Wirkungsziel 31.1 Hebung des tertiären Bildungsniveaus

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Studienabschlüsse Gesamt [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 57098 [Anzahl]
    • Zielzustand: 57300
    • Oberer Schwellenwert: 58000
    • Unterer Schwellenwert: 50000
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Das ambitionierte Ziel von 57.300 konnte weitestgehend erfüllt werden. In den Leistungsvereinbarungen (Periode 2019–2021) mit den Universitäten wurde die Erhöhung der Studienabschlüsse verankert, aber auch im Fachhochschulbereich wurden entsprechende Maßnahmen gesetzt, die zum Ausbau der bundesfinanzierten Plätze in den letzten Jahren beigetragen haben bzw. beitragen und somit zur Erhöhung der Studienabschlüsse. Die beständige Ausweitung der Kapazitäten sowohl an den Universitäten als auch an den Fachhochschulen wird nicht nur dazu führen, dass die Anzahl der Absolvent/innen in den nächsten Jahren auf diesem hohen Level bleiben wird, sondern auch die Qualität der Abschlüsse wird entsprechend ansteigen.

Grafischer Maximalwert: 58200


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata) Jahreswerte beziehen sich auf Studienjahre (dh Ziel 2020 steht für Studienjahr 2019/20)

Berechnungsmethode

Summierung der Studienabschlüsse an Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogischen Hochschulen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Tertiärquote [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 39,3 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2014
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung" zu "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 40,0 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 35
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 38,7 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 28
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,1 [%]
    • Zielzustand: 39
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 38
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,8 [%]
    • Zielzustand: 40
    • Oberer Schwellenwert: 45
    • Unterer Schwellenwert: 35
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 40,7 [%]
    • Zielzustand: 40,5
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 40
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 42,4 [%]
    • Zielzustand: 40,7
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 40
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 41,6 [%]
    • Zielzustand: 41
    • Oberer Schwellenwert: 44
    • Unterer Schwellenwert: 41
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Ähnlich wie bei den Studienabschlüssen, spiegelt auch diese Kennzahl das heimische Bildungsniveau wider, um über den wichtigen Standortfaktor des Durchdringungsgrades höherer Bildung in der Gesamtbevölkerung Auskunft geben zu können. In der Strategie Europa 2020 wurde für Österreich ein Zielwert von 38 % vorgesehen, welcher erfreulicherweise schon länger erreicht wurde, weswegen für die Zukunft ein höherer Zielwert angestrebt wird. Insbesondere durch die Verbesserungen in der Studienberatung, den Ausbau des Fachhochschul‐Sektors und durch die Verankerung entsprechender Beiträge in den Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten soll die Tertiärquote mittelfristig erhöht werden. Der Istwert 2020 liegt mit 41,6 % erfreulicherweise um 0,6 %-Punkte über dem Zielwert. Anzumerken ist, dass durch die Datengrundlage des Mikrozensus eine Schwankungsbreite von bis zu 5 % üblich ist. Veränderungen in dieser Bandbreite sind daher weder ein Rückgang noch eine Steigerung.

Grafischer Maximalwert: 44


Quelle

Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, Jahresdurchschnitt über alle Wochen

Berechnungsmethode

Anteil der 30–34jährigen mit einem tertiären Bildungsabschluss an der 30–34jährigen Gesamtbevölkerung. Unter „Tertiärabschluss“ sind nach ISCED 2011 die Bildungsstufen 5–8 zu verstehen (ISCED 5: Meisterschule, Werkmeister- und Bauhandwerkerschule; Kolleg, Akademie, Erstausbildung; Aufbaulehrgang; Berufsbildende höhere Schule für Berufstätige; Höhere berufsbildende Schule, Jahrgang 4–5; Universitärer Lehrgang; ISCED 6: Bachelorstudium; ISCED 7: Masterstudium, Diplomstudium, universitärer Lehrgang (postgradual); ISCED 8: Doktoratsstudium)

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Durchschnittliche Höhe der Studienbeihilfe pro Studienjahr [EUR]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 4800 [EUR]
    • Zielzustand: 4770
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 4500
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 4940 [EUR]
    • Zielzustand: 4840
    • Oberer Schwellenwert: 5000
    • Unterer Schwellenwert: 4500
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 6174 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 6020 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 5994,0 [EUR]
    • Zielzustand: 6000
    • Oberer Schwellenwert: 6500
    • Unterer Schwellenwert: 4000
  • Mittelfristiger Zielzustand
    • Jahr: 2021, Zielzustand: 6000

Erläuterung der Entwicklung

Die oft zitierte soziale Selektion im Bildungsbereich ist weiterhin ein großes Hindernis sowohl was den sozialen Ausgleich in der Bevölkerung betrifft als auch was die jeweiligen individuellen Aufstiegschancen auf dem Bildungsweg angeht – alle, die studieren wollen und die entsprechenden Fähigkeiten dafür aufbringen, sollen grundsätzlich die Möglichkeit dazu erhalten, ohne dass soziale oder regionale Barrieren dies ausschließen. Um diesen Steuerungseffekt zu erreichen, muss die Studienbeihilfe natürlich eine gewisse Mindesthöhe haben. Mit der StudFG-Novelle 2017 wurde ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung gesetzt und die Studienbeihilfen um 18 % angehoben. Im Studienjahr 2019/20 wurden 58.000 Anträge eingebracht 41.569 bewilligt und somit ein Budgetvolumen von 239.754.005 € für Studienbeihilfen aufgewendet. Dabei wird vonseiten der Studienbeihilfenbehörde großes Augenmerk auf eine Entbürokratisierung der Prozesse gelegt. So wurden im Studienjahr 2019/20 mehr als 3/4 aller Erstanträge (77,4 %) (Wissenschaft und Bildung) online gestellt. Im Zuge der Covid-19-Krisenbewältigung wurde das Sommersemester 2020 als „neutrales Semester“ in Hinblick auf die Studienförderung definiert. Dadurch verlängern sich die Anspruchsdauer für Studienbeihilfe sowie andere anspruchsrelevante Fristen um ein Semester.

Grafischer Maximalwert: 6500


Quelle

Studienbeihilfenbehörde

Berechnungsmethode

Durchschnittliche Höhe der Studienbeihilfe

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: nicht erreicht: Anfängerinnen- und Anfängeranteil bei den 20 frequentiertesten Studienrichtungen [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: 55 [Anzahl]
    • Zielzustand: kein Sollwert vorhanden
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: 56 [Anzahl]
    • Zielzustand: kein Sollwert vorhanden
    • Oberer Schwellenwert: nicht vorhanden
    • Unterer Schwellenwert: nicht vorhanden
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 56,3 [%]
    • Zielzustand: 52
    • Oberer Schwellenwert: 48
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 57,0 [%]
    • Zielzustand: 54
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 55,5 [%]
    • Zielzustand: 50
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 57,0 [%]
    • Zielzustand: 50
    • Oberer Schwellenwert: 42
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Das Ziel einer breiteren Streuung der Studierendenströme und einer Entlastung der am stärksten nachgefragten Studienrichtungen wird mit einem langfristig abnehmenden Zielwert zum Ausdruck gebracht. Die ab dem Wintersemester 2019 neu zugangsgeregelten Bachelor- und Diplomstudien der Fächer Erziehungswissenschaft, Fremdsprachen und Recht (§ 71b UG 2002), sowie der besonders stark nachgefragten Bachelorstudien an einzelnen Universitäten (Soziologie, Politikwissenschaft, Chemie u.a.; § 71d UG 2002) senkten den Wert des Indikators 2019 kurzfristig auf 55,5 Prozent. Im darauffolgenden Wintersemester 2020 nivellierte sich dieser Effekt, sodass die Zulassungszahlen in diesen Fächern wieder stiegen. Die COVID-19 Pandemie, die daraus resultierende schwierige Arbeitsmarktlage sowie die aus dem Sommersemester 2020 nachgeholten Studieneinstiege beeinflussten unter anderem die Zulassungszahlen im Wintersemester 2020 und damit direkt den Zustrom der Studienanfänger/innen in den 20 frequentiertesten Studienrichtungen, sodass der Indikator 2020 wieder auf 57 Prozent stieg (die 20 stark frequentieren „Massefächer“ waren von den absoluten Zuwächsen der Studierendenzahlen stärker betroffen als weniger stark frequentierte Studien). Vorerst ist eine weitere Senkung des Zielwertes unter 50 % nicht realistisch, weswegen in der langfristigen Perspektive der Zielwert gleichgehalten wird.

Grafischer Maximalwert: 46


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata) Jahreswerte beziehen sich auf Studienjahre (dh Ziel 2020 steht für Studienjahr 2019/20)

Berechnungsmethode

Anteil der ordentlichen neu begonnenen Studien aus den 20 frequentiertesten Studien an allen neu begonnenen Studien an öffentlichen Universitäten Die Werte beziehen sich auf einen Stichtag des Wintersemesters, wodurch die Studierendenpopulation repräsentativ abgebildet wird.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 5

Wirkungszielkennzahl 5: überwiegend erreicht: Rekrutierungsquote [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 2,43 [%]
    • Zielzustand: 2,4
    • Oberer Schwellenwert: 3
    • Unterer Schwellenwert: 1
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,52 [%]
    • Zielzustand: 2,3
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 2,58 [%]
    • Zielzustand: 2,28
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,47 [%]
    • Zielzustand: 2,26
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 2,42 [%]
    • Zielzustand: 2,25
    • Oberer Schwellenwert: 1
    • Unterer Schwellenwert: 3
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die Rekrutierungsquote war 2015 bzw. 2016 auf einem historisch niedrigen Stand, weswegen die weiteren Zielwerte (auch für 2020) zu optimistisch angesetzt wurden. Nach einer Verschlechterung der Rekrutierungsquote (2017 und 2018) ist nun wieder eine Trendwende ersichtlich. 2020 lag der Wahrscheinlichkeitsfaktor zur Studienaufnahme bei 2,42 %. Die Rekrutierungsquote hat sich nur an den öffentlichen Universitäten verschlechtert. Der „bessere“ Wahrscheinlichkeitsfaktor des Fachhochschulsektors wirkt sich auf Gesamtebene nur gering aus. Dahingehend wurden entsprechende Maßnahmen im Zuge der Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten (Periode 2019–2021) eingeleitet, deren Wirkungen allerdings Zeit brauchen.

Grafischer Maximalwert: 2


Quelle

Statistik Austria (Mikrozensus), USTAT 1; Berechnung IHS

Berechnungsmethode

Verhältnis der jeweiligen Rekrutierungsquote, von Studienanfängerinnen und -anfängern, deren Väter mind. eine Ausbildung auf Maturaniveau absolviert haben zu Studienanfängerinnen und -anfängern, deren Väter ein niedrigeres Ausbildungsniveau aufweisen. Die Rekrutierungsquote bildet ab, wie viele inländische Studienanfängerinnen und -anfänger an Universitäten und Fachhochschulen mit einem Vater eines entsprechenden Bildungsniveaus auf 1.000 Männer (40 bis 65 Jahre alt) mit dem gleichen Bildungsniveau in der österreichischen Wohnbevölkerung kommen. Das Bildungsniveau ohne Matura umfasst als höchste abgeschlossene Ausbildung Pflichtschule, Lehre, Fachschule/(Werk)Meister