Förderprogramme zum Thema IKT

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
teilweise eingetreten: Förderprogramme zum Thema IKT BMK UG 34 2019 2021 -11.256 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Problemdefinition

Innovation basiert auf Forschung. Die (Weiter-)Entwicklung der Informations-und Kommunikationstechnologien (IKT) bildet als Schlüsseltechnologie die Grundlage der Digitalisierung.
Das Programm "IKT der Zukunft" des BMK ist das thematische FTI-Programm im Bereich der Digitalen Technologien für angewandte Forschung und Entwicklung. Es fördert Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die vier technologischen Themenfelder
. Komplexe IKT-Lösungen beherrschen: Systems of Systems
. Vertrauen rechtfertigen: Sichere Systeme
. Daten durchdringen: Intelligente Systeme
. Interoperabilität gewährleisten: Schnittstellen von Systemen
werden dabei mit unterschiedlichen Anwendungsfeldern wie Produktionssysteme, Energienetze, Weltraummissionen, Cyberphysikalische Systeme, Daten-Service-Ökosysteme, Automatisiertes Fahren und 5G verknüpft. Ein weiterer Schwerpunkt bilden die gesellschaftlichen Herausforderungen. Hierzu zählen die Lebensqualität und der demografische Wandel.
Die strategischen Ziele des Programms lauten:
. Technologieführerschaft und Exzellenz
o Steigerung der Quantität und Qualität der IKT-Forschung und -Entwicklung, die dazu geeignet ist, Technologieführerschaft zu erringen und beizubehalten
o Positionierung österreichischer F&E-Akteure in IKT-Forschungsfeldern mit hohem Potenzial
. Wettbewerb, Wachstum in bestehenden und neuen Anwendungsfeldern
o Stärkung der Innovationsleistung österreichischer IKT-affiner Unternehmen im globalen Wettbewerb der Innovationen
o Unterstützung österreichischer IKT-affiner Unternehmen bei Gründung und Wachstum
. Gesellschaftliche Herausforderungen
o Erhöhung der Lebensqualität durch neue IKT-Anwendungen, unter aktiver Einbeziehung der Stakeholder (z. B. Technologieanbieter, Dienstleister, Bedarfsträger, Daseinsvorsorger, EndanwenderInnen)
o Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen durch neue IKT-Anwendungen, IKT-Forschung und Entwicklung
IKT stellen in der allgemeinen Ausrichtung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) neben Produktion, Mobilität und Energie einen der zentralen Schwerpunkte des Ressorts dar.
. Das Potenzial von IKT zur Erbringung eines positiven Beitrags zur Bewältigung einiger Herausforderungen des demografischen Wandels wird allgemein als groß eingeschätzt: Im Mittelpunkt steht die marktnahe Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die auf die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen abzielen und ihnen ein möglichst langes und autonomes Leben in den eigenen vier Wänden, auch im erweiterten Sinn, gewährleisten sollen.
Ein neues Programm "IKT der Zukunft" als Themeninitiative konzipiert und in einem Programmdokument dargestellt. Dieses Programm weist folgende Merkmale auf:
. Struktur: Keine starren Programmlinien sondern IKT-Themen- und Anwendungsfelder
. Nutzung vielfältiger Förderinstrumente, bei gleichzeitiger Abgrenzung von bestehenden Förderinstrumenten im nationalen und europäischen Rahmen
. Orientierung an gesellschaftlichen Anliegen
. Orientierung an österreichischen Stärken in Unternehmen und Forschungseinrichtungen
Gemäß Ministerratsvortrag 25/22 vom 24. Juni 2020 "Investitionspaket für den Klimaschutz" sind für das Jahr 2021 für das BMK zusätzliche konjunkturbelebende Mittel in Höhe von 100 Mio. € für den Klimaschutz vorgesehen. Davon werden € 7 Mio. für konkrete Maßnahmen im Rahmen des Themas Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt.
Klima- und Umweltschutz ist ein zentrales Thema in der angewandten Forschung. In Umsetzung des Regierungsprogramms 2020-2024 und des aktuellen Ressortschwerpunkts "Klimaschutz" legen die Förderungsprogramme des BMK, sowohl bei FFG als auch AWS, im Jahr 2021 ein besonderes Augenmerk auf die Aspekte des Klimaschutzes. Hierbei gilt es, Forschungs- Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit besonderer Relevanz für den Klima- und Umweltschutz zu fördern.
Eine entsprechende Steigerung der geförderten Projekte kann im Rahmen des Programms "IKT der Zukunft" über folgende Maßnahme/n erreicht werden:
. Stärkere Gewichtung des Klimaschutz- und Umweltkriteriums im Rahmen der Bewertung
. Klimarelevante Schwerpunktsetzungen in nationalen oder multilateralen Ausschreibungen, insbesondere im Rahmen der missionsorientierten Programme
. Klima- und umweltschutzrelevante Ausrichtung technologieorientierter Programme ("Tech for Green").

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Handlungsleitend sind aus Sicht des BMK (vormals BMVIT) jedenfalls die FTI-Strategie der Bundesregierung: „Potentiale ausschöpfen, Dynamik steigern, Zukunft schaffen. Der Weg zum Innovation Leader.“ [Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation (2011) bis 2020], die FTI-Strategie 2030 (ab 2021), der FTI-Pakt 2021-2023 und die jeweiligen Regierungsprogramme, insbesondere das aktuell vorliegende Regierungsprogramm „Zusammen. Für unser Österreich. 2017-2022“. Zusätzlich werden auch einzelne themenspezifische UN-Nachhaltigkeitsziele/Sustainable Development Goals (SDGs) adressiert.
- FTI-Strategie 2030: Stärkung des FTI-Standorts Österreich durch Adressierung nationaler Stärkefelder und Zukunftsthemen wie Mikroelektronik und Tech for Green in den Ausschreibungen auf nationaler sowie Positionierung auf europäischer Ebene (bilaterale Projekte mit Deutschland, Cluster 4: Digital, Industry and Space in Horizon Europe, etc.); Schlüsseltechnologien für die digitale Transformation und den Klimawandel nutzen durch Verschränkung mit den Schwerpunkten des BMK (Kreislaufwirtschaft, Energie- und Mobilitätswende); Die angewandte Forschung auf gesellschaftliche Herausforderungen ausrichten wie Gesundheit, Pflege & Betreuung, der Mensch in der digitalen Welt.

Zudem sind noch folgende Strategien relevant:
- Digital Roadmap Austria, BKA 2016: Explizite Erwähnung des nationalen Förderprogramms ‚IKT der Zukunft‘ sowie der europäischen Initiativen, Active and Assissted Living (AAL) und Electronic Components and Systems for European Leadership (ECSEL) S. 24/25.
- Open Innovation Strategie für Österreich, BMWFW & BMVIT 2016: Beitrag zur Vision 2025 durch Verankerung der AAL Austria in der Maßnahme 5 sowie den AAL Testregionen in Maßnahme 8.


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2019 2020 2021 2022 2023 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Transferaufwand 0 0 0 8.600 0 -8.600 22.200 9.672 -12.528 21.600 0 -21.600 13.400 0 -13.400 65.800 9.672 -56.128
Werkleistungen 235 235 0 235 235 0 1.114 1.114 0 1.114 0 -1.114 851 0 -851 3.549 1.584 -1.965
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 235 235 0 8.835 235 -8.600 23.314 10.786 -12.528 22.714 0 -22.714 14.251 0 -14.251 69.349 11.256 -58.093
Nettoergebnis -235 -235 -8.835 -235 -23.314 -10.786 -22.714 0 -14.251 0 -69.349 -11.256

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Werkleistungen: Die administrativen Kosten, welche der FFG für die Abwicklung des gegenständlichen Förderprogramms entstehen, werden als Werkleistungen dargestellt. Transferaufwand: Die dargestellten finanziellen Auswirkungen stellen geplante sowie tatsächlich eingetretene Zahlungen des BMK (vormals BMVIT) an die FFG dar. Betrachtet werden die in den Jahren 2019, 2020 abgeschlossenen Ausführungsverträge bzw. die im Jahr 2021 abgeschlossene Gesamtbeauftragung zum gegenständliche Förderprogramm zum Thema IKT. Jährliche Abweichungen der IST-Werte zu den PLAN-Werten bzw. Verschiebungen bei den Zahlungsprofilen ergeben sich entsprechend den Projektverläufen und den tatsächlichen Mittelbedarfen. Die Abweichungen insbesondere in den Jahren 2020 und 2021 erklären sich durch zeitliche Verschiebungen bei den Abschlüssen der zugrundeliegenden Verträgen zu jurierten Projekten und somit späteren Zahlungsflüssen als ursprünglich in der Planung vorgesehen. Da im Zuge der Evaluierung nur ein vorgegebener Zeitraum dargestellt werden kann, sind die finanziellen Auswirkungen zu den gebündelten WFAs über deren Gesamtlaufzeit nicht vollständig darstellbar und somit nicht umfassend aussagekräftig. Die Darstellung bei der Evaluierung bezieht sich auf einen Ausschnitt von 3 Jahren, die tatsächliche Abwicklung der Ausführungsverträge/Gesamtbeauftragung erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Weiters können die IST-Zahlen zu 2022 und 2023 zum Zeitpunkt der Evaluierung Anfang 2022 noch nicht angegeben werden. Es sind keine unerwarteten Probleme aufgetreten.


Wirkungsdimensionen

Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen in der WFA abgeschätzt bzw. in der Evaluierung festgestellt.

Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: teilweise eingetreten.

Innovation basiert auf Forschung. Die (Weiter-)Entwicklung der Informations-und Kommunikationstechnologien (IKT) bildet als Schlüsseltechnologie die Grundlage der Digitalisierung.
Das Programm ‚IKT der Zukunft‘ des BMK ist das thematische FTI-Programm im Bereich der Digitalen Technologien für angewandte Forschung und Entwicklung. Es fördert Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Die vier technologischen Themenfelder
- Komplexe IKT-Lösungen beherrschen: Systems of Systems
- Vertrauen rechtfertigen: Sichere Systeme
- Daten durchdringen: Intelligente Systeme
- Interoperabilität gewährleisten: Schnittstellen von Systemen
werden dabei mit unterschiedlichen Anwendungsfeldern wie Produktionssysteme, Energienetze, Weltraummissionen, Cyberphysikalische Systeme, Daten-Service-Ökosysteme, Automatisiertes Fahren und 5G verknüpft. Ein weiterer Schwerpunkt bilden die gesellschaftlichen Herausforderungen. Hierzu zählen der demografische sowie Klimawandel.

Die strategischen Ziele des Programms lauten:
1. Technologieführerschaft und Exzellenz
- Steigerung der Quantität und Qualität der IKT-Forschung und -Entwicklung, die dazu geeignet ist, Technologieführerschaft zu erringen und beizubehalten
- Positionierung österreichischer F&E-Akteure in IKT-Forschungsfeldern mit hohem Potenzial
2. Wettbewerb, Wachstum in bestehenden und neuen Anwendungsfeldern
- Stärkung der Innovationsleistung österreichischer IKT-affiner Unternehmen im globalen Wettbewerb der Innovationen
- Unterstützung österreichischer IKT-affiner Unternehmen bei Gründung und Wachstum
3. Gesellschaftliche Herausforderungen
- Erhöhung der Lebensqualität durch neue IKT-Anwendungen, unter aktiver Einbeziehung der Stakeholder (z. B. Technologieanbieter:innen, Dienstleister:innen, Bedarfsträger:innen, Daseinsvorsorger:innen, Endanwender:innen)
- Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen durch neue IKT-Anwendungen, IKT-Forschung und Entwicklung

Dazu wurden in den Jahren 2019-2021 über die FFG anhand des Instrumentenkoffers folgende nationale Maßnahmen gesetzt: Förderung von kooperativen F&E-Projekten, Sondierungen, F&E-Dienstleistungen, Leitprojekten, Stiftungsprofessur und Innovationslabor.

Die WFA-Ziele sind mit den drei übergeordneten Programmzielen ident. Als Kennzahlen wurden im Hinblick auf das Innovation Scoreboard unter Berücksichtigung der Fristigkeiten der Förderprojekte und des
-programms folgende gewählt: Anzahl Publikationen, Anzahl der Organisationen unter besondere Berücksichtigung der KMUs und Spin Offs / Start Ups. Langfristig tragen die gesetzten Maßnahmen auch die Steigerung der F&E Ausgaben sowie den Humanressourcen bei. Eine stärkere Berücksichtigung und entsprechendes Monitoring ist ab dem Jahr 2022 geplant.

Bei den aufgeführten Indikatoren kommt es bedingt durch die Covid19-Krise zu Verzögerungen. Die Anzahl der Publikationen bezieht sich bspw. auf die gesamte Projektlaufzeit, bei einem späteren Projektstart bzw. Fristerstreckung wird die geplante Anzahl somit erst in den Nachfolgejahren erreicht werden. Außerdem kommt es zu jährlichen Schwankungen bei den Indikatorwerten, und somit entsprechen die Absolutwerte eines Jahres nicht immer den Zielwerten am Ende der Programmlaufzeit, siehe z. B. KMU-Anteil Steigerung von 26 % auf 27 %, aber noch nicht bei 35 %. Bei den Bedarfsträgern kam es hingegen bereits 2019 mit 44 % zu einer Überschreitung des Zielwertes von 35 %, im Jahr 2020 hingegen zu einer Unterschreitung durch mangelnde Ressourcen vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich. Ähnliches zeigt sich bei den gesellschaftlichen Herausforderungen: Hier fehlten in Krisenzeiten die Kapazitäten zur Vorbereitung weiterer Forschungsvorhaben. Die Budgetverfügbarkeit der einzelnen Ausschreibungen spielt ebenso eine entscheidende Rolle (Überzeichnungen). Als positive Mitnahmeeffekte kann hingegen die erfolgreiche Beteiligung an den europäischen Programm AAL und ECSEL gelten.
Die angegebenen IST-Werte beziehen sich auf das Jahr 2020, aktuelle Werte für 2021 sind derzeit nicht verfügbar und somit nicht optimal vergleichbar.

Verbesserungspotentiale

Die IST-Werte für 2021 sind zum Zeitpunkt der Evaluierung nicht verfügbar, die angegebenen IST-Werte, welche mit dem Zielwert verglichen werden, beziehen sich auf das Jahr 2020 und sind somit nicht optimal vergleichbar und nur bedingt aussagekräftig. Es wird jedenfalls erwartet, dass sich die IST-Werte für das Jahr 2021 noch verbessern und steigern und sich der Zielerreichungsgrad somit gesamthaft verbessert. Weiters ist vorgesehen, dass es beim Beitrag der digitalen Technologien zu den Schwerpunkten des BMK zu einer neuen Einordnung und Darstellung kommen wird.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.