Wirkungsziel 42.3 Schutz und Erhalt des Wassers und des Waldes als Lebensgrundlage und Lebensraum für Mensch und Natur

zugeordnete Maßnahmen

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 1

Wirkungszielkennzahl 1: zur Gänze erreicht: Einhaltung der Qualitätsziele für Nitrat und Pestizide im Grundwasser [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 86,16 [%]
    • Zielzustand: 84
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 75
  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 81,80 [%]
    • Zielzustand: 86
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 76
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 83,60 [%]
    • Zielzustand: 86
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 76
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 84,7 [%]
    • Zielzustand: 84
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 86,7 [%]
    • Zielzustand: 85
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft" zu "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 87,1 [%]
    • Zielzustand: 85,5
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überwiegend erreicht
    • Istzustand: 85,00 [%]
    • Zielzustand: 86
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 80
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus" zu "Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 85,30 [%]
    • Zielzustand: 87
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 79
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: zur Gänze erreicht
    • Istzustand: 86,9 [%]
    • Zielzustand: 87
    • Oberer Schwellenwert: 88
    • Unterer Schwellenwert: 85
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt bei dieser Kennzahl ein schwankendes Niveau, aber eine grundsätzlich positive Entwicklung. Aufgrund der Trägheit des Systems, die vor allem durch Grundwasserneubildungsraten in der Größenordnung von Jahrzehnten geprägt ist, ist auch weiterhin nur mit langsamen und mittelfristigen Veränderungen zu rechnen. Der Rückgang der Belastungen von 2018 auf 2019 ist primär durch eine Veränderung der Anzahl der analysierten relevanten Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitten bedingt. Gegenüber dem Jahr 2020 (85,3 %) ist für 2021 ein leichter Anstieg des Anteils der Messstellen ohne Belastungen festgestellt worden; der Istwert von 86,9 % unterschreitet den Zielwert von 87 % nur geringfügig und die Kennzahl wird insgesamt als zur Gänze erreicht beurteilt. Die häufigsten Überschreitungen der Qualitätsziele erfolgten durch Nitrat oder bereits verbotene Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (z. B. Atrazin) bzw. deren relevante Abbauprodukte.

Grafischer Maximalwert: 88


Quelle

H2O-Fachdatenbank https://info.bml.gv.at/themen/wasser/wisa.html / BML

Berechnungsmethode

Anteil der Messstellen, an denen die Qualitätsziele für Nitrat und Pestizidwirkstoffe erreicht werden

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 2

Wirkungszielkennzahl 2: überplanmäßig erreicht: Hydromorphologisch sanierte Gewässerabschnitte [Anzahl]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2013
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 236 [Anzahl]
    • Zielzustand: 130
    • Oberer Schwellenwert: 240
    • Unterer Schwellenwert: 120
  • Jahr: 2014
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 328 [Anzahl]
    • Zielzustand: 290
    • Oberer Schwellenwert: 330
    • Unterer Schwellenwert: 236
  • Jahr: 2015
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 345 [Anzahl]
    • Zielzustand: 330
    • Oberer Schwellenwert: 380
    • Unterer Schwellenwert: 280
  • Jahr: 2016
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 345 [Anzahl]
    • Zielzustand: 380
    • Oberer Schwellenwert: 390
    • Unterer Schwellenwert: 340
  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 387 [Anzahl]
    • Zielzustand: 400
    • Oberer Schwellenwert: 450
    • Unterer Schwellenwert: 370
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft" zu "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 387 [Anzahl]
    • Zielzustand: 440
    • Oberer Schwellenwert: 680
    • Unterer Schwellenwert: 387
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 387 [Anzahl]
    • Zielzustand: 490
    • Oberer Schwellenwert: 490
    • Unterer Schwellenwert: 387
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus" zu "Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 417 [Anzahl]
    • Zielzustand: 530
    • Oberer Schwellenwert: 550
    • Unterer Schwellenwert: 387
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 474 [Anzahl]
    • Zielzustand: 450
    • Oberer Schwellenwert: 480
    • Unterer Schwellenwert: 420
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Da seit Mitte 2020 zusätzliche Förderungsmittel für die Umsetzung von hydromorphologischen Maßnahmen zur Verfügung gestellt wurden und zwischenzeitlich eine gewisse Vorlaufzeit für die Umsetzung der Projekte gegeben war, konnten 2021 an 57 Wasserkörpern Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer gesetzt werden. Dadurch wurde der angestrebte Zielzustand für 2021 überplanmäßig erreicht. Für 2022 wird erwartet, dass eine ähnlich hohe Anzahl von Wasserkörpern ökologisch saniert werden wird. Da sich die COVID-19-Pandemie aber negativ auf die Gemeindehaushalte ausgewirkt hat, ist mit einer gewissen Schwankungsbreite zu rechnen. Es ist aber durchaus auch denkbar, dass die Anzahl der umgesetzten Maßnahmen einigermaßen konstant bleibt, dafür aber seitens der Gemeinden in den nächsten Jahren die weniger kostenintensiven Maßnahmen vorgezogen und teurere Maßnahmen eher nach hinten verschoben werden.

Grafischer Maximalwert: 470


Quelle

Förderungsdatenbank / BML; Kommunalkredit Public Consulting

Berechnungsmethode

Summe der Wasserkörper im Berichtsgewässernetz, an denen seit 2009 aus Mitteln des Umweltförderungsgesetzes finanzierte hydromorphologische Sanierungsmaßnahmen gesetzt wurden

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 3

Wirkungszielkennzahl 3: teilweise erreicht: Mobilisierte Holzmenge unter nachhaltigen Rahmenbedingungen (§ 1 FG) [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2017
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 72 [%]
    • Zielzustand: 71
    • Oberer Schwellenwert: 80
    • Unterer Schwellenwert: 69
  • Jahr: 2018
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft" zu "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 79 [%]
    • Zielzustand: 72
    • Oberer Schwellenwert: 83
    • Unterer Schwellenwert: 69
  • Jahr: 2019
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 80 [%]
    • Zielzustand: 73
    • Oberer Schwellenwert: 85
    • Unterer Schwellenwert: 70
  • Jahr: 2020
    • Ressortwechsel von "Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus" zu "Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus"
    • Zielerreichungsgrad: nicht erreicht
    • Istzustand: 71 [%]
    • Zielzustand: 83
    • Oberer Schwellenwert: 85
    • Unterer Schwellenwert: 65
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: teilweise erreicht
    • Istzustand: 78 [%]
    • Zielzustand: 83
    • Oberer Schwellenwert: 90
    • Unterer Schwellenwert: 65
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Nachhaltige Waldbewirtschaftung bedeutet die Pflege und Nutzung der Wälder auf eine Art und in einem Umfang, dass deren biologische Vielfalt, Produktivität, Regenerationsvermögen, Vitalität sowie Potenzial dauerhaft erhalten wird, um derzeit und in Zukunft ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Funktionen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene, ohne andere Ökosysteme zu schädigen, zu erfüllen. Insbesondere ist bei Nutzung des Waldes unter Berücksichtigung des langfristigen forstlichen Erzeugungszeitraumes und allenfalls vorhandener Planungen vorzusorgen, dass Nutzungen entsprechend der forstlichen Zielsetzung den nachfolgenden Generationen vorbehalten bleiben. Unter Holzmobilisierung wird die Gesamtheit der organisatorischen, finanziellen, beratenden und logistischen Aktivitäten verstanden, die den Holzeinschlag (Holzernte) erhöhen sollen. Durch die Holzmobilisierung soll der jährliche Holzzuwachs unter Beachtung aller Kriterien einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung bestmöglich ausgeschöpft werden. Großes Potenzial gibt es im Privatwald und hier vor allem im Klein- und Kleinstprivatwald, der häufig nur extensiv wirtschaftlich genutzt wird. Allerdings stellt sich die Mobilisierung von Holz aus Wäldern, welche im Eigentum von hoffernen bzw. „neuen“ Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern stehen, als sehr schwierig heraus. Die mobilisierte Holzmenge ist im Vorjahresvergleich (71 %) gestiegen. Der Zielwert 2021 von 83 % wurde dennoch nur teilweise erreicht. Trotz gestiegener Holzpreise trugen die weiterhin eingeschränkten wirtschaftlichen Tätigkeiten aufgrund der COVID-19-Pandemie zur teilweisen Verfehlung des Zielwertes bei. Der Schadholzanfall fiel im Vergleich zum Vorjahr um 32,17 % geringer aus. Die Entwicklung der Kennzahl ist nur mittelbar und langfristig beeinflussbar. Maßnahmen, die im Programm Ländliche Entwicklung 2020 sowie in der Österreichischen Waldstrategie 2020+ enthalten sind, zielen auf eine Steigerung der mobilisierten Holzmenge unter Beachtung der Nachhaltigkeitsgrundsätze ab. Die Ausschöpfung des Holznutzungspotenzials im Rahmen einer umfassend verstandenen Nachhaltigkeit sowie die forcierte Verwendung von Holz und Holzprodukten bewirken markante Einsparungen der anthropogen verursachten Kohlendioxidemissionen. Um eine Abschwächung des Klimawandels zu erreichen, ist es Ziel der Waldstrategie 2020+, das Nutzungspotenzial unter nachhaltigen Rahmenbedingungen bestmöglich auszuschöpfen. Konkrete Maßnahmen sind etwa die Einrichtung von Holzmobilisierungs-Modellregionen, die Erfassung der Holznutzungspotenziale unter Wahrung ökologischer Erfordernisse und anderer Waldfunktionen, die Forcierung aller Nutzungsmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette Holz sowie die verstärkte Verankerung des Bau-, Roh- und Werkstoffes Holz im öffentlichen Beschaffungswesen. Im österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2014–2020 erfolgt eine Förderung der Holzverwendung/Holzmobilisierung durch die Vorhabensarten „Investitionen in die Infrastruktur für die Entwicklung, Modernisierung und Anpassung der Forstwirtschaft“, „Investitionen in Forsttechniken sowie Investitionen in Verarbeitung, Mobilisierung und Vermarktung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse“, „Stärkung der horizontalen und vertikalen Zusammenarbeit zwischen Akteuren im forst- und wasserwirtschaftlichen Sektor“ und indirekt auch durch Förderung waldbaulicher Maßnahmen. Ziele der Errichtung und Verbesserung von Infrastruktur sind unter anderem die Steigerung der Produktivität, der Holzqualität und des Arbeitseinkommens sowie der regionalen Versorgungssicherheit mit dem Rohstoff Holz und eine Mobilisierung der nachhaltigen Holznutzungsreserven. Durch die Unterstützung der horizontalen und vertikalen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren im Rahmen der nachhaltigen Waldwirtschaft wird die Entwicklung innovativer Verfahren zur Bereitstellung von Holz, der Aufbau oder die Entwicklung von Serviceleistungen für die gemeinschaftliche Vermarktung von Holz sowie die Entwicklung von lokalen Versorgungsketten im Bereich Wald – Holz gefördert.

Grafischer Maximalwert: 90


Quelle

Holzeinschlagsmeldung, BML Abt. III/1

Berechnungsmethode

Mobilisierte Holzmengen in Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Gesamtzuwachs pro Jahr gemäß Österreichischer Waldinventur (ÖWI): bis 2019: ÖWI 2007/2009 (30,4 Mio. Vorratsfestmeter pro Jahr); ab 2020: ÖWI 2016/2018 (29,7 Mio. Vfm/a)

Kennzahlen des Wirkungsziels Details zu Kennzahl 4

Wirkungszielkennzahl 4: überplanmäßig erreicht: Sanierungsrate bei geförderten Trinkwasser- und Abwasserleitungen pro Jahr [%]

Entwicklung der Wirkungskennzahl

  • Jahr: 2020
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 37 [%]
    • Zielzustand: 31
    • Oberer Schwellenwert: 40
    • Unterer Schwellenwert: 25
  • Jahr: 2021
    • Zielerreichungsgrad: überplanmäßig erreicht
    • Istzustand: 37 [%]
    • Zielzustand: 32
    • Oberer Schwellenwert: 40
    • Unterer Schwellenwert: 30
  • Mittelfristiger Zielzustand: nicht vorhanden

Erläuterung der Entwicklung

Parallel zur Verlängerung der Finanzausgleichsperiode wurden mit BGBl. I Nr. 9/2022 für die Jahre 2022 und 2023 Förderungsmittel im Umfang von jeweils 80 Mio. Euro für die Neuerrichtung und die Sanierung der Infrastruktur der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung zur Verfügung gestellt. Der Zielwert für 2021 wurde überplanmäßig erreicht. Da sich die COVID-19-Pandemie negativ auf die Gemeindehaushalte ausgewirkt hat, ist es auch unter Berücksichtigung der knappen Förderungsmittel denkbar, dass sich die Investitionstätigkeit in der Siedlungswasserwirtschaft wieder mehr in Richtung der Ersterrichtung verschiebt und erforderliche Sanierungsmaßnahmen seitens der Gemeinden erst zeitverzögert umgesetzt werden. Dadurch kann es zu einer gewissen Schwankungsbreite dieser Kennzahl kommen. Da diese Kennzahl im BFG 2020 neu eingeführt wurde, liegen keine diesbezüglichen Auswertungen der Istzustände für die Jahre 2013 bis 2018 vor.

Grafischer Maximalwert: 40


Quelle

Datenbank Kommunalkredit Public Consulting

Berechnungsmethode

Prozentmäßige Darstellung der Summe der pro Jahr geförderten sanierten Leitungslängen zur Summe sämtlicher pro Jahr geförderten Leitungslängen

Kennzahlen des Wirkungsziels zugeordnete Vorhaben