Novelle der Lehrpläne der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten gebündelt mit der Novelle der Schulzeitverordnung

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Novelle der Lehrpläne der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten gebündelt mit der Novelle der Schulzeitverordnung BMBWF UG 30 2016 2016 -1.128 Verordnung

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Problemdefinition

Die gesellschaftlichen Entwicklungen und damit verbunden die Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft erfordern curriculare Anpassungsmaßnahmen der land- und forstwirtschaftlichen beruflichen Erstausbildung. Neuerungen und Veränderungen in den Produktionsverfahren, Ökologisierung, Qualitätsbewusstsein bei Prozessen und Produkten sowie steigendes Ernährungsbewusstsein werden in den neuen Lehrplänen der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten verstärkt berücksichtigt.
Die neue Fachrichtung "Umwelt- und Ressourcenmanagement" thematisiert den Umgang mit Naturressourcen sowie deren Bedeutung für eine umweltschonende und gesunde Lebensmittelproduktion.
Der seit dem Schuljahr 2007/08 geführte Schulversuch "Dreijähriger Aufbaulehrgang für Forstwirtschaft" (für Absolventinnen und Absolventen der landwirtschaftlichen Fachschulen) – dieser führt zum Bildungsziel einer Höheren Lehranstalt für Forstwirtschaft und erhöht damit auch die Durchlässigkeit – wird in das Regelschulwesen übergeführt.
In der Allgemeinbildung wird die Fremdsprachenkompetenz weiter ausgebaut und das forschungsbasierte Lernen entwickelt. Für die Unterrichtsgegenstände wurden Bildungsstandards (Kompetenzmodell + Deskriptoren) erarbeitet, die den Lehrenden zur Orientierung im Unterricht dienen. Die seit 2011/12 schulversuchsweise geführten kompetenzorientierten Lehrpläne in Deutsch, Englisch und Angewandte Mathematik sowie die daraus gewonnenen Erfahrungen werden in das Regelschulwesen übernommen.
Im Schuljahr 2015/16 besuchen in Österreich knapp 4.000 Schülerinnen und Schüler Höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten.
Folgende Lehrpläne der 5-jährigen Regelform sind von Änderungen bzw. Neuerungen betroffen:
Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft
Höhere Lehranstalt für Wein- und Obstbau
Höhere Lehranstalt für Garten- und Landschaftsgestaltung
Höhere Lehranstalt für Gartenbau
Höhere Lehranstalt für Landtechnik
Höhere Lehranstalt für Forstwirtschaft
Höhere Lehranstalt Landwirtschaft und Ernährung
Höhere Lehranstalt für Lebensmittel- und Biotechnologie
Höhere Lehranstalt für Umwelt- und Ressourcenmanagement (neue Fachrichtung)

Folgende Lehrpläne der 3-jährigen Aufbaulehrgänge sind von Änderungen bzw. Neuerungen betroffen:
3-jähriger Aufbaulehrgang für Landwirtschaft
3-jähriger Aufbaulehrgang für Forstwirtschaft
3-jähriger Aufbaulehrgang für Landwirtschaft und Ernährung

Die neuen Lehrpläne bedingen auch eine entsprechende Änderung der Schulzeitverordnung. In der Fachrichtung "Wein- und Obstbau" wird das Praktikum um 2 Wochen auf gesamt 20 Wochen gekürzt. Zudem wird die Fachrichtung "Land- und Ernährungswirtschaft" in "Landwirtschaft und Ernährung" umbenannt und die neue Fachrichtung "Umwelt- und Ressourcenmanagement" aufgenommen.

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Die Aktualität des neuen Lehrplans und insbesondere die neue Fachrichtung "Umwelt- und Ressourcenmanagement" leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Zahl der Jugendlichen und Erwachsenen, die über die entsprechende Qualifikationen einschließlich fachlicher und beruflicher Qualifikationen für eine Beschäftigung verfügen (SDG 4.4).


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2016 2017 2018 2019 2020 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 92 92 0 305 305 0 366 366 0 303 303 0 62 62 0 1.128 1.128 0
Transferaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 92 92 0 305 305 0 366 366 0 303 303 0 62 62 0 1.128 1.128 0
Nettoergebnis -92 -92 -305 -305 -366 -366 -303 -303 -62 -62 -1.128 -1.128

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Die neuen Lehrpläne wurden wie geplant aufsteigend an den höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten umgesetzt. Die darauf beruhenden finanziellen Auswirkungen sind daher ebenfalls planmäßig eingetreten.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Die Lehrpläne 2016 für die höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen sowie deren Aufbaulehrgänge sind mit 1. September 2016 sowie 1. September 2017 flächendeckend in Kraft getreten und haben damit die aus dem Jahr 2004 stammenden alten Lehrpläne ersetzt. In Verbindung damit wurde ein Schulversuch des 3-jährigen Aufbaulehrganges für Forstwirtschaft in das Regelschulwesen übernommen; dieser Aufbaulehrgang, der an einem Schulstandort geführt wird, bietet zusätzlich zur 5-jährigen Regelform die Gelegenheit, in 3 Jahren zum Bildungsziel der höheren Lehranstalt für Forstwirtschaft zu gelangen und hat sich erfolgreich implementiert.

Mit den Lehrplänen 2016 ist zeitgerecht auf die Neuerungen und Veränderungen in den land- und forstwirtschaftlichen Produktionsverfahren eingegangen worden. Ökologisierung und Biodiversität, Qualitätsbewusstsein bei Prozessen und Produkten sowie das gesteigerte Ernährungsbewusstsein werden verstärkt in den Lehrplaninhalten berücksichtigt. Eine gänzlich neue Fachrichtung, die Höhere Lehranstalt für Umwelt- und Ressourcenmanagement, deckt den steigenden Bedarf nach einer land- und forstwirtschaftlichen Umweltausbildung mit wachsender Bedeutung für eine umwelt- und ressourcenschonende sowie gesunde Lebensmittelproduktion ab. Schwerpunktmäßig werden Naturressourcen und nachwachsende Rohstoffe aus Sicht der Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Klimaschutz sowie Land- und Energietechnik in den Lehrinhalten berücksichtigt.

Mit den neuen Lehrplänen erfolgte auch der Ausbau der Allgemeinbildung sowie der Fremdsprachenkompetenz als Vorbereitung für die teilstandardisierte Reife- und Diplomprüfung. Das lehrplanmäßig verpflichtend eingeführte integrierte Fremdsprachenlernen insbesondere im Fachbereich (Content durch integriertes Fremdsprachenlernen insbesondere im Fachbereich (Content and Language Integrated Learning – CLIL) das für das selbstständige und unselbstständige Berufsleben erforderliche Sprachwissen und die Fähigkeit der praxisgerechten Sprachanwendung (Fremdsprachenkompetenz). Language Integrated Learning – CLIL) unterstützt das im selbstständigen und unselbstständigen Berufsleben erforderliche Sprachwissen und die Fähigkeit der praxisgerechten Sprachanwendung (Fremdsprachenkompetenz) und hat sich als pädagogische Fachkonzept sehr gut bewährt.

Mit den neuen Lehrplänen kann eine Ausbildung, die sich am Bedarf und an den Bedürfnissen der Lernenden orientiert, sichergestellt werden. Dies zeigt sich, dass die gesetzten Ziele, dass sind der Schulerfolg im 1. Schuljahr, der Schulerfolg vom 2. bis zum 5. Schuljahr sowie der Schulerfolg vom 1. bis zum 3. Schuljahr des Aufbaulehrganges zur Gänze bzw. überplanmäßig erreicht worden sind ebenso wie an der überplanmäßigen Erreichung der positiven Abschlüsse an den höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten und an den 3-jährigen Aufbaulehrgängen.

Aus heutiger Sicht gibt es keine Verbesserungspotentiale hinsichtlich der Formulierungen der Ziele - Schulerfolge (Behaltequoten) sowie Anzahl an positiven Abschlüssen -, deren Erreichbarkeit klar und messbar waren und deren Ergebnisse nachvollziehbar sind.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.