Wirkungsziel 40.5 Stärkung der Position von Frauen insbesondere auch in technischen Berufen durch Schaffung geschlechterfreundlicher Rahmenbedingungen

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Steigerung des Anteils weiblicher Lehrlinge in Lehrberufen technischer Lehrberufsgruppen [Anteil weibl. in %]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 10,6 [Anteil weibl. in %]
    • Zielzustand: 10,6
    • Oberer Schwellenwert: 20
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Anteil an weiblichen Lehrlingen in den definierten technischen Lehrberufsgruppen (Bau/Architektur/Gebäudetechnik, Chemie/Kunststoff, Elektrotechnik/Elektronik, Holz/Papier/Glas/Keramik, Informatik/EDV/Kommunikationstechnik, Maschinen/Fahrzeuge/Metall, Transport/Verkehr/Lager und Umwelt/Energie/Rohstoffe) ist seit 2005 (erster Erhebungszeitpunkt) durch laufende Maßnahmen/Aktivitäten im Rahmen der betrieblichen Lehrstellenförderung (z. B. Projektförderungen zum Thema Gender) sowie Förderprogramme des AMS (z. B. FiT-Frauen in Technik und Handwerk) kontinuierlich angestiegen. Weiters zeigt die Entwicklung der Anteile der jeweils am häufigsten gewählten Lehrberufe von Frauen und Männern, wie sich die Diversität bei der Lehrberufswahl verändert. Im Jahr 2002 betrug der Anteil der drei häufigsten von Frauen gewählten Lehrberufe (Einzelhandel, Friseurin - Perückenmacherin und Bürokauffrau) noch 53,1%. Dieser Anteil ist in den Folgejahren kontinuierlich gesunken und betrug 2020 39,9 % und Metalltechnik war der 7. häufigste gewählte Lehrberuf von Frauen (vgl. GB 40.01, Maßnahme 1, Kennzahl 2).

Grafischer Maximalwert: 15


Quelle

Spezialauswertung der Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammern Österreich (Datenverfügbarkeit jährlich jeweils im Jänner/Februar)

Berechnungsmethode

Anteil weiblicher Lehrlinge in den technischen Lehrberufsgruppen Bau/Architektur/Gebäudetechnik, Chemie/Kunststoff, Elektrotechnik/Elektronik, Holz/Papier/Glas/Keramik, Informatik/EDV/Kommunikationstechnik, Maschinen/Fahrzeuge/Metall, Transport/Verkehr/Lager und Umwelt/Energie/Rohstoffe gemessen an der Gesamtzahl aller Lehrlinge in diesen Lehrberufsgruppen jeweils zum Stichtag 31.12.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: zur Gänze erreicht: Steigerung des Anteils an positiven Lehrabschlussprüfungen (LAP) weiblicher Lehrlinge in Lehrberufen technischer Lehrberufsgruppen [Anteil weibl. in %]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 11,97 [Anteil weibl. in %]
    • Zielzustand: 11,8
    • Oberer Schwellenwert: 20
    • Unterer Schwellenwert: 5
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Anteil an weiblichen Lehrlingen in den definierten technischen Lehrberufsgruppen (Bau/Architektur/Gebäudetechnik, Chemie/Kunststoff, Elektrotechnik/Elektronik, Holz/Papier/Glas/Keramik, Informatik/EDV/Kommunikationstechnik, Maschinen/Fahrzeuge/Metall, Transport/Verkehr/Lager und Umwelt/Energie/Rohstoffe) ist seit 2005 (erster Erhebungszeitpunkt) durch laufende Maßnahmen/Aktivitäten im Rahmen der betrieblichen Lehrstellenförderung (z. B. Projektförderungen zum Thema Gender) sowie Förderprogramme des AMS (z. B. FiT-Frauen in Technik und Handwerk) kontinuierlich angestiegen. Diese positive Entwicklung bei der Zahl weiblicher Lehrlinge in technischen Lehrberufsgruppen zeigt sich auch beim Anteil positiver Lehrabschlussprüfungen.

Grafischer Maximalwert: 15


Quelle

Spezialauswertung der Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammern Österreich (Datenverfügbarkeit jährlich jeweils Ende 1. Quartal)

Berechnungsmethode

Anteil an positiven Lehrabschlussprüfungen weiblicher Lehrlinge in den technischen Lehrberufsgruppen Bau/Architektur/Gebäudetechnik, Chemie/Kunststoff, Elektrotechnik/Elektronik, Holz/Papier/Glas/Keramik, Informatik/EDV/Kommunikationstechnik, Maschinen/Fahrzeuge/Metall, Transport/Verkehr/Lager und Umwelt/Energie/Rohstoffe gemessen an der Gesamtzahl aller bestandenen Lehrabschlussprüfungen in diesen Lehrberufsgruppen jeweils zum Stichtag 31.12.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: Gütesiegel für Unternehmen, die Frauen innerbetrieblich fördern [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 31 [Anzahl]
    • Zielzustand: 10
    • Oberer Schwellenwert: 99
    • Unterer Schwellenwert: 10
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Das Equal Pay Siegel (Gütesiegel „equalitA“) ist im Regierungsprogramm 2020–2024 verankert (siehe S. 191). Die Initiative „Gütesiegel equalitA“ wurde im März 2020 gestartet und zeichnet Unternehmen aus, die Frauen innerbetrieblich fördern, die für Gleichstellung innerhalb des Betriebes sorgen, die Frauenkarrieren fördern sowie sichtbar machen und damit sowohl im eigenen Unternehmen als auch darüber hinaus die berufliche Gleichstellung beider Geschlechter unterstützen. Es wird somit ein Zeichen für Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Fairness gesetzt und ein Gütesiegel für die Wirtschaft geschaffen. Einreichen kann jedes Unternehmen über die im Unternehmensserviceportal (USP) hinterlegten Einreichformulare. Mit einem Bewertungstool werden die zu erfüllenden Kriterien gemessen. Sind 2/3 der Kriterien erfüllt, bekommen die Unternehmen das Gütesiegel, welches 3 Jahre lang gültig ist. Darüber hinaus können Unternehmen, die ein Gütesiegel erlangt haben, eine besonders innovative Maßnahme im Rahmen der innerbetrieblichen Frauenförderung für eine Auszeichnung einreichen. Die Preise werden in drei Kategorien (Wirksamkeit für die Gleichstellung, Wirksamkeit für den Standort Österreich, Wirksamkeit für Zukunftstrends) an je ein Großunternehmen und je ein KMU 1 Mal pro Jahr vergeben, die Einreichung erfolgt auch hier über das USP. Das erste Mal wurden diese Preise im Juni 2021 vergeben. Von März 2020 bis Dezember 2020 haben 31 Unternehmen das Gütesiegel für drei Jahre erhalten. Bis März 2021 haben 18 weitere Unternehmen das Gütesiegel verliehen bekommen.

Grafischer Maximalwert: 12


Quelle

Interne Statistik des BMDW

Berechnungsmethode

Anzahl der Unternehmen, die das Gütesiegel als Auszeichnung erhalten

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: überplanmäßig erreicht: Frauenanteil an der Bundesquote der Aufsichtsratsgremien von Unternehmen in Bundesbeteiligung [Anteil weibl. in %]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 45 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 25
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 46 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 50
    • Unterer Schwellenwert: 25
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 51 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 60
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 49 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 60
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft" zu "Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 38,10 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 60
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 41,7 [%]
    • Zielzustand: 35
    • Oberer Schwellenwert: 60
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 60,0 [Anteil weibl. in %]
    • Zielzustand: 39
    • Oberer Schwellenwert: 60
    • Unterer Schwellenwert: 35
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Der Zielwert für 2020 von 39 % wird mit 60 % Frauenanteil an der Bundesquote der Aufsichtsratsgremien von Unternehmen, an denen der Bund mit 50 % oder mehr beteiligt ist, in den sechs in die Eigentümervertretung des BMDW fallenden Unternehmen überplanmäßig erreicht. In allen sechs Unternehmen liegt der Frauenanteil bei zumindest 50 % oder mehr. In der Kennzahlentabelle zeigt sich im Zeitablauf zwischen 2017 und 2018 ein starker Rückgang des Frauenanteils. Dieser ist auf die BMG-Novelle 2017 zurückzuführen, im Rahmen derer sich die Zahl der Unternehmen, in denen das BMDW (vormals BMWFW) die Eigentümervertretung wahrnahm, von zehn auf vier reduzierte. Gegenüber dem Vorjahr 2019 mit 41,7 % zeigt sich hier eine starke Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsratsgremien. Diese ist auf einige Neubesetzungen in zwei Unternehmen mit weiblichen Aufsichtsrätinnen und die Erhöhung der Zuständigkeit als Eigentümervertreterin von fünf auf sechs Unternehmen zurückzuführen. Bei der Besetzung dieser Positionen ist die Einhaltung der Zielvorgabe – nach Maßgabe der Qualifikation – maßgebend für das BMDW.

Grafischer Maximalwert: 50


Quelle

Interne Statistik im BMDW

Berechnungsmethode

Anteil der Frauen an der Bundesquote der Aufsichtsratsgremien von Unternehmen, an denen der Bund mit 50 % und mehr beteiligt ist

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben