Allschutztransportfahrzeug "Dingo" 2 - Beschaffung in den Ausstattungen Patrouillensicherung und Materialerhaltung

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Beschaffung von Allschutztransportfahrzeugen (ATF) in der Ausstattung Patrouillensicherungsfahrzeug (PatSi) und der Ausstattung Materialerhaltung (MatE); Beschaffung von 14 Stk. ATF PatSi und 4 Stk. ATF MatE 2015 sowie Beschaffung von 32 Stk. ATF PatSi und 8 Stk. ATF MatE 2016 BMLV UG 14 2015 2015 -5.662 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Nationale Rechtsgrundlage

B-VG, WG 2001, BVergG 2006, BHG 2013

Problemdefinition

Die vorgesehene Nachbeschaffung von insgesamt 40 Stk. Allschutztransportfahrzeugen (ATF) in der Ausstattung als Patrouillensicherungsfahrzeug (PatSi) und 12 Stk. ATF in der Ausstattung als Materialerhaltungsfahrzeug (MatE) dient zur Abdeckung der vorhandenen Fähigkeitslücke im Bereich des geschützten Transports von Personen. Zurzeit sind zu wenig derartige Fahrzeuge verfügbar. Mit diesen gehärteten, minengeschützten und mit entsprechender Bewaffnung ausgestatteten Fahrzeugen können Personen geschützt auch in gefährdeten Bereichen transportiert werden. Vor allem im Rahmen von friedensunterstützenden Einsätzen wie z.B. am Balkan und im Nahen Osten besteht der Bedarf an geschützten Personentransportmöglichkeiten.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Aus den Strategiepapieren Bund bzw. BMLV geht die Notwendigkeit einer durch das ÖBH entsprechenden Mobilität zur Aufgaben-, Auftragserfüllung zweifelsfrei hervor und lässt sich stringent ableiten. Siehe hierzu die Ausführungen:
• im Regierungsprogramm 2017 – 2022 (Seite 51): Das ÖBH muss weiterhin auch über den Bereich der militärischen Landesverteidigung hinaus zur Bewältigung von Assistenz-Aufgaben, zum Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit sowie der demokratischen Freiheiten der Einwohner, zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren überhaupt sowie zur Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfangs befähigt sein,
• im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2013 – 2018 (Seite 82): Das Bundesheer muss auf der Grundlage der neuen Österreichischen Sicherheitsstrategie, des Wehrdienstberichtes, des Milizsystems und der Immerwährenden Neutralität an die zukünftigen Herausforderungen und Aufgaben angepasst werden. Eine Verbesserung der Fähigkeiten sowohl zur militärischen Landesverteidigung als auch für Assistenzeinsätze ist anzustreben,
• in der Österreichischen Sicherheitsstrategie 2013 Pkt. 3 (Seite 9ff): Das Österreichische Sicherheitskonzept in der neuen Dekade,
• in der Teilstrategie Verteidigung 2014 Pkt. 5 (Seite 19ff): Verteidigungspolitischer Auftrag, Aufgaben und Zielvorgaben an das ÖBH,
• im Militärstrategischen Konzept 2017 Pkt. 2 (Seite 5ff): Militärstrategische Zielsetzung und Einsatzaufgaben.
Ein besteht kein signifikanter Beitrag des Vorhabens zu den UN Nachhaltigkeitszielen (SDGs).


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 481 481 0 2.308 2.085 -223 3.363 3.096 -267 6.152 5.662 -490
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 0 0 0 0 0 0 481 481 0 2.308 2.085 -223 3.363 3.096 -267 6.152 5.662 -490
Nettoergebnis 0 0 0 0 -481 -481 -2.308 -2.085 -3.363 -3.096 -6.152 -5.662

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Zum Zeitpunkt der Erstellung der WFA wurde mit Gesamtauszahlungen in der Höhe von 100,88 Mio. € kalkuliert. Tatsächlich sind Gesamtaufwendungen in der Höhe von 91,7 Mio. € eingetreten. Die Minderaufwendungen in der Höhe von insgesamt 9,2 Mio. € ergaben sich insbesondere dadurch, dass [1] für 20 Stk. ATF "Dingo" 2 einer früheren Serie entschieden wurde, diese nicht mit neuen elektronisch fernbedienbaren Waffensystemen (EFWS) auszustatten sondern bereits beschaffte baugleiche EFWS weiter zu verwenden. Daher reduzierte sich die ursprüngliche Anzahl an EFWS von 58 Stk. à 400.000,- € auf 38 Stk. à 387.000,- €, wodurch sich Minderaufwendungen in der Höhe von 8,5 Mio. € ergaben und [2] der kalkulierte Gesamtbetrag für die ATF Dingo in beiden Ausstattungen in der Höhe von 77,7 Mio. € sich auf 77 Mio. € reduzierte, wodurch sich Minderaufwendungen in der Höhe von 0,7 Mio. € ergaben. Die oa. Beträge der Ergebnisrechnung beziehen sich lediglich auf einen fünfjährigen Betrachtungszeitraum der Aufwendungen (AfA). Die Differenzsumme ergibt sich im Wesentlichen aus der oa. geringeren Anzahl an tatsächlich beschafften EFWS.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Vor allem im Rahmen von friedensunterstützenden Einsätzen des ÖBH, bspw. am Balkan und im Nahen Osten, besteht der Bedarf an geschützten Personentransportmöglichkeiten. Da im ÖBH hierfür grundsätzlich zuwenig Kapazitäten verfügbar sind, wird den Soldatinnen und Soldaten nunmehr ua. das Allschutztransportfahrzeug (ATF) "Dingo" 2 für eine sicherere Bewältigung der Einsatzaufgaben zur Verfügung gestellt. Das ATF "Dingo" 2 zeichnet sich technisch insbesondere dadurch aus, als dass es gehärtet gegen direkten Beschuss ist, einen adäquaten Schutz gegen Minen bietet sowie zum Selbst- / Eigenschutz mit einem elektronisch fernbedienbaren Waffensystem (EFWS) ausgestattet ist. Durch die nunmehr durchgeführte Nachbeschaffung von insgesamt 46 Stk. ATF in der Ausstattung als Patrouillensicherungsfahrzeug (PatSi) und 12 Stk. ATF in der Ausstattung als Materialerhaltungsfahrzeug (MatE) können zusätzlich bis zu drei verstärkte Infanteriekompanien geschützt transportiert werden.
Der Einsatz von personellen Ressourcen und dem Know-How aus den Bereichen der kaufmännischen und der systemverantwortlichen Abteilung haben wesentlich zum positiven Gelingen dieses Beschaffungsvorhabens beigetragen. Das Verhältnis zwischen eingesetztem Input und erreichter Wirkung ist daher jedenfalls als adäquat und effizient zu beurteilen. Unter anderem konnten auch mehrere Aufgaben durch die Deutsche Bundeswehr (BMVg) in Verbindung mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) im Rahmen des Mandatsvertrages erledigt werden. Insgesamt haben sich daher die gewählte Beschaffungsmethode, die Auswahl des Auftragnehmers, der Personaleinsatz sowie die Zielformulierung positiv für die Zielerreichung ausgewirkt und können zukünftig für ähnliche Aufgabenstellungen als Muster herangezogen werden.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen