Bundesgesetz, mit dem das Internationale Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien (IAKW)–Finanzierungsgesetz geändert wird

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Bundesgesetz, mit dem das IAKW-Finanzierungsgesetz geändert wird BMF UG 45 2016 2017 -23.132 Bundesgesetz

Hintergrund

Problemdefinition

Europaweit haben auch andere Kongressdestinationen die essentielle Bedeutung von internationalen Kongressen als massive Wirtschaftskraft erkannt, weshalb diese in den vergangenen Jahren massiv aufgerüstet wurden. Um den Erfolg des Austria Center Vienna auch weiterhin zu sichern, ist eine Investition in den Außenbereich mit neuen Lösungsansätzen zur Optimierung der Eingangssituation und Maßnahmen zur Auslastungssteigerung besonders wichtig.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Internationale Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien (IAKW) ist eine 100 % Beteiligung des Bundesministeriums für Finanzen (BMF). Die IAKW AG (Internationales Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien, Aktiengesellschaft) ist verantwortlich für die Erhaltung und Verwaltung des Vienna International Centre (VIC) sowie den Betrieb des Austria Center Vienna. Das Vorhaben dient der Verbesserung der Standortqualität des Österreichischen Konferenzzentrums (Austria Center Vienna – ACV) in Wien.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2016 2017 2018 2019 2020 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 280 0 -280 560 0 -560 2.240 838 -1.402 2.030 2.030 0 5.110 2.868 -2.242
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 800 0 -800 1.600 8.000 6.400 6.400 10.000 3.600 5.800 8.000 2.200 14.600 26.000 11.400
Aufwendungen gesamt 0 0 0 800 0 -800 1.600 8.000 6.400 6.400 10.000 3.600 5.800 8.000 2.200 14.600 26.000 11.400
Nettoergebnis 0 0 -520 0 -1.040 -8.000 -4.160 -9.162 -3.770 -5.970 -9.490 -23.132

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Da die Abrechnung der Baufortschritte durch die IAKW jeweils zum Jahresende erfolgt, konnte die Anforderung der Rückerstattung des 35 % Anteils der Stadt Wien erst jeweils im folgenden Jahr durchgeführt werden. Daher kam es zu Periodenverschiebungen bei den Erträgen. Das Delta der Werkleistungen in Höhe von 11,4 Mio. EUR ergibt sich dadurch, dass die für das Jahr 2023 in Aussicht genommene Fertigstellung des Außenumbaus schneller als geplant voranging, da Werkleistungen vorgezogen und frühzeitig abgeschlossen werden konnten. Die finanziellen Auswirkungen für den Bund werden sich daher in den Jahren 2021 bis 2023 entsprechend reduzieren.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Um den Erfolg des Austria Center Vienna auch weiterhin zu sichern, war eine Investition in den Außenbereich mit neuen Lösungsansätzen zur Optimierung der Eingangssituation und Maßnahmen zur Auslastungssteigerung besonders wichtig.

Das Modernisierungsprojekt ist das größte Bauprojekt des Austria Center Vienna seit seiner Errichtung vor 34 Jahren. Es beinhaltet drei Kernelemente, nämlich:
- die Überdachung des Vorplatzes auf 6.000 Quadratmetern durch das sogenannte „donauSEGEL“, welches durch Seitenwände zu einer multifunktionalen Halle mit 4.200 Quadratmetern Größe geschlossen werden kann
- die Errichtung eines neuen Zugangsgebäudes zur besseren Erschließung des Hauses – vor allem bei Parallelveranstaltungen
- die Schaffung eines Panoramawalks, welcher das Haupthaus mit den Ausstellungshallen überirdisch verbindet

Der Baustart des Umbaus erfolgte im Frühjahr 2019, im ersten Bauabschnitt wurde die Überdachung des Vorplatzes durch das sogenannte "donauSEGEL" bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellt.

COVID-19-bedingt herrscht seit Frühjahr 2020 ein äußerst eingeschränkter Kongressbetrieb. Der Tourismus, insbesondere der Kongresstourismus ist aufgrund des befristeten gesetzlichen Veranstaltungsverbots, den teilweise geltenden Besucherobergrenzen bei Veranstaltungen und den international stark eingeschränkten Reisemöglichkeiten die am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffene Branche.

Im Zuge der im Frühjahr 2020 einsetzenden Pandemie und den damit verbundenen Veranstaltungsausfällen und -verschiebungen konnte eine Beschleunigung der Bauabschnitte an Panoramawalk und Zugangsgebäude umgesetzt werden. Dadurch ist eine Nutzung des neuen Zugangsgebäudes – dessen Fertigstellung ursprünglich für 2022 vorgesehen war – bereits seit dem Sommer 2021 möglich. Mit dem Bauende aller Bauphasen kann im Jahr 2022 gerechnet werden.

Der durch das "donauSEGEL" überdachte Vorplatz etablierte sich im Rahmen der Pandemiebekämpfung als Wiens zentraler Standort. Durch das Dach besteht einerseits ein Schutz vor der Witterung, andererseits handelt es sich aber um einen Außenbereich mit geringerem Ansteckungsrisiko – selbst bei größeren Menschenansammlungen. Nachdem unter dem "donauSEGEL" im September 2020 europaweit erstmalig eine Teststraße für 2.000 Personen erfolgreich umgesetzt wurde, folgte dort im November 2020 im Auftrag der Stadt Wien die Errichtung von Österreichs größter Teststraße. Ab März 2021 fungiert der überdachte Bereich außerdem als Administrations- und Wartebereich von Österreichs größtem Impfzentrum im Austria Center Vienna.
Das neue Zugangsgebäude wird seit Juli 2021 bereits vielseitig eingesetzt – u. a. als Anmelde- und Registrierungsbereich für größere Veranstaltungen, als sogenannter „ELGA-Point“ des Impfzentrums sowie als Standort einer Pressekonferenz der EU-Gesundheitskommissarin und des Bundesministers für Gesundheit.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.