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Vorhaben

Bündelung: Berufsausbildungszentrum des BFI Wien (BAZ) Budget 2022/2023/2024

Bündelung: Berufsausbildungszentrum des BFI Wien (BAZ) Budget 2022/2023/2024

2025
Vorhaben überwiegend erreicht

Finanzjahr: 2021

Inkrafttreten / Wirksamwerden: 2021

Nettoergebnis in Tsd. €: -77.198

Vorhabensart: Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Beitrag zu Wirkungszielen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Wirkungszielen eines Ressorts förderlich ist.


Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Maßnahmen eines Ressorts förderlich ist.


Problemdefinition

Allgemein:
Seit Jahren sind Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung von Arbeitslosigkeit besonders stark betroffen. Die Arbeitslosenquote von Personen mit maximal Pflichtschulabschluss liegt bei über 30 %. Das Jobangebot des Wiener Arbeitsmarktes für diese Zielgruppe ist sehr gering, die Beschäftigungsverhältnisse sind meist nur von kurzer Dauer. Trends wie die Digitalisierung und Globalisierung werden die Arbeitswelt, Berufsbilder, Tätigkeiten und Qualifikationserfordernisse verändern. Wenn es zutrifft, dass Arbeitsplätze mit Routinetätigkeiten zunehmend wegfallen werden, wird das Personen mit geringen Qualifikationen stärker berühren als gut qualifizierte ArbeitnehmerInnen.
Das AMS Wien muss daher Maßnahmen setzen, um Personen zu Facharbeitern auszubilden und dadurch ihre Arbeitsmarktchancen zu erhöhen. Das Berufliche Ausbildungszentrum des BFI Wien (BAZ) bietet hierzu diverse Möglichkeiten: Für Jugendliche Berufsorientierung (Jugendwerkstatt) und Überbetriebliche Lehrausbildung, für Erwachsene Ausbildungen zum/zur Facharbeiter/in und diverse fachliche Weiterbildungen.
Mit einem FacharbeiterInnen-Abschluss sinkt das Arbeitslosigkeitsrisiko signifikant. Durch die Qualifizierungen im gegenständlichen Ausbildungszentrum kann die Arbeitslosigkeit für diesen Personenkreis reduziert werden, so dass das Beschäftigungsniveau steigt. Die Arbeitslosenversicherung kann hierdurch entlastet werden, die öffentliche Hand hat gesteigerte Einnahmen (Steuereinnahmen/Sozialversicherungsbeiträge).

Budgetjahr 2022:
Folgende Kapazitäten sind für das Jahr 2022 geplant:
Erwachsene: 737 Plätze
Jugend-, Lern- und Berufswerkstatt: 552
ÜBA (Überbetriebliche Lehrausbildung): 580
Zusätzlich gibt es eine Aufstockungsoption (siehe finanzielle Auswirkungen).

Budgetjahr 2023:
Folgende Kapazitäten sind für das Jahr 2023 geplant:
Erwachsene: 775 Plätze
Jugend-, Lern- und Berufswerkstatt: 552
ÜBA: 571
Zusätzlich gibt es eine Aufstockungsoption (siehe finanzielle Auswirkungen).

Budgetjahr 2024:
Folgende Kapazitäten sind für das Jahr 2024 geplant:
Erwachsene: 798 Plätze
Jugend-, Lern- und Berufswerkstatt: 518
ÜBA: 488
Zusätzlich gibt es eine Aufstockungsoption (siehe finanzielle Auswirkungen).

Das Landesdirektorium hat am 22. Oktober 2021 einstimmig den laufenden Aufwand 2022 beschlossen, am 19. Oktober 2022 für das Jahr 2023, am 25. Oktober 2023 für 2024.



Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Vorhaben war ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Unterstützung der Erreichung der Zielvorgaben im Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich. Ziel der arbeitsmarktpolitischen Vorgaben des AMS ist es, die angestrebten Wirkungen und Einflussnahmen des Arbeitsmarktservice auf den Landesarbeitsmärkten verbindlich festzulegen. Die strategischen Ausrichtungen, die für das AMS österreichweit in den nächsten Jahren von Relevanz sind, sind im sogenannten längerfristigen Plan beschrieben.
Der Längerfristige Plan orientiert sich im Sinne der Zielhierarchie (EU – Bundesregierung – AMS) am strategischen Dokument EUROPA 2020, dem Nationalen Reformprogramm für Wachstum und Beschäftigung auf Basis der Leitlinien im Rahmen der beschäftigungspolitischen Ziele der EU und den Zielvorgaben des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz an das AMS aus dem Jahr 2010. Der Längerfristige Plan wurde 2024 aktualisiert.

– Ausbildungsgarantie: Die Sicherung der beruflichen Erstausbildung und Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Die ggst. Maßnahme unterstützt Jugendliche und Erwachsene beim Erlangen beruflicher und fachlicher Qualifikationen. Für 1.954 Jugendliche wurde in den drei Jahren der Eintritt in eine überbetriebliche Lehrausbildung in den Berufsobergruppen Bau, Architektur und Gebäudetechnik ermöglicht.

Die überbetriebliche Lehrausbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen (UN). Hier vor allem zu den Zielen #4 „Hochwertigen Bildung“ und #8 „Menschwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“. In der aktuellen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wird bspw. das Ziel festgelegt, die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welchen durch berufliche Qualifikationen eine menschenwürdige Arbeit ermöglicht wird, wesentlich zu erhöhen.
Schließlich ist auch die Österreichische Jugendstrategie eng verknüpft mit den SDG und den Europäischen Jugendzielen der EU-Jugendstrategie 2019-2027. Die überbetriebliche Lehrausbildung nimmt im Rahmen dieser nationalen Strategie eine zentrale Rolle im Handlungsfeld „Bildung und Beschäftigung“ ein.
Insgesamt unterstützt das Vorhaben somit die SDG 4.1, 4.4, 5.1, 8.5 und 8.6.

Ziele des Vorhabens

Durch die Angabe von konkreten, nachvollziehbaren Zielen pro Vorhaben wird transparent dargestellt, welchen Zweck der staatliche Eingriff verfolgt.


Ziel 1: Arbeitsmarkterfolg für Maßnahmentyp "Orientierung"

Beschreibung des Ziels

Personen sollen nach Absolvierung der orientierenden Maßnahme „Jugendwerkstatt“ eine Beschäftigung/Lehrstelle aufnehmen oder an einer weiterführenden Qualifizierung teilnehmen. Gemessen wird jener Prozentsatz an TeilnehmerInnen, die sich am 92. Tag nach Maßnahmenende in Beschäftigung/Lehre oder einer Qualifizierungsmaßnahme befinden.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung der Maßnahme „Jugendwerkstatt“ in einer Beschäftigung bzw. in einem weiterführenden Angebot sind 2022 [%]

Istwert

40,7

%

Zielzustand

37,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung der Maßnahme „Jugendwerkstatt“ in einer Beschäftigung bzw. in einem weiterführenden Angebot sind 2023 [%]

Istwert

39,5

%

Zielzustand

37,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung der Maßnahme „Jugendwerkstatt“ in einer Beschäftigung bzw. in einem weiterführenden Angebot sind 2024 [%]

Istwert

37,9

%

Zielzustand

45,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Ziel 2: Arbeitsmarkterfolg für Maßnahmentyp "Aus- und Weiterbildung"

Beschreibung des Ziels

Personen sollen sich am 92. Tag nach Absolvierung einer qualifizierenden Maßnahme (Facharbeiter_innenintensivausbildung, Überbetriebliche Lehrausbildung, etc.) im Status „Beschäftigung“ befinden.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme in einer Beschäftigung stehen 2022 [%]

Istwert

55,8

%

Zielzustand

45,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme in einer Beschäftigung stehen 2023 [%]

Istwert

51,7

%

Zielzustand

45,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse

Personen, die am 92. Tag nach Absolvierung einer Aus- und Weiterbildungsmaßnahme in einer Beschäftigung stehen 2024 [%]

Istwert

41,1

%

Zielzustand

55,0

%

Datenquelle: AMS-Datawarehouse


Zugeordnete Ziel-Maßnahmen

Die Maßnahmen stellen die konkreten, geplanten Handlungen der öffentlichen Verwaltung dar. Die Ziele des Vorhabens sollen durch diese Tätigkeiten erreicht werden. Durch die Darstellung der Maßnahmen wird das „Wie“ der Zielerreichung transparent gemacht.


Berufliche Orientierung

Beitrag zu Ziel 1

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Die Maßnahme „Jugendwerkstatt“ ist eine Maßnahme der beruflichen Orientierung, die die/den Jugendliche/n beim Übergang von Schule zu Berufsausbildung unterstützen soll. Sie hat folgende Ziele:
. Kompetenzfeststellung und Berufswahl mit Erweiterung des Spektrums bei beiden Geschlechtern
. Suche einer betrieblichen Lehrstelle
. Vorbereitung auf die berufliche Ausbildung
Im Jahr 2022 umfasst die Jugendwerkstatt 35 verschiedene Werkstätten welche für 2.244 KursteilnehmerInnen bzw. 360 Plätze konzipiert wird. Das Angebot bleibt 2023 konstant in gleicher Höhe.

2024:
Insgesamt umfasst die Jugendwerkstatt 32 verschiedene Werkstätten, wovon das BFI 21 und das IPcenter 11 betreiben, welche im Jahr 2024 für 2.104 KursteilnehmerInnen bzw. 338 Plätze konzipiert wird.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überwiegend erreicht

Aus- und Weiterbildung

Beitrag zu Ziel 2

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Jugendliche werden im BAZ im Rahmen der Überbetrieblichen Lehrausbildung in folgenden Lehrberufen ausgebildet:
– Elektrotechnik – Elektro- und Gebäudetechnik
– Installations- und Gebäudetechnik: Gas- und Sanitärtechnik
– MalerIn und BeschichtungstechnikerIn, Schwerpunkt Funktionsbeschichtung
– MaurerIn
– Bautechnische Assistenz
Die Jugendlichen besuchen die Berufsschule und absolvieren Praktika bei Betrieben. Am Ende der Ausbildung – sofern sie nicht schon während der Ausbildung auf betriebliche Lehrstellen wechseln – treten sie zur regulären Lehrabschlussprüfung an.

Für Erwachsene werden Facharbeiterintensivausbildungen in den Fachbereichen Metall, Elektro, Holz, Bau und Chemie angeboten. Die Ausbildung – sowohl die praktische als auch die theoretische – erfolgt im Ausbildungszentrum (unter Einbeziehung von Praktika bei Betrieben), die TeilnehmerInnen treten dann zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung gemäß § 23/5 BAG an.

Für 2022 wird das Angebot weiterhin inhaltlich stabil gehalten und zusätzlich kommen neue Ausbildungen wie die FIA Applikationsentwicklung in der Coders Bay, die FIT FIA Elektrotechnik Anlagen- und Betriebstechnik – erneuerbare Energien, sowie mehr Plätze in der Labortechnik Biochemie dank neuem hauseigenen Labor dazu. Weiterhin wird großes Augenmerk auf den Frauenanteil im BAZ gelegt. Für das Ausbildungszentrum, in dem Erwachsene individuell ausgebildet werden, stehen 737 Plätze zur Verfügung, ca. 1.438 Neueintritte sind für 2022 geplant.

2023 ist zusätzlich eine orientierende Maßnahme für die überregionale Vermittlung zur Firma FACC in Oberösterreich und für 2023 eine FIT FIA Applikationsentwicklung in der Coders.Bay Vienna geplant.

2024:
Das weitreichende Ausbildungsangebot bleibt überwiegend stabil, abgesehen von folgenden Projekten, wo es vor allem aufgrund der langen Laufzeiten zu keinen Einstiegen im Jahr 2024 kommen kann:
– FIA IGT hat keinen Gruppenstart 2024 (stattdessen Öko-Booster)
– FIA Bautechnische Assistenz keine Einstiege 2024
– FIT FIA Elektrotechnik Anlagen- und Betriebstechnik – erneuerbare Energien keine Einstiege 2024
– FIT FIA Coders.Bay Vienna Applikationsentwicklung – Coding keine Einstiege 2024

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überwiegend erreicht

Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Finanzielle Auswirkungen stellen die aufgrund des Regelungs- oder sonstigen Vorhabens anfallenden, monetär zum Ausdruck gebrachten, Auswirkungen dar.

In der folgenden Darstellung sehen Sie auf der rechten Seite die geplanten (Plan) und auf der linken Sie die tatsächlichen angefallenen Kosten (Ergebnis). Unter „Details“ finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der finanziellen Auswirkungen. Mithilfe der Steuerungsleiste können Sie zwischen den Jahren wechseln beziehungsweise sich die Gesamtzahlen über alle Jahre hinweg ansehen.


Gesamt 2021 - 2025
2021
2022
2023
2024
2025

Aufwände und Erträge – Nettoergebnis

Ergebnis

-77.198

Tsd. Euro

Plan

-103.166

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

77.198

Tsd. Euro

Plan

103.166

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

77.198

Tsd. Euro

Plan

103.166

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-23.360

Tsd. Euro

Plan

-32.179

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

23.360

Tsd. Euro

Plan

32.179

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

23.360

Tsd. Euro

Plan

32.179

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-26.137

Tsd. Euro

Plan

-34.697

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

26.137

Tsd. Euro

Plan

34.697

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

26.137

Tsd. Euro

Plan

34.697

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-27.701

Tsd. Euro

Plan

-36.290

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

27.701

Tsd. Euro

Plan

36.290

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

27.701

Tsd. Euro

Plan

36.290

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Die Abrechnung des Berufsausbildungszentrums erfolgt über eine Echtkostenabrechnung. Es wurde nicht der gesamte genehmigte Förderbetrag ausgeschöpft, da die mögliche Aufstockungsoption nicht in vollem Ausmaß gezogen wurde.
Das AMS arbeitet vertraglich mit einem Grundauftrag und einer Aufstockungsoption. In den drei Jahren wurde jedoch von der Aufstockungsoption nicht Gebrauch gemacht, daher der Unterschied zwischen Plan und Ist.
Die Aufstockungsoption kommt dann zu tragen, wenn kurzfristig ein höherer Bedarf an Ausbildungsplätzen bzw. ein höherer budgetärer Spielraum für das Projekt gegeben ist.

Seitens des Land Wien (WAFF) wurden 2022 1,9 Mio. Euro, 2023 1,2 Mio. Euro und 2024 2,7 Mio. Euro beim BAZ mitfinanziert. Das Geld wurde für die Kofinanzierung der Jugendwerkstatt sowie Ausbildungen im Zuge des ÖKO-Boosters eingesetzt.

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

Kinder und Jugend
Gesamtwirtschaft
Konsumentenschutzpolitik
Soziales
Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
Umwelt
Unternehmen
Verwaltungskosten für Bürger:innen
Verwaltungskosten für Unternehmen

Kinder und Jugend

Subdimension(en)

  • Unterhaltsversorgung, Ausgleich für Kinderkosten, Betreuung von Kindern (bis 18 Jahre)

Dieses Angebot unterstützt mit den Lehrgängen in der überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) das Vorhaben, dass jedem/jeder Jugendlichen ein Angebot zur Berufsausbildung nach der Schule zur Verfügung steht, das durch das Ausbildungspflichtgesetz vorgesehen wird. Im Bereich der ÜBA werden Lehrberufe in der Berufsobergruppe „Bau/Architektur/Gebäudetechnik“ angeboten. Insgesamt haben 2022 674, 2023 649 und 2024 631 Jugendliche auf den Ausbildungsplätzen an Berufsausbildungen im Berufsausbildungszentrum teilgenommen, und es konnte somit die drohende Arbeitslosigkeit verhindert werden.
Die Berufsorientierung „Jugendwerkstatt“ haben 2022 2.545, 2023 2,486 und 2024 2.320 erfolgreich abgeschlossen. Somit etwas mehr als geplant.
Durch das Platzkonzept hängt die tatsächliche Anzahl an Teilnehmenden von der individuellen Verweildauer der Jugendlichen im Projekt ab.

Gesamtbeurteilung

Das Berufsausbildungszentrum des BFI (BAZ) ist ein wichtiger Förderpartner im Bereich der beruflichen Ausbildung sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene.
Die AMS Jugendwerkstatt im BAZ ist ein etwa zehnwöchiges Berufsorientierungsprogramm für 15‑ bis 21‑Jährige, die beim AMS als lehrstellensuchend gemeldet sind. Durch das praktische Ausprobieren verschiedener Werkstätten sowie Bewerbungstraining und sozialpädagogische Begleitung finden Jugendliche heraus, welcher Beruf zu ihnen passt und werden bei der Suche nach Praktika oder Lehrstellen unterstützt.

Weiters wird die überbetrieblichen Lehrausbildung in den Berufsobergruppen „Bau, Architektur und Gebäudetechnik“ mit 571 Ausbildungsplätzen angeboten. Damit ist das BAZ ein wichtiger Bestandteil der Wiener Ausbildungsgarantie für Jugendliche.
Darüber hinaus führt das BAZ unterschiedliche Facharbeiter_innen-Intensivausbildungen im Bereich Metall/Installation/Elektro durch. Berufsbereiche, in denen in Österreich Facharbeiter_innenbedarf besteht.
Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die neue Ausbildungsschiene „ÖKO-Booster“, bei der gleich mehrere arbeitsmarkt- sowie gesellschaftspolitische Ziele miteinander verbunden werden, um neue Zielgruppen aufzuschließend und Arbeitskräfte für den Klimaschutz auszubilden.
Die gesetzten Arbeitsmarktziele wurden die ersten beiden Jahre noch gut erreicht, erst 2024 schlägt sich die schwierige Arbeitsmarktlage in Wien auf die Zahlen nieder. In Wien zeigt sich seit 2022 zwar ein moderates Beschäftigungswachstum, jedoch begleitet von steigender Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig befindet sich die, gerade für das BAZ wichtige Bauwirtschaft seit 2022 in einer deutlichen Abschwächung: Nach einer Phase der Stagnation folgten 2023 und 2024 spürbare Rückgänge der Bauproduktion. Dadurch konnte die Integration der Zielgruppe 2024 nicht mehr in dem ursprünglich vorgesehenen Ausmaß umgesetzt werden.
Auch bei der Jugendwerkstatt gingen die Erfolgswerte von 2022 bis 2024 stetig zurück (2022: 40,7, 2023: 39,5, 2024:37,9). Hier widerspiegelt sich nicht nur die allgemeine Arbeitsmarktlage, sondern auch das Faktum, dass die Jugendlichen mit immer schwächeren Basisbildungskenntnissen (Deutsch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften) das Schulsystem verlassen. Vorgelagerte Maßnahmen wie „AusbildungsFit“ des SMS können hier nur unzureichend entgegenwirken. Es fällt somit nach der Jugendwerkstatt zusehends schwerer, die Jugendlichen am Lehrstellenmarkt unterzubringen.
Im BAZ gab es, exklusive der überbetrieblichen Lehrausbildung, 2022 5.948 Teilnahmen (30,5 % Frauen), 2023 6.004 Teilnahmen (31,2% Frauen) sowie 2024 6.203 Teilnahmen (31,3,%). Der Frauenanteil ist somit erfreulicherweise steigend und hat 2022 die 30-Prozentmarke überschritten.
4.742 Teilnehmer_innen 2022, 4.802 2023 und 2024 5.013 hatten bei Eintritt in das BAZ maximal einen Pflichtschulabschluss als höchste abgeschlossenen Ausbildung. Dies zeigt die Wichtigkeit der beruflichen Höherqualifizierung bei dieser Zielgruppe.
Der Anteil an Personen mit Migrationshintergrund lag 2022 bei 74,4 %, 2023 bei 77,8% und 2024 bei 77,5%. Das BAZ ist somit auch für Personen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft ein wichtiges Integrationsprojekt.


Verbesserungspotentiale

Um den rückläufigen Arbeitsmarkterfolg entgegenzuwirken, wurden die Outplacement-Maßnahmen intensiviert.
Die Outplacer_innen des BAZ halten bei einem Kundenstamm von 1.441 aktiven Unternehmen mit 2.115 Einzelkontakten zu Geschäftsführungen, Abteilungsleitungen, Teamleitungen etc.
Aktuell verfügt das BAZ über rund 700 aktive Firmenkontakte, das sind Unternehmen, mit denen regelmäßig Praktika oder Übernahmen abgewickelt werden. Die Zahlen sollen im kommenden Jahr noch gesteigert werden.

Für das Jahr 2026 ist trotz gleichgebliebenen Kosten, ein leichter Anstieg von Ausbildungsplätzen (von 1.824 Plätzen im Jahr 2025 auf 1.846 Plätzen im Jahr 2026) geplant.
Das weitreichende Ausbildungsangebot bleibt dabei überwiegend stabil.

Konkret werden Im Erwachsenenbereich die Plätze leicht von 798 auf 776 reduziert.
Die Angebote für Jugendliche im Bereich der überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) sowie der Jugendwerkstatt steigen geringfügig.


Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.


Weiterführende Informationen