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Vorhaben

Sparkling Science 2.0 – Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Forschungseinrichtungen und der Gesellschaft (2021 - 2026)

Sparkling Science 2.0 – Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Forschungseinrichtungen und der Gesellschaft (Laufzeit: Ausschreibungen für die Jahre 2021 bis 2026)

2025
Vorhaben überplanmäßig erreicht

Finanzjahr: 2021

Inkrafttreten / Wirksamwerden: 2021

Nettoergebnis in Tsd. €: -20.722

Vorhabensart: sonstige rechtsetzende Maßnahme grundsätzlicher Art gemäß § 16 Abs. 2 BHG 2013

Beitrag zu Wirkungszielen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Wirkungszielen eines Ressorts förderlich ist.


Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

Die gegenständliche Folgenabschätzung bezieht sich auf die Ausschreibungen des Programms „Sparkling Science 2.0“ für die Jahre 2021 bis 2026, dessen Besonderheit in der Förderung von Projekten, in welchen Forschungs- und Bildungseinrichtungen und soweit möglich zusätzlich die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und gemeinsam zur Gewinnung von innovativen Forschungsergebnissen beitragen, liegt. Gefördert werden ausschließlich Projekte, in denen jedenfalls Jugendliche aktiv in hochwertige Forschungsvorhaben einbezogen werden und durch die langfristige Kooperationsbeziehungen zwischen Schulen und Forschungseinrichtungen angebahnt werden. Soweit als möglich sollen auch Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft in die Projekte miteinbezogen werden.

Die Auswahl der Projekte erfolgt über Peer-Review-Verfahren, in welchen die wissenschaftliche Qualität der Projekte, der Gewinn für die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie ggf. die weiteren Citizen Scientists und die langfristigen strukturellen Wirkungen in den durchführenden Forschungs- und Bildungseinrichtungen bewertet werden.

Spezifisches Merkmal der geförderten Projekte bleibt wie bisher die direkte Verknüpfung von Forschung auf dem letzten Stand der Wissenschaft mit voruniversitärer Nachwuchsförderung, wodurch ein besonders hoher Wirkungsgrad der eingesetzten Fördermittel erzielt wird. Ausgangspunkt der Überlegungen sind die Erfahrungen des Vorgängerprogramms „Sparkling Science“, mit welchem das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (damals BM für Wissenschaft und Forschung) 2007 einen in Europa einzigartigen und unkonventionellen Weg beschritten hat.

Zielgruppe Forschende
Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen und budgetären Entwicklungen ist der gezielte Einsatz von Fördermitteln für Forschung mit besonders hohem Innovationspotential und für besonders effektive Instrumente der Nachwuchsförderung eine zentrale wissenschaftspolitische Aufgabe. Bereits zum Zeitpunkt der Programmentwicklung von „Sparkling Science“ war es die für die Gestaltung der Förderungsrichtlinien zentrale Intention des Ressorts, im Interesse eines optimalen Mitteleinsatzes ein Fördermodell zu schaffen, das effektive Anreizwirkung in beiden Aufgabenbereichen zugleich entfaltet.
Die Ergebnisse der bisher erfolgten Ausschreibungen bestätigen überzeugend den Erfolg des Konzeptes. Die wissenschaftliche Produktivität der geförderten Projekte und der nachhaltig positive Impact bei den mitwirkenden Schülerinnen und Schülern ist durch das Ergebnis mehrerer Zwischenevaluierungen belegt. Die Förderbedingung einer ernsthaften Mitarbeit von Jugendlichen im Forschungsprozess regt die Entwicklung neuer Forschungsansätze an und führt in Verbindung mit der Herausforderung, die international üblichen wissenschaftlichen Qualitätsstandards trotz Einbindung von Jugendlichen zu erfüllen, zu inhaltlich und forschungsmethodisch innovativen Projekten.

Zielgruppe Schülerinnen und Schüler
Während der zwölfjährigen Programmlaufzeit von Sparkling Science arbeiteten über 101.000 Schülerinnen und Schüler sowie knapp 2.600 (angehende) Lehrpersonen Seite an Seite mit fast 4.300 Forschenden und Studierenden an aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen in Großteils inter- und/oder transdisziplinären Projekten.
Insbesondere für Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Familien erwiesen sich die intensiven Realkontakte mit Forschenden als Anstoß, sich – vielfach erstmalig – für weiterführende Ausbildungen und wissenschaftliche Berufskarrieren zu interessieren. Aufgrund ihrer familiären Hintergründe kommen diese Jugendlichen kaum in Berührung mit höheren Bildungseinrichtungen und aktueller Forschung, ihr Zugang zu Informationen über Ausbildungsangebote an Universitäten und Fachhochschulen ist stark eingeschränkt und es fehlen ihnen Vorbilder im Familien- und Bekanntenkreis, die sie in einer Entscheidung für eine weiterführende Bildung unterstützen könnten.

Wichtig für die nachhaltige Wirkung der Sparkling-Science-Projekte auf die Motivations- und Kompetenzsteigerung bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern ist deren Rolle als ernstgenommene Juniorkolleginnen und -kollegen sowie die Wertschätzung ihres großen Engagements und ihrer Arbeitsergebnisse durch die Forschungsteams. Mit den Fördermaßnahmen der Ausschreibungen für „Sparkling Science 2.0“ werden die zwischen den beteiligten Forschungs- und Bildungseinrichtungen aus den Projekten entstehenden Netzwerke gefestigt und dauerhafte niedrigschwellige Kooperationen eingeleitet. Die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler werden als gleichrangig neben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern adressierte Zielgruppe des Programms durch systemwirksame Platzierung der Fördermittel in ihrem Wissenschaftsverständnis und in ihren Bildungschancen unterstützt.

Vom Rechnungshof wurde „Sparkling Science“ 2019 im Rahmen einer Überprüfung der „Forschungs- und Wissenschaftskommunikation“ beurteilt. In seinem abschließenden Bericht hielt dieser fest, dass das Programm ein sehr wirksames Instrument der Forschungs- und Wissenschaftskommunikation darstelle und bescheinigte dem Programm die Erfüllung wichtiger Anforderungen, wie z.B. eine regelmäßig stattfindende Qualitätssicherung durch Gremien, Gutachterinnen und Gutachter etc. Darauf Bezug nehmend, empfahl der Rechnungshof abschließend, genau derartige Programme zu forcieren: „Maßnahmen der Forschungs- und Wissenschaftskommunikation wären weniger durch Medienkooperationen und Inserate, sondern vermehrt durch Programme, die in Wirkungsziele bzw. strategische Ziele eingebettet sind und über Richtlinien und Qualitätskontrollen sowie entsprechende Evaluierungen verfügen, zu setzen.“

„Sparkling Science“ reichte allerdings weit über die reine Wissenschaftskommunikation hinaus. Die Teilhabe von Schülerinnen und Schülern und die vermehrte Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern im Sinne von Citizen Science (CS) in den Forschungsprozess, die vor allem in den letzten beiden Ausschreibungen (von insgesamt sechs) stattfand, trug wesentlich zur Vertiefung des Dialoges zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bei. Dies wurde 2015 u.a. im Aktionsplan der Bundesregierung für einen wettbewerbsfähigen Forschungsraum positiv hervorgehoben. Gleichzeitig wurde jedoch betont, dass in Österreich – im Vergleich zur europäischen Entwicklung von CS-Aktivitäten – nur wenige erfolgreiche Beispiele zu finden seien und auch die systemische Verankerung dieser Forschungsansätze und Initiativen noch nicht erfolgt sei. Die Vision sei es daher, „dass jede Bürgerin und jeder Bürger zumindest einmal im Leben persönlich an Wissenschaft und Forschung teilhaben kann und möchte (im Kindergarten, während der Schulzeit, im Studium, im Berufsleben, im Ruhestand).“

Ein Ziel des Nachfolgeprogramms „Sparkling Science 2.0“ ist es daher, einerseits die Verbreitung von CS-Methoden in der wissenschaftlichen Community zu fördern, indem z.B. CS-erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei unterstützt werden, mit Forschenden ohne derartige Erfahrungen zusammenzuarbeiten und andererseits allen Interessierten die Teilhabe an Wissenschaft und Forschung zu ermöglichen, damit es Österreich gelingt, eine Trendwende zur gesellschaftlichen Wertschätzung von Forschung und Innovation zu erreichen.



Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Förderprogramm Sparkling Science 2.0 trägt wesentlich zur Erreichung des „Ziels 3: Auf Wissen, Talente und Fertigkeiten setzen“, Punkt: „Sicherstellen der Durchlässigkeit zwischen Bildungseinrichtungen sowie hin zu Unternehmen“ der FTI-Strategie 2030 bei, indem Forschungsprojekte gefördert werden, in denen wissenschaftliche Einrichtungen mit Bildungseinrichtungen und – wenn möglich – mit weiteren Partner:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft, darunter auch Citizen Scientists (Bürgerwissenschafter:innen) zusammenarbeiten. Außerdem leistet das Programm einen Beitrag zur Erreichung des SDG Ziels 4.5 „Bis 2030 geschlechtsspezifische Disparitäten in der Bildung beseitigen und den gleichberechtigen Zugang der Schwachen in der Gesellschaft, namentlich von Menschen mit Behinderungen, Angehörigen indigener Völker und Kindern in prekären Situationen, zu allen Bildungs- und Ausbildungsebenen gewährleisten“.

Ziele des Vorhabens

Durch die Angabe von konkreten, nachvollziehbaren Zielen pro Vorhaben wird transparent dargestellt, welchen Zweck der staatliche Eingriff verfolgt.


Ziel 1: Erarbeitung innovativer Forschungsergebnisse, die auf internationales Interesse stoßen und welche die Karriereentwicklung der beteiligten Forschenden unterstützen

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Es gibt nach der 1. und 2. Ausschreibung zumindest 46 innovative Forschungsvorhaben in Verbindung mit (voruniversitärer)Nachwuchsförderung. [Anzahl]

Istwert

61

Anzahl

Zielzustand

46

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 2: Intensivierung der Zusammenarbeit von Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft national und international

Beschreibung des Ziels

Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf der Initiierung vielfältiger CS-Projekte und nationaler und internationaler Kooperationsmodelle, in welchen unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit von Forschungs- und Bildungseinrichtungen, vor allem auch in Hinblick auf die Einbindung von peripheren Regionen, mit der Zivilgesellschaft entwickelt und getestet werden.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Entstehung nationaler bzw. internationaler Partnerschaften [Anzahl]

Istwert

375

Anzahl

Zielzustand

200

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 3: Brückenschlag zwischen universitärer Forschung und schulischer Unterrichtspraxis sowie verstärkter Einblick von Kindern und Jugendlichen in die Welt der Wissenschaft

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Mitarbeit von Schüler:innen an Forschungsprojekten [Anzahl]

Istwert

29.415

Anzahl

Zielzustand

15.000

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 4: Verbesserung des Bildes der Wissenschaft in der Öffentlichkeit; Abbau der Wissenschaftsskepsis sowie von Zugangsbarrieren zur Wissenschaft, von denen insbesondere Schülerinnen und Schüler aus peripheren Regionen, aus Familien mit Migrationshintergrund und/oder bildungsfernen Schichten betroffen sind

Beschreibung des Ziels

In Österreich sind die Chancen, sich aus einer bildungsfernen Schicht hochzuarbeiten, geringer als in vielen anderen Industriestaaten. Das ist das Ergebnis einer Studie der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, mit dem Titel „Equity in Education“ („Chancengleichheit in der Bildung“). Rund 16 Prozent der Leistungsunterschiede bei PISA waren in Österreich durch den unterschiedlichen sozialen Status der Schülerinnen und Schüler bedingt. Sogar weit hinter dem OECD-Schnitt liegt Österreich bei Hochschulabschlüssen bildungsferner Schichten. So schafften bei uns laut einer OECD-Erhebung nur zehn Prozent der befragten Personen, deren Eltern keinen Pflichtschulabschluss aufwiesen, ein Studium. Im OECD-Schnitt waren es mehr als doppelt so viele (21 Prozent). „Sparkling Science 2.0“ fördert gezielt die Zusammenarbeit mit Schulen in peripheren Regionen bzw. mit Schulen, die bisher noch kaum mit Citizen-Science-Aktivitäten erreicht wurden.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Einbindung von Schulen aus peripheren Regionen in Forschungsprojekte [Anzahl]

Istwert

145

Anzahl

Zielzustand

50

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 5: Unterstützung von Schülerinnen und Schülern bei der Persönlichkeitsbildung und dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen, um sie auf die Herausforderungen der Zukunft besser vorzubereiten und ihre Chancen für das Erwerbsleben zu verbessern im Sinne des wissenschaftlichen Nachwuchses

Beschreibung des Ziels

Im Rahmen von „Sparkling Science 2.0“ werden Schülerinnen und Schüler aktiv in die Projekte mit einbezogen. Sie bekommen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten, stärken ihr kritisches Denken und entwickeln viele Qualifikationen und Kompetenzen, die sie in der Berufswahl bzw. bei der Wahl des Studiums stärken.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Förderung von Projekten, in denen Schüler:innen aktiv in die Forschungsprozesse eingebunden sind [Anzahl]

Istwert

210

Anzahl

Zielzustand

100

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 6: Erarbeitung von Schulschwerpunkten im Bereich Wissenschaft im Rahmen der Schulautonomie

Beschreibung des Ziels

Ein Fokus von „Sparkling Science 2.0“ liegt auf der Einbindung von Schulen in peripheren Regionen bzw. von Schulen, die bisher noch nicht oder kaum mit CS-Aktivitäten erreicht wurden, denn es wäre – wie der nationale „Sparkling-Science“-Beirat 2019 in seiner abschließenden Empfehlung ans BMBWF für ein Nachfolgeprogramm festhielt – besonders für polytechnische Schulen, Schulen im ländlichen Bereich oder auch sogenannte „Brennpunktschulen“ wichtig, sowohl mit Forschenden als auch mit aktuellen Themen der Forschung, wie z.B. Künstliche Intelligenz, Ethik, Klimawandel etc., also aktuelle gesellschaftliche Themen, die in vielen „Sparkling-Science“-Projekten aufgegriffen wurden, in Kontakt zu kommen. Zusätzliche Mittel können darüber daher von Projekten beantragt werden, die Schulen aus peripheren Regionen einbauen bzw. Schulen, die bisher nicht an Projekten mitgearbeitet haben, sowie von Projekten, die gemeinsam mit Pädagogischen Hochschulen Schulen dabei unterstützen, im Rahmen der Schulautonomie Schulschwerpunkte im Bereich Wissenschaft zu bilden bzw. bereits vorhandene Science-Schwerpunkte zu stärken.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

10 % der gesamt geförderten Projekte fördern vorhandene bzw. stärken neue Schulschwerpunkte im Bereich Wissenschaft [%]

Istwert

15

%

Zielzustand

10

%

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 7: Verankerung des CS-Konzeptes im Bildungs- und Wissenschaftssystem sowie in der Gesellschaft sowie Aufbau von CS-Kompetenzen insbesondere in der wissenschaftlichen Community u.a. mittels internationaler Vernetzung

Beschreibung des Ziels

Ein Fokus von „Sparkling Science 2.0“ liegt auf dem Aufbau von CS-Kompetenzen in der wissenschaftlichen Community. Der weltweite Aufschwung von Citizen Science treibt die Entwicklung neuer Methoden und innovativer Technologien laufend voran. Citizen Science soll daher in Österreich bekannter gemacht werden. Um die Expertise nach Österreich zu transferieren und die Effektivität und Effizienz der Forschungsprojekte zu steigern, wird im Programm speziell auch die internationale Vernetzung gefördert. Projekte, die internationale Forschungspartner mit CS-Erfahrung einbinden, können daher ebenfalls zusätzliche finanzielle Mittel beantragen.

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und internationale Partner in geförderten Projekten [Anzahl]

Istwert

35

Anzahl

Zielzustand

30

Anzahl

Datenquelle: externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Ziel 8: Öffnung von Forschungs- und Innovationsprozessen in Richtung maximal transparenter und partizipativ gestalteter Arbeitsansätze sowie des freien Zugangs zu Forschungsergebnissen und Datenbeständen, die unter Einsatz öffentlicher Mittel erarbeitet wurden (Open Science)

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1: Geförderte Projekte öffnen sich soweit als möglich für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft und sind transparent und nachvollziehbar.

Ausgangszustand 2021:

Derzeit wird bei Förderungen noch zu wenig Augenmerk auf die Transparenz der Forschungsansätze und die Nachvollziehbarkeit der Wissenschaft gelegt.

Zielzustand 2025:

Alle durch die Ausschreibungen geförderten Projekte sollen sich so weit als möglich für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft öffnen und transparent und nachvollziehbar sein.

Istzustand 2025:

Das Programm leistet substanzielle Beiträge zu seinen strategischen und operativen Zielen. Es fördert innovative Forschungsergebnisse, stärkt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft und baut Zugangsbarrieren zur Wissenschaft ab. Besonders hervorzuheben ist der Kompetenzerwerb bei allen teilnehmenden Personengruppen. Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Forschungspraxis und entwickeln fachliche sowie überfachliche Kompetenzen. Die Projekte tragen zur Verankerung des Citizen-Science-Konzepts im Bildungs- und Wissenschaftssystem bei und fördern die internationale Vernetzung. Die hohe Qualität der Forschung wird durch wissenschaftliche Publikationen und hervorragend bewertete Endberichte bestätigt.

Datenquelle:
externe Evaluierung von Sparkling Science 2.0 durch Technopolis 2025

Zielerreichungsgrad des Meilensteins:

zur Gänze erreicht


Zugeordnete Ziel-Maßnahmen

Die Maßnahmen stellen die konkreten, geplanten Handlungen der öffentlichen Verwaltung dar. Die Ziele des Vorhabens sollen durch diese Tätigkeiten erreicht werden. Durch die Darstellung der Maßnahmen wird das „Wie“ der Zielerreichung transparent gemacht.


Förderung innovativer Forschungsvorhaben mit der gezielten Einbindung von Jugendlichen sowie der Gesellschaft zur Generierung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse

Beitrag zu Ziel 1

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Zur Verknüpfung von hochwertiger Forschung mit der gezielten Einbindung der Gesellschaft fördert das BMBWF Forschungsprojekte, die jedenfalls unter Einbindung von Schülerinnen und Schülern und wenn möglich unter Einbindung von weiteren Citizen Scientists durchgeführt werden. In diesen transdisziplinären Forschungskooperationen werden durch Integration von Schülerinnen und Schülern sowie ggf. weiteren Personen in den Forschungsprozess außerwissenschaftliche Kompetenzen für die Generierung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse erschlossen.

Die Qualität der Vorhaben wird durch internationale Peer-Review-Verfahren gesichert, die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt durch ein Ranking anhand der folgenden Kriterien:
1. Qualitätsaspekte, u.a. klare Formulierung der Projektzeile, Positionierung zum aktuellen internationalen Stand der Forschung sowie Begründung für die Wahl des CS-Ansatzes;
2. Zusammenarbeit mit Schulen und ggf. weiteren Citizen Scientists: Ist die Zusammenarbeit für die adressierte Zielgruppe adäquat geplant? Wie hoch ist der Mehrwert? Wie werden das Kommunikationskonzept sowie die Beteiligungsmethoden bewertet? Wie werden ggf. die Maßnahmen für den Schwerpunkt „Science in Schulen“ beurteilt?
3. Nachhaltigkeit: Beurteilung, inwiefern die Projektergebnisse ins Bildungssystem einfließen sowie der geplanten Fortführung der Zusammenarbeit mit Schulen nach dem Projektabschluss;
4. Umgang mit Daten: Ist Qualitätssicherung gewährleistet? Berücksichtigung von datenschutzrechtlichen Aspekten sowie Ermöglichung eines freien Zuganges zu den Datenbeständen;
5. Zusammensetzung des Forschungsteams, Qualität der Kooperationen sowie internationale Vernetzung;
6. Darstellung der Disseminationsstrategien;
7. Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit;
8. Eignung und Transparenz der Kosten sowie Angemessenheit der Eigenleistungen;
9. Ethische Aspekte;
10. Anregungen, um den Projekterfolg zu erhöhen;

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

Förderung der Zusammenarbeit von Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft

Beitrag zu Ziel 2

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Gefördert wird die Durchführung von qualitativ hochwertigen Forschungsprojekten, in welchen jedenfalls Forschungs- und Bildungseinrichtungen und soweit als möglich Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

Förderung einer nachhaltigen Netzwerkbildung zwischen nationalen Forschungs- und Bildungseinrichtungen als Maßnahme zur langfristigen Verankerung der Zusammenarbeit

Beitrag zu Ziel 2
Beitrag zu Ziel 3

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Förderungsbedingung ist die projektbegleitende Einführung von gemeinsamen Aktivitäten, die von den beteiligten Forschungs- und Bildungseinrichtungen zumindest zwei Jahre über die Laufzeit der geförderten Projekte hinaus und ohne die weitere Genehmigung finanzieller Mittel mit leistbarem Aufwand fortgesetzt werden können. Beispielsweise könnten die Forschungseinrichtungen den Schulen regelmäßig Themen für Vorwissenschaftliche Arbeiten bzw. Diplomarbeiten zur Verfügung stellen, die Schulen in Vorlesungen oder zu Laborbesuchen und -experimenten einladen, Ferialpraktika anbieten, die Schulen für Vorträge und Workshops besuchen etc. Eine verpflichtende Selbstreflexion und eine Darstellung der Lessons Learned aus der Zusammenarbeit und den Projekten sind im Zuge der Berichtspflichten an die Förderungsgeberin bzw. den Förderungsgeber zu übermitteln.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

Förderung von CS-Projekten, die auf großes mediales Interesse stoßen und damit zur Verbesserung des Bildes der Wissenschaft in der Öffentlichkeit beitragen

Beitrag zu Ziel 4

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Verpflichtung aller geförderter Projekte zur Projektpräsentation auf den Webseiten der beteiligten Forschungseinrichtungen und Schulen sowie zu gezielter Öffentlichkeitsarbeit und Dissemination der Ergebnisse; Förderung der Entwicklung von Citizen-Science-Ansätzen, die sich zur besonders breiten, österreichweiten Einbindung von Jugendlichen und – in weiterer Folge – auch von erwachsenen Zielgruppen in inhaltlich und methodisch geeigneten Forschungsvorhaben eignen.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

zur Gänze erreicht

Förderung von CS-Projekten, welche einen breiten Kompetenzerwerb bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichen

Beitrag zu Ziel 5

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Die geförderten Projekte unterstützen Jugendliche bzw. weitere Citizen Scientists bei der Persönlichkeitsbildung und dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die Jugendliche und Erwachsene auf die Herausforderungen der Zukunft besser vorbereiten und ihre Chancen für das Erwerbsleben verbessern.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

Förderung neuer und Stärkung vorhandener autonomer Schulschwerpunktbildungen im Bereich Wissenschaft

Beitrag zu Ziel 6

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Projekte können zusätzliche Mittel beantragen, wenn sie gemeinsam mit Pädagogischen Hochschulen teilnehmende Schulen dabei unterstützen, im Rahmen der Schulautonomie Schulschwerpunkte im Bereich Wissenschaft zu bilden bzw. bereits vorhandene Science-Schwerpunkte zu stärken.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

zur Gänze erreicht

Förderung des Aufbaus von CS-Knowhow in Österreich

Beitrag zu Ziel 7

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Förderung der Zusammenarbeit von CS-erfahrenen Forschenden mit Forschenden ohne vorheriger CS-Erfahrung sowie Förderung des Transfers von methodischen und inhaltlichen Projektergebnissen ins Bildungssystem (z.B. die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen)
Erhöhung der Fördermittel bei Projekten mit internationaler Vernetzung

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

überplanmäßig erreicht

Förderung von transparenten Forschungsansätzen

Beitrag zu Ziel 8

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Gefördert werden Projekte, die den Prozess der Erkenntnisgewinnung von der ersten Recherche bis zur finalen Publikation so weit wie möglich öffnen und die nicht nur die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft, sondern auch die Nachvollziehbarkeit von Wissenschaft verbessern.
Entwickelte Lehr- und Lern-Materialien müssen nach Projektende digital archiviert und veröffentlicht werden (u.a. auf www.eduthek.at), sodass sie weiter genutzt werden können.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

zur Gänze erreicht

Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Finanzielle Auswirkungen stellen die aufgrund des Regelungs- oder sonstigen Vorhabens anfallenden, monetär zum Ausdruck gebrachten, Auswirkungen dar.

In der folgenden Darstellung sehen Sie auf der rechten Seite die geplanten (Plan) und auf der linken Sie die tatsächlichen angefallenen Kosten (Ergebnis). Unter „Details“ finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der finanziellen Auswirkungen. Mithilfe der Steuerungsleiste können Sie zwischen den Jahren wechseln beziehungsweise sich die Gesamtzahlen über alle Jahre hinweg ansehen.


Gesamt 2021 - 2025
2021
2022
2023
2024
2025

Aufwände und Erträge – Nettoergebnis

Ergebnis

-20.722

Tsd. Euro

Plan

-20.205

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

1.631

Tsd. Euro

Plan

1.000

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

39

Tsd. Euro

Plan

53

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

18.939

Tsd. Euro

Plan

19.000

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

113

Tsd. Euro

Plan

152

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

20.722

Tsd. Euro

Plan

20.205

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-5.050

Tsd. Euro

Plan

-5.050

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

250

Tsd. Euro

Plan

250

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

13

Tsd. Euro

Plan

13

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

4.750

Tsd. Euro

Plan

4.750

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

37

Tsd. Euro

Plan

37

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

5.050

Tsd. Euro

Plan

5.050

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-5.351

Tsd. Euro

Plan

-5.051

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

250

Tsd. Euro

Plan

250

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

13

Tsd. Euro

Plan

13

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

5.050

Tsd. Euro

Plan

4.750

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

38

Tsd. Euro

Plan

38

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

5.351

Tsd. Euro

Plan

5.051

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-5.037

Tsd. Euro

Plan

-5.051

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

586

Tsd. Euro

Plan

250

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

13

Tsd. Euro

Plan

13

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

4.400

Tsd. Euro

Plan

4.750

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

38

Tsd. Euro

Plan

38

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

5.037

Tsd. Euro

Plan

5.051

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-5.284

Tsd. Euro

Plan

-5.053

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

545

Tsd. Euro

Plan

250

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

14

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

4.739

Tsd. Euro

Plan

4.750

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

39

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

5.284

Tsd. Euro

Plan

5.053

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

In den Jahren 2022 bzw. 2023 wurden jeweils, wie geplant, 250.000 € an Abwicklungskosten (Werkleistungen) ausbezahlt. Die Abweichungen bei den Werkleistungen in den Jahren 2024 (586.111 € statt 250.000 €) und 2025 (544.986 € statt 250.000 €) ergeben sich aus der im Jahr 2024 abgeschlossenen (Finanzierungs-)Vereinbarung für den Zeitraum 2024–2026. In dieser Vereinbarung wurde im Einvernehmen mit dem BMF vom bisherigen System abgewichen. Anstelle einer detaillierten Einzelkalkulation (wie in der (Finanzierungs-)Vereinbarung 2021-2023) der den Förderprogrammen zuordenbaren Abwicklungskosten erfolgt die Berechnung nunmehr auf Basis eines prozentuellen Anteils der Förderprogrammkosten.
Für das Jahr 2024 bedeutet dies für das Programm Sparkling Science 2.0, dass Abwicklungskosten (Werkleistungen) in Höhe von 12,5 % (586.111 €) der anteiligen Förderprogrammkosten angesetzt wurden; für das Jahr 2025 beträgt dieser Anteil 11,5 % (544.986 €). Aufgrund dieser Berechnungsänderung bzw. aufgrund dieser anderen Darstellung lassen sich die tatsächlichen Kosten nicht mehr ordnungsgemäß/detailgetreu auf die einzelnen Förderprogramme zuordnen.
Transferaufwand
Die Abweichungen beim Transferaufwand des Programms Sparkling Science 2.0 in den einzelnen Jahren ergeben sich einerseits aus notwendigen Auszahlungsverschiebungen aufgrund der projektbezogenen Zahlungspläne der geförderten Vorhaben und andererseits aus dem Abschluss der neuen (Finanzierungs-)Vereinbarung für den Zeitraum 2024–2026. Laut Planung wurden für die einzelnen Jahre jeweils 4,75 Mio. € für das Programm Sparkling Science 2.0 angesetzt. Im Jahr 2022 wurde der volle Betrag ausbezahlt. 2023 konnten für dieses Programm durch Umschichtungen bei den Förderprogrammen innerhalb der (Finanzierungs-)Vereinbarung 2021-2023 um 300.000 € mehr als geplant ausbezahlt werden. Anzumerken ist, dass sich die in der WFA geplanten Werte für 2024 und 2025 durch die neue (Finanzierungs-)Vereinbarung 2024-2026 geändert haben und somit nicht die geplanten Werte abbilden. Für 2024 wurden in diesem Zusammenhang 4,689 Mio. € bzw. für 2025 4,739 Mio. € veranschlagt. Aufgrund noch vorhandener Mittel aus der (Finanzierungs-)Vereinbarungs-Periode 2021-2023 wurden für das Programm Sparkling Science 2.0 im Jahr 2024 nur 4,4 Mio. € ausbezahlt bzw. benötigt. Demgegenüber wurde 2025 der komplette, zur Verfügung stehende, Betrag gemäß (Finanzierungs-)Vereinbarung 2024-2026 ausbezahlt.

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

Kinder und Jugend
Gesamtwirtschaft
Konsumentenschutzpolitik
Soziales
Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
Umwelt
Unternehmen
Verwaltungskosten für Bürger:innen
Verwaltungskosten für Unternehmen

Kinder und Jugend

Subdimension(en)

  • Schutz sowie Förderung der Gesundheit, Entwicklung und Entfaltung junger Menschen (bis 30 Jahre)

Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen sowie die Zivilgesellschaft werden aktiv und eigentätig in die Forschung einbezogen.
Sparkling Science 2.0 ist von grundlegender Bedeutung für die Forschungs-Bildungskooperation, die partizipative Forschung und Citizen Science in Österreich.
Das Programm fördert die Wissenschaftskompetenz der teilnehmenden Schüler:innen und Lehrpersonen durch praktische Erfahrung und trägt so zu einem realistischeren und differenzierteren Verständnis von Wissenschaft, ihren Möglichkeiten und Grenzen bei.
Es schult zudem wichtige gesellschaftlich und demokratiepolitisch relevante Kompetenzen und trägt damit dazu bei, das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung nachhaltig zu steigern.

Gesamtbeurteilung

Sparkling Science 2.0 ist ein einzigartiges Förderinstrument in der österreichischen Forschungslandschaft. Es ermöglicht eine außergewöhnliche Vielfalt an Inhalten, Forschungsmethoden und Kooperationsformen. Insbesondere für die anwendungsorientierte Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften bestehen kaum Alternativen zu diesem Programm. Die Offenheit für alle Themen und Ansätze ist eine zentrale Stärke und Voraussetzung für diese Vielfalt.

In zwei Ausschreibungen wurden bisher 61 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 21 Mio. Euro gefördert. Insgesamt wurden 284 Anträge eingereicht, was einer Förderquote von 21,5 % entspricht. Beide Ausschreibungen waren deutlich überzeichnet; 40 % der Anträge wurden als exzellent bewertet, konnten jedoch aus budgetären Gründen nicht alle gefördert werden. An den Projekten beteiligen sich 156 Institutionen (darunter 81 Forschungseinrichtungen und 61 Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft) und 210 Schulen. Das Programm erreicht eine außergewöhnlich hohe Zahl von Personen: 426 Forschende, 532 Lehrpersonen, 9.279 direkt eingebundene Schüler:innen, 20.136 indirekt eingebundene Schüler:innen sowie über 38.000 weitere Citizen Scientists wirken bisher in den Projekten mit. Im Projektverlauf werden sich diese Zahlen speziell bei den Schüler:innen noch deutlich erhöhen.

Das solide Programmdesign führt die bewährte Philosophie des Vorgängerprogramms logisch fort. Während das Zielsystem in seiner Formulierung komplex wirkt, ist die praktische Umsetzung stringenter und effektiver. Zu den positiven Entwicklungen zählen die Verlängerung der Projektlaufzeiten und die Erhöhung des finanziellen Rahmens. Die Ausweitung der Beteiligung auf die breite Öffentlichkeit als Citizen Scientists bietet neue Möglichkeiten für partizipative Forschung.

Die Umsetzung und Kommunikation des Programms durch den OeAD werden von den beteiligten Akteuren positiv bewertet. Das Begutachtungs- und Auswahlverfahren zeichnet sich durch eine intelligente Handhabung der disziplinären und strukturellen Vielfalt der Projekte aus. Eine große Herausforderung für Sparkling Science 2.0 bleibt jedoch die hohe Überzeichnung: Viele förderwürdige Projekte müssen rein aus Budgetgründen abgelehnt werden, was als ineffizient und für die Antragstellenden demotivierend erlebt wird.

Im Bereich Ergebnisse und Wirkungen ist Sparkling Science 2.0 von grundlegender Bedeutung für die Forschungs-Bildungskooperation sowie für Citizen Science in Österreich. Kombiniert mit Maßnahmen am Zentrum für Citizen Science und Leistungsvereinbarungen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, bildet das Programm das Rückgrat der nationalen Citizen-Science-Landschaft. Es setzt nachhaltige Impulse für Bildungskooperationen und leistet substanzielle Beiträge zur Bildungsforschung, insbesondere an den Pädagogischen Hochschulen.

Ein zentrales Ziel ist die Förderung der Wissenschaftskompetenz von Schüler:innen und Lehrpersonen durch praktische Erfahrung. Dieser Ansatz trägt maßgeblich zu einem realistischeren Verständnis von Wissenschaft und deren Möglichkeiten und Grenzen bei. Zudem werden gesellschaftlich und demokratiepolitisch relevante Kompetenzen vermittelt, die zu einer informierten und engagierten Gesellschaft beitragen.

Die Bedeutung von Sparkling Science für Citizen Science und Open Science kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Das Programm ist das umfassendste Förderinstrument für Projekte zur Forschungs-Bildungs-Kooperation und Citizen Science in Österreich und schafft die Grundlage für weitere Initiativen wie Preise, Vernetzung und Kommunikationsmaßnahmen. Forschungseinrichtungen können so strategische Ziele im Bereich Citizen Science verfolgen.

Sparkling Science 2.0 ist somit zentral für den Ausbau partizipativer Forschungsansätze und für die Stärkung einer informierten und engagierten Gesellschaft in Österreich. Zugleich bleiben die nachhaltige Sicherung und kontinuierliche Entwicklung des Bereichs aufgrund der begrenzten Fördermittel herausfordernd. (Quelle: Technopolis Group (2025): Externe Programmevaluierung „Sparkling Science 2.0“)

Jede Sonderrichtlinie (SRL) wird durch Wirkungsfolgenabschätzung bewertet. Viele Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen werden in der nächsten SRL wiedereingesetzt. Somit ist ein Vergleich über einen längeren Zeitraum möglich.

Es besteht kein Bedarf an wesentlichen Änderungen am grundlegenden Konzept und an der Umsetzung von Sparkling Science 2.0, zumal Ministerium, Agentur und Kuratorium die Erfahrungen kontinuierlich reflektieren und die Programmpraxis weiterentwickeln. (Quelle: Technopolis Group (2025): Externe Programmevaluierung „Sparkling Science 2.0“)


Verbesserungspotentiale

Jede Sonderrichtlinie (SRL) wird durch Wirkungsfolgenabschätzung bewertet. Viele Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen werden in der nächsten SRL wiedereingesetzt. Somit ist ein Vergleich über einen längeren Zeitraum möglich.
Es besteht kein Bedarf an wesentlichen Änderungen am grundlegenden Konzept und an der Umsetzung von Sparkling Science 2.0, zumal Ministerium, Agentur und Kuratorium die Erfahrungen kontinuierlich reflektieren und die Programmpraxis weiterentwickeln. (Quelle: Technopolis Group (2025): Externe Programmevaluierung „Sparkling Science 2.0“)


Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.


Weiterführende Informationen