zur Gänze erreicht: Ziel 3: Einheitliches System der Einlagensicherung und Anlegerentschädigung

Beschreibung des Ziels

Mit dem ESAEG wird das bisher nach Sektoren dezentral organisierte Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem ab 2019 durch ein einheitliches System ersetzt.


Dem Ziel zugeordnete Maßnahmen


Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1 des Ziels: zur Gänze erreicht Meilenstein 1: Vereinheitlichung des österreichischen Systems der Einlagensicherung und Anlegerentschädigung

Ausgangszustand 2015

Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem besteht aus den Sicherungseinrichtungen der fünf Fachverbände. Jedes Kreditinstitut muss der Sicherungseinrichtung seines Fachverbandes angehören. Reichen die finanziellen Mittel einer Sicherungseinrichtung nicht zur Bedeckung eines Sicherungsfalls aus, haben die Sicherungseinrichtungen der anderen Fachverbände ebenfalls Beiträge zu leisten.

Zielzustand 2020

Zum Evaluierungszeitpunkt gibt es ein einheitliches Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem und, sofern von der FMA als Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem anerkannt, zusätzlich Institutsspezifische Sicherungssysteme (IPS). Kreditinstitute haben dem einheitlichen Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem anzugehören, es sei denn, sie sind Mitglied eines anerkannten IPS. Bestehen in Zukunft neben der einheitlichen Sicherungseinrichtung noch anerkannte IPS, so gilt zwischen diesen im Bedarfsfall eine finanzielle Unterstützungspflicht.

Istzustand 2020

Seit dem 1. Jänner 2019 nimmt die Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. die Funktion als einheitliches Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem bzw. als einheitliche Sicherungseinrichtung wahr. Das Institutsspezifische Sicherungssystem (IPS) der Erste Bank und österreichischen Sparkassen wurde von der Finanzmarktaufsicht (FMA) mit 1. Jänner 2019 als Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssystem anerkannt, die zuständige Sicherungseinrichtung ist hier die s-Haftungs GmbH (Haftungsverbund GmbH). Die Pflicht zur gegenseitigen finanziellen Unterstützung zwischen den beiden genannten Sicherungseinrichtungen ergibt sich aufgrund der Vorgaben der §§ 24 bis 27 ESAEG.

Datenquelle

Finanzmarktaufsicht (FMA), Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H sowie s-Haftungs GmbH (Haftungsverbund GmbH)


Zielerreichungsgrad des gesamten Ziels: zur Gänze erreicht.