufe

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: Istzustand nicht vorhanden: Quote der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die Sek II-Abschluss erreichen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 65,4 [%]
    • Zielzustand: 67
    • Oberer Schwellenwert: 67
    • Unterer Schwellenwert: 55
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 70
    • Oberer Schwellenwert: 67
    • Unterer Schwellenwert: 55
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: 67,1
    • Oberer Schwellenwert: 89
    • Unterer Schwellenwert: 56
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Aufgrund der teilweise gesetzlich festgelegten Zeitläufe und der sich daraus ergebenden Datenaktualität bezieht sich die Erläuterung der Entwicklung auf den zuletzt verfügbaren Wert für das Schuljahr 2017/18. Die Zahlen, die auf der neuen Berechnungsmethode basieren (Änderung der Referenzgruppe von 18 bis 24-Jährige auf 20 bis 24-jährige Bevölkerung und Erweiterung der Definition Migrationshintergrund um das Geburtsland der Eltern), stiegen von 2015 bis 2017 ziemlich konstant. Im Jahr 2018 sank die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die einen Sek II-Abschluss erreicht haben um 1,2 %-Punkte. Der Rückgang ist vor allem bei der Gruppe der Schülerinnen und Schüler der 1. Generation zu beobachten. Die Gruppe der Schülerinnen und Schüler der 2. Generation konnte hingegen einen Anstieg von 0,6 %-Punkten verzeichnen. Außerdem ist anzumerken, dass der gesamte Beobachtungszeitraum des Indikators nur wenige Jahre umfasst. Es liegen zurzeit nur wenige Vergleichsjahre vor. Die Zuwanderung in den Jahren 2015 und 2016 schlägt sich in diesem Indikator vermutlich deutlich nieder. So wanderten in dieser Zeit viele Personen in die Altersgruppe der 15–20-Jährigen ein, ohne entsprechende Abschlüsse mitzubringen. In den nächsten Jahren werden diese Alterskohorten verstärkt in der Altersgruppe des Indikators (20–24-Jährige) vertreten sein. Dies ist am rezenten Rückgang vor allem bei männlichen jungen Erwachsenen zu sehen. Grundsätzlich ist gerade für junge Erwachsene (sowohl Frauen als auch Männer) der 2. Generation ein relativer Zuwachs an Sek-II-Abschlüssen über den gesamten Beobachtungszeitraum festzustellen. In diesem Indikator sollte mittelfristig von einer tendenziell positiven Entwicklung ausgegangen werden können, wobei der kurzfristige Trend sich weiterhin rückläufig oder stagnierend entwickeln könnte. Hinzu kommt, dass die Grundgesamtheit des Indikators ausschließlich aus Personen mit Migrationshintergrund besteht. Er reagiert daher sensitiv auf plötzliche Veränderungen in der Zusammensetzung dieser Gruppe, wie dies durch die rezenten Zuwanderungsbewegungen der Fall war.

Grafischer Maximalwert: 89


Quelle

Statistik Austria, Bildungsstandregister

Berechnungsmethode

Jene Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Alter von 20–24 Jahren, die einen Sek. II-Abschluss erreicht haben als Anteil (in %) an der Referenzgruppe in der gleichaltrigen Wohnbevölkerung.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Tagesbetreuung [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 168832 [Anzahl]
    • Zielzustand: 168832
    • Oberer Schwellenwert: 270000
    • Unterer Schwellenwert: 140000
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 177574 [Anzahl]
    • Zielzustand: 178000
    • Oberer Schwellenwert: 230000
    • Unterer Schwellenwert: 160000
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 185202 [Anzahl]
    • Zielzustand: 185000
    • Oberer Schwellenwert: 270000
    • Unterer Schwellenwert: 140000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2025, Zielzustand: 270000

Erläuterung der Entwicklung

Die Entwicklung der Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen, entspricht im Schuljahr 2019/20 den Erwartungswerten. Externe Einflüsse, insbesondere durch die COVID-19-Pandemie in Österreich ab dem Sommersemester 2020 sind noch nicht ableitbar. Ab dem Schuljahr 2020/21 ist jedoch durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie von einer deutlich abgeschwächten Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen, auszugehen.

Grafischer Maximalwert: 270000


Quelle

BMBWF, definitive Schulorganisation (SORG)

Berechnungsmethode

Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: überwiegend erreicht: Frauenanteil in ausgewählten Leitungsfunktionen in den Bildungsdirektionen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 30,1 [%]
    • Zielzustand: 32,6
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 15
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die Bildungsdirektionen wurden mit dem Bildungsdirektionen-Einrichtungsgesetz, welches offiziell mit 1.1. 2019 in Kraft trat, errichtet. Der Indikator wurde erstmals im BVA 2020 aufgenommen, um einen Überblick über die Verteilung der Leitungsfunktionen zu geben. Unter Leitungsfunktionen in den Bildungsdirektionen wird die Bildungsdirektorin/den Bildungsdirektor, die Leitungen des Pädagogischen Dienstes und der Präsidiale sowie die Abteilungsleitungen der Präsidiale und des Pädagogischen Dienstes verstanden. 2019 waren 30,6 % der genannten Leitungsfunktionen weiblich besetzt. Das bedeutet, es waren 24 von 71 Leitungsfunktionen wie folgt mit Frauen besetzt: Zwei der neun Leitungen der Bildungsdirektionen, sechs der 18 Leitungen des Pädagogischen Dienstes und der Präsidiale, 16 der 45 Abteilungsleitungen (44 davon waren besetzt). 2020 sind 30,1 % der Leitungsfunktionen weiblich besetzt. Der Istzustand hat sich nur minimal verändert, der Anteil der Frauen in ausgewählten Leitungsfunktionen in den Bildungsdirektionen ist minimal gesunken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine zuvor noch unbesetzte Leitungsfunktion mit einem Mann besetzt wurde. Die Erhöhung des Anteils der Frauen in Leitungsfunktionen bleibt ein weiterhin anzustrebendes Ziel.

Grafischer Maximalwert: 40


Quelle

BMBWF, Abteilung II/10

Berechnungsmethode

1) Ermittlung der jeweiligen Frauenanzahl unter den Leitungen Bildungsdirektionen, Leitungen vom Pädagogischen Dienst und Präsidiale sowie in Abteilungsleitungen der Präsidiale 2) Ermittlung der jeweiligen Gesamtpersonenanzahl der Leitungen der Bildungsdirektionen, Leitungen vom Pädagogischen Dienst und Präsidiale, sowie in Abteilungsleitungen der Präsidiale 3) Errechnung von Frauenanteilen bei Leitungen der Bildungsdirektionen (BD), bei Leitungen vom Pädagogischen Dienst und Präsidiale (LPP), sowie bei Abteilungsleitungen der Präsidiale (AL) 4) Durchführung der gewichteten Berechnung: Frauenanteil gewichtet = Frauenanteil BD*1/3 + Frauenanteil LPP*1/3 + Frauenanteil *1/3 Indikatorwert = („interessierende Personengruppe“ ÷ „Bezugsgruppe“ *100)

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 5

Wirkungszielkennzahl 5: zur Gänze erreicht: Frauenanteil bei Leitungen von Bundesschulen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 42,9 [%]
    • Zielzustand: 41
    • Oberer Schwellenwert: 70
    • Unterer Schwellenwert: 10
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Frauenanteil bei den Leitungen von Bundesschulen ist von 2019 auf 2020 um über 1,6 Prozentpunkte auf 42,9 % gestiegen. Hauptursache für diesen starken Anstieg ist, dass im Jahr 2020 überproportional viele Männer in Schulleitungsfunktionen pensioniert wurden. Die nachzubesetzenden Stellen konnten in einem höheren Ausmaß mit Frauen besetzt werden, wenngleich es noch nicht gelang, entsprechend des hohen Frauenanteils beim vorhandenen Potenzial (60,6 % Bundeslehrpersonen) nachzubesetzen.

Grafischer Maximalwert: 50


Quelle

BMBWF, Abteilung II/1

Berechnungsmethode

Summe aller Frauen, die im Vergleichsjahr eine Schulleitung einer Bundesschule innehatten / Summe aller Personen, die im Vergleichsjahr eine Schulleitung einer Bundesschule innehatten.