Bündelung Förderprogramm Basisprogramme 2018-2021

Inhaltsverzeichnis

Grunddaten

Beurteilung/
Kategorie
Langtitel Ressort Untergliederung Finanzjahr Inkrafttreten/
Wirksamwerden
Nettoergebnis
in Tsd. €
Vorhabensart
zur Gänze eingetreten: Förderungsprogramm BASISPROGRAMME Dazu gehören folgende Einzelvorhaben: - Programmdokument (PD) Basisprogramme - PD Frontrunner - Ausführungsvertrag (AV) Basisprogramme BP 2018 + 2019 + 2020 (Bottom-up, Frontrunner, Early Stage) inkl. Konjunkturpaket 2020 - Sonderrichtlinie Frontrunner – Austria Wirtschaftsservice (AWS) - AV Frontrunner mit AWS 2018 + 2019 + 2020 - Gesamtbeauftragung FFG (GB) 2021 - Gesamtbeauftragung AWS 2021 BMK UG 34 2018 2018 -476.667 Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Hintergrund

Beitrag zu Wirkungszielen

Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

In offenen Volkswirtschaften müssen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen wie auf den internationalen Märkten sicherstellen bzw. verbessern. Als die wesentlichen Determinanten der Wettbewerbsfähigkeit gilt es, in Forschung, Technologieentwicklung und Innovation zu investieren. Dabei sind die Unternehmen mit Risiken und Problemen des Marktversagens konfrontiert. Das betrifft besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die häufig unzureichend in F&E investieren. Hinzu kommt, dass der österreichische Kapitalmarkt Risikofinanzierungen nur beschränkt anbietet. Für das Ziel einer ausreichend breiten Forschungsbasis in Österreich ist es daher erforderlich, betriebliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben anzuregen und zu fördern.

Deshalb ist es gerade für die stark von KMU geprägte österreichische Wirtschaft wichtig, geeignete öffentliche Förderungsinstrumente für forschende und innovierende Unternehmen zu entwickeln. Diese Instrumente können thematisch auf bestimmte gesellschaftliche Ziele ausgerichtet sein oder aber thematisch offen, bottom up konzipiert sein wie das Förderungsprogramm Basisprogramme des BMK, abgewickelt durch die FFG. Diese thematisch offenen Programme können flexibel den Erfordernissen der Markt- und Technikentwicklung entsprechen und dabei durch ein Projektbewertungsverfahren eine hohe Treffsicherheit der Förderung sicherstellen.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, in Österreich Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Investitionen in den Klimaschutz schaffen Arbeitsplätze, sorgen für regionale Wertschöpfung und tragen zu einer lebenswerten Zukunft bei. Sie sind für die Erreichung der Klimaziele erforderlich, können aber auch einen essenziellen Beitrag zur Bewältigung der COVID-19-Krise leisten.

Gemäß Ministerratsvortrag 25/22 vom 24. Juni 2020 "Investitionspaket für den Klimaschutz" sind für das Jahr 2020 sowie 2021 für das BMK zusätzliche konjunkturbelebende Mittel in Höhe von jeweils € 100 Mio. für den Klimaschutz vorgesehen. Davon werden € 57 Mio. (2020) und € 25,5 Mio. (2021) für konkrete Maßnahmen im Rahmen der Basisprogramme wie Green Production, Öko-Scheck, Brancheninitiative Bauwirtschaft, (Green) Frontrunner, Early Stage und Basisprogramm sowie ab 2021 Kreislaufwirtschaft bzw. auch bei der AWS für Green Frontrunner (€ 4,57 Mio.) eingesetzt.

Unter dem Schwerpunkt "Klimafreundliche Technologien für die Zukunft" werden konjunkturrelevante Forschungs- und Innovationsprogramme, die eine höhere Ressourceneffizienz, geringeren Energieverbrauch und CO2 Reduktion ermöglichen in der UG34 mit zusätzlichen Budgetmitteln ausgestattet. Ebenso sollen Potenziale der Digitalisierung zukünftig noch stärker genutzt werden, um den Ressourcen- und Energieverbrauch sektorenübergreifend zu reduzieren.

Für Projekte die aus dem Konjunkturpaket gefördert werden, gilt bei der Bewertung dieser ein stärker gewichtetes Kriterienset für Klima- und Umweltrelevanz. Die Beurteilung über die Qualität des Projektes wird neugewichtet, so wird das Kriterium für Klima/Umwelt von 10 auf 20 Punkte/Prozent aufgestockt und die Schwierigkeit der Entwicklung im Gegenzug um 10 Punkte gesenkt. Für die Neugewichtung werden die Bewertungsparameter für Klima/Umwelt unter anderem um Maßnahmen zum Klimaschutz, saubere Energie und Industrie, Innovation und Infrastruktur erweitert. Zudem werden noch dieses Jahr gezielt klimarelevante Ausschreibungen veröffentlicht. Auch ein stärkerer thematischer Instrumenteneinsatz ist vorgesehen. Um maßgebliche Impulse auf Beschäftigung und Innovation zu setzen, werden die Förderungen aus dem verfügbaren Budget für 2020 aus dem Konjunkturpaket frühestmöglich ausbezahlt.

Klima- und Umweltschutz ist ein zentrales Thema in der angewandten Forschung. In Umsetzung des Regierungsprogramms 2020-2024 und des aktuellen Ressortschwerpunkts "Klimaschutz" legen die Förderungsprogramme des BMK, sowohl bei FFG als auch AWS, im Jahr 2021 ein besonderes Augenmerk auf die Aspekte des Klimaschutzes. Hierbei gilt es, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte mit besonderer Relevanz für den Klima- und Umweltschutz zu fördern. Eine entsprechende Steigerung der geförderten Projekte kann im Rahmen der Basisprogramme über folgende Maßnahmen erreicht werden:
. Stärkere Gewichtung des Klimaschutz- und Umweltkriteriums im Rahmen der Bewertung
. Schärfung der Bewertungskriterien für Klimaschutz/Umwelt auf Basis der Grundsätze der SDGs
. Klima- und umweltschutzrelevante Ausrichtung themenoffener und technologieorientierter Programme ("Green Frontrunner")

Zuordnung zu Strategien des Ressorts

Das Vorhaben ist mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts zuzuordnen.

Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Handlungsleitend sind aus Sicht des BMK (vormals BMVIT) jedenfalls die FTI-Strategie der Bundesregierung: „Potentiale ausschöpfen, Dynamik steigern, Zukunft schaffen. Der Weg zum Innovation Leader.“ [Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation (2011) bis 2020], die FTI-Strategie 2030 (ab 2021), der FTI-Pakt 2021-2023 und die jeweiligen Regierungsprogramme, insbesondere das aktuell vorliegende Regierungsprogramm „Zusammen. Für unser Österreich. 2017-2022“. Zusätzlich werden auch einzelne themenspezifische UN-Nachhaltigkeitsziele/Sustainable Development Goals (SDGs) adressiert.
- FTI-Strategie 2030: Bezug zu Ziel 1: Zum internationalen Spitzenfeld aufschließen und den FTI-Standort Österreich stärken sowie Ziel 2: Auf Wirksamkeit und Exzellenz fokussieren
Besonders relevant sind hierbei die Handlungsfelder: a) Internationalisierung fördern und strategisch ausrichten, b) Die angewandte Forschung und ihre Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen
und c) FTI zur Erreichung der Klimaziele


Ziele (und zugeordnete Maßnahmen)


Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Ergebnisrechnung

Erwartete und tatsächlich eingetretene finanzielle Auswirkungen

Details (alle Aufwendungen) (nur Aufwendungen gesamt) 2018 2019 2020 2021 2022 Summe
In Tsd. € Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ Plan Ist Δ
Erträge 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Betrieblicher Sachaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Werkleistungen 786 786 0 1.552 1.552 0 4.242 4.242 0 3.981 3.981 0 3.940 0 -3.940 14.501 10.561 -3.940
Transferaufwand 52.940 50.387 -2.553 110.245 115.679 5.434 171.410 181.357 9.947 139.037 118.683 -20.354 82.336 0 -82.336 555.968 466.106 -89.862
Sonstige Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Personalaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Aufwendungen gesamt 53.726 51.173 -2.553 111.797 117.231 5.434 175.652 185.599 9.947 143.018 122.664 -20.354 86.276 0 -86.276 570.469 476.667 -93.802
Nettoergebnis -53.726 -51.173 -111.797 -117.231 -175.652 -185.599 -143.018 -122.664 -86.276 0 -570.469 -476.667

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Werkleistungen: Die administrativen Kosten, welche der FFG für die Abwicklung des gegenständlichen Förderprogramms entstehen, werden als Werkleistungen dargestellt. Transferaufwand: Die dargestellten finanziellen Auswirkungen stellen geplante sowie tatsächlich eingetretene Zahlungen des BMK (vormals BMVIT) an die FFG bzw. die AWS dar. Betrachtet werden die in den Jahren 2018, 2019, 2020 abgeschlossenen Ausführungsverträge bzw. die im Jahr 2021 abgeschlossene Gesamtbeauftragung zum gegenständliche Förderprogramm zum Thema Basisprogramme. Jährliche Abweichungen der IST-Werte zu den PLAN-Werten bzw. Verschiebungen bei den Zahlungsprofilen ergeben sich entsprechend den Projektverläufen und den tatsächlichen Mittelbedarfen. Da im Zuge der Evaluierung nur ein vorgegebener Zeitraum dargestellt werden kann, sind die finanziellen Auswirkungen zu den gebündelten WFAs über deren Gesamtlaufzeit nicht vollständig darstellbar und somit nicht umfassend aussagekräftig. Die Darstellung bei der Evaluierung bezieht sich auf einen Ausschnitt von 4 Jahren, die tatsächliche Abwicklung der Ausführungsverträge/Gesamtbeauftragungen erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Weiters können die IST-Zahlen zu 2022 zum Zeitpunkt der Evaluierung Anfang 2022 noch nicht angegeben werden. Es sind keine unerwarteten Probleme aufgetreten.


Wirkungsdimensionen

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

In der WFA abgeschätzte wesentliche Auswirkungen in Wirkungsdimensionen


Gesamtbeurteilung

Die erwarteten Wirkungen des Gesamtvorhabens sind: zur Gänze eingetreten.

Durch direkte Förderungen des FTI-Bereichs kann Österreich seine Position als Hochtechnologieland halten und in bestimmten Bereichen ausbauen. FTI-Förderungen sind zu einer der zentralen Standortentscheidungen von großen F&E-treibenden Unternehmen geworden. Gleichzeitig soll österreichischen KMUs der Zugang zum Markt und zu Innovation leichter ermöglicht werden, eine technologieorientierte Basis geschaffen werden und somit für die gesamte österreichische Unternehmenslandschaft die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Die Basisprogramme der FFG stellen einen zentralen Baustein der österreichischen angewandten und marktnahen FTI-Förderung – für KMUs, erfolgreiche Nischenplayer und große international tätige Unternehmen – dar und konstituieren somit den Kern der direkten, themenoffenen Förderungen für Forschung, Technologie und Innovationen. Die Förderungen decken die Projektphasen – von der ersten Idee bis zum konkreten Forschungsprojekt und Marktüberleitung – ab. Mit Projektinhalten aller Technologiefelder und Branchen, aber auch Querschnittsthemen mit Aktualitätswert, können Unternehmen aller Größen (auch Startups und Unternehmen in Gründung) jederzeit einreichen. Die Antragstellung ist offen für alle Forschungsthemen – ob es sich um traditionelle oder ganz aktuelle Technologiefelder handelt. Nachhaltigkeitsaspekte werden in allen Anträgen berücksichtigt. In den Jahren 2020 und 2021 wurde im Zuge des Klima-Konjunkturpakets in einzelnen Programmen der Schwerpunkt auf Klima- und Umweltschutz gelegt.

Für den Einstieg in F&E gibt es Angebote für das Ausloten von Forschungs-und Entwicklungsthemen bzw. Innovationsoptionen und erste projektvorbereitende Schritte für KMU:
- Maßnahme 2 - Projektvorbereitung: Unter anderem mit dem Programm Projekt.Start verknüpft, welches Vorbereitungsarbeiten zu konkreten Forschungsprojekten in Unternehmen unterstützt
- Maßnahme 6 - Patent.Scheck: In Zusammenarbeit mit einem Patentamt direkt zur Patentanmeldung und einem Patentmonitoring für die Innovationsidee

Für konkrete F&E&I Projekte sind folgende Maßnahmen vorgesehen:
- Maßnahme 1 - Unternehmensprojekt: Für alle Unternehmensgrößen mit klarem Fokus auf Verwertungspotential
- Maßnahme 5 - Markteinführungsprojekte: Markt.Start als Unterstützungsmaßnahme für junge innovative Kleinunternehmen zur Markteinführung
- Maßnahme 7 - Green Frontrunner: Förderung für Ausbau, Stärkung der Marktposition bzw. für die Stärkung des Standortes Österreich bei Technologieführern
- Maßnahme 10 - Kleinprojekt: Für "kleinere" Forschungsvorhaben, speziell für KMU und Startups
- Maßnahme 11 - Collective Research: als zielgerichtetes Branchenforschungsprojekte (international mit der Initiative CORNET)

Die Maßnahmen (i. e. Förderungsinstrumente der FFG) erreichen ihre Wirkung und tragen somit zur Zielerreichung im Sinne des Förderprogramms bei. Die überplanmäßige Erfüllung des Großteils der gesetzten Ziele bestätigt den erfolgreichen Einsatz der definierten Maßnahmen. Im Zeitraum von 2019 auf 2021 ist die Anzahl der geförderten Projekte um 15 % gestiegen (2019: 1684; 2020: 1974; 2021: 1940). Die Steigerung der Projektzahl ist einerseits auf zusätzliche Mittel aus dem COVID-Fonds & Klima- und Konjunkturpaket zurückzuführen und andererseits auf eine Tendenz zu mehr, aber kleineren Projekten. Die Förderungsinstrumente, Auswahlkriterien und Prozesse werden laufend angepasst, um die Zielsetzungen wie die Steigerung der Aktivitäten bereits F&E-intensiver Unternehmen, den Ausbau von F&E-basierten Spitzenpositionen österreichischer Unternehmen auf dem Weltmarkt, die Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMUs und die Unterstützung von Start-Ups zu erreichen. Hier wäre das Instrument „Kleinprojekte“ zu erwähnen, das speziell für KMUs einen niederschwelligen Einstieg ermöglicht und die stärkere Gewichtung der Klima- und umweltrelevanten Auswahlkriterien.

Die vorgegebenen Ziele wurden in den Jahren 2020 und 2021 erfüllt, Detailwerte für das Jahr 2021 sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verfügbar.

Verbesserungspotentiale

Im Zuge der Durchführung und Evaluierung des Vorhabens sind keine Verbesserungspotentiale ersichtlich geworden.

Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Es wurden keine weiterführenden Informationen angegeben.