Wirkungsziel 31.3 Ausgeglichene Geschlechterverhältnisse

zugeordnete Maßnahmen zugeordnete Vorhaben

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überplanmäßig erreicht: Professorinnenanteil [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 28,0 [%]
    • Zielzustand: 26,9
    • Oberer Schwellenwert: 30
    • Unterer Schwellenwert: 23,7
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Beim Professorinnenanteil gibt es noch einen relativ großen Aufholbedarf, was die geschlechtergerechte Verteilung der Positionen betrifft. Da es sich zum allergrößten Teil um bestehende Professuren und somit um aufrechte Beschäftigungsverhältnisse handelt, können Verbesserungen in der Relation nur über Neubestellungen aufgrund von Pensionierungen/Emeritierungen bzw. Neueinrichtungen erreicht werden. Der Professorinnenanteil und somit die Anzahl von Professorinnen an Universitäten konnte kontinuierlich erhöht werden: seit 2014 konnte eine Steigerung des Frauenanteils bei Professor/innen um 5,5 Prozentpunkte erreicht werden. Der ambitionierte Zielwert für 2020 konnte sogar um 1,1 Prozentpunkte übertroffen werden. Die Steigerung von 2019 auf 2020 konnte aufgrund des besonders hohen Zuwachses an neuen Laufbahnstellen und Professuren in der LV-Periode 2019–2021 erreicht werden. Diese Entwicklung untermauert einmal mehr die zentrale Bedeutung des Instruments Leistungsvereinbarung zur Erhöhung der Frauenanteile, insbesondere in wissenschaftlichen Leistungsfunktionen. Das seit 2019 eingesetzte Kaskadenmodell, nach dem neue und nachzubesetzende Professuren mit dem Frauenanteil beim Potenzial in der darunterliegenden Karrierestufe besetzt werden, zeigt Wirkung. Für 2023 wurde daher auf Basis des Istwertes von 2020 der Trend der Steigerung der Frauenanteile von 2015–2019 (+0,8 Prozentpunkte pro Jahr) fortgeschrieben. Der Personalzuwachs und damit auch die Möglichkeit, die Frauenanteile entsprechend zu steigern, wird in den Jahren 2022–2024 für die Universitäten geringer ausfallen.

Grafischer Maximalwert: 30


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata)

Berechnungsmethode

Frauenanteil in Köpfen bei den Professuren gemäß §98 und §99 UG 2002 gemäß BidokVUni in den Verwendungsgruppen 11, 12, 81, 85,86 und 87

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überwiegend erreicht: Quotengerecht besetzte universitäre Leitungsorgane [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 83,3 [%]
    • Zielzustand: 80,3
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 81,8 [%]
    • Zielzustand: 84,8
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung"
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 83,3 [%]
    • Zielzustand: 84,8
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 81,8 [%]
    • Zielzustand: 90,9
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 80,3 [%]
    • Zielzustand: 90,9
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 0
  • Mittelfristige Zielzustände
    • Jahr: 2021, Zielzustand: 90,9
    • Jahr: 2027, Zielzustand: 95,5

Erläuterung der Entwicklung

Seit Inkrafttreten der UG-Bestimmungen zur Umsetzung einer Frauenquote in universitären Kollegialorganen im Oktober 2009 hat sich die Präsenz von Frauen in den obersten Organen (Rektorat, Universitätsrat, Senat) sukzessive erhöht. Beim Großteil der universitären Führungsgremien konnten bereits geschlechtergerechte Besetzungen erreicht werden. Im Universitätsgesetz ist eine Frauenquote von mindestens 50 % für universitäre Kollegialorgane verankert. 2020 waren 53 von 66 Leitungsorgangen (80,3 %) quotengerecht besetzt: alle 22 Rektorate, 21 der 22 Universitätsräte, aber nur 10 von 22 Senaten. Die geschlechtergerechte Besetzung der Senate ist eine Herausforderung: In der vergangenen Funktionsperiode (1. Oktober 2016 – 1. Oktober 2019) galt erstmalig der Mindestfrauenanteil von 50 %, was eine deutliche Erhöhung der Mindestfrauenanzahl mit sich brachte, müssen doch seitdem im Falle von 18 Mitgliedern 9 Frauen, im Falle von 26 Mitgliedern 13 Frauen dem Senat angehören, um die Quote zu erfüllen. Da – vor allem aufgrund des niedrigen Professorinnenanteils – nicht alle Senate die gesteigerte Anforderung erfüllen konnten, sank die Anzahl der quotengerecht besetzten Senate 2017 auf 11. Trotz stetiger Bemühungen gelang es den Universitäten auch im Zuge der Senatswahlen 2019 nicht mehr als 11 von 22 Senaten quotengerecht zu besetzen. 2020 waren nur noch 10 Senate quotengerecht besetzt. Von Verbesserung des Istwertes ist erst nach Auslaufen der aktuellen Senatsperiode 2022 auszugehen. Wesentliche Voraussetzungen für eine Erhöhung der Anzahl der quotengerecht besetzten Senate bilden die sukzessive Erhöhung des Frauenanteils bei Laufbahnstellen bzw. Professor/inn/en insbesondere in den MINT-Fokusbereichen Technik und Informatik, aber auch eine konsequentere Anerkennung von Beiträgen zur inneruniversitären Entwicklung im Leistungsverzeichnis betroffener Personen. Mit den Universitäten wurden in den Leistungsvereinbarungen zur Periode 2019-2021 dahingehende Vorhaben und Ziele vereinbart.

Grafischer Maximalwert: 100


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata)

Berechnungsmethode

Anteil der quotengerecht besetzen universitären Leitungsorgane (Rektorat, Universitätsrat, Senat) an allen universitären Leitungsorganen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überwiegend erreicht: Frauenanteil auf Laufbahnstellen an Universitäten (tenure track) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 36,3 [%]
    • Zielzustand: 36,9
    • Oberer Schwellenwert: 40
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der angepeilte Wert beim Frauenanteil bei Laufbahnstelleninhaber/innen konnte 2020 nicht erreicht werden, da davon auszugehen ist, dass ein gewisser Anteil von Frauen auf Laufbahnstellen im Jahr 2020 bereits eine Professur erreicht hat und daher nicht mehr der Laufbahnstellenkategorie angehört. Demnach ergeben sich durch Aktivierung des Potenzial an Frauen in der vorgelagerten Karrierestufe nach dem Kaskadenmodell kaum weitere Steigerungen.

Grafischer Maximalwert: 50


Quelle

uni:data (www.bmbwf.gv.at/unidata)

Berechnungsmethode

Frauenanteil in Köpfen an den Verwendungsgruppen 28, 82, 83, 87 (gemäß BidokVUni)