Verpflichtung von Schülerinnen und Schülern zur Teilnahme an Erhebungen durch das BIFIE

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Verordnung der Bundesministerin für Bildung und Frauen über die Pflicht zur Mitwirkung an Erhebungen durch das BIFIE (6. BIFIE-Erhebungsverordnung) Gebündelt mit 7. BIFIE-Erhebungsverordnung BMBWF UG 30 2016 2017 -123 Verordnung

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Nationale Rechtsgrundlage

Art. 1 § 6 Abs. 2 des BIFIE-Gesetzes 2008

Problemdefinition

Im Zusammenhang mit einigen durch das BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) durchzuführenden Testungen sollen durch sog. Kontextfragebögen indirekt personenbezogene Erhebungen bei den getesteten Schülerinnen und Schülern über schulische Lernbedingungen und außerschulische Lern- und Lebensbedingungen erfolgen. Dabei werden bildungsrelevante sozioökonomische Faktoren wie z.B. Herkunft, Berufsstand der Eltern und soziale Situation erhoben. Dies erfolgt in der Absicht, eine Verknüpfung und Interpretation der Leistungsdaten einerseits mit schulischen (z.B. Schulklima, Schulzufriedenheit), andererseits mit außerschulischen Rahmenbedingungen (Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsabschlüsse der Eltern u.Ä.) zu ermöglichen, um daraus qualitätssichernde und steuerungsrelevante Schlussfolgerungen ableiten zu können.

Eine Herstellung des direkten Personenbezugs ist nicht möglich.

Die Testungen 2016 im Einzelnen:
Überprüfung der Bildungsstandards für Deutsch, 8. Schulstufe: ca. 81.000 Schülerinnen und Schüler (April 2016)
Pilotierung für die Überprüfung der Bildungsstandards für Mathematik 4. Schulstufe: ca. 2.300 Schülerinnen und Schüler (Mai 2016)
Haupttest zu PIRLS 2016: ca. 4.500 Schülerinnen und Schüler (April bis Mai 2016)

Die Testungen 2017 im Einzelnen:
Überprüfung der Bildungsstandards für Mathematik, 8. Schulstufe: ca. 81.000 Schülerinnen und Schüler (April bis Mai 2017)
Pilotierung für die Überprüfung der Bildungsstandards für Englisch 8. Schulstufe: ca. 5.000 Schülerinnen und Schüler (April bis Mai 2017)
Feldtest zu PISA 2018: ca. 2.300 Schülerinnen und Schüler (April bis Mai 2017)


Die Kontextdaten stellen einen wesentlichen Bestandteil dieser Erhebungen dar. Schülerinnen und Schüler sind aber nur dann verpflichtet, an den Kontext-Erhebungen teilzunehmen, wenn dies durch eine Verordnung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen angeordnet wird.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Die Daten können für die sozialindexbasierte Ressourcenzuteilung für Schulstandorte genutzt werden.
Außerdem geben die Daten Auskunft über Kennzahl 4 (Anteil der Schülerinnen und Schüler, die die Bildungsstandards erreichen bzw. übertreffen) des Wirkungsziels "Erhöhung des Leistungs- und Bildungsniveaus der Schülerinnen und Schüler".

Die Verordnungen können folgenden beiden SDGs zugeordnet werden:
"4.1 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Mädchen und Jungen gleichberechtigt eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung abschließen, die zu brauchbaren und effektiven Lernergebnissen führt"
"4.6 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Jugendlichen und ein erheblicher Anteil der männlichen und weiblichen Erwachsenen lesen, schreiben und rechnen lernen"

Durch die Erhebung des Geschlechts im Rahmen der Kontextbefragungen, können geschlechterspezifischen Unterschiede der Leistungen von Schüler/innen sichtbar gemacht und als Entscheidungsgrundlage für politische Maßnahmen herangezogen werden.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (vereinfachte Darstellung)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2016 2017 2018 2019 2020 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 60 62 2 60 61 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 120 123 3
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 60 62 2 60 61 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 120 123 3
Nettoergebnis -60 -62 -60 -61 0 0 0 0 0 0 -120 -123

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Die finanziellen Auswirkungen umfassen Personal- und Druckkosten, wobei die Zusammensetzung der Planwerte nicht im Detail vorliegt. Die Ist-Kosten umfassen einen Personalaufwand iHv EUR 30.016,- im Jahr 2016 und EUR 30.916,- im Jahr 2017, sowie Druckkosten iHv EUR 32.232,- im Jahr 2016 und EUR 30.107,- im Jahr 2017. In beiden Jahren (2016 und 2017) wurden die geplanten Kosten iHv EUR 60.000 somit nur geringfügig überstiegen.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Das BIFIE führte 2016 und 2017 einige Feld- und Haupttestungen durch, wie die Überprüfung der Bildungsstandards für Deutsch und Mathematik jeweils für die 8. Schulstufe sowie PIRLS für die 4. Schulstufe.
In diesem Zusammenhang wurden durch Kontextfragebögen bei den getesteten Schülerinnen und Schülern indirekt personenbezogene schulische Lernbedingungen und außerschulische Lern- und Lebensbedingungen erhoben. Dabei wurden bildungsrelevante sozioökonomische Faktoren wie zum Beispiel Herkunft, Berufsstand der Eltern und soziale Situationen erhoben. Die beabsichtigte Verknüpfung und Interpretation der Leistungsdaten einerseits mit schulischen (z.B. Schulklima, Schulzufriedenheit), andererseits mit außerschulischen Rahmenbedingungen (z.B. Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsabschlüsse der Eltern) konnte wie geplant durchgeführt werden. Es ist möglich, qualitätssichernde und steuerungsrelevante Schlussfolgerungen zu ziehen.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen