Zum Menü springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen Suchen Seite downloaden Seite teilen
Ergebnisse werden geladen. Dies kann bis zu einer Minute dauern.
Vorhaben

Richtlinie zum Important Projects of Common European Interest (IPCEI) im Batteriesektor

IPCEI-Richtlinie EUBatIn

2025
Vorhaben überwiegend erreicht

Finanzjahr: 2020

Inkrafttreten / Wirksamwerden: 2020

Nettoergebnis in Tsd. €: -13.204

Vorhabensart: Vorhaben gemäß § 58 Abs. 2 BHG 2013

Beitrag zu Wirkungszielen

Um die Verlinkung zwischen Wirkungsorientierter Steuerung und Wirkungsorientierter Folgenabschätzung darzustellen, wird angegeben, ob das Regelungs- beziehungsweise sonstige Vorhaben den Wirkungszielen eines Ressorts förderlich ist.


Beitrag zu Globalbudget-Maßnahmen

Problemdefinition

Die globalen Anstrengungen, den anthropogen verursachten Klimawandel zu begrenzen, haben direkte und tiefgreifende Auswirkungen auf verschiedene Wirtschafts- und Industriebereiche, so unter anderem auch auf den Automobilsektor. Aufgrund der bevorstehenden Transformation dieses Sektors hin zu alternativen Antrieben, steht die Automobilindustrie, europäisch wie österreichweit, vor enormen Herausforderungen, welche die Produktivität, Wertschöpfung und damit auch den Arbeitsmarkt und letztlich das Wohlbefinden der BürgerInnen gefährdet.

Zentral in dieser Transformation des Automobilsektors ist die Einführung von Elektrofahrzeugen. Mit dieser ändert sich die Produktion von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen maßgeblich. So entfallen hochkomplexe Bauteile wie Verbrennungsmotoren, mehrstufige Getriebe oder Abgasanlagen. Zentral sind Bereiche, in denen österreichische Unternehmen hohe Kompetenzen aufweisen und Wertschöpfung generieren. Österreichs Automobilwirtschaft, mit einer direkten Wertschöpfung in Höhe von 16 Mrd. Euro, mehr als 177.000 Beschäftigten und einem Steueraufkommen von 8,5 Mrd. Euro, zählt heute zu den exportstärksten Schlüsselsektoren der heimischen Wirtschaft. Neu hinzukommende Kernkomponenten wie Traktionsbatterie, Elektromotor oder Brennstoffzelle bieten zwar Chancen für Unternehmen, neue Kompetenzen und Stärkefelder aufzubauen, die sich in jüngerer Zeit rascher verbessernde Technologiereife hat allerdings bisher noch zu keiner Herausbildung marktrelevanter Stärkefelder geführt. Somit besteht die Gefahr, dass die neu benötigten Komponenten nicht in Österreich produziert, sondern importiert werden müssen und damit die Wertschöpfung der heimischen Automobilindustrie sinkt. Europa und seine Mitgliedstaaten riskieren so eine Abhängigkeit von Konkurrenten aus Asien und den Vereinigten Staaten und letztendlich den Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen.

Um dieser Problematik auf europäischer Ebene entgegenzuwirken, initiierten verschiedene Mitgliedstaaten der Europäischen Union – fußend auf der Europäischen Batterieallianz – zwei „Important Projects of Common European Projects“ (IPCEI) im Batteriesektor. Dieses Instrument der europäischen Industrie- und Forschungspolitik bietet Mitgliedstaaten die Möglichkeit mit ausgewählten Unternehmen in einem integrierten Projektkonsortium zielgerichtet industrielle Stärkefelder in Europa zu schaffen – dies durch Ausnahmeregelungen im europäischen Beihilferahmen. Österreich hat sich im März 2019 entschieden, an den Verhandlungen zum zweiten IPCEI zu Batterien – dem so genannten IPCEI EuBatIn – mit insgesamt 14 EU-Mitgliedstaaten und über 50 europäischen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Batterien teilzunehmen. Im Rahmen des IPCEIs können Wissen, Know-how, finanzielle Mittel und Wirtschaftsbeteiligte aus der gesamten Europäischen Union zusammengeführt werden, um wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren, die ansonsten nicht gelöst werden könnten. Das IPCEI EuBatIn betont eine nachhaltige, umweltfreundliche Batteriezellenproduktion durch ambitionierte Nachhaltigkeits- und Umweltziele. Das Projekt soll eine Kreislaufwirtschaft für Batterien unterstützen, indem auch hocheffiziente Recyclinglösungen entwickelt und die intelligente Nachnutzung von Batterien in anderen Anwendungsbereichen gefördert werden.

Mit der Teilnahme am IPCEI EuBatIn kann sich die österreichische Zulieferindustrie – basierend auf einer guten Ausgangsposition – mit ihren Kunden in internationalen Wertschöpfungsketten vernetzen und zum Aufbau europäischer Produktionskapazitäten in dieser Schlüsseltechnologie beitragen. Dies wird substanziell zur Stärkung der verschiedenen Industriebereiche entlang der Wertschöpfungskette in Österreich beitragen, so z.B. in den Bereichen der Rohmaterialien, Zellkomponenten, Zellherstellung, Modulherstellung, Verpackungsherstellung, Fahrzeugherstellung und des Recyclings. Eine Beteiligung am IPCEI EuBatIn bietet für Österreichs Automobilzulieferindustrie große Chancen. Es geht also um Bereiche, in denen österreichische Unternehmen hohe Kompetenzen aufweisen. Neu hinzukommende Kernkomponenten wie Traktionsbatterien, Elektromotoren oder Brennstoffzellen bieten Chancen für Unternehmen, neue Kompetenzen und Stärkefelder aufzubauen.



Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem Vorhaben und mittel- und langfristigen Strategien des Ressorts/ obersten Organs bzw. der Bundesregierung

Das Vorhaben Important Project of Common European Interest (IPCEI) im Batteriesektor (EuBatIn: European Battery Innovation) steht in engem Einklang mit den mittel- und langfristigen strategischen Zielen des Ressorts, der Bundesregierung 2020-2024 sowie der Europäischen Union und leistet einen gezielten Beitrag zur Umsetzung zentraler politischer Leitlinien auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Handlungsleitend auf nationaler Ebene sind aus Sicht des Ressorts insbesondere der FTI-Pakt 2021–2023 und das Regierungsprogramm „Aus Verantwortung für Österreich“ (2020–2024). Der FTI-Pakt sieht die Beteiligung Österreichs an ausgewählten Important Projects of Common European Interest (IPCEI) vor, die für den österreichischen Forschungs- und Produktionsstandort von besonderer Bedeutung sind – namentlich die Bereiche Mikroelektronik und Batterien. Das Regierungsprogramm betont zudem die erfolgreiche Beteiligung Österreichs an europäischen Forschungs- und Innovationsprogrammen sowie die stärkere Ausrichtung nationaler Maßnahmen am „Green Deal“ der EU-Kommission. Die Beteiligung am IPCEI im Batteriesektor ist ein konkreter Baustein dieser Ausrichtung.

Auf europäischer Ebene trägt das IPCEI zu mehreren zentralen Strategien der Europäischen Kommission bei. Das IPCEI EuBatIn unterstützt zentrale politische Rahmenwerke wie den European Green Deal, den Climate Target Plan 2030, die Europe on the Move und die Clean Planet for All. Darüber hinaus leistet das IPCEI einen direkten Beitrag zur New Industrial Strategy for Europe, die darauf abzielt, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität der EU zu stärken. Ergänzend wird Aktion 7 des Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) unterstützt, die den Aufbau einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und innovativen europäischen Batteriewertschöpfungskette zum Ziel hat. Weitere Bezüge bestehen zur EU Renewed Agenda for Research and Innovation sowie zum Europäischen Forschungsraum (ERA) .

Im Kontext der Sustainable Development Goals (SDGs) leistet das Vorhaben einen direkten und indirekten Beitrag zu mehreren Zielen:
1. Das IPCEI leistet durch die Entwicklung effizienter Energiespeichersysteme und den grenzüberschreitenden Kooperationen zudem einen direkten Beitrag zu SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), konkret zu 7.a und 7.2.
2. Durch die Förderung von FuE-Projekten in der Batterietechnologie, die Stärkung von Innovation und die Erhöhung der FuE-Investitionen wird die technologische und industrielle Entwicklung in Österreich und Europa nachhaltig vorangetrieben. Damit zahlt das IPCEI auf SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) ein, konkret auf 9.4 sowie 9.5.
3. Da leistungsfähige Batterietechnologien eine Schlüsselrolle bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen im Verkehr spielen, zahlt das IPCEI zudem auf SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) ein, konkret auf 11.2.

Ziele des Vorhabens

Durch die Angabe von konkreten, nachvollziehbaren Zielen pro Vorhaben wird transparent dargestellt, welchen Zweck der staatliche Eingriff verfolgt.


Ziel 1: Schaffung von Anreizen für F&E-Aktivitäten und Stärkung bestehender österreichischer Kompetenzen insbesondere in Recycling und Batterie-Produktion

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Wissenschaftliche Stellen (PostDoc, Master, Bachelor, PhD) in EUBatIn geförderten Projekten [Anzahl]

Istwert

404

Anzahl

Zielzustand

622

Anzahl

Datenquelle: VDI/VDE iit; Evaluierung der IPCEI

Weibliche Beschäftigte relativ zur Anzahl der Gesamtbeschäftigten in EuBatIn geförderten Projekten [%]

Istwert

21

%

Zielzustand

27

%

Datenquelle: VDI/VDE iit; Evaluierung der IPCEI

Ziel 2: Unterstützung der österreichischen Industrie, um neue technologische Konzepte zur Marktreife zu bringen und ihre Entwicklung zur Massenproduktion zu beschleunigen

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette [Anzahl]

Istwert

177

Anzahl

Zielzustand

150

Anzahl

Datenquelle: VDI/VDE iit; Evaluierung der IPCEI

Ziel 3: Schaffung natur- und ingenieurwissenschaftlichen Wissens und dessen Sicherung, um Österreich im Bereich Batterieproduktion und Recyclingtechnologien in eine führende Position zu bringen

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Patentaktivitäten der durch das IPCEI Batterien geförderten Unternehmen [Anzahl]

Istwert

176

Anzahl

Zielzustand

128

Anzahl

Datenquelle: VDI/VDE iit; Evaluierung der IPCEI

Ziel 4: Aufbau und Sicherung von Kompetenz und Produktionskapazitäten in der Batterieentwicklung, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeugindustrie entscheidend sind

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Produzierte bzw. recyklierte Energiekapazität (GWh) mit österreichischen Komponenten [GWh]

Istwert

0,00

GWh

Zielzustand

141,34

GWh

Datenquelle: FFG, AWS

Ziel 5: Entwicklung und Umsetzung effizienter und ökologisch verträglicher Recycling- und Produktionsprozesse

Kennzahlen und Meilensteine des Ziels

Meilenstein 1: Durch Anwendung neuartiger Prozesse und substanzieller Verbesserung bestehender Prozesse wird ein reduzierter Ressourceneinsatz von 20-40 % erreicht

Ausgangszustand 2019:

Bestehende Standard-Recycling- und Produktionsprozesse finden Anwendung

Zielzustand 2025:

Breiter Einsatz von effizienten und ökologisch verträglichen Recycling- und Produktionsprozessen Zielwert mit IPCEI (2024): Substanzielle Verbesserung bestehender Prozesse bzw. Entwicklung und Anwendung neuartiger Prozesse führen zu einem reduzierten Ressourceneinsatz im Ausmaß von 20 % - 40 %

Istzustand 2025:

Durch substanzielle Verbesserung bestehender Prozesse bzw. Entwicklung und Anwendung neuartiger Prozesse konnte ein reduzierter Ressourceneinsatz im Ausmaß von 23 % erzielt werden.

Datenquelle:
FFG, AWS

Zielerreichungsgrad des Meilensteins:

zur Gänze erreicht


Zugeordnete Ziel-Maßnahmen

Die Maßnahmen stellen die konkreten, geplanten Handlungen der öffentlichen Verwaltung dar. Die Ziele des Vorhabens sollen durch diese Tätigkeiten erreicht werden. Durch die Darstellung der Maßnahmen wird das „Wie“ der Zielerreichung transparent gemacht.


Förderung in Form eines nicht-rückzahlbaren Zuschusses (FFG und AWS)

Beitrag zu Ziel 1
Beitrag zu Ziel 2
Beitrag zu Ziel 3
Beitrag zu Ziel 4
Beitrag zu Ziel 5

Beschreibung der Ziel-Maßnahme

Die Maßnahmen zur nationalen Umsetzung des IPCEI Programms orientieren sich an den IPCEI Mitteilungen der Europäischen Kommission. Darin wird dargestellt, dass zur Unterstützung der an einem IPCEI teilnehmenden Unternehmen nationale Zuschüsse vorzusehen sind. Förderfähig sind dabei die Projektphasen Forschung und technologische Entwicklung (R&D) sowie die erste industrielle Umsetzung der Ergebnisse (First Industrial Deployment, FID). Die maximal mögliche öffentliche Zuwendung ist durch die errechnete Funding Gap limitiert. Die weiteren Maßnahmen betreffen Koordinierungsfunktionen sowie die Information der Öffentlichkeit über konkrete Ergebnisse der jeweiligen IPCEI. Die Maßnahmen werden durch die Förderungsagenturen FFG und AWS im Auftrag des BMK umgesetzt.

Zielerreichungsgrad der Ziel-Maßnahme:

zur Gänze erreicht

Finanzielle Auswirkungen des Bundes (Kalkulation)

Finanzielle Auswirkungen stellen die aufgrund des Regelungs- oder sonstigen Vorhabens anfallenden, monetär zum Ausdruck gebrachten, Auswirkungen dar.

In der folgenden Darstellung sehen Sie auf der rechten Seite die geplanten (Plan) und auf der linken Sie die tatsächlichen angefallenen Kosten (Ergebnis). Unter „Details“ finden Sie eine detaillierte Aufschlüsselung der finanziellen Auswirkungen. Mithilfe der Steuerungsleiste können Sie zwischen den Jahren wechseln beziehungsweise sich die Gesamtzahlen über alle Jahre hinweg ansehen.


Gesamt 2020 - 2024
2020
2021
2022
2023
2024

Aufwände und Erträge – Nettoergebnis

Ergebnis

-13.204

Tsd. Euro

Plan

-30.399

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

728

Tsd. Euro

Plan

1.010

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

12.476

Tsd. Euro

Plan

29.389

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

13.204

Tsd. Euro

Plan

30.399

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

0

Tsd. Euro

Plan

-2.406

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

290

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

2.116

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

2.406

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-31

Tsd. Euro

Plan

-3.266

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

31

Tsd. Euro

Plan

149

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

3.117

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

31

Tsd. Euro

Plan

3.266

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-8.066

Tsd. Euro

Plan

-5.774

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

417

Tsd. Euro

Plan

218

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

7.649

Tsd. Euro

Plan

5.556

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

8.066

Tsd. Euro

Plan

5.774

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-4.267

Tsd. Euro

Plan

-10.855

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

122

Tsd. Euro

Plan

156

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

4.145

Tsd. Euro

Plan

10.699

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

4.267

Tsd. Euro

Plan

10.855

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Ergebnis

-840

Tsd. Euro

Plan

-8.098

Tsd. Euro

Erträge

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Werkleistungen

Ist

158

Tsd. Euro

Plan

197

Tsd. Euro

Betrieblicher Sachaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Transferaufwand

Ist

682

Tsd. Euro

Plan

7.901

Tsd. Euro

Personalaufwand

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Sonstige Aufwendungen

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Aufwendungen gesamt

Ist

840

Tsd. Euro

Plan

8.098

Tsd. Euro

Erträge gesamt

Ist

0

Tsd. Euro

Plan

0

Tsd. Euro

Beschreibung der finanziellen Auswirkungen

Der Transferaufwand bezieht sich auf die vom BMIMI mittels Ausführungsvertrag 2020 an die FFG bzw. mittels Abwicklungsvertrag 2020 an die AWS übertragenen operativen Mittel zur förderungsmäßigen Umsetzung des Important Projects of Common European Interest (IPCEI) European Battery Innovation – EuBatIn.
Im Vergleich zu den ursprünglich geplanten Auszahlungsprofilen kam es zu zeitlichen Verschiebungen insbesondere aufgrund der verspätet erfolgten Notifizierung zum Programm und weil zu Beginn vor allem personalintensive Arbeiten im Vordergrund standen und größere Investitionen erst später erfolgten und abgerechnet wurden. Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass der Gesamt-Transferaufwand den Planwerten nach Endabrechnung des Programms im Wesentlichen entsprechen wird.

Jährliche Abweichungen bei den Plan- und Ist-Werten ergeben sich entsprechend den Projektverläufen und den tatsächlichen Mittelbedarfen. Da im Zuge der Evaluierung nur ein Zeitraum über maximal 5 Jahre dargestellt werden kann, sind die finanziellen Auswirkungen in den Jahren nach 2024 nicht abgebildet und daher nicht vollständig dargestellt.

In der Evaluierung behandelte Wirkungsdimensionen

Unternehmen
Gesamtwirtschaft
Kinder und Jugend
Konsumentenschutzpolitik
Soziales
Tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern
Umwelt
Verwaltungskosten für Bürger:innen
Verwaltungskosten für Unternehmen

Unternehmen

Subdimension(en)

  • Finanzielle Auswirkungen auf Unternehmen

Bisher ermöglichte das IPCEI im Batteriesektor sechs Unternehmen Zugang zu Finanzmittel in Höhe von € 42,9 Millionen. Die Höhe der beihilfefähigen Investitionskosten beliefen sich auf € 153,1 Millionen. Durch die geleisteten Beihilfen konnten nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch der FTI-Standort Österreich nachhaltig gestärkt werden. Das zeigt sich insbesondere durch die hohe Anzahl an Patentanmeldungen sowie die hohe Anzahl an Kooperationen, die den Aufbau eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems belegen. So konnten die Unternehmen ihren Zugang zu grenzüberschreitendem und branchenübergreifendem Wissen sowie einem integrierten europäischen Industrie-Ökosystem stärken. Die Aktivitäten der Unternehmen im Rahmen des IPCEI haben auch weitere Forschungsaktivitäten ausgelöst. Eine Besonderheit des Instruments sind auch die erforderlichen Spill-Over-Aktivitäten, die nicht durch die WFA gemessen werden, aber eine relevante Bedeutung für die Unternehmen haben. So finden Vernetzungsaktivitäten zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in ganz Europa statt, um die gesamte Wertschöpfungskette des jeweiligen Sektors optimal nutzen. Davon profitieren neben den Unternehmen durch den Wissenstransfer auch die FTI-Landschaft in Europa insgesamt.

Gesamtbeurteilung

Das IPCEI im Batteriesektor (EuBatIn: European Battery Innovation) hat einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des österreichischen und europäischen Innovationsstandorts geleistet und sich als zentraler Hebel für die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und technologisch souveränen Batteriewertschöpfungskette erwiesen. Trotz herausfordernder globaler Rahmenbedingungen zeigt die Bilanz eine überwiegend positive Wirkung auf Innovation, Vernetzung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.

Die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze ist ein zentrales Ziel des Vorhabens. Mit 119 neu geschaffenen wissenschaftlichen Stellen und Fachkräften und einem Ausgangwert von 285 beträgt der Ist-Zustand 404. Damit wurde der angestrebte Zielzustand von 622 nicht erreicht. Angesichts der erheblichen globalen Unsicherheiten und des massiven Preisdrucks durch die starke Konkurrenz aus dem asiatischen Raum ist diese Entwicklung nachvollziehbar: Mehrere österreichische Projekte mussten aufgrund der schwierigen Marktlage verlängert oder im Umfang angepasst werden. Vor diesem Hintergrund bewerten wir die erreichte Personalaufstockung als respektable Leistung.

Bei dem Ziel der Erhöhung des Anteils weiblicher Beschäftigter besteht weiterer Handlungsbedarf. Der Frauenanteil liegt bei 21 % und verfehlt damit das Ziel von 27 %. Dies spiegelt die branchenweite Unterrepräsentation von Frauen in technischen und industriellen Schlüsselbereichen wider und unterstreicht die Notwendigkeit gezielterer Diversitätsmaßnahmen in zukünftigen IPCEI-Vorhaben. Ein klarer Erfolg ist die Steigerung der Kooperationsintensität: Mit 177 realisierten Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette wurde das Ziel von 150 übertroffen. Dies belegt, dass das IPCEI als Katalysator für ein vernetztes europäisches Innovationsökosystem wirkt – eine entscheidende Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Auch die Steigerung der Patentaktivitäten übertraf die Erwartungen mit 176 Patentanmeldungen (Ziel: 128) – ein starkes Signal für die anhaltende Innovationskraft der beteiligten Unternehmen, auch unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen. Bei der Steigerung der produzierten bzw. recycelten Energiekapazität zeigt sich eine klare Nichterfüllung des Zielzustands. Dieser Indikator eignet sich nur bedingt als Messgröße. Die Unternehmen hatten zum Zeitpunkt der Erstellung der WFA Schwierigkeiten, realistische Zielzustände zu definieren – möglicherweise aufgrund eines Missverständnisses in der Interpretation. Zudem scheint der Indikator die tatsächlichen Aktivitäten und Leistungen der Projekte nicht vollständig abzubilden. Beim Einsatz effizienter und ökologisch verträglicher Produktions- und Recyclingverfahren hingegen sehen wir einen zufriedenstellenden Ist-Zustand. Mit 23% liegt der Wert klar im anvisierten Zielkorridor.

Insgesamt bewertet sich das Vorhaben als wirksam: Es hat die technologische Souveränität gestärkt, grenzüberschreitende Kooperationen vorangetrieben und die Innovationskraft der europäischen Batterieindustrie unter Beweis gestellt.


Verbesserungspotentiale

Die noch laufende Beteiligung Österreichs am IPCEI im Batteriesektor (EuBatIn: European Battery Innovation) hat bereits wertvolle Erkenntnisse für zukünftige europäische Innovationsvorhaben geliefert. Gleichzeitig ergeben sich aus der Begleitung und Evaluierung des Projekts klare Verbesserungspotenziale, die bei künftigen IPCEI-Teilnahmen (ab 2026) gezielt adressiert werden sollten.

Ein zentraler Ansatzpunkt betrifft die förderliche Gestaltung von Diversität und Geschlechtergleichstellung. Der niedrige Anteil weiblicher Beschäftigter in den geförderten Projekten zeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Im Rahmen der IPCEI-Teilnahme wurden seitens des Ressorts verpasst, aktive Begleitmaßnahmen zu ergreifen, um diesen Indikator systematisch zu unterstützen. Weder im Budget noch in der Abwicklungsbeauftragung wurden Interventionen zur Förderung von Frauen in FTI verankert. Für zukünftige IPCEI-Vorhaben ist es daher notwendig, gezielte Maßnahmen zu planen und diese in enger Abstimmung mit bestehenden Ressortprogrammen zur Diversitätsförderung zu verknüpfen, um strukturelle Effekte zu erzielen.

Ein Erfolgsfaktor des IPCEI ist die hohe Anzahl an Kooperationen, die den Aufbau eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems belegen – eine Stärke des Instruments IPCEI. Nichtdestotrotz sehen wir hier weiteres Verbesserungspotenzial: Bei zukünftigen Teilnahmen sollten aktive Schritte gesetzt werden, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene – noch stärker zu fördern. Dazu zählen die gezielte Einbindung von KMU sowie die Unterstützung von Kooperationsplattformen.

Schließlich hat sich im Rahmen der Erhebung der WFA-Indikatoren gezeigt, dass die Wahl der Indikatoren und Zielzustände optimiert werden kann. Einige Indikatoren erwiesen sich als ungeeignet, die tatsächliche Wirkung der Projekte umfassend abzubilden. Zudem wurden manche Zielzustände von den beteiligten Unternehmen falsch eingeschätzt, was zu einer Diskrepanz zwischen Planung und tatsächlicher Erreichung führte. Für künftige IPCEI-Teilnahmen empfiehlt sich daher eine kritischere, realistischere Festlegung von Zielvorgaben. Gleichzeitig sollte der Fokus auf Disseminationsaktivitäten gestärkt werden, da die Verbreitung von Ergebnissen und Technologien eine zentrale Wirkungsgröße von IPCEI-Projekten darstellt und in der vorliegenden WFA-Indikatorik bisher unterrepräsentiert war.


Weitere Evaluierungen

Es werden keine weiteren Evaluierungen durchgeführt.


Weiterführende Informationen