Wirkungsziel 17.1 Koordination des Personal- und Organisationsmanagements im Bundesdienst

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überplanmäßig erreicht: Pensionsantrittsalter der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten Gesamt [Jahre]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 62,39 [Jahre]
    • Zielzustand: 62,06
    • Oberer Schwellenwert: 65
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport" zu "Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 62,88 [Jahre]
    • Zielzustand: 62,16
    • Oberer Schwellenwert: 65
    • Unterer Schwellenwert: 60
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Istzustand 2020: 62,88 (gesamt); 63,38 (weiblich); 62,67 (männlich). Der Trend des steigenden Pensionsantrittsalters der Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten setzt sich fort. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg 0,5 Jahre. Der hohe Anstieg im Jahr 2020 ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass der Anteil jener Beamtinnen und Beamte, die ihre Pension mit dem gesetzlichen Pensionsalter antreten, zunehmend wächst. Der überwiegende Teil des Anstieges ist allerdings durch den Rückgang der Dienstunfähigkeitspensionierungen um 28 % auf 379 Pensionierungen erklärbar. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie dürften zu Verzögerungen geführt haben, sodass in den Folgejahren Nachholeffekte auftreten könnten. Im Vergleich zum Bundesdienst beträgt das Pensionsantrittsalter im ASVG-Bereich 60,2 Jahre (2019; Quelle: Dachverband der Sozialversicherungsträger).

Grafischer Maximalwert: 65


Quelle

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Publikation "Monitoring der Beamtenpensionen"

Berechnungsmethode

Ermittlung des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters basierend auf Daten zu Pensionistinnen und Pensionisten aus dem bundesinternen Managementinformationssystem (MIS).

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: teilweise erreicht: Cross Mentoring [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: kein Zielerreichungsgrad vorhanden
    • Istzustand: kein Wert vorhanden [%]
    • Zielzustand: kein Sollwert vorhanden
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 54
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 75,0 [%]
    • Zielzustand: 85
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 54
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport" zu "Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 69 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 54
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Im Programmjahr 2019/20 nahmen 80 Mentorinnen, Mentoren und Mentees aller Bundesministerien und des Rechnungshofs am Cross Mentoring des Bundes teil. 60 % dieses Personenkreises gaben am Ende des Programmjahres eine subjektive Einschätzung im Rahmen der Online-Evaluierung ab. Die vorliegende Kennzahl bildet nur den Kreis der sehr zufriedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab. Die ebenfalls positive Beurteilung „überwiegend zufrieden“ fließt nicht ein. Der ambitionierte angestrebte Zielzustand von 75 %iger höchster Zufriedenheit konnte, wie die Analyse der Evaluierung ergab, primär als Ausfluss der pandemie-bedingten Einschränkungen nicht ganz erreicht werden. So mussten mit Mitte März 2020 alle als Präsenzveranstaltungen geplanten Events auf ein digitales Format umgestellt werden. Dies erfolgte umgehend von Seiten der Programmkoordination (erstes digitales Event bereits im April 2020), wurde aber vom Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum damaligen Zeitpunkt mangels Vertrautheit mit dem neuen Format nur teilweise angenommen. Auch die Abschlussveranstaltung im September 2020 musste digital angeboten werden. Dies schränkte die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein und schlug in gewissem Umfang auch auf die Zufriedenheit mit der Abwicklung durch. Laut Analyse wirkten sich die pandemie-bedingten Einschränkungen gravierend auf die Zielerreichung etlicher Teilnehmerinnen aus, da einerseits der Kontakt mit den Mentorinnen und Mentoren stark oder komplett eingeschränkt wurde und andererseits sich die Gegebenheiten durch Homeoffice, Homeschooling (vermehrte Betreuungspflichten) etc. für manche Mentees nachhaltig und unerwartet änderten. Hinweis: Die gegenständliche Kennzahl wird im Bundesvoranschlag 2021 im Globalbudget 17.01 ausgewiesen. Auf der Ebene der Untergliederung wird stattdessen die Kennzahl "Frauenanteil in den höchsten besoldungsrechtlichen Einstufungen im Bundesdienst" dargestellt.

Grafischer Maximalwert: 90


Quelle

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport – Evaluierung des Programms Cross Mentoring am Ende des jeweiligen Programmjahres mithilfe eines Online-Fragebogens an Mentees und Mentorinnen und Mentoren.

Berechnungsmethode

Basierend auf der jährlichen Evaluierung des Programms Cross Mentoring wird der Anteil der in höchstem Ausmaß Zufriedenen (mit der Abwicklung des Programms und der Zusammenarbeit in den Mentoring-Tandems) sowie der Anteil der Zielerreichung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als Durchschnittswert angegeben; bei der Berechnung werden alle drei genannten Bereiche gleich gewichtet. Höchste Zufriedenheit/Zielerreichung wird bei einem Wert von 100 erreicht.

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: zur Gänze erreicht: Anzahl von Menschen mit Behinderungsgrad von 70 % oder mehr im Bundesdienst [Köpfe]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 282 [Köpfe]
    • Zielzustand: 274
    • Oberer Schwellenwert: 350
    • Unterer Schwellenwert: 150
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Im Jahr 2020 sind 28 Aufnahmen gemäß § 5 Abs. 3 der Regelungen für die Planstellenbewirtschaftung gemäß § 44 Bundeshaushaltsgesetz (BHG) 2013 erfolgt (sogenannte "Behindertenplanstellen"; Aufnahmen erfolgen ohne Bindung einer Planstelle). Diese Regelung soll die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung im Bundesdienst forcieren und für die Dienststellen einen dahingehenden Anreiz schaffen, dass diese Bedienstetengruppe von etwaigen Einsparungsvorgaben ausgenommen ist. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigten Behinderten gemäß Behinderteneinstellungsgesetz mit einem Behinderungsgrad von mindestens 70 % (wird festgestellt mit Bescheid des Sozialministeriumservice). Da diesbezügliche Aufnahmen jährlich im Ministerratsvortrag in Köpfen angegeben werden, erscheint es sinnvoll, auch hier Köpfe anzugeben (bisher Vollbeschäftigtenäquivalente). Da im Herbst 2020 kein "Behindertenministerrat" verfasst wurde, wurde die angegebene Zahl aus einer Arbeitsliste mit Stand 01.10.2020 abgefragt.

Grafischer Maximalwert: 350


Quelle

Jährlicher Ministerratsvortrag des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Stand 01.10; Die Daten werden jährlich bei den Ressorts erhoben.

Berechnungsmethode

Gesamtanzahl der Menschen mit einem Behinderungsgrad von 70 % oder mehr pro Jahr per 01.10. des Planungsjahres gegenüber dem Stand per 01.10. des vorherigen Jahres gemäß § 5 Abs. 3 der Regelungen für die Planstellenbewirtschaftung

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: überplanmäßig erreicht: Nutzen der Seminare an der Verwaltungsakademie des Bundes [Note]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 1,33 [Note]
    • Zielzustand: 1,5
    • Oberer Schwellenwert: 1,2
    • Unterer Schwellenwert: 2
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Aufgrund der Covid-19-Pandemie war der Präsenzbetrieb der VAB im Jahr 2020 für viele Monate eingestellt. Die Umstellung des Kursangebots auf Online-Trainings wurde nach Möglichkeit rasch vollzogen, aber aufgrund äußerer Rahmenbedingungen konnten die Zielgruppen nur langsam und schrittweise erreicht werden. Unterschiedliche IT-Sicherheitsvorkehrungen der Ressorts, fehlende IT-Ausstattung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine fehlende bundeseinheitliche Kommunikationssoftware, ungewohnte Lernumgebung und technische Anforderungen etc. schränkten die Erreichbarkeit der Zielgruppen stark ein. Im Jahr 2020 haben trotz dieser schwierigen Umstände mehr als 6.200 Personen das Angebot der Verwaltungsakademie des Bundes zur Aus- und Weiterbildung genützt (2019 ca. 8.700 – ohne Grundausbildung). Die Berechnungsmethode wurde gegenüber dem Bundesvoranschlag 2019 geändert (nunmehr "Nutzen“ anstelle von "beruflichem Nutzen“: Der berufliche Nutzen wird in allen Themenbereichen schlechter beurteilt als der Gesamteindruck – Istwerte liegen bedingt durch die Umstellung erst ab dem Jahr 2017 vor). Hinweis: Die gegenständliche Kennzahl wird im Bundesvoranschlag 2021 im Globalbudget 17.01 ausgewiesen. Auf Ebene der Untergliederung wird stattdessen eine Kennzahl zur "Teilnahme an spezifischen Managementlehrgängen der Verwaltungsakademie“ dargestellt.

Grafischer Maximalwert: 1,2


Quelle

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Berechnungsmethode

Durchschnittliche Bewertung der Seminare durch Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinsichtlich des Nutzens nach dem Schulnotenprinzip.

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben