Wirkungsziel 10.2 Hoher Beitrag des Bundeskanzleramts für ein friedliches, sicheres und chancengleiches Zusammenleben der Bevölkerung in Österreich

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: überplanmäßig erreicht: Gemeldete Cybervorfälle in Österreich bei den AnbieterInnen digitaler Dienste, BetreiberInnen wesentl. Dienste u. der öffentl. Verwaltung [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 108 [Anzahl]
    • Zielzustand: 20
    • Oberer Schwellenwert: 108
    • Unterer Schwellenwert: 10
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Diese Kennzahl wurde mit dem Bundesvoranschlag 2021 eingeführt. Daher sind die Ziel- und Istzustände ab dem Jahr 2021 verfügbar. Ein transparentes und lückenloses Meldesystem ermöglicht die Erstellung aussagekräftiger gesamtstaatlicher Lagebilder zu den Bedrohungen im Cyberraum. In diesem Sinne stellt eine mittelfristige Steigerung der Meldungen eine positive Wirkung dar. Der im Jahr 2021 übertroffene Zielzustand der Kennzahl deutet darauf hin, dass das Meldesystem flächendeckend unter den meldenden Stellen bekannt ist und entsprechend seinen Anforderungen sehr gut funktioniert. Mittelfristig wird ein weiterer Anstieg des Kennzahlenwerts erwartet, langfristig wird eine konstante Kennzahlenentwicklung angestrebt.

Grafischer Maximalwert: 25


Quelle

Bundeskanzleramt, interne Aufzeichnungen der Abteilung I/8

Berechnungsmethode

Summe der Meldungen gemäß §§ 19, 21, 22 und 23 in Verbindung mit § 11 Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz – NISG

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: teilweise erreicht: Absolvierte Werte- und Orientierungskurse (WOK) im Verhältnis zu Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigungen aus dem Vorjahr [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 94,21 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 91,39 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres" zu "Bundeskanzleramt"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 66,86 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 100
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 69,48 [%]
    • Zielzustand: 80
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Das Integrationsgesetz 2017 normiert in § 2 Abs. 2 als wesentliche Zielbestimmung, dass Österreichs liberales und demokratisches Staatswesen auf Werten und Prinzipien beruht, die nicht zur Disposition stehen. Diese identitätsbildende Prägung der Republik Österreich und ihrer Rechtsordnung ist zu respektieren. Im Rahmen des IntG sind Werte- und Orientierungskurse gesetzlich verankert worden und für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte ab dem vollendeten 15. Lebensjahr verpflichtend: Dies vor allem deshalb, da insbesondere Flüchtlinge, die aus Kulturkreisen mit oft sehr unterschiedlichen Wertauffassungen kommen, mit den Grundregeln unseres Zusammenlebens frühzeitig vertraut gemacht werden sollen. Themenspezifische Vertiefungskurse zu wichtigen Integrations- und Alltagsthemen erweitern und intensivieren das Wissen. Der angestrebte Zielzustand konnte 2021 nicht vollumfänglich erreicht werden. Dieser Umstand ist auf die Einschränkungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie zurückzuführen: Mit Inkrafttreten der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung Anfang November 2020 musste die Abhaltung von Werte- und Orientierungskursen von Mitte November 2020 bis Ende Jänner 2021 – wie bereits im Frühjahr 2020 – ausgesetzt werden; Vertiefungskurse konnten erst wieder im August 2021 abgehalten werden. Hätte die durchschnittliche Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Werte- und Orientierungskursen auch in jenen Monaten fortgeschrieben werden können, in denen keine Kurse angeboten werden konnten, so wäre der Zielwert in Höhe von 80 % erreicht worden.

Grafischer Maximalwert: 90


Quelle

Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) - Indikatorenbericht zu den WOK; BMI Asylstatistik – Asylberechtigte Menschen (rechtskräftig positiv bzw. subsidiärer Schutz)

Berechnungsmethode

Absolvierte Werte- und Orientierungskurse (WOK) sowie Vertiefungskurse im Verhältnis zu Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigungen aus dem Vorjahr

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: überplanmäßig erreicht: Nutzen der Beratungen der Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW): Prozentanteil der vergleichsweise zustande gekommenen Lösungen für Betroffene [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2018
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 67 [%]
    • Zielzustand: 55
    • Oberer Schwellenwert: 67
    • Unterer Schwellenwert: 10
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 88 [%]
    • Zielzustand: 57
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 55 [%]
    • Zielzustand: 67
    • Oberer Schwellenwert: 68
    • Unterer Schwellenwert: 49
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 91 [%]
    • Zielzustand: 75
    • Oberer Schwellenwert: 91
    • Unterer Schwellenwert: 49
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Diese Kennzahl wurde mit dem Bundesvoranschlag 2018 eingeführt. Daher sind die Zielzustände ab dem Jahr 2018 verfügbar. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) konnte im Jahr 2020 etwas weniger Vergleichslösungen erzielen als prognostiziert. Für die GAW ergeben sich vier Phasen während der Begleitung von KlientInnen, in denen sich gute Möglichkeiten bieten, um Vergleiche zu erzielen: nach ersten Interventionen, anschließend nach Einbringung eines Antrags vor der Gleichbehandlungskommission (GBK), bei der ersten Tagsatzung der GBK (nach ca. drei Monaten) sowie nach Abschluss eines Verfahrens vor der GBK. Im Jahr 2020 fanden seitens der GBK COVID-19-bedingt ca. sechs Monate lang keine Tagungen statt. Daher konnte die GAW hauptsächlich nur die ersten beiden Phasen für Vergleichsabschlüsse nutzen. Im Jahr 2021 stellte die GAW ihre Unternehmensschulungen auf Webinare um, und auch die Sitzungen der GBK fanden mithilfe von Online-Lösungen wieder durchgehend statt. Dadurch konnten Schlichtungsgespräche auch bei Fällen aus den Regionalbüros angeboten werden. Das führte dazu, dass die GAW die oben beschriebenen vier Phasen wieder vollumfänglich für Vergleichslösungen nutzen konnte und den Zielzustand der Kennzahl für 2021 übertraf.

Grafischer Maximalwert: 88


Quelle

Datenerfassungssystem der Gleichbehandlungsanwaltschaft des Bundeskanzleramts

Berechnungsmethode

Prozentanteil der Diskriminierungsfälle in der GAW-Statistik mit den Beratungsergebnissen „Ersatzleistung“, „Entschuldigung“ und „gleichbehandlungskonformes Ergebnis“ bezogen auf die Gesamtzahl der Diskriminierungsfälle, bei denen im Beratungsverlauf eine vergleichsweise Lösung angestrebt wird

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben