Hochwasserschutz "Marchfeldschutzdämme"

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
überwiegend eingetreten: Hochwasserschutz "Marchfeldschutzdämme" (gebündelt ursprüngliche Planung mit Baukostenerhöhung) BMK UG 41 2015 2015 -51.840 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

Österreich wurde im Juni 2013 von einem verheerenden Donauhochwasser heimgesucht. An den Pegeln der Donau wurde ein Hochwasser mit einer 100jährlichen Eintrittswahrscheinlichkeit registriert.

Östlich, stromabwärts von Wien, befindet sich das Marchfeld. Diese große Beckenlandschaft stellt einen bedeutenden Lebens- und Wirtschaftsraum dar.

Die Funktionen des bestehenden Dammsystems konnten im Zuge des Donau-Hochwassers 2013 nur mit großem Aufwand seitens der Damm-Betreiber "Donau-Hochwasserschutz-Konkurrenz" (DHK) und viadonau, der betroffenen Feuerwehren und Gemeinden, des Bundesheeres sowie freiwilliger Helfer gesichert werden.
Gemäß Arbeitsprogramm 2013-2018 der Österreichischen Bundesregierung, sind die Donau-Hochwasserschutzanlagen östlich von Wien (Marchfeldschutzdämme) im Sinne des vorsorgenden Hochwasserschutzes (HWS) bis 2019 zu sanieren. Die Anlagen liegen im Bundesland Niederösterreich zwischen der Stadtgrenze Wien und der Staatsgrenze zur Slowakei (Gesamtlänge 66,8 km).
Die gesamten DHK-Dämme schützen inklusive Wien rund 600.000 Menschen. Durch die zu sanierenden Dammabschnitte werden rund 30.000 Menschen geschützt.
Eine rasche Sanierung und Ausbau der Anlagen nach dem Stand der Technik zum Schutz der dahinterliegenden Bevölkerung und Wirtschaft inkl. Absicherung und Verbesserung der Standortqualität ist daher dringend erforderlich.

Bündelung:
Den genehmigten Projektgesamtkosten lag eine Planung mit Stand Herbst 2014 zugrunde, die aufgrund veränderter Auflagen angepasst werden musste. Die gegenständliche Baukostenerhöhungen machen insgesamt 15,0 Mio. € aus, davon entfallen auf den Bund 10,5 Mio. € und auf die Länder 4,5 Mio. €.
Begründung für die Kostenerhöhungen sind Kostensteigerungen bei der Qualmwasserableitung, der Ökologie im Zuge des Bewilligungsverfahrens, bei den Asphaltierungsarbeiten bzw. wegen der Feststellung des schlechteren Dammzustandes im Zuge einer geotechnischen Detailerkundung. Dazu entfällt ein kleiner Anteil auf die Valorisierung. Der gesamte Finanzierungsanteil des Bundes beträgt nun nach Baukostenerhöhung im Vergleich zur Planung 2014 (+10,5 Mio. €) 77,6 Mio. €.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Projekt war Teil des Arbeitsprogramm 2013–2018 der Österreichischen Bundesregierung (zum Abschnitt „Wasserstraße stärken, Hochwasserschutz ausbauen“). Es ist auch im Zusammenhang mit dem Aktionsprogramm Donau bis 2022 (Bereich Hochwasserschutz) zu sehen.
Das SDG Ziel 11.5 ist damit verbunden (trägt bei).


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2015 2016 2017 2018 2019 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 3.540 3.540 0 9.300 9.300 0 21.000 21.000 0 25.830 18.000 -7.830 59.670 51.840 -7.830
Aufwendungen gesamt 0 0 0 3.540 3.540 0 9.300 9.300 0 21.000 21.000 0 25.830 18.000 -7.830 59.670 51.840 -7.830
Nettoergebnis 0 0 -3.540 -3.540 -9.300 -9.300 -21.000 -21.000 -25.830 -18.000 -59.670 -51.840

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Da das Projekt erst 2023 abgeschlossen ist, können diese noch nicht angegeben werden.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: überwiegend eingetreten.

Österreich wurde im Juni 2013 von einem verheerenden Donauhochwasser heimgesucht. An den Pegeln der Donau wurde ein Hochwasser mit einer 100jährlichen Eintrittswahrscheinlichkeit registriert.
Östlich, stromabwärts von Wien, befindet sich das Marchfeld. Diese große Beckenlandschaft stellt einen bedeutenden Lebens- und Wirtschaftsraum dar.
Die Funktionen des bestehenden Dammsystems konnten im Zuge des Donau-Hochwassers 2013 nur mit großem Aufwand seitens der Damm-Betreiber "Donau-Hochwasserschutz-Konkurrenz" (DHK) und viadonau, der betroffenen Feuerwehren und Gemeinden, des Bundesheeres sowie freiwilliger Helfer gesichert werden.
Gemäß Arbeitsprogramm 2013-2018 der Österreichischen Bundesregierung, sind die Donau-Hochwasserschutzanlagen östlich von Wien (Marchfeldschutzdämme) im Sinne des vorsorgenden Hochwasserschutzes (HWS) bis 2019 zu sanieren. Die Anlagen liegen im Bundesland Niederösterreich zwischen der Stadtgrenze Wien und der Staatsgrenze zur Slowakei (Gesamtlänge 66,8 km).
Die gesamten DHK-Dämme schützen inklusive Wien rund 600.000 Menschen. Durch die zu sanierenden Dammabschnitte werden rund 30.000 Menschen geschützt.
Eine rasche Sanierung und Ausbau der Anlagen nach dem Stand der Technik zum Schutz der dahinterliegenden Bevölkerung und Wirtschaft inkl. Absicherung und Verbesserung der Standortqualität war daher dringend erforderlich.
Das Projekt umfasst die Dammsanierung (z. B. Einschlagen von Spundwänden) und Anpassung an den Stand der Technik ( z. B. Schaffung von Dammverteidigungswegen, Schaffung von Bewuchsfreihaltezonen) als auch abschnittsweise Dammaufhöhungen.

Die zusammengefaßte Aufgabenstellung war, wie folgt:
• Sanierung und Anpassung an den Stand der Technik
• Höhenanpassungen an Schutzniveau – dort wo erforderlich
• Schutzniveau mind. 12.000 m³/s, entspricht einem > 300 jährlichen Ereignis

Das Vorhaben wurde und wird weiter umgesetzt. Wenn dieses abgeschlossen ist, ist der Erfolg durch den Schutz der Bevölkerung im Marchfeld gegeben.
Deshalb wurde das Vorhaben auf überwiegend eingetreten gesetzt. Wenn dieses abgeschlossen ist, wird dies auf zur Gänze eingetreten zu setzen sein.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Nach Ende des Vorhaben bzw. der Kollaudierung erscheint dies sinnvoll.

Weiterführende Informationen