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Vorhaben

Bündelung: Überbetriebliche Lehrausbildung (ÜBA) – AMS Wien- 2023/2024, sechs Einzelvorhaben

BÜNDELUNG: Überbetriebliche Lehrausbildung – AMS Wien – 2023/2024, sechs Einzelvorhaben

2025
Vorhaben teilweise erreicht

Finanzjahr: 2023

Inkrafttreten / Wirksamwerden: 2023

Nettoergebnis in Tsd. €: -50.582

Vorhabensart: Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Beitrag zu Wirkungszielen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Wirkungszielen eines Ressorts förderlich ist.


Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Maßnahmen eines Ressorts förderlich ist.


Problemdefinition

Die Integration von Jugendlichen im Bereich der Berufsausbildung ist ein maßgebliches Ziel des Arbeitsmarktservice Wien. Nicht zuletzt durch das Ausbildungspflichtgesetz bis 18 Jahre hat das Arbeitsmarktservice Wien einen klaren Auftrag, Jugendlichen, die sich in keiner Schule befinden oder keine Lehrstelle bei einem Unternehmen gefunden haben, einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen, der den zunehmenden Qualifizierungsanforderungen der Wirtschaft entspricht.

Die Beauftragung überbetrieblicher Lehrausbildungen (ÜBA) durch das AMS Wien trägt daher maßgeblich dazu bei, dass Personen ins Erwerbsleben finden und ihr Risiko auf Arbeitslosigkeit minimiert wird. Ebenso wird dem Fachkräftemangel am Wiener Arbeitsmarkt entgegengewirkt.

Im Bundesland Wien waren 2022 im Durchschnitt 3.823 Personen lehrstellensuchend vorgemerkt, davon 3.026 sofort verfügbar. Diese Anzahl hat sich im Vergleich zu 2021 um 277 Personen reduziert.
Dem steht ein durchschnittlicher Bestand an 788 offenen beim AMS gemeldeten Lehrstellen gegenüber (2021: 486).

Aufgrund des Anstiegs der gemeldeten offenen Lehrstellen sowie der Empfehlungen des Rechnungshofs und des BMF erfolgt eine Reduzierung der Eintritte um insgesamt 205 Neueintritte (-90 ÜBN1, -30 ÜBN2, – 65 ÜBV, – 20 TQ).
Im Vergleich zur letzten Beauftragung wird auch die Aufstockungsoption in Höhe von 15 % statt 20 % vorgesehen.
Die Aufstockungsoption ermöglicht es, kurzfristig innerhalb des Beauftragungszeitraums auf etwaige geänderte Bedarfe zu reagieren. Darüber hinaus kann auch eine schnelle Umsetzung bei notwendigen Änderungen beispielsweise Erweiterungen bei Lehrberufsbereichen reagiert werden.

Folgende Einzelvorhaben im Rahmen der überbetrieblichen Berufsausbildungen gem. §30b und §8b Berufsausbildungsgesetz (BAG) durch das AMS Wien werden zur Vorlage gebracht (Vergabe nach Berufsobergruppen – BO):

1. Berufsobergruppe: Büro / Handel / Finanzen, Berufsbereich Handel und Verkauf, Kultur / Sprachen / Gesellschaft
2. Berufsobergruppe: Gesundheit / Medizin / Pflege, Körperpflege / Schönheit
3. Berufsobergruppe: Holz / Papier/ Glas / Keramik, Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen, Mode / Textil /Leder, Chemie / Kunststoff
4. Berufsobergruppe: Informatik / EDV / Kommunikationstechnik, Medien / Druck / Design, Elektrotechnik / Elektronik
5. Berufsobergruppe: Maschinen / Fahrzeuge / Metall, Kunst / Kunsthandwerk, Bau / Architektur /Gebäudetechnik
6. Berufsobergruppe: Büro / Handel /Finanzen, Schwerpunkt Berufsbereich Handel, Recht / Sicherheit / Verwaltung, Kultur / Sprachen / Gesellschaft

Für die genannten Berufsobergruppen werden folgende Ausbildungsvarianten angeboten:
Ausbildungen mit Ausbildungsvertrag für maximal 1 Jahr mit Verlängerungsoption um jeweils ein weiteres Ausbildungsjahr, maximal bis zum individuellen Lehrzeitende (ÜBN1)
gemäß § 30b Berufsausbildungsgesetz in Ausbildungseinrichtungen oder in Kooperation einer Ausbildungseinrichtung mit einer oder mehreren betrieblichen Lehrwerkstätten.

Ausbildungen mit Ausbildungsvertrag für maximal 1 Jahr, in jedem Fall kürzer als die gesamte Lehrzeit (ÜBN2) (eventuelle Verlängerungsoption für den Fall, dass keine betriebliche Lehrstelle gefunden wurde)
gemäß § 30b Berufsausbildungsgesetz in Kooperation einer Ausbildungseinrichtung mit Praxisbetrieben.

Ausbildungen mit verlängerter Lehrzeit (ÜBV1)
zur Verbesserung der Eingliederung von benachteiligten Jugendlichen mit persönlichen Vermittlungshindernissen in das Berufsleben. Es wird dabei eine gegenüber der für den Lehrberuf festgesetzten Dauer der Lehrzeit längere Lehrzeit vereinbart. Ausbildungsvertrag für maximal 1 Jahr mit Verlängerungsoption um jeweils ein weiteres Ausbildungsjahr, maximal bis zum individuellen Lehrzeitende.

Ausbildungen zum Erwerb von Teilqualifikationen (TQU2)
zur Verbesserung der Eingliederung von benachteiligten Personen mit persönlichen Vermittlungshindernissen in das Berufsleben. Es wird dabei in einem Ausbildungsvertrag die Festlegung einer Teilqualifikation durch Einschränkung auf bestimmte Teile des Berufsbildes eines Lehrberufes, allenfalls unter Ergänzung von Fertigkeiten und Kenntnissen aus Berufsbildern weiterer Lehrberufe, vereinbart. Ausbildungsvertrag für maximal 1 Jahr mit Verlängerungsoption um ein weiteres Ausbildungsjahr, maximal 24 Monate.
Weitere wichtige Bestandteile der angebotenen Ausbildungen:

Erprobung:
Dieses Angebot dient zur beruflichen Bewusstseinsbildung „Diese berufliche Tätigkeit passt wirklich zu mir“, zur Aufnahme einer betrieblichen Lehrstelle oder für den Einstieg in eine überbetriebliche Ausbildung gem. §30b bzw. §8b Berufsausbildungsgesetz (BAG).

Bewerbung:
Voraussetzung für den Start einer Ausbildung ist eine erfolgreiche Bewerbung im Vorfeld. Dies ist dann gegeben, wenn die Bewerbung vor Ausbildungsbeginn schriftlich und persönlich erfolgt ist.

Ausbildungsbegleitende Angebote:
Dazu zählen u.a. die Unterstützung beim Übergang auf eine betriebliche Lehrstelle ebenso die Betreuung der Jugendlichen und Überprüfung der vereinbarten Inhalte vor Ort in den Praktikumsbetrieben oder mädchen- und burschenspezifische Unterstützungsmaßnahmen (individuell; Gruppensetting; Workshopangebote) sowie eine intensive Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung.



Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Die überbetriebliche Lehrausbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen (UN). Hier vor allem zu den Zielen #4 „Hochwertigen Bildung“ und #8 „Menschwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“. In der aktuellen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wird bspw. das Ziel festgelegt, die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welchen durch berufliche Qualifikationen eine menschenwürdige Arbeit ermöglicht wird, wesentlich zu erhöhen.
Schließlich ist auch die Österreichische Jugendstrategie eng verknüpft mit den SDG und den Europäischen Jugendzielen der EU-Jugendstrategie 2019-2027. Die überbetriebliche Lehrausbildung nimmt im Rahmen dieser nationalen Strategie eine zentrale Rolle im Handlungsfeld „Bildung und Beschäftigung“ ein. Das Vorhaben unterstützt somit die SDG 4.4 und 8.6.

Die Integration von Jugendlichen im Bereich der Berufsausbildung ist ein maßgebliches Ziel des Arbeitsmarktservice Wien.
Nicht zuletzt durch das Ausbildungspflichtgesetz bis 18 Jahre hat das Arbeitsmarktservice Wien einen klaren Auftrag, Jugendlichen, die sich in keiner Schule befinden oder keine Lehrstelle bei einem Unternehmen gefunden haben, einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen, der den zunehmenden Qualifizierungsanforderungen der Wirtschaft entspricht. Personen ohne Berufsausbildung haben ein geringeres Einkommen und ein wesentlich höheres Risiko arbeitslos zu werden und auch zu bleiben, als Personen mit einer abgeschlossenen Lehrausbildung. Alleine in Wien liegt die Arbeitslosigkeit bei Personen mit max. Pflichtschulabschluss bei 34,8 % und sinkt mit Lehrabschluss auf 13,3% (Quelle: Arbeitsmarkt und Bildung, Stand Dezember 2025).

Die Beauftragung überbetrieblicher Lehrausbildungen (ÜBA) durch das AMS Wien trägt daher maßgeblich dazu bei, dass Personen ins Erwerbsleben finden und ihr Risiko auf Arbeitslosigkeit minimiert wird. Ebenso wird dem Facharbeiter_innenmangel am Wiener Arbeitsmarkt entgegengewirkt.

Ziele des Vorhabens

Durch die Angabe von konkreten, nachvollziehbaren Zielen pro Vorhaben wird transparent dargestellt, welchen Zweck der staatliche Eingriff verfolgt.


Ziel 1: Arbeitsmarkterfolg "BO Büro/Handel/Finanzen, Schwerpunkt Bürobereich"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Büro [%]

Istwert

55,43

%

Zielzustand

62,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 2: Arbeitsmarkterfolg "BO Gesundheit/Medizin/Pflege/Körperpflege/Schönheit"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Gesundheit [%]

Istwert

38,36

%

Zielzustand

50,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 3: Arbeitsmarkterfolg "BO Holz/Papier/Glas/Land- und Forstwirtschaft/Mode/Textil/Chemie/Kunststoff"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Holz [%]

Istwert

43,27

%

Zielzustand

42,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 4: Arbeitsmarkterfolg "BO Informatik / EDV / Kommunikationstechnik, Medien / Druck / Design, Elektrotechnik / Elektronik"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Informatik [%]

Istwert

47,25

%

Zielzustand

45,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 5: Arbeitsmarkterfolg "BO Maschinen/Fahrzeuge/Metall/Kunst/Kunsthandwerk/Bau/Gebäudetechnik"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Maschinen [%]

Istwert

62,84

%

Zielzustand

66,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 6: Arbeitsmarkterfolg "BO Büro/Handel/Finanzen, Schwerpunkt Handel"

Beschreibung des Ziels

Gemessen wird, wie viel Prozent der Teilnehmer_innen, am 92. Tag nach Ende des Projekts bei einem Unternehmen in einem Lehrverhältnis bzw. nach Ende der Ausbildung in einem Dienstverhältnis stehen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Teilnehmer_innen, die am 92. Tag nach Projektende in einem Lehr- oder Dienstverhältnis stehen - Handel [%]

Istwert

43,38

%

Zielzustand

58,00

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse


Zugeordnete Ziel-Maßnahmen

Die Maßnahmen stellen die konkreten, geplanten Handlungen der öffentlichen Verwaltung dar. Die Ziele des Vorhabens sollen durch diese Tätigkeiten erreicht werden. Durch die Darstellung der Maßnahmen wird das „Wie“ der Zielerreichung transparent gemacht.


ÜBA "Büro / Handel / Finanzen, Schwerpunkt Berufsbereich Büro, Recht/Sicherheit/Verwaltung, Kultur / Sprachen / Gesellschaft"

Beitrag zu Ziel 1

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Zwei Varianten der Ausbildung werden angeboten:
Variante 1: Die Ausbildungsmaßnahmen werden von einer Ausbildungseinrichtung durchgeführt, wobei die praktischen Inhalte des Lehrberufes überwiegend von der Ausbildungseinrichtung vermittelt werden. Betriebliche (Schnupper-) Praktika ergänzen die praktische Ausbildung und sollen die Jugendlichen unterstützen, auf betriebliche Lehrstellen zu wechseln. Der Ausbildungseinrichtung obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung, die Koordination der Ausbildungs- und Praktikumsplätze und des Besuchs der Berufsschule sowie die Anmeldung der Auszubildenden bei den Lehrlingsstellen und den Österreichischen Gesundheitskassen.

Variante 2: Die Ausbildungsmaßnahmen werden von einer Ausbildungseinrichtung in Kooperation mit Partnerbetrieben durchgeführt, wobei die praktischen Inhalte des Lehrberufes überwiegend von Partnerbetrieben vermittelt werden. Partnerbetriebe müssen nicht von Beginn an feststehen, sondern können auch im Laufe der Ausbildung und je nach Bedarf gewonnen werden. Die berufspraktische Ausbildung in Form von Praktika bei Partnerbetrieben soll den Jugendlichen einerseits eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen und sie andererseits unterstützen, auf betriebliche Lehrstellen zu wechseln. Der Ausbildungseinrichtung obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung, die Koordination der Ausbildungs- und Praktikumsplätze und des Besuchs der Berufsschule sowie die Anmeldung der Auszubildenden bei den Lehrlingsstellen und den Österreichischen Gesundheitskassen.

In Variante 1 wird die reguläre Lehre, die verlängerte Lehre und die Teilqualifizierung angeboten. In Variante 2 nur die reguläre Lehre.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

teilweise erreicht

ÜBA "Gesundheit / Medizin / Pflege, Körperpflege / Schönheit"

Beitrag zu Ziel 2

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

siehe Maßnahme 1

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

teilweise erreicht

ÜBA "Holz / Papier / Glas / Keramik, Land- und Forstwirtschaft / Tiere / Pflanzen, Mode / Textil / Leder, Chemie / Kunststoff"

Beitrag zu Ziel 3

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

siehe Maßnahme 1

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

zur Gänze erreicht

ÜBA "Informatik / EDV / Kommunikationstechnik, Medien / Druck / Design, Elektrotechnik / Elektronik"

Beitrag zu Ziel 4

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

siehe Maßnahme 1

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

ÜBA "Maschinen / Fahrzeuge / Metall, Kunst/Kunsthandwerk, Bau / Architektur /Gebäudetechnik"

Beitrag zu Ziel 5

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

siehe Maßnahme 1

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

teilweise erreicht

ÜBA "Büro/Handel/Finanzen, Schwerpunkt Berufsbereich Handel, Recht/Sicherheit/Verwaltung, Kultur/Sprachen/Gesellschaft"

Beitrag zu Ziel 6

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

siehe Maßnahme 1

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

teilweise erreicht

Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Finanzielle Auswirkungen stellen die aufgrund des Regelungs- oder sonstigen Vorhabens anfallenden, monetär zum Ausdruck gebrachten, Auswirkungen dar.

In der folgenden Darstellung sehen Sie auf der rechten Seite die geplanten (Plan) und auf der linken Sie die tatsächlichen angefallenen Kosten (Ergebnis). Unter „Details“ finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der finanziellen Auswirkungen. Mithilfe der Steuerungsleiste können Sie zwischen den Jahren wechseln beziehungsweise sich die Gesamtzahlen über alle Jahre hinweg ansehen.


Gesamt 2023 - 2025
2023
2024
2025

Aufwände und Erträge – Nettoergebnis

Ergebnis

-50.582

Tsd. Euro

Plan

-75.354

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

50.582

Tsd. Euro

Plan

75.354

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

50.582

Tsd. Euro

Plan

75.354

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-25.291

Tsd. Euro

Plan

-37.677

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

25.291

Tsd. Euro

Plan

37.677

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

25.291

Tsd. Euro

Plan

37.677

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-25.291

Tsd. Euro

Plan

-37.677

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

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Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

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Tsd. Euro

Plan

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Transferaufwand

Ist

25.291

Tsd. Euro

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37.677

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

25.291

Tsd. Euro

Plan

37.677

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

0

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0

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Erträge

Ist

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Werkleistungen

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Betrieblicher Sachaufwand

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Plan

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Transferaufwand

Ist

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Personalaufwand

Ist

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Tsd. Euro

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Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

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Aufwendungen gesamt

Ist

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Tsd. Euro

Plan

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Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Für die Überbetriebliche Lehrausbildung Jahrgang 2023/24 wurde in Summe 50,582 Mio. € aufgebracht; aufgeteilt auf die beiden Jahre je 25.291 Mio. Euro.
Die Ursachen für die deutliche Unterschreitung des Planwertes sind die Beteiligung des Wiener Arbeitnehmer*innenförderungsfonds (WAFF) und eine deutliche Reduktion der Kosten für die Pauschalen und die Ausbildungsbeihilfen aufgrund der Teilnehmer_innendegression (Austritt von Personen während der Lehrzeit).
Das Vorhaben wurde mit einer Aufstockungsoption von 20% beschlossen, die nicht zu Tragen kam. Darüber hinaus muss stets mit einer möglichen Maximalvarianten (wenig erfolgreiche Vermittlungen auf den 1. Lehrstellenmarkt während des Projektzeitraums) kalkuliert werden.

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

Kinder und Jugend Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
Gesamtwirtschaft
Konsumentenschutzpolitik
Soziales
Umwelt
Unternehmen
Verwaltungskosten für Bürger:innen
Verwaltungskosten für Unternehmen

Kinder und Jugend

Subdimension(en)

  • Unterhaltsversorgung, Ausgleich für Kinderkosten, Betreuung von Kindern (bis 18 Jahre)

Ohne dieses Angebot kann aufgrund der zu wenigen Lehrstellen am 1. Lehrstellenmarkt in Wien nicht gewährleistet werden, dass tatsächlich jedem/jeder Jugendlichen ein Angebot zur Berufsausbildung nach der Schule zur Verfügung steht, dass durch das Ausbildungspflichtgesetz vorgesehen wird. Dieses Bundesgesetz regelt die Verpflichtung zu einer Bildung oder Ausbildung für Jugendliche, welche die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben (Ausbildungspflicht).
Personen ohne Berufsausbildung haben ein massiv höheres Risiko arbeitslos zu werden und proportional länger zu bleiben, als Personen mit einer Ausbildung. Alleine in Wien ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit max. Pflichtschule inzwischen bereits bei fast 35 %. Die überbetriebliche Lehrausbildung des AMS trägt somit maßgeblich dazu bei, dass Personen ins Erwerbsleben finden und ihr Risiko auf Arbeitslosigkeit minimiert wird.

Am ÜBA-Ausbildungsjahr 2023/2024 haben insgesamt in Wien 5.013 Jugendliche teilgenommen.

Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern

Subdimension(en)

  • Sonstige wesentliche Auswirkungen

Weibliche Jugendliche sind in der Lehrlingsausbildung unterrepräsentiert. Junge Frauen bevorzugen stärker den Besuch weiterführender mittlerer und höherer Schulen.
Der Anteil weiblicher Lehrlinge (ibw Forschungsbericht 190) ist seit 1990 auf einem relativ konstanten Niveau bei rund 34%. 2023 lag der Wert in Wien bei 37,8 %, 2024 bei 37,3% und 2025 bei 36,8&.
Bei den überbetrieblichen Lehrausbildungen lag der Fokus in den letzten Beauftragungen stark auf einer kontinuierlichen Steigerung des Frauenanteils. Vom Ausbildungsjahr 2015/2016 mit einem Frauenanteil von 34,63 % (1.738 von 5.100) steigerte sich die Quote bis ins Ausbildungsjahr 2023/2024 auf 37, 3 % (1.944 von 5.211).

Gesamtbeurteilung

Die nachhaltige Integration von Jugendlichen im Bereich der Berufsausbildung ist ein maßgebliches Ziel des Arbeitsmarktservice. Nicht zuletzt durch das Ausbildungspflichtgesetz hat die Bundesregierung dem AMS einen klaren Auftrag erteilt, allen Jugendlichen, die sich in keiner Schule befinden oder eine Lehrstelle bei einem Unternehmen gefunden haben, einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2023 waren insgesamt 17.831 Personen beim AMS Wien lehrstellensuchend vorgemerkt, 2024 und 2025 gab es jeweils einen Anstieg auf 19.667 bzw. 21.477 Jugendliche.
Das AMS Wien bietet jährlich für rund 5.000 Jugendlichen, die keinen Lehrplatz bei Betrieben finden, überbetriebliche Ausbildungen gem. §30b und §8b BAG an.
Unterschieden wird dabei in ÜBN1 (Ausbildung bei einem Kursträger), ÜBN2 (Dauer ein Jahr, Ausbildung bei einem Unternehmen begleitet durch einen Kursträger) und ÜBV (verlängerte Lehrzeit). Für Neueintritte gab es 2023/2024 in der ÜBN1 1.070 Plätze, in der ÜBN2 330 Plätze und in der verlängerten Lehre und der Teilqualifizierung 549.
Die ggst. sechs Maßnahmen stellen nur einen Teil der gesamten überbetrieblichen Lehrmöglichkeiten dar. Es werden darüber hinaus auch Projekte mit Projektkosten unter 7,5 Mio. Euro sowie Ausbildungsplätze in Ausbildungszentren (z. B. Jugend am Werk oder Berufsausbildungszentrum des BFI) finanziert.
Bei den beauftragen Projekten wurde der Fokus beim Einstieg darauf gelegt, dass Jugendliche, die nicht ausbildungsfit sind, dem festgestellten Bedarf entsprechend, vorgelagerte Angebote ermöglicht werden und vorerst kein ÜBA-Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt wird.
Insgesamt haben an den sechs Projekten 5.237 Personen teilgenommen, davon 2.655 im „Berufs-Check“ (5-tägige Erprobung von Antritt der ÜBA) und 3.551 Personen in der Lehrausbildung.
Der Arbeitsmarkterfolg wird im AMS so definiert, dass man sich den Arbeitsmarktstatus (arbeitslos, in Beschäftigung, in Schulung) am 92. Tag nach Austritt aus einem Projekt ansieht.
Die Ergebnisse bei der ÜBA sind konjunkturbedingt leicht rückläufig.
Bei der ÜBN1 haben sie sich wie folgt entwickelt:
Ausbildungsjahr 2019/20: 46,15 % (461 von 999 Personen), 2020/21: 49,69 % (790 von 1.590), 2021/22: 57,20 % (600 von 1.049), 2022/23: 54,93 % (440 von 801), 2023/24: 46,55% (384 von 825)
Bei der ÜBN2 stellt es sich ähnlich dar:
Ausbildungsjahr 2019/20: 56,90% (198 von 348 Personen), 2020/21: 54,88 % (225 von 410), 2021/22: 63,58 % (192 von 302), 2022/23: 56,70% (165 von 291) und 2023/24: 57,68% (154 von 267) .
Bei der verlängerten Lehre (ÜBV) fällt das aktuelle Jahr auch etwas ab:
Ausbildungsjahr 2019/20: 38,39 % (172 von 448 Personen), 2020/21: 41,06 % (193 von 470), 2021/22: 34,55 % (133 von 385), 2022/23: 34,36 % (100 von 291), 2023/2024: 28,77% (84 von 292).
Die Einzelprojekte stellen sich wie folgt dar:
ÜBA BOG Maschinen/Fahrzeuge/Metall, Kunst/Kunsthandwerk: 62,84%, 137 von 218 Personen
ÜBA BOG Büro/Handel/Finanzen, Schwerpunkt Bürobereich: 55,43%, 148 von 267
ÜBA BOG Informatik/EDV/Kommunikationstechnik,Medien/Druck: 47,25%, 86 von 182
ÜBA BOG Büro/Handel/Finanzen, Schwerpunkt Handel: 43,38%, 95 von 219
ÜBA BOG Holz/Papier/Glas/Keramik, Land- und Forstwirtschaft: 43,27%, 45 von 104
ÜBA BOG Gesundheit/Medizin/Pflege, Körperpflege/Schönheit: 38,36%, 56 von 146
Die individuelle Zielerreichung korreliert in erster Linie auch mit dem jeweiligen Lehrstellenangebot in den betroffenen Ausbildungsbereichen.
Gerade im Bereich Handel (-32,6%), im Gesundheitsbereich (-11,0%) sowie im Produktionsbereich (-22,8%) sind die Zugänge an offenen Lehrstellen im letzten Jahr rückläufig. Dies ist mit ein Grund für das Verfehlen der Zielvorgaben.

Positiv verlaufen auch die Bemühungen den Frauenanteil in der überbetrieblichen Lehre zu steigern.
Weibliche Jugendliche sind in der Lehrlingsausbildung unterrepräsentiert. Junge Frauen bevorzugen stärker den Besuch weiterführender mittlerer und höherer Schulen.
Der Anteil weiblicher Lehrlinge lag laut Statistik der WKO in Wien 2025 bei 36,8 %. Bei den sechs Beauftragungen lag er bei 41,14%.
Bei den überbetrieblichen Lehrausbildungen lag der Fokus in den letzten Beauftragungen stark auf einer kontinuierlichen Steigerung des Frauenanteils. Vom Ausbildungsjahr 2015/2016 mit einem Frauenanteil von 34,63 % (1.738 von 5.100) steigerte sich die Quote bis ins Ausbildungsjahr2021/2022 auf (2.128 von 5.574) 45,38 %. Im Ausbildungsjahr 2022/2023 sank die Quote wieder auf (1.944 von 5.211) 37, 3 %, 2023/2024 sogar auf 35.95% (1.802 von 5.013) Der starke überwiegend männlichen Zugang von geflüchteten Personen in den letzten Jahren zeigt hier Auswirkungen.


Verbesserungspotentiale

Inhaltliche Besonderheiten betreffend das Ausbildungsjahr 2024/2025:

a. Umbenennung der Erprobung in „Berufs-Check“ soll passgenauere Zubuchungen ermöglichen.
b. Zur Dropoutprävention werden zusätzlich „mobile“ Deutscheinheiten ermöglicht. Diese sollen flexibel und bedarfsorientiert im Einzel- wie auch Gruppensetting umgesetzt werden.
c. Aktivitäten von U25:
• ÜBA Check in wird auch speziell für verlängerte Lehrzeit angeboten.
• Jobbörsen bei ÜBA-Trägern vor Ort werden angedacht.
d. In Planung ist die Etablierung psychosozialer Angebote.
e. Unangekündigte Vorortkontrollen der Ausbildungseinrichtungen – jederzeit auch mit Unterstützung der AK und WKW – zur Prüfung ihres Ausbildungsequipments laut den Ausbildungsvorschriften finden weiterhin wie vor der Pandemie statt.
f. Unterstützung beim Aufschließen durch aktualisierte Kompetenzblätter für Expert_innennetzwerke (vorgelagerte Projekte, ÜBA-Träger).
g. „Tipps für Beratungsprofis“ – das neue Booklet für Expert_innen in der Jugendausbildung wurde an alle Träger im Jugendbereich sowie die Berater_innen der AMS-Jugendlichen-Geschäftsstellen verteilt. Es soll als nützliches Werkzeug in der konkreten Beratungssituation helfen, Vorteile und Möglichkeiten einer überbetrieblichen Lehrausbildung schneller, besser und klarer näherzubringen.
h. Lehrabbrecher_innen werden weiterhin über ein spezielles Angebot motiviert ihre Ausbildung fortzusetzen („your choice – your future“ für Lehrabbrecher_innen). Dabei werden die Jugendlichen durch Orientierung, Motivierung und Stabilisierung unterstützt wieder so rasch als möglich ihre Lehre fortzusetzen.
i. Lehre rural (überregionales Praktikum / überregionale Vermittlung): in Analogie zum Auslandssemester im Studienbereich wollen wir unser sog. Überregionales Praktikum weiterhin etablieren. Wir werden damit Impulse setzen Lernerfahrungen außerhalb von Wien positiv wahrzunehmen und wir wollen die damit einhergehenden Ängste und Fragen durch eine entsprechende Begleitstruktur mindern. Wie bereits an vorhergehender Stelle angemerkt haben wir bereits mit den meisten Bundesländern einen intensiven Austausch.

j. Im Anschluss an die ÜBA gibt es für jene Teilnehmer_innen, die die Lehrabschlussprüfung positiv absolviert haben und noch keinen Betrieb gefunden haben in einem anschließenden Projekt besondere Unterstützung („Touch down“).


Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.


Weiterführende Informationen